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Thema: Wäre eine Genesung Deutschlands auch nach 1945 noch möglich gewesen? Die alternativen 68er

  1. #1
    Mitglied Benutzerbild von Captain_Spaulding
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    Standard Wäre eine Genesung Deutschlands auch nach 1945 noch möglich gewesen? Die alternativen 68er

    Hallo liebe Mitforisten,
    ich beschäftige mich in der Schule derzeitig mit der frühen Nachkriegszeit ,besonders mit der Adenauer Regierung.
    Ich hatte Adenauer und co. bis dato als die gleichen Volksfeinde abgetan wie unsere heutigen Politiker ,aber wenn ich mir ansehe was für einen versönlichen und konstruktiven Kurs Adenauer fuhr, wie schnell er das völlig zerstörte Deutschland wieder weltpolit-fähig machte und bei all den Vorwürfen ,von heute, seine Regierung bestand hauptsächlich aus ehemaligen "Nazis" , wird mir der Mann schon fast sympathisch.
    Als wir uns speziell mit der angeblich von Adenauer abgewürgten "Entnazifizierung" beschäftigten ,entwickelte ich die Theorie von den "alternativen 68er" ,die meiner Ansicht nach zu einer Gesundung Deutschlands hätten führen können, wogegen ja die historischen 68er die Vernichtung Deutschlands auf kultureller Ebene einläuteten.

    Bevor ich allerdings zu meinen alternativen 68er komme muss ich den Leser wohl noch einen kurzen Einblick in die Mateire geben:

    Deutschland war 1950 vorerst endgültig geteil und die West- und Ostimperialisten errichteten die deutschen Satellitenstaaten DDR und BRD.
    In der BRD kam als erstes Konrad Adenauer an die Macht, seiner Regierung wird heute vorgeworfen nazistisch gewesen zu sein oder zumindest von Nazis durchsetzt gewesen zusein.
    Diese Geschichte hat einen wahren Kern: Adenauers Regierung bestand zum Teil wirklich aus ehemaligen NSAP und Wehrmachtsmitgliedern.
    Ein gewisser von Mahnstein(oder von Malstein?) machte es sich zur Aufgabe die deutsche Wehrmacht zu rehabilitieren. Etwas heute unvorstellbares gelang in den frühen 50er Jahren : Die deutsche Wehrmacht wurde von dem allergrößten Teil der Bevölkerung für anständig gehalten.
    Aus heutiger, aufgeklärter Sicht ein Meilenstein in der deutschen Nachkriegskultur.
    Sogar der deutschfeindliche Eisenhauer, verzeihung Eisenhower (man muss sich vorstellen wie antigermanistsich der Mann gewesen sein muss ,da er seinen deutschen Nachnamen per Gericht amerikanisieren lies) , entschuldigte sich für seine infamen Lügen die er während des Krieges über die Wehrmacht verbreitet hatte.

    Natürlich kam das alles nicht von ungefähr. Der Beginn des kalten Krieges veränderte die Interressenslage der Westallierten: der Morgenthauplan war nicht mehr umzusetzen, aus den verhassten Deutschen wurden wichtige Verbündete im Kampf gegen Stalins Allmachtsphantasien.
    Adenauer verstand es das auszunutzen und entdämonisierte das deutsche Selbstverständnis innerhalb weniger Jahre.

