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Thema: Gedichte

Hybrid-Darstellung

  1. #1
    Hüter der Nacht Benutzerbild von henriof9
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    Standard Gedichte

    Wenn ich dereinst ganz alt und schwach,
    und'$ ist mal ein milder Sommertag,
    so hink ich wohl au$ dem kleinen Hau$
    bi$ unter den Lindenbaum hinau$.
    Da setz ich mich denn im Sonnenschein
    einsam und still auf die Bank von Stein,
    denk an vergangene Zeiten zurücke
    und schreibe mit meiner alten Krücke
    und mit der alten zitternden Hand
    so vor mir in den Sand.



    Wilhelm Busch
    Eine Frau macht niemals einen Mann zum Narren;
    sie sitzt bloß dabei und sieht zu, wie er sich selbst dazu macht.


    Leb in der Vergangenheit, wenn du traurig sein willst. Leb in der Zukunft, wenn du ängstlich sein willst.
    Und wenn du glücklich sein willst, dann genieß den Moment.


  2. #2
    mit einem weichen V Benutzerbild von Verrari
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    Standard AW: Gedichte

    John Maynard!
    "Wer ist John Maynard?"
    "John Maynard war unser Steuermann,
    aus hielt er, bi$ er da$ Ufer gewann,
    er hat un$ gerettet, er trägt die Kron',
    er starb für un$, unsre Liebe $ein Lohn.
    John Maynard."
    Die "Schwalbe" fliegt über den Erie-See,
    Gischt schäumt um den Bug wie Flocken von Schnee;
    von Detroit fliegt sie nach Buffalo -
    die Herzen aber sind frei und froh,
    und die Passagiere mit Kindern und Fraun
    im Dämmerlicht schon da$ Ufer schaun,
    und plaudernd an John Maynard heran
    tritt alles: "Wie weit noch, Steuermann?"
    Der schaut nach vorn und schaut in die Rund:
    "Noch dreißig Minuten ... Halbe Stund."


    Alle Herzen sind froh, alle Herzen sind frei -
    da klingt's aus dem Schiffsraum her wie Schrei,
    "Feuer!" war e$, wa$ da klang,
    ein Qualm aus Kajüt und Luke drang,
    ein Qualm, dann Flammen lichterloh,
    und noch zwanzig Minuten bis Buffalo.


    Und die Passagiere, bunt gemengt,
    am Bugspriet stehn sie zusammengedrängt,
    am Bugspriet vorn ist noch Luft und Licht,
    am Steuer aber lagert sich´$ dicht,
    und ein Jammern wird laut: "Wo sind wir? wo?"
    Und noch fünfzehn Minuten bi$ Buffalo. -


    Der Zugwind wächst, doch die Qualmwolke steht,
    der Kapitän nach dem Steuer späht,
    er sieht nicht mehr seinen Steuermann,
    aber durch$ Sprachrohr fragt er an:
    "Noch da, John Maynard?"
    "Ja, Herr. Ich bin."
    Theodor Fontane


    Hoffentlich habe ich jetzt mit dem Schriftsatz alles richtig gemacht ....
    Geändert von Verrari (12.05.2012 um 22:25 Uhr)

  3. #3
    Lilly mit drei L Benutzerbild von Lilly
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    Standard AW: Gedichte

    Zitat Zitat von Verrari Beitrag anzeigen
    John Maynard!
    "Wer ist John Maynard?"
    "John Maynard war unser Steuermann,
    aus hielt er, bi$ er da$ Ufer gewann,
    er hat un$ gerettet, er trägt die Kron',
    er starb für un$, unsre Liebe $ein Lohn.
    John Maynard."
    Die "Schwalbe" fliegt über den Erie-See,
    Gischt schäumt um den Bug wie Flocken von Schnee;
    von Detroit fliegt sie nach Buffalo -
    die Herzen aber sind frei und froh,
    und die Passagiere mit Kindern und Fraun
    im Dämmerlicht schon da$ Ufer schaun,
    und plaudernd an John Maynard heran
    tritt alles: "Wie weit noch, Steuermann?"
    Der schaut nach vorn und schaut in die Rund:
    "Noch dreißig Minuten ... Halbe Stund."


    Alle Herzen sind froh, alle Herzen sind frei -
    da klingt's aus dem Schiffsraum her wie Schrei,
    "Feuer!" war e$, wa$ da klang,
    ein Qualm aus Kajüt und Luke drang,
    ein Qualm, dann Flammen lichterloh,
    und noch zwanzig Minuten bis Buffalo.


