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Thema: Der Moloch USA: Kein Ansehen mehr und endlich pleite ?

  1. #1
    Erleuchter und Erloeser Benutzerbild von ABAS
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    Standard Der Moloch USA: Kein Ansehen mehr und endlich pleite ?

    Dieser Thread soll sich mit dem Ansehen und dem Status der
    USA als ehemalige Nummer 1 der Weltmaechte befassen.

    War dieser Status nur Augenwischerei und ein Betrug sowohl
    am amerikanischen Volk als auch an der Weltoeffentlichkeit
    und anderen Voelkern auf der Erde?

    Wenn die USA Pleite gehen ist das dann die gerechte Strafe?

    Zur Anheizung der Diskussion hier ein meiner Ansicht nach
    wirklich ausgezeichnetes Werk des Historikers Deschner:

    An dieser Stelle ein Literaturhinweis mit Kurzbeschreibung:

    Der Moloch - Eine kritische Geschichte der USA -

    "Sprecht sanft und tragt immer einen Knüppel bei euch!"

    Theodore Roosevelt, US-Präsident 1901-1909
    Puritanischer Fanatismus, wirtschaftliches Profitdenken und ein beispielloser Hang zur Selbstlegitimierung: Nicht erst seit den jüngsten Angriffen auf Afghanistan als Reaktion auf die Terroranschläge vom 11. September sind die USA ins Kreuzfeuer geraten. Karlheinz Deschner erläutert in seiner provokativ-kritischen Darstellung der amerikanischen Geschichte, wie der größte NATO-Partner die Rolle einer friedliebenden Ordnungsmacht für sich in Anspruch nimmt und gleichzeitig äußerst suspekte Seiten aufweist: Von der grausamen Kolonisierung der Neuen Welt und der Ausrottung der Indianer bis hin zum Korea- und Vietnamkrieg und der "Operation Wüstensturm" am Persischen Golf legt Deschner alle historischen Fakten kenntnisreich dar, die "god's own country" als gewalttätige, unmoralische und korrupte Nation zeigen.

    "Der Schriftsteller und Historiker Deschner ist der wohl kompromissloseste Autor und Denker im deutschsprachigen Raum."

    Die Weltwoche, Zürich
    Klappentext zur 9. Auflage

    Der Moloch - eine kritische Geschichte der USA

    Die Vereinigten Staaten sind als moralische Instanz der «neuen Weltordnung» in den letzten Jahren immer wieder ins Zwielicht geraten

    Daß Zweifel an der Integrität unseres größten NATO-Partners berechtigt sind, weist Karlheinz Deschner in seiner glänzend recherchierten und sehr provokanten Auseinandersetzung mit der Geschichte der Vereinigten Staaten nach. Von der Ausrottung der Indianer über die immensen Kriegsgewinne aus den beiden Weltkriegen bis zur «Operation Wustensturm» rollt Deschner alle historischen Fakten auf, die «god's own country» von seiner dunkelsten Seite zeigen gewalttatig, unmoralisch, heuchlerisch und korrupt.

    Deschners Geschichte der USA überzeugt wie alle seine Bucher durch eine brilliante Mischung aus leidenschaftlichem Engagement, unbestechlicher Logik, beißendem Sarkasmus und überwältigendem Wissen. Auch für dieses Buch trifft Holmar von Ditfurths Urteil zu

    «Keinem einzigen der von Deschner reportierten historischen Fakten ist bisher widersprochen worden"
    Link zum Quelltext:
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    Der Moloch als PDF Download (Gesamtwerk)

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    Dispara, cobarde, (que) solamente vas a matar a un hombre!

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  2. #2
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    Standard AW: Der Moloch USA: Kein Ansehen mehr und endlich pleite ?

    die usa wird nicht pleite gehen. notfalls wird das die druckerpresse verhindern
    <a href=https://pbs.twimg.com/profile_images/800424998842335236/M5yqXJ_m_reasonably_small.jpg target=_blank>https://pbs.twimg.com/profile_images...ably_small.jpg</a>
    „Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.“
    Mahatma Gandhi

  3. #3
    Erleuchter und Erloeser Benutzerbild von ABAS
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    Standard AW: Der Moloch USA: Kein Ansehen mehr und endlich pleite ?