    Dann in den 60er kam der Bruch, die erste deutsche Generation, die von der NS-Zeit nichts mitbekommen hatte und ihr gesammtes Wissen aus den Geschichtsbüchern der Sieger hatte kroch auf die politische Bühne, die historischen 68er.
    Die Deutschen der Nachkriegszeit, hatten beide Seiten der Medaillie gesehen, die 68er dagegen kannten nur die Porpaganda aus den Geschichtsbüchern und entwickelten daher einen ungeheuren Deutschenhass ,der ihre geisteswissenschaftlichen Arbeiten stark prägte: Die Wehrmacht wurde schnell wieder zu einer Verbrecherarmee verklärt, die Alleinschuld Deutschlands wurde bekräftigt und man erhob die Schuld an allem, sogar an geheimen Projekten wie dem Holocaust , auf das gesammte deutsche Volk.
    Und schließlich forcierten die 68er noch den Multikulturalismus, bis dato waren die Gastarbeiter immer wieder in ihre Heimatländer zurückgesandt worden ,wie es sich gehört. Durch die 68er Idealogen verpatzte man jedoch die Ausweisung von tausenden Türken, später setzten die 68er noch entsprechende Nachzugsgesetze in Kraft ,sodass aus den Tausenden Millionen wurden.
    Es ist nicht sicher wie viele Deutsche bereits von diesen "Kulturbereicherern" ermordet wurden, einer statistische Auswertung nach,die auch hier im Forum zugänglich ist, sind allein zwischen 1990 bis 2010 über 70.000 Deutsche dem Multikulturalismus zum Opfer gefallen. Bedenkt man die miserable Verbrechensaufklärung in der BRD dürfte die Dunkelziffer doppelt oder sogar dreimal so hoch sein.
    Joschka Fischer,68er seit erster Stunde und später BRD-Außenminister (sic!) erklärte die Idealogie der 68er,den Nationalmasochismus, so: Deutschland muss von außen eingehegt, und von innen durch Zustrom heterogenisiert, quasi verdünnt werden.“

    Damit dieses Projekt nicht scheitert haben die 68er die deutsche Diskussionskultur schritt für schritt ins Mittelalter zurückversetzt. Anstelle des Leibhaftigen trat Hitler, und jeder Kritiker wurde wie auch schon zu Zeiten der Inquisition, zum Jünger des Bösen ,also zu einem Anhänger Hitlers, zu einem Nazi erklärt.
    Mit dieser politische Korrektheit, auch Nazi-Keule genannt, unterbinden die 68er bis heute jede Kritik auf dogmatische Art und Weise.Für besondere Härtefälle gibt es wie im Mittelalter Kerkerhaft.Gesetzlich festgeschrieben .

    Aber wie konnte es von einem versönlichen Verständnis a la Adenauer zu so einer Verklärung kommen?
    Die einzig mögliche Erklärung dafür ist die Umerziehung,dh dass die deutschfeindliche Propaganda der Westimperialisten ,die neuen Deutschen psychisch erkranken lies, sie verloren ihren Sinn für Wissenschaftlichkeit und bauten,angetrieben von unendlichen Deutschenhass , an ihrer eigenen absoluten Wahrheit,die heute den Platz der katholischen Kirchenlehre einnimmt.

    Hier beginnt nun der eigentlich Kern meiner These und der Diskussionspunkt um den sich in diesem Thread alles drehen soll:

    Hätte die Adenauer Regierung dieses Unglück abwenden können, wenn sie die Bedeutung des schulischen Geschichtsunterrichts richtig eingeschätzt hätte und schon in den frühen 50er Jahren eine versönlichere Version etabliert hätte?

    Natürlich wäre es nicht möglich gewesen Deutschland von jeder Schuld freizusprechen und Hitler wäre wohl noch Jahrzehnte der Inbegriff des Bösen gewesen.
    Aber es gab trotzdem Mittel und Möglichkeiten ein versönlicheres Geschichtsbild zu etablieren, mit dem die Sieger aufgrund seiner antistalinistischen Ausrichtung wahrscheinlich kein Problem gehabt hätten.Dieses alternative Geschichtsbild würde meiner Theorie nach zun alternativen 68er führen, die nicht komplett geisteskrank sind.
    Dieses Geschichtsbild ist angelehnt an die Version der Sieger ,was mit Sicherheit nötig gewesen wäre ,damit die Westimperialisten dieses Bild in die Lehrpläne der Schulen aufgenommen hätten.
    Es liest sich also so ähnlich wie heute, nur eben mit den kleinen feinen Unterschieden, die die Bildung einer antigermanistischen Kultur verhindert hätte. Ich werde dieses Geschichtsbild oder besonders die feinen Unterschiede zum heutigen in einigen Stichpunkten darlegen, bitte bedenkt,dass es sich dabei nicht um mein eigenes Verständnis der Geschichte handelt,sondern um eine Version ,die geeignet gewesen wäre, die Kulturrevolution der 68er abzuwenden und gleichzeitig noch im Sinne der USA da steht.