    Und die Passagiere, bunt gemengt,
    am Bugspriet stehn sie zusammengedrängt,
    am Bugspriet vorn ist noch Luft und Licht,
    am Steuer aber lagert sich´$ dicht,
    und ein Jammern wird laut: "Wo sind wir? wo?"
    Und noch fünfzehn Minuten bi$ Buffalo. -


    Der Zugwind wächst, doch die Qualmwolke steht,
    der Kapitän nach dem Steuer späht,
    er sieht nicht mehr seinen Steuermann,
    aber durch$ Sprachrohr fragt er an:
    "Noch da, John Maynard?"
    "Ja, Herr. Ich bin."
    Theodor Fontane


    Hoffentlich habe ich jetzt mit dem Schriftsatz alles richtig gemacht ....
    Es fehlen ein paar Teile, sorry:

    John Maynard

    John Maynard!
    "Wer ist John Maynard?"
    "John Maynard war unser Steuermann,
    aushielt er, bis er das Ufer gewann,
    er hat uns gerettet, er trägt die Kron',
    er starb für uns, unsre Liebe sein Lohn.
    John Maynard."

    Die "Schwalbe" fliegt über den Erie-See,
    Gischt schäumt um den Bug wie Flocken von Schnee;
    von Detroit fliegt sie nach Buffalo -
    die Herzen aber sind frei und froh,
    und die Passagiere mit Kindern und Fraun
    im Dämmerlicht schon das Ufer schaun,
    und plaudernd an John Maynard heran
    tritt alles: "Wie weit noch, Steuermann?"
    Der schaut nach vorn und schaut in die Rund:
    "Noch dreißig Minuten ... Halbe Stund."

    Alle Herzen sind froh, alle Herzen sind frei -
    da klingt's aus dem Schiffsraum her wie Schrei,
    "Feuer!" war es, was da klang,
    ein Qualm aus Kajüt und Luke drang,
    ein Qualm, dann Flammen lichterloh,
    und noch zwanzig Minuten bis Buffalo.

    Und die Passagiere, bunt gemengt,
    am Bugspriet stehn sie zusammengedrängt,
    am Bugspriet vorn ist noch Luft und Licht,
    am Steuer aber lagert sich´s dicht,
    und ein Jammern wird laut: "Wo sind wir? wo?"
    Und noch fünfzehn Minuten bis Buffalo. -

    Der Zugwind wächst, doch die Qualmwolke steht,
    der Kapitän nach dem Steuer späht,
    er sieht nicht mehr seinen Steuermann,
    aber durchs Sprachrohr fragt er an:
    "Noch da, John Maynard?"
    "Ja,Herr. Ich bin."

    "Auf den Strand! In die Brandung!"
    "Ich halte drauf hin."
    Und das Schiffsvolk jubelt: "Halt aus! Hallo!"
    Und noch zehn Minuten bis Buffalo. - -

    "Noch da, John Maynard?" Und Antwort schallt's
    mit ersterbender Stimme: "Ja, Herr, ich halt's!"
    Und in die Brandung, was Klippe, was Stein,
    jagt er die "Schwalbe" mitten hinein.
    Soll Rettung kommen, so kommt sie nur so.
    Rettung: der Strand von Buffalo!

    Das Schiff geborsten. Das Feuer verschwelt.
    Gerettet alle. Nur einer fehlt!

    Alle Glocken gehn; ihre Töne schwell'n
    himmelan aus Kirchen und Kapell'n,
    ein Klingen und Läuten, sonst schweigt die Stadt,
    ein Dienst nur, den sie heute hat:
    Zehntausend folgen oder mehr,
    und kein Aug' im Zuge, das tränenleer.

    Sie lassen den Sarg in Blumen hinab,
    mit Blumen schließen sie das Grab,
    und mit goldner Schrift in den Marmorstein
    schreibt die Stadt ihren Dankspruch ein:

    "Hier ruht John Maynard! In Qualm und Brand
    hielt er das Steuer fest in der Hand,
    er hat uns gerettet, er trägt die Kron,
    er starb für uns, unsre Liebe sein Lohn.
    John Maynard."
    Es gibt nur zwei Tage im Jahr, an denen man nichts tun kann. Der eine ist gestern, der andere morgen. Dies bedeutet, dass heute der richtige Tag zum Lieben, Glauben und in erster Linie zu Leben ist. (Dalai Lama)

  4. #4
    GESPERRT
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  5. #5
    bernhard44
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    Standard AW: Gedichte

    Im Wald da steht ein Ofenrohr,
    nu stellt euch diese Hitze vor!


    Kurt Schramm
    Arbeiterdichter

  6. #6
    MitGlied Benutzerbild von Zinsendorf
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    Standard AW: Gedichte

    Zitat Zitat von bernhard44 Beitrag anzeigen
    Im Wald da steht ein Ofenrohr,
    nu stellt euch diese Hitze vor!


    Kurt Schramm
    Arbeiterdichter
    Aber der Mann hieß doch Arthur Schramm, genannt "s klaane Getu"
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    Verallgemeinerungen sind Lügen.
    (Gerhard Hauptmann)

  7. #7
    Lilly mit drei L Benutzerbild von Lilly
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    Standard AW: Gedichte

    Die gereifte Eva

    Im weiten Gebiet der Liebe
    Blüht auch ein Wunderbaum,
    Darunter die Eva träumet
    Den wonnigsten Lebenstraum.

    Dem Gatten, den Kindern ferne,
    Nicht jung, doch schöner denn je,
    Hat sie einen Knaben gerne,
    Entsandt ihr aus Himmelshöh'.

