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Thema: Überlegungen zur Demokratie im Nahen Osten

  1. #1
    Wegdenker Benutzerbild von Platon
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    Standard Überlegungen zur Demokratie im Nahen Osten

    Immer wieder wird derzeit versucht im Nahen Osten die Demokratie zu verbreiten.
    Dies geschieht vermutlich hauptsächlich aus wirtschaftlichen Interessen was bei den immensen Kosten eines Krieges nicht verwundert, aber das ist eine andere Baustelle.
    Mich hat mehr die Frage interessiert warum die westl. Welt (vornehmlich die USA) dies versucht.
    Ideologisch wird dazu folgender altbekannte Ansatz benutzt:
    Man konnte empirisch nachweisen, dass demokratisch gewählte Staaten im Vergleich zu z.B. autokratisch regierten Staaten weniger Krieg führen. Hier kommt man natürlich in das Dilemma, dass man auch Krieg führt wenn einen ein nicht-demokratischer Staat angreift so, dass man diesen empirischen Nachweis mit Vorsicht genießen sollte.
    Wie dem auch sei wurde diese Friedlichkeit oder besser die größere Aggressivität der Staaten ,welche von Eliten regiert werden bzw. von einem Diktator welcher aber auch Eliten zur Sicherung seiner Macht braucht, damit begründet, dass diese totalitären Systeme sich häufig bereichern wollen bzw. einen Feind brauchen um innenpolitisch freie Hand zu haben. Freilich gibt es auch kein Kriegsverbot unter demokratischen Staaten wie man im Falkland-Krieg zwischen Argentinien und Großbritannien bewundern durfte.
    Durch Demokratie sollte die Welt also friedlicher werden. Doch stellt sich die Frage ob sich dieses Konzept auch auf arabische Staaten anwenden lässt. Denn Demokratie kommt nicht von heute auf morgen.
    Demokratie kann nur erreicht werden durch:
    1. freie Wahlen
    2. persönliche Freiheiten
    3. Pressefreiheit
    Punkt 2 steht sehr in Verbindung mit dem kapitalistischen Gedanken, so dass man ganz nebenbei die Märkte öffnen kann und so seine Produkte verkaufen. Man schlägt also 2 Fliegen mit 1 Klatsche.
    Doch stellt sich die Frage ob man reif für die Demokratie ist?
    Beim Irak-Krieg wurde z.B. vom Herrn Rumsfeld oder Frau Rice argumentiert, dass man auch Deutschland die Demokratie brachte und dieses Land ja derzeit eine funktionierende Demokratie ist.
    Dieser Ansatz ist wie man derzeit im Irak beobachten kann völlig falsch. Denn Hitler wurde demokratisch gewählt, d.h. es gab bereits vor 1933 jahrelang die Demokratie.
    Daher stellt sich die Frage ob die Demokratie z.B. im Irak überlebensfähig ist. Am Beispiel von z.B. Palästina hat man gesehen, dass in demokratischen Wahlen mitnichten gemäßigte Gruppen gestärkt sondern eher noch geschwächt werden. Dies ist möglicherweise auf Punkt 3 der oben genannten Liste zurückzuführen bzw. auf Punkt 2 wenn es zu Einschüchterungen kommt.
    Die Folge ist, dass durch demokratische Wahlen radikale Gruppen an die Macht kommen welche bald ihre Macht missbrauchen um die Demokratie auszuhölen. Man steckt also in dem Dilemma, dass friedensichernde Demokratie hier nicht funktioniert und man steckt in dem Dilemma, dass man zur Erkenntnis kommt, dass Demokratie offenbar nur dann wünschenswert sein kann, wenn das Volk so wählt wie man will.

  2. #2
    GESPERRT
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    Standard AW: Überlegungen zur Demokratie im Nahen Osten

    was los ?

    Im politikforum schreibst du nur spam und hier so was ??

  3. #3
    Wegdenker Benutzerbild von Platon
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    913

    Standard AW: Überlegungen zur Demokratie im Nahen Osten

    Zitat Zitat von Grünkreuz
    was los ?

    Im politikforum schreibst du nur spam und hier so was ??
    das steht auch im politikforum, aber da antwortet mir keiner
    genau wie hier X(

    oder auch [Links nur für registrierte Nutzer] , [Links nur für registrierte Nutzer] oder [Links nur für registrierte Nutzer] , nicht zu vergessen [Links nur für registrierte Nutzer] und zuletzt [Links nur für registrierte Nutzer]

  4. #4
    Mitglied Benutzerbild von Mauser98K
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    Standard AW: Überlegungen zur Demokratie im Nahen Osten

    Demokratie ist nichts für die Völker bzw. Staaten des nahen Ostens.