    1. Die Rolle Deutschlands im ersten WK.
    Deutschland wurde durch unglückliche Bündnisse in den Krieg hineingezogen, die Siegermächte (außer die USA) nutzen diese Situation aus um Deutschland finanziell und terratorial auszubeuten.
    Geschehen in Versaille. Erst die wirtschaftlichen und sozialen Misstände machten aus den deutschen Demokraten der Weimarer Zeit verzweifelte NSDAP-Wähler, die ihm, den Verführer,dem Erzbösem , in dieHände spielten.
    Besonderes Hauptaugenmerk auf die deutsch-jüdischen Soldaten des 1 WK.

    2.Die Rolle des deutschen Volkes
    Das deutsche Volk ist frei von jeder Schuld, es wurde in Zeiten der bittersten Not, von einem charismatischen und intelligenten Politiker verführt, dem man seinen Wahnsinn wirklich nicht anmerken konnte. Auch vom Holocaust hatte das deutsche Volk nichts gewusst ,weil das eben eine geheime Operation der NS-Militärs war.
    Das deutsche Volk ist den USA für die Befreiung überaus dankbar und ist nun bereit seine demokratische Tradition fortzusetzen.
    das bringt mich zu Punkt 3.

    3. Die Rolle der BRD
    Die BRD ist ,wie die "Gründerväter" schon sagten, kein westdeutscher oder gar deutscher Staat ,sondern nur ein Staatsähnliche Organisationsform. Deustchland ist nicht zum ersten Mal demokratisch und die BRD ist gewiss nicht der "freieste Staat den es je auf deutschen Boden gab".

    4. Die politische Coleur der NSADAP
    Die Nationalsozialisten waren darwinistische ,extrem radikale, Sozialisten und gehören in die selbe Verbrecherecke wie Stalin und seine SU.(also stehen sie links)
    Die Verbrechen des NS-Regimes waren natürlich ,aufgrund seiner kurzen Bestandszeit , nicht so schlimm wie die Stalins.
    NS= UDSSR= Böse.

    5.Die Bedeutung des Nationalismus.
    Der Nationalismus ist Grundvorraussetzung der Demokratie, besonderer Unterrichtsschwerpunkt auf die Märzrevolution 1848. Friedlicher deutscher Nationalismus muss hochgehalten werden.Klare Abgrenzung zwischen Antisemitismus und Nationalismus.(verweis auf die deutsch-jüdischen Soldaten des 1WK)

    6. Die Rolle Polens und der SU im 2 WK.
    Die Mär vom polnischen Opferlamm wird entmystifiziert. Realistische Darstellung der Konfliktsituation ,die das antisemitische Dritte Reich mit dem antisemitischen und antigermanistischen Polen hatte.
    Vertreibung von Volksdeutscher zwischen 1919 und 1939 aus den ehemaligen deutschen Gebieten, die in Versaille völkerrechtswiedrig abgeschlagen wurden, muss genau beleuchtet werden.
    Stichwort Entgermanisierung .
    Allgemeine Negierung von stalinistischer Propaganda (auch vor 1945).
    Sowjetische Aggressionen vor 1945 müssen ebenfalls einen starken Stellenwert bekommen.

    7. Die Rolle des deutschen Widerstands und der Menschenrechtsverstöße des dritten Reiches.
    Der deutsche Widerstand besonders, die Stauffenberg Gruppe muss hochgehalten werden.
    Was die Menschenrechtsverbrechen des dritten Reiches angeht, sollte das Hauptaugenmerk auf der allgegenwärtigen Unterdrückung der Deutschen liegen.
    Der Holocaust spielt als Geheimaktion eine untergeordnete Rolle, für die Deutschen müssen die Verbrechen an deutschen Demokraten und deren Verfolgung am wichtigsten sein.

    Begründungen:
    Für 1. : Die Bedeutung des 1WK trat gerade in der unmittelbaren Nachkriegszeit in Vergessenheit, die Siegermächte,besonders die zukunfstgewandte USA hätten kaum Probleme mit dieser Darstellung gehabt.

