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Thema: »Völker der Sonne« und »Völker der Milchstraße« - die Zukunft der Menschheit

  1. #1
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    »Völker der Sonne« und »Völker der Milchstraße« - die Zukunft der Menschheit

    Seit den 1990er Jahren schreibe ich Science Fiction. Dabei hat sich recht schnell mein Bild von der Zukunft der Menschheit herauskristallisiert:

    Die Menschen leben in autonomen Gemeinswesen, die den heutigen Nationalstaatten entsprechen, in einem weltweiten Staatenbund, der »Menschheits-Föderation«. Kriege gibt es nicht mehr, das Sonnensystem und andere Planetensysteme werden besiedelt.
    In Umkehrung der heute wirtschaftlich, kulturell und sozial zwangsvereinten, aber politisch zerrissenen »One World« ist die Menschheit politisch-ideell geeint, aber jedes »Volk« bewhart seine eigene Kultur und Sprache, jedes Gemeinwesen geht im Inneren eigene Wege. Diese Wegen können sehr konservativ sein, wie in der christlich-fundamentalistischen Kolonie Tharsis auf Mars, sie können aber auch radikal futuristisch sein, wie in Jauhar auf Merkur.

    »Völker der Sonne« handelt im 21. und 25. Jahrhundert und zeigt, wie die Menschheit das Sonnensystem besiedelt. Das Leben im Weltraum hat auf der Erde nicht gekannte Gefahren wie Sonnenstürme, es bietet aber auch neue Herausforderungen und Möglichkeiten - wie Sex in Schwerelosigkeit

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    »Völker der Milchstraße« spielt in einer noch ferneren Zukunft, in der alles technisch Denkbare auch verwirklciht wird. Reisen zu den Sternen dauern nur einen Augenblick und auch Zeitreisen werden möglich - mit verblüffenden Anwendungen.

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  2. #2
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    Leseprobe aus »Völker der Sonne«, Teil 5

    Die Sonnenfähre näherte sich der Hi-Wayne-Antimaterie-Fabrik. Die Sonne wurde riesengroß und unerträglich hell, ehe ein immer größeres Stück von ihr von den Paneelen der Fabrik verdeckt wurde. Schließlich verschwand sie ganz, als die Fähre in den Schatten der gigantischen Anlage eintrat. Erleichtert wischten sich die Arbeiter und Arbeiterinnen den Schweiß von der Stirn. Eliyahu versuchte sich sogar an einem Witz: »Sonne am Morgen« »bringt Kummer und Sorgen, ich weiß«, beendete Atticus den Satz. Alle lachten pflichtschuldig, nur Elron saß dumpf brütend da.
    »Elron, was ist los. Heute kein Spruch über Sciens?«, fragte Larissa.
    »Hmpf.«
    »So wird das aber nie was mit dem Theta-Level«, spottete Atticus.
    »Sciens ist fasd, fasd, fasd!«, entgegnete Elron heftig und verfiel ganz ins Global: »Tut l?fasd. Robbes-Schmu ä Schackes! Hrami, hrami, Scheiße!«
    »Das gute alte deutsche Unwort«, bemerkte Eliyahu. »Dir muss aber eine mächtig große Laus über die Leber gelaufen sein. Dabei waren schon deine Eltern Sciens, sonst hätten sie dich nicht Elron genannt.«
    »Und was hat es ihnen gebracht? Da sie nur einfacher Klopt waren, sind sie vor den Hundert krepiert. Beta-Level, dann war Schluss. Jetzt ist bei mir auch Schluss, aber mit Sciens!«
    Der Rest des Fluges verlief in unbehaglichem Schweigen. Wenn Elron diesen Blick hatte, war er unberechenbar ... aber auch zu allem fähig. Atticus überlegte, ihn für seine Zwecke anzuwerben, beschloss aber, abzuwarten. Larissa hatte seine Gedanken erraten und hob warnend den Finger. Atticus nickte ihr beschwichtigend zu. Sie verstanden sich wieder einmal ganz ohne Worte.

