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Thema: Die Servicewüste Deutschland besteht nach wie vor

  1. #61
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    Standard AW: Die Servicewüste Deutschland besteht nach wie vor

    Zitat Zitat von Deutschmann Beitrag anzeigen
    Stimmt. Und wenn du jemanden von dem fähigen Verkaufspersonal fragst wo die festen Grillanzünder sind, kommt die lapidare Antwort: wir haben nur das was im Regal steht.
    Stimmt, aber es geht noch schlimmer: Ich suchte mal Wasserfilter und ging in einen Edeka, der auch noch der größte der Stadt ist von der Fläche her. In einem kleineren Edeka der Nachbargemeinde gab es diesen Filter seit Jahren schon. Da fragte ich das Personal, wo die denn bitte stehen. "Wir haben hier überhaupt keine Haushaltswaren!" Ohne dass ich überhaupt darüber nachdenken konnte, was dieser Filter mit Haushaltswaren zu tun hat, die es sehr wohl dort drin gibt, war ich erst mal geplättet. Ich gab schon auf und wollte die übers Internet bestellen, da sah ich die Teile ganz versteckt in der Nähe der Kasse. Da war noch mehr Sortiment, was dort kein Mensch findet. Aber Hauptsache, erstmal behaupten: "Hammer nich und kriegenmer auch nicht mehr rein!" (Und ein gewisser Stolz schwingt auch noch mit, nach dem Motto: "Das haben wir gar nicht nötig zu verkaufen")

    Am übelsten drauf und bei mir ganz unten in der Servicewüste sind bei mir Heizungsbauer und Schornsteinfeger. Erstere, weil sie sich über meine Zentralheizung lustig machen, die klein aber fein, einen Marktanteil von unter 5% hat und hier völlig unbekannt ist. Es ist so gut wie unmöglich, jemanden zu finden, der mir den Brenner einstellt, obwohl jeder Brenner gleich funktioniert: Öldruck und Luftzufuhr sind die Variablen, das könnte jedes Kind nach fünf Minuten Einweisung. Aber diese Vollpfosten sagen einfach, sie hätten für diese Marke keine Schulung bekommen und müssen diesen Auftrag daher ablehnen. Eine Unverschämtheit. Spricht man dieses Ärgernis in einem Fachforum an, kommen die immer nur mit dem "Wie man in den Wald hineinruft, ... " Argument, weil sie selber wütend über ihre eigene Branche sind.

    Schornsteinfeger, als einzige de facto immer noch Monopolbranche, traten bei mir zum ersten Mal während des Hausbaus in den Fokus. Da war sich der Bezirksschornsteinfeger, dessen Bezirk wie die von allen anderen, mal vom Adolf festgelegt wurden, so dreist, unangemeldet um den Rohbau zu schleichen und mich auszufragen, wie ich mir das vorgestellt habe. Das ist eine völlig befremdliche Mentalität. Noch lange vor irgendeiner Bauabnahme, fangen die schon an rumzuschnüffeln und versuchen, dem Bauherrn einen reinzuwürgen. Ich habe ihn einfach nur vom Grundstück runtergejagt, dieses Parasitenpack. Jahre später waren wir im Urlaub und gerade in der ersten Woche wollte der eine Abgasmessung vornehmen. Die melden sich ja nicht telefonisch oder schriftlich an. In der zweiten Woche waren wir immer noch nicht da und der Depp hat gleich einen roten Zettel an die Haustür geklebt mit dem Text: "Wenn ich nochmal umsonst komme, werde ich die Tür mit polizeilicher Hilfe öffnen lassen", für jeden Außenstehenden lesbar. Sowas dreistes habe ich noch nie erlebt. Ich hatte dann da angerufen und mich beschwert. Da ging ausgerechnet der Alte dran, der schon um das Haus schlich und entschuldigte sich für seinen Sohn, der noch ganz unerfahren sei. In Wirklichkeit werden die auch heute teilweise noch dreister und unverschämter, denn es regt sich ja keiner drüber auf. Heute kann man zwar theoretisch seinen Schornsteinfeger frei wählen, aber die Kehrbezirke wurden natürlich nicht abgeschafft. Das ist die Lizenz zum Gelddrucken. Ein Wunder, dass die EU dieses Deppenpack immer noch schützt. Die gehören eigentlich der Reinigungsbranche zugeordnet. Für die Nazis war das ein bequemer Vorwand, um mit der Gestapo problemlos in Häuser eindringen zu können. Das ist der wahre Hintergrund der noch heute gültigen Kehrbezirke.

  2. #62
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    Standard AW: Die Servicewüste Deutschland besteht nach wie vor

    Zitat Zitat von Multiplex Beitrag anzeigen
    ...Heute kann man zwar theoretisch seinen Schornsteinfeger frei wählen, aber die Kehrbezirke wurden natürlich nicht abgeschafft. Das ist die Lizenz zum Gelddrucken. Ein Wunder, dass die EU dieses Deppenpack immer noch schützt. Die gehören eigentlich der Reinigungsbranche zugeordnet. Für die Nazis war das ein bequemer Vorwand, um mit der Gestapo problemlos in Häuser eindringen zu können. Das ist der wahre Hintergrund der noch heute gültigen Kehrbezirke.
    Ja. Wobei ich glaube dass man bei Abnahme bzw. Genehmigung von Anlagen immer noch auf den Bezirksmeister angewiesen ist. Aber da haben wir aif dem Dorf keine Probleme damit. Der Schornsteinfeger ist quasi "einer von uns".