    Für 2.: Die Negierung der kollektivschuld steht an oberster Stelle, da die 68er ja von der Grundvorstellung angetrieben wurden einem Verbrechervolk anzugehören, das ausgelöscht gehört.
    Wenn man das Volk (nicht mal unbedingt die Soldaten) wenigstens von dieser Schuld befreit hätte, wäre es wahrscheinlich zu alternativen 68er gekommen,die mehr nationales Selbstwertgefühl gehabt hätten. Für die USA wäre der große Vorteil der gewesen, dass sich die Deutschen und ihre zukünftigen "Volksvertreter" einfacher für USA-Politik hätten gewinnen lassen, da ein sehr freundschaftliches und unvorbelastetes Verhältnis zwischen Beiden Völkern/Regierungen bestanden hätte.

    Für 3.: Obwohl man die Selbstbeweihräucherung der BRD zur damaligen Zeit verstehen kann, wäre es doch wichtig gewesen, klar zustellen, dass Deutschlands demokratische Traditionen nicht erst aufgezwungen werden mussten.
    Später sollten die 68er so argumentieren, dass die Deutschen zur Demokratie unfähig wären und nur in einer leben ,weil sie dem Volk aufgezwungen worden ist.
    Das ist nicht nur gefährlich sondern auch historisch totaler Schwachsinn ,da die deutsche demokratische Tradition spätestens im 19.Jahrhudnert begann.

    Für4. und 5: Das ist auch ein sehr wichtiger Punkt, die 68er haben den Nationalismus und alles "Rechte" mit den Verbrechen der Nationalsozialisten verbunden, daraus entstannt später die politische Korrektheit.
    Es wäre wichtig gewesen, die richtigen Verhältnisse von Anfang an klarzustellen. Damit die erste unbelasteten Generation auch weiß was Nationalismus wirklich ist und warum die Nationalsozialisten eben Sozialisten waren und keine Rechten.
    Propagandistisch wäre ,es für die USA nützlich gewesen, da sie so ein altes Feindbild einfach auf ein neues umlegen könnten. Die Verbrechen und die daraus resultierende Abscheu des Volkes auf den NS würde auf das neue Feindbild ,den Kommunismus übergehen.
    Stalin ging in seiner Propaganda genauso vor, als er kurzerhand alle Kapitalisten zu Faschisten und umgekehrt erklärte .

    Für 6.: Da Polen und auch die SU sich in den 50er Jahren schlecht beschweren konnten sehe ich an dieser Stelle die erste Möglichkeit für Revisionismus.
    Gerade die sowjetische Propaganda liefert heute die Hauptbeweise gegen sog. Wehrmachtsverbrechen,die fester Bestandteil des Nationalmasochismus sind.
    Genauso wie der sog. Überfall auf Polen, der eigentlich mehr eine militärische Intervention zur Rettung tausender Volksdeutscher war ,die unter ihrem neuen polnischen Schirmheer schrecklich misshandelt wurden.
    Für die USA wäre diese Sicht sehr vorteilhaft gewesen ,da sie sehr antistalinistisch ist und wahrscheinlich kommende Generationen(einschließlich der alternativen 68er) bis zum Zusammenbruch der SU zu absoluten Befürwortern der US-amerikanischen Weltpolitik gemacht hätte.
    Eine Sympathie zu der SU wie bei den historischen 68er konnte wohl nur aufkommen, weil die SU in der dämonisierten deutschen Geschichte so eine Heldenhafte Rolle spielt.
    Es wäre nicht nur im Interresse Deutschlands sondern auch im Interresse der USA gewesen, wenn man diesem Mythos ein Ende gesetzt hätte ,bevor er von den 68er endeckt wurde.

    Für 7: Ich bin auf diese Idee gekommen als ich mich mit der "Vergangenheitsbewältigung" der Franzosen beschäftigt habe: Sie Leugnen die breite Zustimmung ,die das Vichy-Regime genoss und verklären das besetzte Frankreich in einen Hort des Widerstandes ,so als hätte diese popplige Resistance die Nazis ganz alleine aus Paris gejagt.
    Die historische Realität sieht ganz anders aus: Die Nationalsozialisten waren den Allierten materiell derartig unterlegen, dass die Franzosen nur die Hände in den Schoß legen mussten und auf ihre Befreiung durch die US-Amerikaner zu warten.
    Die Aktionen der französischen Resistance waren dagegen sogar durch und durch kontraproduktiv, da sie das Verhältnis zwischen Besetzten und Besatzern unnötig verkomplizierte. Genauso wie bei Stauffenberg waren die widerständischen Aktionen nur ein unnötiges Blutvergießen auf beiden Seiten, die zu keinem Zeitpunkt in der Lage gewesen wären den Krieg zu beenden.
    Dennoch funktioniert es bei den Franzosen sogar so gut, dass es inzwischen ein Videospiel gibt, indem man ,ganz wie im französischen Heldenmythos, als einzelner Resistancekämpfer die pösen Nazis ganz alleine aus Paris jagt.
    Kein Scheiß so etwas dummes funktioniert wirklich, warum sollte es also mit Stauffenberg nicht genauso funktionieren?