    Antiwasserstoff wurde vom AM-Tank der Sonnenfähre durch Magnetröhren zu ihrem Triebwerk geleitet, um dort mit gewöhnlichem Wasserstoff zu zerstrahlen. Die Strahlung des Triebwerkes tauchte die sonst im Dunkeln liegende sonnenabgewandte Seite der Solarpaneele in ein fahles weißes Licht. Mitten in den sich über viele Kilometer erstreckenden Paneelen lagen kugel- und schlauchförmige Habitate - die Unterkünfte der Arbeiter. Der Pilot der Fähre schaltete ihre Triebwerke ab, drehte sie um 180 Grad und sie dockte mit der Nase an einer kreisförmigen Personenschleuse an.
    Einer nach dem anderen kletterten die Arbeiter hinaus und zogen sich zu ihren Quartieren. Ihre erste Schicht begann eine Stunde nach der Ankunft, »schließlich hattet ihr genug Zeit, euch auszuruhen«, bemerkte ihr Gruppenleiter S?laiman lakonisch.
    ?Red du nur, Schleim?, dachte Atticus, während er auf die Monitore für Sonneneinstrahlung, Energiefluss und Reaktionsrate sah. Manipulierte man alle Werte sehr vorsichtig nach unten, glaubten die anderen Operatoren, dass die Anlagen weniger Antimaterie herstellten als sie es tatsächlich taten. Hilfreich war auch ein vorgetäuschter Systemausfall, bei dem Atticus und Larissa eine Anlage »reparierten«, die derweil von niemand protokollierte Antimaterie erzeugte. Und schon für ein paar Gramm AM zahlten die Kommandos auf der Erde Zehntausende ...

    »Elron und Larissa, Große Runde rechts, Atticus und Eliyahu, Große Runde links«, ordnete S?laiman an. Atticus nickte Eliyahu zu: »Komm, dann wollen wir mal.«
    Durch schmale Röhren kletterten die beiden Arbeiter zum Bahnhof der Anlage, von dem aus sich viele Kilometer Einschienen über die Rückseite des Sonnenkraftwerks zogen. Auf diesem Schienennetz fuhren die von den Arbeitern verwendeten Inspektionskabinen. Atticus und Eliyahu legten nur die leichten Raumanzüge an, ehe sie in die Kabine kletterten. Die Innenluke schloss sich, dann gab der Fahrzeugcomputer einen Glockenton von sich, der das Schließen der Außenluke signalisierte.
    Eliyahu schaltete das Fahrzeug auf Automatik und sein Computer schaltete selbsttätig die Scheinwerfer ein und fuhr langsam los. Nach einer kurzen Fahrt über eine Ebene aus Metall, Keramik und Karbonium-Verbindungen hielt die Kabine an der ersten Energiestation auf ihrer Route. Sie fuhr ihre Schleusenmanschette aus, die Manschette rastete ein, wurde mit Luft gefüllt und die Luken geöffnet. Atticus und Eliyahu zogen sich in die Station, Lichter gingen an und erhellten Kabel und Spulen aus Supraleiter. Hier wurde die auf der sonnenzugewandten Seite von den Solarpaneelen erzeugte Energie gesammelt und an die Antimaterie-Umwandler weiter geleitet.
    Eine halbe Stunde hatten die Arbeiter Zeit, den Sammler auf einwandfreies Arbeiten zu überprüfen, dann kletterten sie in die Inspektionskabine und fuhren zum nächsten Sammler, wo die Kabine wieder hielt. Inspektion, in die Kabine steigen, weiter fahren, auch unterwegs auf Störungen achten, anhalten, in den Sammler klettern, Inspektion ... irgendwann in einer der Sammelstationen eine Essenspause einlegen, dann weiterfahren ... nach zehn Stunden und siebzehn Stationen entschied Eliyahu: »Wir fahren zurück, soll doch Schleim meckern.« Atticus nickte. Was ein wichtigtuerischer Gruppenleiter in seinen Personalkont schrieb, konnte ihm sowieso bald egal sein.
    Er und Larissa mussten noch die Übergabe an das Kommando Nestor Machno und dann mit kühlem Kopf noch ein oder zwei weitere Deals machen und sie hatten ausgesorgt. Die aus den Kommunitaristen des 21. Jahrhunderts hervorgegangenen Kommandos brauchten Antimaterie nicht nur als Energiequelle für ihre Raumschiffe. Sie brauchten AM vor allem als Abschreckung gegenüber dem Rat und den Freistaaten. Da sie es bisher weder einzeln noch gemeinsam geschafft hatten, AM in nennenswerten Mengen selbst herzustellen, waren sie auf das angewiesen, was der Markt lieferte. Der Markt lieferte Antimaterie für die zivile Raumfahrt und die Militärs der Freistaaten und des Rates, aber Weltrat und Raumrat hatten einen AM-Boykott gegen die Kommandos ausgesprochen. So blieb ihnen nur der Schwarzmarkt. Atticus lächelte. Er sah sich schon in einem eigenem Habitat um Saturn kreisen, mit Blick auf die herrlichen Ringe ...

