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Thema: Helmut Schmidt kritisert Guttenbergs Amtsführung.

  1. #1
    NICHT GEHIRNGEWASCHEN Benutzerbild von Strandwanderer
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    Standard Helmut Schmidt kritisert Guttenbergs Amtsführung.

    Nicht nur die voreilige Abberufung des Kapitäns der "Gorch Fock", sondern auch einige weitere Schnellschüsse und Grundsatzentscheidungen Guttenbergs werden von dem Altkanzler kritisiert:

    Die von Verteidigungsminister Guttenberg angeordnete Abberufung des "Gorch Fock"-Kommandanten Norbert Schatz wird jetzt auch von Helmut Schmidt kritisiert. An die Adresse Guttenbergs sagte der Ex-Kanzler in der "Zeit": "Um einen Rat gebeten, würde ich sagen: Sorge dafür, dass die Vorschriften eingehalten werden. Zu den Regeln gehört beispielsweise auch, dass über niemandem der Stab gebrochen wird, ehe er angehört wurde."

    Diese Einschätzung beziehe sich nicht nur auf Schatz, sondern auch "auf die Entlassung des Staatssekretärs Peter Wichert und des Generalinspekteurs Wolfgang Schneiderhan", sagte Schmidt, der Herausgeber der Zeitung. Wichert und Schneiderhan waren kurz nach dem Amtsantritt von Guttenberg in Zusammenhang mit der Kunduz-Affäre Ende 2009 entlassen worden.

    Schmidt äußerte sich kritisch über die Neuausrichtung der Bundeswehr und die Abschaffung der Wehrpflicht. "Ich halte es jedenfalls für einen Fehler, die Bundeswehr nicht vorwiegend unter Rücksicht auf die Verteidigung des eigenen Landes zu strukturieren, sondern mit Blick auf den Einsatz auf fremden Kontinenten. Es sollte nicht die wichtigste Aufgabe unserer Bundeswehr sein, sich jederzeit abrufbar für fremde Kriege verfügbar zu halten", sagte er.

    Es sei die Rede davon, die Bundeswehr auf 180.000 Soldaten zu verkleinern, sagte Schmidt. "Für diese Zahl habe ich bisher nirgendwo eine Begründung gefunden. Warum nicht 150.000? Warum nicht 80.000?"

    Die Abschaffung der Wehrpflicht könne "erhebliche, erst langfristig auftretende Folgewirkungen haben", warnte der SPD-Politiker. So könne die Professionalisierung der Armee "zu Kastendenken führen". Die Bundeswehr habe ohnehin die Tendenz zu glauben, "sie sei etwas Besonderes. Und diese Neigung, sich für etwas Besonderes zu halten, wird sich natürlich in einer Berufsarmee noch stärker ausprägen als bisher schon". Schmidt sagte, die Vorstellung einer Armee als eine Art besondere Schicksalsgemeinschaft "wäre lebensgefährlich für unsere Demokratie".
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    (Ich habe dies als eigenes Thema eröffnet, weil es dabei nicht nur um die "Gorch Fock", sondern um Guttenbergs Entscheidungen insgesamt geht.)
    .„Es gibt Verbrechen gegen und Verbrechen für die Menschlichkeit. Die Verbrechen gegen die Menschlichkeit werden von Deutschen begangen. Die Verbrechen für die Menschlichkeit werden an Deutschen begangen.“ Carl Schmitt, deutscher Staatsrechtler und Philosoph

    "Der Sieg ging an die Alliierten, der soldatische Ruhm an die Deutschen." Drew Middleton, amerikanischer Militärpublizist

  2. #2
    GESPERRT
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    Standard AW: Helmut Schmidt kritisert Guttenbergs Amtsführung.