    Ok soviel habe ich hier noch nie geschrieben xD
    Ich poste nocheinmal die Frage ,die hier diskutiert werden soll, damit nicht alles aus dem Ruder läuft:

    Wäre eine Gesundung Deutschlands in den 50er Jahren schon möglich gewesen, wenn die Adenauer Regierung darauf gedrängt hätte ein ,wie von mir hier dargelegtes ,Geschichtsbild in die Lehrpläne der Schulen zu etablieren?

    Ich wünsche viel Spaß beim diskutieren, bitte schön sachlich und themenorierntiert arbeiten, ich will hier keine historische Diskussion um den "Überfall" auf Polen führen, sondern diskutieren, ob und wie man die volkszerstörerischen 68er noch hätte abwenden können.

    mfg Captain Spaulding

  2. #2
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    Standard AW: Wäre eine Genesung Deutschlands auch nach 1945 noch möglich gewesen? Die alternativen 68er

    Zitat Zitat von Captain_Spaulding Beitrag anzeigen
    Hätte die Adenauer Regierung dieses Unglück abwenden können, wenn sie die Bedeutung des schulischen Geschichtsunterrichts richtig eingeschätzt hätte und schon in den frühen 50er Jahren eine versönlichere Version etabliert hätte?
    Nein, denn die 68er wären als Ergebnis der westeuropäischen Wohlstandsgesellschaft der Nachkriegszeit so oder so gekommen.

    Außerdem ist es nicht verwunderlich, dass das Pendel, nachdem es nach rechts ausgeschlagen hat, sich nun wieder deutlich nach links bewegte.


    Das Problem ist gar nicht so sehr die Frage wie man die 68er hätte verhindern können, sondern wie sie und ihre Hinterlassenschaften wieder los wird.

  3. #3
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    Standard AW: Wäre eine Genesung Deutschlands auch nach 1945 noch möglich gewesen? Die alternativen 68er

    Zitat Zitat von Feldmann Beitrag anzeigen
    Nein, denn die 68er wären als Ergebnis der westeuropäischen Wohlstandsgesellschaft der Nachkriegszeit so oder so gekommen.
    Du meinst also, dass das ihnen vermittelte Geschichtsbild überhaupt gar keine Rolle spielt?
    Ist das nicht etwas plump?
    Ich meine die BRDsche Nachkriegsgesellschaft ist nicht die erste Wohlstandsgesellschaft in der Menschheitsgeschichte, aber es ist das erste mal ,dass soetwas dekadentes und volkszerstörerisches wie die 68er dabei herausgekommen ist.
    Da muss es doch irgenteinen Indikator geben denkst du nicht?
    Willst du abstreiten ,dass die 68er von starkem Deutschenhass geprägt sind?
    Wenn nicht dann musst du dir doch irgentwie erklären können woher dieser Hass kommt.
    Außerdem ist es nicht verwunderlich, dass das Pendel, nachdem es nach rechts ausgeschlagen hat, sich nun wieder deutlich nach links bewegte.
    Nachdem der Kommunismus zusammengebrochen war, gab es auch das Feindbild des Kommunisten nicht mehr, das Feindbild des Nazis dagegen wurde ab 1990 stark forciert.
    Reicht dir das als Erklärung?
    Oder meinst du jetzt die 68er ?
    Ich habe doch eine Erklärung für deren Sympathie mit der politischen Linken gegeben.