    »Kann ich den Nachrichtenkont einschalten?«, fragte Elron.
    »Meinetwegen«, antwortete Larissa und blickte zur nachtschwarzen Paneel-Rückseite, über der die Sterne und der silberne Lichtfleck von Merkur leuchteten. »Ist sowieso nichts hier, was gesteigerte Aufmerksamkeit erfordert.«
    Bläulich leuchtete der Monitor und eine Nachrichtensprecherin sagte mit wohlklingender Stimme: »... verdichten sich Gerüchte, dass das Kommando Nestor Machno Staustufen an Don und Wolga errichtet, um die gewonnene Energie zur Herstellung von Antimaterie zu nutzen.« Larissa horchte auf. War es mit dem Monopol der zirkumsolaren Kraftwerke bald vorbei? Aber das konnte nicht sein. Hier, dicht bei der Sonne, wurde Antimaterie tonnenweise erzeugt. Staudämme auf der Erde konnten allenfalls einige Gramm herstellen.
    »Mach mal lauter«, bat sie Elron. »Und geh zurück, ich habe den Anfang nicht mitbekommen.«
    »... errichtet, um die gewonnene Energie zur Herstellung von Antimaterie zu nutzen. Der Weltrat sieht darin einen eklatanten Bruch des Boston-Paris-Abkommens und droht mit schwerwiegenden Konsequenzen. Das Kommando Machno ...«
    »Schon gut, danke«, sagte Larissa. Von den Kommunitaristen, die sich nach dem Zerfall der Menschheits-Föderation in festungsartige Gemeinwesen zurück gezogen hatten, war das Kommando Nestor Machno eines der Ältesten.
    Es konnte seine Ursprünge bis auf den Beginn des 20. Jahrhunderts zurück führen und lebte als zunächst friedliche Gemeinschaft im 21. Jahrhundert wieder auf. Die Machno-Kommunitaristen trugen wesentlich zum Sturz des Diktators Ian MacGregor bei, doch hatten sie nach MacGregors Selbstmord nur eine kurze friedliche Blütezeit. Als die Gründung der zweiten UNO scheiterte und die Optionalisten den Weltrat etablierten, wurden die Machnos ebenso wie die anderen Kommunitaristen immer mehr an den Rand der Gesellschaft gedrängt. So wurden sie zu Kommandos: militanten Organisationen, die einen Landstrich besetzten, um autarke, nicht dem Rat oder einem Freistaat unterstehende Gemeinwesen zu gründen.
    Schon als Teenager hatte Larissa alles über Kommunitaristen und Kommandos gelernt. Was die Unterschule ihr nicht beibrachte, recherchierte sie in alten Konts oder las es in den heimlich zirkulierenden Pamphleten der Kommandos selbst. Dass ihr Weg sie von den tristen Petersburger Vorstadtghettos in ein Kommando führte, stand für sie fest. Die Mischung aus Abenteuer, Kampf und Romantik, Herrschaftslosigkeit und Gleichheit