    Zitat Zitat von Jodlerkönig Beitrag anzeigen
    die usa wird nicht pleite gehen. notfalls wird das die druckerpresse verhindern
    Dann werden die Russen, Chinesen, Inder und andere
    lauteren, weitsichtigen und verantwortungsfaehigen
    Regierungen dieser Welt den " Moloch " USA wohl zur
    Verhinderung eines Weltbrandes und der Gefaehrung
    der Weiterexistenz von 6.7 Milliarden Menschen auf
    dieser Erde praeventiv nuken muessen!
    Dispara, cobarde, (que) solamente vas a matar a un hombre!

    Schiess! Feigling, (weil) Du wirst blos einen Mann toeten!

  4. #4
    Hallo
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    Standard AW: Der Moloch USA: Kein Ansehen mehr und endlich pleite ?

    Gibt es schon genügend Stränge für. Muss nicht jedesmal ein neuer aufgemacht werden, um alte Thesen zum tausendsten Mal durchzukauen.

  5. #5
    Mitglied
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    Standard AW: Der Moloch USA: Kein Ansehen mehr und endlich pleite ?

    Zitat Zitat von ABAS Beitrag anzeigen
    Dieser Thread soll sich mit dem Ansehen und dem Status der
    USA als ehemalige Nummer 1 der Weltmaechte befassen.
    Huch, hab ich was verpasst?

  6. #6
    Erleuchter und Erloeser Benutzerbild von ABAS
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    Standard AW: Der Moloch USA: Kein Ansehen mehr und endlich pleite ?

    Zitat Zitat von ksero Beitrag anzeigen
    Huch, hab ich was verpasst?
    Ja! Nach dem aktuellen internationalen Ranking ueber
    das Ansehen und Image von Nationen und Regierungen
    dieser Welt sind der Moloch Amerika und das US Regime
    hinter Nordkorea zurueckgefallen!

    OBAMA und KIM JONG UN treffen sich zum Krisengipfel
    um ein Konzeptpapier zu erarbeiten, wie das schlechte
    Image beider Nationen und Regime wieder " aufpoliert "
    werden kann!
    Dispara, cobarde, (que) solamente vas a matar a un hombre!

    Schiess! Feigling, (weil) Du wirst blos einen Mann toeten!

  7. #7
    Landbesitzer Benutzerbild von Apart
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    Standard AW: Der Moloch USA: Kein Ansehen mehr und endlich pleite ?

    Erst wenn die letzte deutsche Lebens- und Rentenversicherung wertlos ist, besteht die leise Hoffnung, daß der Sündenpfuhl USA pleite geht.

  8. #8
    Kämpfer Benutzerbild von Sherpa
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    Standard AW: Der Moloch USA: Kein Ansehen mehr und endlich pleite ?

    Zitat Zitat von Para ou rien Beitrag anzeigen
    Gibt es schon genügend Stränge für. Muss nicht jedesmal ein neuer aufgemacht werden, um alte Thesen zum tausendsten Mal durchzukauen.
    Thesen zu diesem Thema können gar nicht oft genug diskutiert werden.
    Zu Deschners "Der Moloch" wollte ich auch einen Strang aufmachen - danke ABAS.

    Demnächst mehr zum Buch und den USA.
    „Ein König, der seine Schlachten selbst schlägt, das wär ’n Anblick.“
    Achill in „Troja“

  9. #9
    Mitglied Benutzerbild von Sylvesterius
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    Standard AW: Der Moloch USA: Kein Ansehen mehr und endlich pleite ?

    Ein Paradebeispiel für eine wirtschaftliche und finanzpolitische Blase. Irgendwann (und das wird schneller kommen als man denkt) fliegt der ganze Laden in die Luft. Der alte Trick mit der Verschiebung der Schuldenobergrenze lässt sich nicht ewig fortführen.
    Stichworte: Inflation und Fiat Money.

  10. #10
    Kämpfer Benutzerbild von Sherpa
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    Standard AW: Der Moloch USA: Kein Ansehen mehr und endlich pleite ?

    Grad heute weilte unser Bundespräsi Gauck im Elsass, Gedenken an WK1.
    Dazu paßt:

    Karlheinz Deschner:
    “Der Moloch”
    Seite 182 /183

    Die »Zimmermann-Note«
    Viele Gründe mögen den Kriegseintritt der USA 1917 mitbestimmt haben, wirtschaftliche vor allem, machtpolitische, die Wiederaufnahme des uneingeschränkten U-Boot-Krieges durch Deutschland, Wilsons Vorliebe für die Alliierten - darüber streitet man seit langem.