    Zitat Zitat von Strandwanderer Beitrag anzeigen
    Nicht nur die voreilige Abberufung des Kapitäns der "Gorch Fock", sondern auch einige weitere Schnellschüsse und Grundsatzentscheidungen Guttenbergs werden von dem Altkanzler kritisiert:
    (Ich habe dies als eigenes Thema eröffnet, weil es dabei nicht nur um die "Gorch Fock", sondern um Guttenbergs Entscheidungen insgesamt geht.)
    ###edit###
    Geändert von bernhard44 (27.01.2011 um 13:54 Uhr)

  3. #3
    Mit Glied Benutzerbild von Bettmaen
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    Standard AW: Helmut Schmidt kritisert Guttenbergs Amtsführung.

    Die Begeisterung vieler BRDler für diesen Gelbaron kann ich nicht nachvollziehen. Der Kerl guckt wohl morgens in die Zeitung und trifft offenbar daraufhin seine Entscheidungen.

    Er weiß sicher, dass "Demoktratie" nicht im Parlament stattfindet, sondern u.a. auf den Chefsesseln der Medienkonzerne, aber diese Willfährigkeit ist dann doch eine Spur zu schleimig.
    Angebot und Nachfrage...das ist es, worauf ihr Menschen des nächsten Jahrhunderts stolz sein werdet. Friedrich Nietzsche

  4. #4
    Trötenflöt Benutzerbild von Lahn12
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    Standard AW: Helmut Schmidt kritisert Guttenbergs Amtsführung.

    Auch die SPD hatte mal gute Politiker. Jetzt hat sie den dicken Sigmar.
    Wenns leicht wäre, würden es andere machen.

    Was ist falsch an gesundem Patriotismus?

    Political Correctnis verschleiert die Tatsachen und
    bremst die Wahrheit.

  5. #5
    ein feiner Mensch Benutzerbild von konfutse
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    Standard AW: Helmut Schmidt kritisert Guttenbergs Amtsführung.

    Zitat Zitat von Bettmaen Beitrag anzeigen
    Die Begeisterung vieler BRDler für diesen Gelbaron kann ich nicht nachvollziehen. Der Kerl guckt wohl morgens in die Zeitung und trifft offenbar daraufhin seine Entscheidungen.

    Er weiß sicher, dass "Demoktratie" nicht im Parlament stattfindet, sondern u.a. auf den Chefsesseln der Medienkonzerne, aber diese Willfährigkeit ist dann doch eine Spur zu schleimig.
    Der ruft erst bei der Blöd an und fragt, was die am nächsten Tag schreiben wollen.
    Kennt ihr diesen Moment, in dem plötzlich alles Sinn ergibt und man merkt,
    dass der ganze Scheiß sich wirklich lohnt? Ich auch nicht.

  6. #6
    Foren-Veteran Benutzerbild von Schwarzer Rabe
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    Standard AW: Helmut Schmidt kritisert Guttenbergs Amtsführung.

    Ob Schmidt oder Guttenberg - beide haben ihre Rollen, die sie bis zum Ende spielen müssen!

  7. #7
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    Standard AW: Helmut Schmidt kritisert Guttenbergs Amtsführung.

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  8. #8
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    Standard AW: Helmut Schmidt kritisert Guttenbergs Amtsführung.

    Zitat Zitat von Bettmaen Beitrag anzeigen
    Die Begeisterung vieler BRDler für diesen Gelbaron kann ich nicht nachvollziehen. Der Kerl guckt wohl morgens in die Zeitung und trifft offenbar daraufhin seine Entscheidungen.

    Er weiß sicher, dass "Demoktratie" nicht im Parlament stattfindet, sondern u.a. auf den Chefsesseln der Medienkonzerne, aber diese Willfährigkeit ist dann doch eine Spur zu schleimig.
    Treffer!!!!!!
    Nicht jeder Abgrund hat ein Geländer

    "In Deutschland gilt derjenige, der auf Schmutz hinweist, als viel gefährlicher, als derjenige, der den Schmutz macht."
    Kurt Tucholsky

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