  3. #63
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    Standard AW: Die Servicewüste Deutschland besteht nach wie vor

    Zitat Zitat von jack000 Beitrag anzeigen
    Der Otto-Normalarbeitende Mensch in Deutschland arbeitet genau zu dem Zeitpunkt, wenn Behörden geöffnet haben (Mo-Fr.)
    => Wenn ich also meine Steuererklärung mache und eine Frage habe, muss ich zum Finanzamt Stuttgart III:

    => Also für Arbeitnehmer totaler Schrott und ich muss mir einen Tag Urlaub nehmen, wenn ich Fragen habe.
    => Forderung: Da Arbeitnehmer doch für das meiste Steueraufkommen überhaupt sorgen, sollten Arbeitnehmer auch Samstags (und ggf. Sonntags) jegliche Behördendienstleistung in Anspruch nehmen können, da der die Musik bezahlt auch bestimmen sollte was gespielt wird !!
    Das Finanzamt beantwotet keine Fragen zu Steuererklärungen, außer formale Das dürfen sie nicht.
    Und die vorgenannten lassen sich in 2 Minuten am Telephon klären.
    Jeder ist für das verantwortlich, was er tut.

  4. #64
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    Standard AW: Die Servicewüste Deutschland besteht nach wie vor

    Zitat Zitat von Multiplex Beitrag anzeigen
    .......................... Ein Wunder, dass die EU dieses Deppenpack immer noch schützt. Die gehören eigentlich der Reinigungsbranche zugeordnet. Für die Nazis war das ein bequemer Vorwand, um mit der Gestapo problemlos in Häuser eindringen zu können. Das ist der wahre Hintergrund der noch heute gültigen Kehrbezirke.
    Ende der 90er hatte ich in meiner Firma ein neues Kesselhaus gebaut, etwas geschrumpft für die reduzierten Bedarfe.
    Es fiel blöderweise mit knapp 4 Megawatt unter die Kleinfeuerungsanlagenverordnung, womit der Bezirkskehrwart das Recht bekam jährliche Abgasmessungen durchzuführen und, kleiner Scherz, den Kamin zu kehren. Zweizügig, freistehend und 25 Meter hoch.

    Wir waren also in Betrieb, da tauchte der plötzlich auf und wollte messen. Nun waren direkt an den Kesseln keine Meßöffnungen in den Abgasrohren, die waren draußen am Kamin so ca. 8 Meter weg. Das paßte ihm nicht, und er wollte uns Inspektionsöffnungen in die Rohre direkt nach dem Kessel einbauen lassen.
    Die etwas ermüdende Veranstaltung dauerte bereits so etwa eine Viertelstunde und mir platzte der Kragen. Und ich kannte mich aus, ich hatte das Ding ja gebaut. Ich machte ihm also klar daß die Anlage zu 100% nach den Anforderungen TRD und BImSchG errichtet und genehmigt ist und ALLE Genehmigungsauflagen erfüllt. Des Weiteren per Wartungsvertrag halbjährlich vom Hersteller und qua Gesetz jährlich vom TÜV geprüft wird.
    Sowie unsere Anwaltskanzlei sicher erfreut wäre ein Verfahren wegen Amtsmißbrauch gegen ihn anzustrengen, sollte er sich nicht mit den Installationen begnügen die vorschriftsgemäß vorhanden sind. Außerdem bestand ich darauf daß er die zwei Züge des Kamins kehrt wenn er meint hier irgendwas machen zu müssen. Das ist nicht so toll wenn man normalerweise nur durch Dachfenster klettert


    Er ward nie wieder gesehen.
    Jeder ist für das verantwortlich, was er tut.

  5. #65
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    Standard AW: Die Servicewüste Deutschland besteht nach wie vor

    Gerade eben an der Gastankstelle: Ich gehe schon extra nicht mehr an die mit Personal, weil ich da mal dumm angemacht wurde, weil mein Tankvorgang zu lange dauerte und angeblich die Pumpe kaputt gehen würde. Deshalb fahre ich seit Jahren an die ohne Personal, nur mit Kartenterminal. Beim ersten Mal hatte es mich noch irritiert, dass da nach Einstecken der Karte und Eingeben der PIN die Meldung kommt: "Maximalbetrag erreicht! Bitte Karte entnehmen" Das sah sogar für mich als hartgesottenen Servicewüstenbewohner aus wie: "Es reicht jetzt! Hau ab!" Keine Meldung, dass man jetzt tanken darf, auch die Pumpe läuft als Willkommensgruß nicht an. Stattdessen steht da neben dem Tastschalter: "Bitte nicht loslassen. Pumpe läuft erst nach 10 Sekunden an".