    Das Problem ist gar nicht so sehr die Frage wie man die 68er hätte verhindern können, sondern wie sie und ihre Hinterlassenschaften wieder los wird.
    Das ist ein wahres Wort . Aber das ist häufig so bei diesen "was wäre wenn..."-Fragen.
    Ich habe ein rein wissenshcaftliches Interresse daran, die 68er und die Nachkriegskultur zuverstehen.
    Daher der Diskussionsthread

    mfg Captain Spaulding

  4. #4
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    Standard AW: Wäre eine Genesung Deutschlands auch nach 1945 noch möglich gewesen? Die alternativen 68er

    @Feldmann
    edit: Ich habe deine zweite Aussage missverstanden.
    Außerdem ist es nicht verwunderlich, dass das Pendel, nachdem es nach rechts ausgeschlagen hat, sich nun wieder deutlich nach links bewegte.
    Mit dem Rechtsausschlag meintest du die NS-Zeit oder?
    Ich finde ,dass du es dir auch hier viel zu einfach machst.
    Je nachdem welche Definition des politischen Spektrums man anwendet, die Nationalsozialisten sind fast immer links einzordnen.
    Es war eben ein Fehler, der Adenauerregeirung,dass sie die Nationalsozialisten nicht schon in den frühen 50er Jahren klar als links klassifizeirt haben.
    Deiner Logik nach müsste das Pendel nach so einem Systemkollaps in die entgegen gesetzte Richtung ausschlagen. D'accord.
    Wenn man die Nationalsozialisten nun aber links verordnet hätte, wäre das Pendel , also in dem Fall die 68er, nach rechts ausgeschlagen.
    Genau darum ging es in meinem Beitrag zur Rolle der Sowjetunion und Polen.
    Einfach nochmal meinen Thread lesen, ich weiß er ist etwas lang geworden.
    mfg Captain Spaulding

  5. #5
    Landbesitzer Benutzerbild von Apart
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    Standard AW: Wäre eine Genesung Deutschlands auch nach 1945 noch möglich gewesen? Die alternativen 68er

    Die Frage sollte nicht lauten, ob es anno 1945 möglich gewesen wäre, Deutschland auf eine mental gerade Bahn zu bringen, sondern WIE es heute möglich sein könnte.

  6. #6
    Mitglied Benutzerbild von Captain_Spaulding
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    Standard AW: Wäre eine Genesung Deutschlands auch nach 1945 noch möglich gewesen? Die alternativen 68er

    Zitat Zitat von Apart Beitrag anzeigen
    Die Frage sollte nicht lauten, ob es anno 1945 möglich gewesen wäre, Deutschland auf eine mental gerade Bahn zu bringen, sondern WIE es heute möglich sein könnte.
    Ich denke ,dass diese Frage hinreichend diskutiert worden ist, das Gedankenexperiment ,das ich hier vorstelle, dagegen, ist neu.
    Naja davon abgesehen schrieb ich ja schon, dass diese "was-wäre-wenn"-Fragen so gut wie nie einen realpolitischen Wert haben.
    Du kannst doch trotzdem eine Meinung dazu haben oder?

    mfg Captain Spaulding

  7. #7
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    Standard AW: Wäre eine Genesung Deutschlands auch nach 1945 noch möglich gewesen? Die alternativen 68er

    @Apart
    mien nächster Strang wird meine Theorie von der Rettung Deutschlands durch regionalen Seperatismus thematisieren, vielleicht ist das eher dein Fall^^
    mfg Captain Spaulding

  8. #8
    Landbesitzer Benutzerbild von Apart
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    Standard AW: Wäre eine Genesung Deutschlands auch nach 1945 noch möglich gewesen? Die alternativen 68er

    Zitat Zitat von Captain_Spaulding Beitrag anzeigen
    Ich denke ,dass diese Frage hinreichend diskutiert worden ist, das Gedankenexperiment ,das ich hier vorstelle, dagegen, ist neu.
    Naja davon abgesehen schrieb ich ja schon, dass diese "was-wäre-wenn"-Fragen so gut wie nie einen realpolitischen Wert haben.
    Du kannst doch trotzdem eine Meinung dazu haben oder?

    mfg Captain Spaulding


    Mental war D nach 1945 tatsächlich auf einem gesunden Weg zurück zu einem ganz normalen Volk mit gesundem Selbstvertrauen zu werden. Moral bombing und Reeducation konnten daran zunächst nicht viel kratzen.