war unwiderstehlich. An einem kalten Wintertag verließ sie in der Mittagspause ihre Arbeitsstelle als Kellnerin in einem Petersburger Hotelrestaurant, fuhr mit der Einbahn bis zur Endhaltestelle, stieg aus und ging weiter. Nach einigen Kilometern Fußmarsch lief sie einer Patrouille des Kommandos Kronstadt in die Arme. Das südlich von Petersburg operierende Kommando nahm die junge, hochgewachsene Frau mit den umfassenden Geschichtskenntnissen und dem leidenschaftlichem Blick gern auf.
    Zwei Jahre dauerte Larissas Traum vom Leben ohne Rat, Staat, Zentralgeld und Patriarchen. Das Kommando Kronstadt hatte eine Gegend besetzt, für die sich niemand mit Einfluss sonderlich interessierte. Die kleinen OKler waren übergelaufen oder vertrieben worden. Nicht einmal Kirchen hatten unter dem Kommando Kronstadt zu leiden: sie wurden als Volkshäuser unter Denkmalschutz gestellt und ihre Popen angehalten, nur von Spenden der Gläubigen zu leben. Da sich das als undurchführbar erwies, wurden aus Priestern Lehrer, Gastwirte, I- und CIM-Techniker, Bauern und Agrobiologen, sofern sie nicht flüchteten.
    Das meiste zum Leben konnte das Kommando auf seinem Gebiet selbst erzeugen und Handel mit anderen Kommandos füllte die meisten Lücken. Das Gold-, Silber- und Platingeld der Kronstädter und anderer Kommandos kannte Larissa schon aus ihrer Zeit als Kellnerin im Restaurant vom Hotel Moskva. Es zirkulierte in der weltweiten Wirtschaft und war so auch in die Hände mancher Hotelgäste gelangt, die gern das Trinkgeld an die Angestellten in Form der kleinen Münzen gaben. Egal ob Larissa und ihre Kollegen das Geld der Kronstädter selbst wieder verwenden konnten oder sie es einschmelzen und das Metall in Zentralgeld tauschen mussten - seinen Wert behielt es. Das machte sich das Kommando Kronstadt zunutze, um den Boykott des Rates zu unterlaufen und mit seinem Edelmetallgeld in den Freistaaten hergestellte Waren zu bezahlen.
    Larissa arbeitete als Ordnerin - so hieß das Äquivalent zur Polizei bei den Kronstädtern - eine in einem dem Ideal der Herrschaftslosigkeit verpflichtetem Gemeinwesen nicht leichte Aufgabe. Oft war sie zehn Stunden am Tag auf den Beinen, unterwies Neuzugänge, schlichtete Streitigkeiten (oder versuchte es), unterband Schlägereien (oder ließ die Deppen sich prügeln, solange sie es untereinander ausmachten). Um selbst ein Ventil zu haben, lernte sie kämpfen: mit einem Knüppel bewaffnet in einen Kreis treten und den Gegner aus demselben prügeln ...