    Nur mal so als Argument, damit keiner auf die Idee kommt: "Wie man in den Wald hineinruft,..." Denn in den meisten Fällen ist ja gar keiner da und die Kundenvergraulung funktioniert auch ganz ohne Personal sehr gut.

  6. #66
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    Zitat Zitat von Don Beitrag anzeigen
    Er ward nie wieder gesehen.
    Gutes Beispiel von Amtsanmaßung.

  7. #67
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    Standard AW: Die Servicewüste Deutschland besteht nach wie vor

    Übrigens kam heute endlich (nach 2 Wochen) die Bestätigung des Versicherers per Post!

    - überall meine vorherige (uralte) Anschrift, lediglich auf dem Anschreiben mit der neuen überklebt
    - die Blätter unten mittig zusammengetackert und nicht oben links oder so
    - SEPA-Bestätigung soll ich zusenden im beiliegenden Freiumschlag (der aber nicht beiliegt)

    Anscheinend arbeitet man jetzt den 3-wöchigen Rückstau schnell schlampig ab...

  8. #68
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    Standard AW: Die Servicewüste Deutschland besteht nach wie vor

    Zitat Zitat von Efna Beitrag anzeigen
    Das liegt nicht an Migranten oder so. Bei uns im Kaufland arbeiten kaum Migranten und trotzdem herrscht dort Chaos
    Wohnst Du im Osten? Dort liegt es eben an den ganzen faulen antifaschistischen Mitarbeitern!

  9. #69
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    Standard AW: Die Servicewüste Deutschland besteht nach wie vor

    Bei der Bahn gibt es ein Problem, was ich bis 2006 zurückverfolgen konnte, und bis heute nicht geklärt ist. Es geht um Bahncard-Upgrades von einer geringeren auf eine höhere Rabattstufe, also z.B. von BC 25 auf BC 50. Die Bahn ist so stur, dass sie es nicht für nötig hält, bei einem Upgrade vor Ende der Laufzeit die alte Karte automatisch durch die neue zu ersetzen. Das heißt also, dass es einfach eine zusätzliche Karte gibt. Die alte muss extra gekündigt werden! Das ist ungefähr so dämlich, als wenn ich einen besseren Telefontarif nur bekomme, wenn ich einen zusätzlichen Anschluss bestelle und gleichzeitig den alten Anschluss kündige in der Hoffnung, dass die schriftliche Kündigung (!) überhaupt ankommt! Das ist kein Witz.

    Überhaupt ist der Verbraucherschutz in Bezug auf automatische Vertragsverlängerungen so schlecht, dass uns andere Nationen nur bemitleiden. Jeder Ausländer aus einem Industrieland, dem ich erzähle, dass sich hier Verträge ohne erneute Willenserklärung automatisch um ein oder zwei Jahre verlängern, glaubt, dass ich ihn veräppele. Es gibt Länder, da muss man sogar Mietverträge jedes Jahr erneuern, weil sie sonst verfallen. Es ist in den Fällen ärgerlich, wo die Unternehmen kein Interesse daran haben, jedes Jahr automatisch Kunden zu verlieren. Wenn sich die Verträge automatisch verlängern, können sie jederzeit behaupten, die Kündigung gar nicht bekommen zu haben. Und selbst ein Einschreiben mit Rückschein nützt dann nichts, denn man kann ja nicht beweisen, was in dem Brief drin war.

    Hier der Fall mit der Bahncard zum Nachlesen:

    [Links nur für registrierte Nutzer]

    Alles in allem ist Deutschland bezüglich Verbraucherschutz in vielen Fällen unter Bananenrepublikniveau.

  10. #70
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    Standard AW: Die Servicewüste Deutschland besteht nach wie vor

    Ich muss etwas richtigstellen, bevor ich eine Abmahnung bekomme: Da ich meine BC 50 aus meinem Onlinekonto heraus bestellt habe und den Beginn der Laufzeit mit dem Ende der Laufzeit der BC 25 + 1 Tag angegeben habe, dabei die laufende Kartennummer angegeben habe und noch eine deutliche email hinterhergeschickt habe, haben die den Sachverhalt offensichtlich begriffen und den Abostatus der laufenden BC 25 auf "kein Abo" gesetzt. Ansonsten hätte es passieren können, dass ich in zwei Wochen eine weitere Karte bekommen hätte, weil es offensichtlich Kunden gibt, die beide Karten einsetzen. Das ist nämlich gleich der nächste Skandal: Den Sparpreis gibt es bei der BC 50 gar nicht, sondern grundsätzlich den halben Normalpreis, der unter Umständen einige Euronen teurer ist als der Sparpreis mit der BC 25. Da sind auch Beschwerden anhängig, aber seit Jahren tut sich da nichts. Kunden werden gelockt in der Hoffnung, noch mehr Rabatt zu kriegen, aber das gilt nur, wenn man vorher keine Sparpreise gebucht hat, sondern voll flexibel sein wollte.

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