    Die köstlichste Unschuldsblüte,
    Das süßeste Maienlicht, -
    Sie beuget sich zu ihm nieder
    Und zieht ihn ans Herz und spricht:

    »Was war mir die erste Liebe!
    Was war mir der reife Mann!
    Was sind mir tausend Männer,
    Mit Tigerfellen umtan! -

    Dich liebe ich, holde Knospe,
    So zitternd und so zart,
    Für dich sterb' ich tausend Tode,
    Du bist mir die rechte Art.«

    Und Eva selig vergessend
    Den ersten Sündenfall,
    Sie sündigt nach Gottes Ratschluß
    Zum zweiten- und schönstenmal.

    (Emerenz Meier)
    Es gibt nur zwei Tage im Jahr, an denen man nichts tun kann. Der eine ist gestern, der andere morgen. Dies bedeutet, dass heute der richtige Tag zum Lieben, Glauben und in erster Linie zu Leben ist. (Dalai Lama)

  8. #8
    bernhard44
    Gast

    Standard AW: Gedichte

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    0, Ärzgebirgshaamit, wie biste su schieh
    När dar, dar hier gruß wird, kaa dich racht verstieh.
    Drim kaa in dr Walt, glab’s, nischt schenner fei sei
    Als drham bei dr Mutter, su lieb un su trei.

    Härzblut vun den helling grußen Vaterland,
    Dos für uns net annersch als när Deitschland heßt.
    Härzblatd vun Deitschland! Dirsch Härz un de Hand
    Dn dir unnre Trei aah; was du, Haamit, weßt.

    Was still deine Täler, sei stolz deine Barg.
    Wie Basalt un Granit aah die Volk feststieht;
    ’s is flessig, trei, ehrlich, liebt Gott un sei Wark.
    Ze dir, teire Haamit, mich’s immer hiezieht.

    Fruhtrauliches Weihnachtsland biste mit Racht;
    Wu unner Herrgott drubn su viel Lieb’ verschenkt. –
    Wer su Weihnacht feiert, muß trei sei, net schlacht.
    Lichterschei, Tanneduft zen helling Christ lenkt.

    Wuhl dir, wenn in Harzn de Haamit dich ruft;
    Wenn noch su weit draußen, weht doch Haamitluft!!!


    Arthur (Kurt) Schramm 1936


    Übersetzung

    Herzblatt von Deutschland, mein Erzgebirge!


    0, Erzgebirgsheimat, wie bist du so schön
    Nur der, der hier groß wird, kann dich recht verstehen.
    Drum kann in der Welt, glaub’ es, nichts schöner doch (fei=doch? ) sein
    Als daheim bei der Mutter, so lieb und so treu.
    Herzblut von dem heiligen großen Vaterland,
    Das für uns nicht anders als nur Deutschland heißt.
    Herzblatt von Deutschland! Dir das Herz und die Hand
    Dn (=denn/dann? ) dir unsere Treu auch; was du, Heimat, weißt.
    Was still deine Täler, sind stolz deine Berge.
    Wie Basalt und Granit auch dein Volk feststeht;
    Es ist fleißig, treu, ehrlich, liebt Gott und sein Werk.
    Zu dir, teure Heimat, mich es immer hinzieht.
    Vertrautes (?Fruhtrauliches? ) Weihnachtsland bist du mit Recht;
    Wo unser Herrgott droben so viel Lieb’ verschenkt. –
    Wer so Weihnacht feiert, muß treu sein, nicht schlecht.
    Lichterschein, Tannenduft zum heiligen Christ lenkt.
    Wohl dir, wenn in Herzen die Heimat dich ruft;
    Wenn noch so weit draußen, weht doch Heimatluft!!!
    Glück auf!

  9. #9
    Hüter der Nacht Benutzerbild von henriof9
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    Standard AW: Gedichte

    /// Nur mal zur Erinnerung; hier im Unterforum " deutsches Schrifttum " sollte in alten, deutschen Schriften geschrieben werden.


    /// Nur mal zur Erinnerung; hier im Unterforum " deutsche$ Schrifttum " sollte in alten, deutschen Schriften geschrieben werden.
    Eine Frau macht niemals einen Mann zum Narren;
    sie sitzt bloß dabei und sieht zu, wie er sich selbst dazu macht.


    Leb in der Vergangenheit, wenn du traurig sein willst. Leb in der Zukunft, wenn du ängstlich sein willst.
    Und wenn du glücklich sein willst, dann genieß den Moment.


  10. #10
    Aufklärer Benutzerbild von Eridani
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    Zitat Zitat von henriof9 Beitrag anzeigen
    /// Nur mal zur Erinnerung; hier im Unterforum " deutsches Schrifttum " sollte in alten, deutschen Schriften geschrieben werden.


    /// Nur mal zur Erinnerung; hier im Unterforum " deutsche$ Schrifttum " sollte in alten, deutschen Schriften geschrieben werden.
    Wenn es solche Schriften hier gibt, warum nicht.....

    MERKEL IST DIE MUTTER ALLER PROBLEME
    Das ist nicht mehr mein Land

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