    Das Heulen von Kreischern und eine von Horizont zu Horizont reichende Linie aus Angehörigen der Eldergarde beendeten an einem Wintermorgen Larissas Traum. Die Vibrationen der Kreischer machten die Nitromags unbrauchbar, wie Larissa feststellte, als sie ihr Gewehr auf die näher kommenden Eldergardisten richtete. »Scheiße!« Erbittert warf sie die nutzlose Mag den nun deutlich sichtbaren Gardisten entgegen. Einige lachten beim Anblick der sich in der Luft überschlagenden Waffe, dann rief einer etwas, sie begriffen und rannten auseinander ... nicht schnell genug. Der Feuerball des explodierenden Polynitro-Magazins erfasste Dutzende Eldergardisten und seine Hitze schmolz einen großen Kreis in den Schnee. Als ob der Frühling vorzeitig begonnen hätte, kam Gras und Strauchwerk zum Vorschein. Überall lagen verkohlte und zerfetzte Leichen, verbrannte und verstümmelte Eldergardisten wanden sich im Gras und schrieen, schrieen so laut, dass sie das Heulen der Kreischer übertönten.
    Larissa riss sich los und rannte, rannte, rannte. Zurück in den Winter, immer weiter. Ein bis zum Grund gefrorener Bach ließ ihre Spuren nicht so gut sichtbar werden wie der Schnee und eine meterhohe Schneewehe bot ihr ein Versteck. Eine Bereinigung hatte begonnen und dabei würden die vom Rat und den Freistaaten vorgeschickten Milizen sich auch von der Drohung mit Antimaterie nicht abschrecken lassen.
    Ihr beheizter Polaranzug schützte Larissa vor Erfrierungen und erst Druck in den Eingeweiden ließ sie wieder aus dem Schnee kriechen. Weit und breit keine Menschenseele, abgesehen von der Leiche eines Eldergardisten. Dessen tote Augen störten Larissa nicht, als sie ihr Geschäft verrichtete.
    Von einem Baum brach sie einen Ast ab, der als Waffe tauglicher war, als Mags und Laser, solange die Kreischer jede Mechanik und Datenverarbeitung störten. Müde, hungrig und durstig stapfte sie durch den Schnee. In einer Kirche hatten die Gardisten den Popen aufgehangen, zweifellos, um die Schuld daran den Kronstädtern zu geben. Doch da die Elder Söhne und Töchter vornehmer Familien waren, die sich materielle Not nicht vorstellen konnten, hatten sie zwecks größerer Glaubwürdigkeit ihrer Scharade nur alle Fenster eingeschmissen, aber die Kirche sonst unversehrt gelassen. Larissa und zwei andere versprengte Kronstädter plünderten sie um so gründlicher. Immanuel und Beret waren zwei hübsche Jungen, so hatte Larissa beide gehabt. »Lasst uns verschwinden!«, sagte sie. »Was ist?«
    Beide blickten sie seltsam an.
    »Willst du nicht weiter machen?«, fragte Beret.
    »Was weiter machen? Es ist vorbei, vorbei, vorbei«, schluchzte Larissa. »Fasd ä sift! Begreift ihr denn nicht? Die werden uns nie in Ruhe lassen. Wir haben denen nichts getan, nicht einmal ihrer Scheißkirche, sogar die Alteigner abgefunden und die machen alles kaputt!« In besinnungsloser Wut schlug sie mit ihrem Knüppel um sich und schrie: »Alle umbringen, alle AM, das ganze Elderpack und ihren widerlichen Besatz! Alle umbringen, alle UMBRINGEN UMBRINGEN UMBRINGEN!«
    Als sie wieder zu sich kam, war sie allein. Sie hatte ja einen gut Teil Elder umgebracht und es hatte nichts genutzt. Einige Nobelfamilien waren durch sie um dumme und hitzköpfige Angehörige ärmer, das war alles.
    Der Pope baumelte noch immer am Strick. Ihn herunter zu holen und wenigstens würdig aufzubahren war keine Zeit mehr, sie musste sich beeilen und abhauen. Larissa warf sich ihren Sack mit Ikonen, Prachtbüchern und Kirchenschmuck über die Schulter und lief und lief und lief. Im letzten Licht des kurzen nördlichen Wintertages stieß sie auf die Schiene einer Einbahn. Auf ihr fuhr nicht nur ein Zug, er hielt auch auf freier Strecke an, als sie winkte. Eine der Kronstädter Goldmünzen belohnte die Fahrerin des Zuges für diese Aufmerksamkeit. Die Frau ließ das Goldstück mit einem zweideutigem Lächeln verschwinden und Larissa plante schon die nächsten Etappen ihrer Flucht. Weg, nur noch weg!