    Die wollen einen radikalen Islam, der ihnen alles im Leben bis ins kleinste vorschreibt.
    So spart man sich Eigenverantwortung.

  5. #5
    Trotze nicht, Vermessener Benutzerbild von Das Ende
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    Standard AW: Überlegungen zur Demokratie im Nahen Osten

    Zitat Zitat von Mauser98K
    Demokratie ist nichts für die Völker bzw. Staaten des nahen Ostens.

    Die wollen einen radikalen Islam, der ihnen alles im Leben bis ins kleinste vorschreibt.
    So spart man sich Eigenverantwortung.

    So ist es doch in Deutschland auch?? Je mehr Gesetze dest besser.... jeder kleine sch... wird bei uns geregelt.

    Wo ist jetzt da der Unterschied. Die Christen haben ihren Papas der nach dem Konzil von ....... als "unfehlbar" gilt.

    Nochmal wo ist jetzt der Unterschied?
    Achte auf Deine Gedanken, denn sie werden Worte,
    achte auf Deine Worte, denn sie werden Handlungen,
    achte auf Deine Handlungen, denn sie werden Gewohnheiten;
    achte auf Deine Gewohnheiten, denn sie werden Dein Charakter;
    achte auf Deinen Charakter, denn er wird Dein Schicksal.

  6. #6
    Mitglied Benutzerbild von Mauser98K
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    Standard AW: Überlegungen zur Demokratie im Nahen Osten

    Zitat Zitat von Das Ende
    So ist es doch in Deutschland auch?? Je mehr Gesetze dest besser.... jeder kleine sch... wird bei uns geregelt.

    Wo ist jetzt da der Unterschied. Die Christen haben ihren Papas der nach dem Konzil von ....... als "unfehlbar" gilt.

    Nochmal wo ist jetzt der Unterschied?
    Für uns Deutsche und die anderen kulturell hochwertigen Völker und Nationen in der westlichen Hemisphäre ist Demokratie die beste Form der Regierung!

    Unsere Demokratie wurde durch Überregulierung, Förderung von Zuwanderern, Faulen und Leistungsunwilligen, sowie der Schulddoktrin hinsichtlich des Nationalsozialismus und dessen Folgen pervertiert.

    Das Volk fühlt sich von der Regierung übergangen und ausgepreßt.

    Was den Papst angeht, immer weniger Menschen leben streng nach dem katholischen oder evangelischen Glauben.

  7. #7

    Standard AW: Überlegungen zur Demokratie im Nahen Osten

    Zitat Zitat von Grünkreuz
    was los ?

    Im politikforum schreibst du nur spam und hier so was ??
    Offtopic:

    Und du spamst auf beiden Seiten, nicht wahr?
    Die herrschende Politik ist nicht Sachzwang-geleitet, sondern Interessen-diktiert. Sie hat Profiteure. Deren Einfluss allerdings begründet sich nicht in Wählerstimmen, sondern in wirtschaftlicher Macht.

  8. #8
    malnachdenken
    Gast

    Standard AW: Überlegungen zur Demokratie im Nahen Osten

    Zitat Zitat von Mauser98K
    Für uns Deutsche und die anderen kulturell hochwertigen Völker und Nationen in der westlichen Hemisphäre ist Demokratie die beste Form der Regierung!
    seltendämlicher quatsch. es gibt keine objektive bewertungen hinsichtlich der wertigkeiten von kulturen.

    Unsere Demokratie wurde durch Überregulierung, Förderung von Zuwanderern, Faulen und Leistungsunwilligen, sowie der Schulddoktrin hinsichtlich des Nationalsozialismus und dessen Folgen pervertiert.
    du vermischst hier verschiedenen aspekte und kochst dir einen brei zusammen, um dagegen hetzen zu können ohne auf die zusammenhänge zu achten.
    du machst es dir zu einfach.

    Das Volk fühlt sich von der Regierung übergangen und ausgepreßt.
    bist du der volkssprecher? woher willst du das wissen? oder bildest du dir das ein?