    Ich glaube, dass 90 % unseres selbstzerstörerischen Schuldkultes mit seiner verzerrten Geschichtsschreibung auf die 68er Ideologie und der typisch deutschen Beamten- und Institutionellenmentalität, jedes System bis ins Extremste durchzuexerzieren, zurückzuführen ist.

    Mediale und institutionelle Einflussnahme durch die Dollarsekte halte ich eher für nebensächlich.

  9. #9
    FCK BRD Benutzerbild von Arthas
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    AW: Wäre eine Genesung Deutschlands auch nach 1945 noch möglich gewesen? Die alternativen 68er

    Zitat Zitat von Captain_Spaulding Beitrag anzeigen
    Wäre eine Gesundung Deutschlands in den 50er Jahren schon möglich gewesen, wenn die Adenauer Regierung darauf gedrängt hätte ein ,wie von mir hier dargelegtes ,Geschichtsbild in die Lehrpläne der Schulen zu etablieren?

    Ich wünsche viel Spaß beim diskutieren, bitte schön sachlich und themenorierntiert arbeiten, ich will hier keine historische Diskussion um den "Überfall" auf Polen führen, sondern diskutieren, ob und wie man die volkszerstörerischen 68er noch hätte abwenden können.

    mfg Captain Spaulding
    Da hätte Adenauer, selbst wenn gewollt, nicht viel machen können. Es waren in erster Linie nicht die Lehrpläne an den Schulen (der Schuldkult begann erst mit den 68ern richtig), sondern die "geisteswissenschaftliche" Verbrecherbande rund um Adorno, Horkheimer, Marcuse und Habermas die die 68er schufen. Diese agierten wiederum mit Unterstützung der Amerikaner, von der BRD-Regierung aber letztendlich unabhängig. Sie arbeiteten jedoch auch nicht allein auf Weisung der Amerikaner, sondern hatten die Verbreitung des "neuen Sozialismus" schon seit den 20ern geplant. 1945 bzw. 1968 war Deutschland dann sturmreif und die antideutschen 68er konnten dank der Bedingungen nur gewinnen. Gewonnen hatten sie eigentlich schon 1945. Die 68er-Revolution war nur noch eine Formalität. Eine echte Chance hätte es nur durch ein neutrales und unabhängiges Deutschland geben können, aber auch nur vielleicht. Das jedoch hat Adenauer wiederum verhindert.
    Geändert von Arthas (19.12.2012 um 20:11 Uhr)

  10. #10
    FCK BRD Benutzerbild von Arthas
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    AW: Wäre eine Genesung Deutschlands auch nach 1945 noch möglich gewesen? Die alternativen 68er

    Zitat Zitat von Captain_Spaulding Beitrag anzeigen
    @Feldmann
    edit: Ich habe deine zweite Aussage missverstanden.

    Mit dem Rechtsausschlag meintest du die NS-Zeit oder?
    Ich finde ,dass du es dir auch hier viel zu einfach machst.
    Je nachdem welche Definition des politischen Spektrums man anwendet, die Nationalsozialisten sind fast immer links einzordnen.
    Es war eben ein Fehler, der Adenauerregeirung,dass sie die Nationalsozialisten nicht schon in den frühen 50er Jahren klar als links klassifizeirt haben.
    Deiner Logik nach müsste das Pendel nach so einem Systemkollaps in die entgegen gesetzte Richtung ausschlagen. D'accord.
    Wenn man die Nationalsozialisten nun aber links verordnet hätte, wäre das Pendel , also in dem Fall die 68er, nach rechts ausgeschlagen.
    Genau darum ging es in meinem Beitrag zur Rolle der Sowjetunion und Polen.
    Einfach nochmal meinen Thread lesen, ich weiß er ist etwas lang geworden.
    mfg Captain Spaulding
    Das Pendel schlägt nicht nach dem nominellen Gegenteil einer politischen Richtungsangabe aus, sondern in die wirklichen Gegenteile einer vorherigen Ideologie. Und da waren die 68er tatsächlich das absolute Gegenteil des Nationalsozialismus. Allerdings war das keineswegs ein normaler Pendelausschlag, dies stimmt. Mehr dazu habe ich ja schon im vorherigen Beitrag geschrieben.

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