    Larissa schreckte hoch. Sie war wieder ins Grübeln verfallen und Elron hatte nichts gesagt.

  3. #3
    Bewohner der Erde Benutzerbild von Touchdown
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    Standard AW: »Völker der Sonne« und »Völker der Milchstraße« - die Zukunft der Menschheit

    Zitat Zitat von Beverly
    sie können aber auch radikal futuristisch sein, wie in Jauhar auf Merkur.
    Du glaubst, dass die Menschen einmal den Merkur besiedeln werden? Dieser Planet hat quasi keine Atmosphäre und liegt viel zu nah an der Sonne.
    "So wie ich die Sache sehe, ist die Intelligenz bereits ausgerottet und es leben nur noch die Idioten!"
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  4. #4
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    Standard AW: »Völker der Sonne« und »Völker der Milchstraße« - die Zukunft der Menschheit

    Zitat Zitat von Touchdown
    Du glaubst, dass die Menschen einmal den Merkur besiedeln werden? Dieser Planet hat quasi keine Atmosphäre und liegt viel zu nah an der Sonne.
    Ich halte die Erforschung und Erschließung von Merkur für eine große Herausforderung.

    Des Nachts kühlt Merkur ab und an den Polen sind die Temperaturen nicht höher als auf der Erde. In ständig im Schatten liegenden Kratern wird sogar Eis vermutet.
    Die Nähe zur Sonne bringt auch mit sich, dass sich Sonnenenergie dort sehr gut nutzen lässt.

  5. #5
    Surrealist Benutzerbild von Vielfrass
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    Standard AW: »Völker der Sonne« und »Völker der Milchstraße« - die Zukunft der Menschheit

    hallo beverly, hast du sex, geld und spass? ich leider nicht so sehr, was mach ich falsch?
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    Undershaft




  6. #6
    Bewohner der Erde Benutzerbild von Touchdown
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    Standard AW: »Völker der Sonne« und »Völker der Milchstraße« - die Zukunft der Menschheit

    Zitat Zitat von Beverly
    Ich halte die Erforschung und Erschließung von Merkur für eine große Herausforderung.

    Des Nachts kühlt Merkur ab und an den Polen sind die Temperaturen nicht höher als auf der Erde. In ständig im Schatten liegenden Kratern wird sogar Eis vermutet.
    Die Nähe zur Sonne bringt auch mit sich, dass sich Sonnenenergie dort sehr gut nutzen lässt.
    Ich denke die Besiedlung des Merkurs wäre ähnlich aufwändig, wie der Bau eines völlig autarken Raumschiffs. Dieses hätte immerhin den Vorteil, dass man mit ihm einen Planeten erreichen könnte, in dem Leben unter einer freien Atmosphäre möglich wäre.
    Desweiteren halte ich es generell für ein Problem, einen Planeten zu besiedeln, dessen Schwerkraft nur ein drittel von unserer beträgt.
    Welcher Mensch wird freiwillig dort leben wollen? Nie an der frischen Luft, nie in der Sonne, nie Urlaub am Strand...
    "So wie ich die Sache sehe, ist die Intelligenz bereits ausgerottet und es leben nur noch die Idioten!"
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  7. #7
    Mod - OUT OF ORDER Benutzerbild von basti
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    Standard Re: »Völker der Sonne« und »Völker der Milchstraße« - die Zukunft der Menschheit

    bevor man planeten überhaupt besiedeln kann, muss erstmal terraforming durchgeführt werden. unter irgendwelchen glasglocken bzw in abgeschlossenen biotopen zu siedeln ist für die dauer unsinnig.

    Laßt kein faules Geschwätz aus eurem Mund gehen, sondern redet, was gut ist, was erbaut und was notwendig ist, damit es Segen bringe denen, die es hören.