  9. #9
    malnachdenken
    Gast

    Standard AW: Überlegungen zur Demokratie im Nahen Osten

    Zitat Zitat von tom.ecker
    Immer wieder wird derzeit versucht im Nahen Osten die Demokratie zu verbreiten.
    Dies geschieht vermutlich hauptsächlich aus wirtschaftlichen Interessen was bei den immensen Kosten eines Krieges nicht verwundert, aber das ist eine andere Baustelle.
    Mich hat mehr die Frage interessiert warum die westl. Welt (vornehmlich die USA) dies versucht.
    Ideologisch wird dazu folgender altbekannte Ansatz benutzt:
    Man konnte empirisch nachweisen, dass demokratisch gewählte Staaten im Vergleich zu z.B. autokratisch regierten Staaten weniger Krieg führen. Hier kommt man natürlich in das Dilemma, dass man auch Krieg führt wenn einen ein nicht-demokratischer Staat angreift so, dass man diesen empirischen Nachweis mit Vorsicht genießen sollte.
    Wie dem auch sei wurde diese Friedlichkeit oder besser die größere Aggressivität der Staaten ,welche von Eliten regiert werden bzw. von einem Diktator welcher aber auch Eliten zur Sicherung seiner Macht braucht, damit begründet, dass diese totalitären Systeme sich häufig bereichern wollen bzw. einen Feind brauchen um innenpolitisch freie Hand zu haben. Freilich gibt es auch kein Kriegsverbot unter demokratischen Staaten wie man im Falkland-Krieg zwischen Argentinien und Großbritannien bewundern durfte.
    Durch Demokratie sollte die Welt also friedlicher werden. Doch stellt sich die Frage ob sich dieses Konzept auch auf arabische Staaten anwenden lässt. Denn Demokratie kommt nicht von heute auf morgen.
    Demokratie kann nur erreicht werden durch:
    1. freie Wahlen
    2. persönliche Freiheiten
    3. Pressefreiheit
    Punkt 2 steht sehr in Verbindung mit dem kapitalistischen Gedanken, so dass man ganz nebenbei die Märkte öffnen kann und so seine Produkte verkaufen. Man schlägt also 2 Fliegen mit 1 Klatsche.
    Doch stellt sich die Frage ob man reif für die Demokratie ist?
    Beim Irak-Krieg wurde z.B. vom Herrn Rumsfeld oder Frau Rice argumentiert, dass man auch Deutschland die Demokratie brachte und dieses Land ja derzeit eine funktionierende Demokratie ist.
    Dieser Ansatz ist wie man derzeit im Irak beobachten kann völlig falsch. Denn Hitler wurde demokratisch gewählt, d.h. es gab bereits vor 1933 jahrelang die Demokratie.
    Daher stellt sich die Frage ob die Demokratie z.B. im Irak überlebensfähig ist. Am Beispiel von z.B. Palästina hat man gesehen, dass in demokratischen Wahlen mitnichten gemäßigte Gruppen gestärkt sondern eher noch geschwächt werden. Dies ist möglicherweise auf Punkt 3 der oben genannten Liste zurückzuführen bzw. auf Punkt 2 wenn es zu Einschüchterungen kommt.
    Die Folge ist, dass durch demokratische Wahlen radikale Gruppen an die Macht kommen welche bald ihre Macht missbrauchen um die Demokratie auszuhölen. Man steckt also in dem Dilemma, dass friedensichernde Demokratie hier nicht funktioniert und man steckt in dem Dilemma, dass man zur Erkenntnis kommt, dass Demokratie offenbar nur dann wünschenswert sein kann, wenn das Volk so wählt wie man will.
    die betreffenden völker müssen sich selbst zur demokratie entwickeln, anders geht es nicht. ich kann keine demokratie durch undemokratische mittel erzwingen, da ist ein widerspruch.
    eigentlich müssen einzig die menschenrechte und grundversorgung (nahrung, zugang zur infrastruktur etc.) gewahrt sein. ob diese mit einem monarchen an der spitze durchgesetzt werden oder durch freie wahlen ist erstmal in diesem moment nicht entscheident.

  10. #10
    GESPERRT
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    Standard AW: Überlegungen zur Demokratie im Nahen Osten

    Zitat Zitat von tom.ecker
    ......... Denn Hitler wurde demokratisch gewählt, d.h. es gab bereits vor 1933 jahrelang die Demokratie.
    Die Argumentation hinkt, tom.ecker, denn Hitler wurde niemals demokratisch gewählt. Er zwar bei der demokratischen Wahl zum Reichspräsidenten angetreten, aber hat gegen Hindenburg verloren.
    Zum Reichskanzler ist Hitler nie gewählt worden, sondern er ist vom Reichpräsidenten Hindenburg zum Reichskanzler ernannt worden.
    Beschäftige dich mal mit den Begriffen Prasidialkabinette und Kamerilla bevor du das Märchen von der demokratischen Wahl Hitlers zum Reichskanzler weiter erzählst.

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