  8. #8
    Bewohner der Erde Benutzerbild von Touchdown
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    Standard AW: Re: »Völker der Sonne« und »Völker der Milchstraße« - die Zukunft der Menschheit

    Zitat Zitat von basti
    bevor man planeten überhaupt besiedeln kann, muss erstmal terraforming durchgeführt werden. unter irgendwelchen glasglocken bzw in abgeschlossenen biotopen zu siedeln ist für die dauer unsinnig.
    Genau das ist der Punkt. Und selbst wenn es gelänge, auf dem Merkur eine stabile Atmosphäre zu erzeugen, wäre diese überaus lebensfeindlich. Der Tag dauert 56 Tage, also 28 Tage Sonne, 28 Tage Dunkelheit. Auf der Tagseite das Klima der Sahara, auf der Nachtseite das der Antarktis. Die Stürme zwischen diesen beiden Extremen dürften alle Bebauungen wegfegen - der Atmosphäre steht ja aufgrund der Nähe zur Sonne viel mehr Energie zur Verfügung. Pflanzen wachsen da auch nicht.
    Auf diesem Planeten ist das Leben unter einer Glaskuppel wesentlich angenehmer...
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  9. #9
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    Standard AW: »Völker der Sonne« und »Völker der Milchstraße« - die Zukunft der Menschheit

    Zitat Zitat von Touchdown
    Ich denke die Besiedlung des Merkurs wäre ähnlich aufwändig, wie der Bau eines völlig autarken Raumschiffs. Dieses hätte immerhin den Vorteil, dass man mit ihm einen Planeten erreichen könnte, in dem Leben unter einer freien Atmosphäre möglich wäre.
    Desweiteren halte ich es generell für ein Problem, einen Planeten zu besiedeln, dessen Schwerkraft nur ein drittel von unserer beträgt.
    Welcher Mensch wird freiwillig dort leben wollen? Nie an der frischen Luft, nie in der Sonne, nie Urlaub am Strand...
    Merkur ist 100 Millionen Kilometer entfernt, der nächste erdähnliche Planet vielleicht 100 BILLIONEN Kilometer, also 1 Million mal so weit.

    Und die Bedingungen unter einer Kuppestadt auf Merkur wären auch nicht unwirtlicher als an vielen Orten der Erde. Im Hohen Norden geht die Sonne im Sommer tage- oder wochenlang nicht unter und im Winter ebensolange nicht auf. Wie sich in Sibirien bei -70 Grad oder in Wüstenregionen bei +50 Grad Spaziergänge gestalten, ist auch eine interessante Frage. Die meisten, gerade die modernen Menschen sind solche Stubenhocker, dass die Kuppelstadt nur einen ausgedehnten Park und Sportanlagen zu haben braucht, um ihren Bewegungsdrand zufrieden zu stellen.

    Zudem glaube ich, dass sich die Ausbreitung der Menschheit ins Sonnensystem so vollziehen wird, dass alle "Nischen" besetzt werden. Merkur hat - sofern die Technik dafür vorhanden ist - auch Nischen, die irgendwer besetzen wird. Andere Menschen werden andere Nischen besetzen oder zuhause bleiben.

  10. #10
    Mitglied Benutzerbild von Gehirnnutzer
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    Standard AW: »Völker der Sonne« und »Völker der Milchstraße« - die Zukunft der Menschheit

    Es ist unsinnig einen Planeten außerhalb der Lebenszone eines Planetensystems zu besiedeln. Mars, Venus und die Erde liegen im Bereich der Lebenszone.
    Selbst Glaskuppeln auf dem Merkur sind unsinnig. Sie würden zwar gegen die klimatischen Bedingungen schützen, aber ich bezweifle das man gegen das Strahlungsbombardement, dem der Merkur durch seine Nähe zur Sonne ausgesetzt ist, einen wirklichen Schutz aufbauen könnte.

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