    Eine Rolle - welchen Ausmaßes ist schwer zu sagen - spielte auch die berühmte »Zimmermann-Note«. Es war dies ein Telegramm des deutschen Staatssekretärs des Auswärtigen, A. Zimmermann, am 17. Januar 1917 an den deutschen Botschafter in Washington, der es dem deutschen Botschafter in Mexiko weiterleiten sollte. Sein Wortlaut:

    »Wir haben die Absicht, am l. Februar den totalen U-Boot-Krieg zu eröffnen. Trotzdem werden wir versuchen, uns die Neutralität der Vereinigten Staaten zu erhalten. Sollte dies mißlingen, unterbreiten wir Mexiko einen Bündnisvorschlag auf folgender Grundlage: den Krieg zusammen zu führen, den Frieden zusammen zu schließen mit der Vereinbarung, daß Mexiko die verlorenen Gebiete Texas, Neu‑mexiko und Arizona zurückerhalten muß. Die Regelung bleibt Ihnen überlassen.
    Sie werden den Präsidenten von Mexiko streng geheim über alles informieren, sowie der Kriegseintritt der USA feststeht, und ihm außerdem nahelegen, von sich aus Japan aufzufordern, seine Zustimmung zu geben, wobei er seine Vermittlung zwischen Japan und uns anbieten soll.Lenken Sie die Aufmerksamkeit des Präsidenten auf die Tatsache, daß der totale Einsatz unserer U-Boote jetzt die Möglichkeit bietet, England in einigen Monaten zum Frieden zu zwingen. Bestätigen Sie den Empfang.«

    Unmittelbar nach der deutschen Entscheidung für einen neuerlichen uneingeschränkten U-Bootkrieg und in Erwartung der amerikanischen Kriegserklärung bietet hier das Deutsche Auswärtige Amt Mexiko ein Kriegsbündnis an zur Rückgewinnung der im nordamerikanischen Raubkrieg von 1848 verlorenen Gebiete. Beim Kriegseintritt der USA soll somit ein Großteil ihrer Truppen eine Kriegserklärung Mexikos binden. … Theodore Roosevelt, der alte Scharfmacher, schreibt an Senator Lodge: »Wenn Wilson nicht ab sofort den Krieg erklärt, werde ich ihn lebendig erwürgen.« Die öffentliche Meinung ist jetzt für den Krieg, den die »Zimmermann-Note« gewiß nicht verursacht, aber mit auslöst.
    Das New Yorker Bankhaus Kühn, Loeb & Co.
    Eine wichtige, vielleicht sogar entscheidende Rolle für den Kriegseintritt der USA - wovon man freilich nur sehr selten etwas liest -spielt das New Yorker Bankhaus Kühn, Loeb & Co., genauer ein

    Seite 184/185
    Bankkollektiv unter seinen Leitern Jakob H. Schiff, den (besonders bedeutsamen) Brüdern Paul M. Warburg (gest. 1924) und Felix M. Warburg (gest. 1938), der u.a. an den europäischen Rothschildbanken beteiligt war, den Bankiers Otto H. Kahn, Mortimer Schiff, Jerome H. Hanauer sowie einem Mitglied der Guggenheim-Familie, an deren Spitze der »Kupferkönig« stand.

    Trotz seiner gewaltigen Geldmacht war Morgan in der Vorkriegs‑zeit, wie so viele, in zunehmende Schwierigkeiten geraten, in Pre‑stigeverlust, vor allem durch das Fiasko einer Kartellierung diverser Eisenbahnunternehmen, das ungezählte Tausende um ihr Geld gebracht hatte, eine großangelegte Gaunerei, für die jetzt der Kriegs‑ausbruch in Europa verantwortlich gemacht worden ist. Auch sonst erwies sich das Gemetzel jenseits des Ozeans als großes Glück für den US-Geldhai, der als »offizieller Finanzagent der Alliierten« die Millionen nur so scheffelte.

    Als aber die vermittelten Kredite bis auf eineinhalb Milliarden geklettert waren und die deutschen Kriegserfolge schwindelnde Summen in Rauch aufzulösen schienen, Morgan auch sonst Kummer hatte, u.a. über den Absatz von Eisenbahnaktien im Wert von 400 Millionen Dollar (schon der hl. Augustinus hatte beredt die von Sorgen gequälten Reichen geschildert - und den Armen die »arbeitsreiche Armut« empfohlen), da mußte Morgan handeln. Er akzeptierte jetzt die Partnerschaft seines zähen Konkurrenten Kühn, Loeb & Co., wobei Jakob H. Schiff zur Erreichung seines Zieles die eventuelle Finanzierung Deutschlands bei Wilson ins Spiel gebracht hatte und mit dem Präsidenten umgesprungen war »wie mit einer Figur auf dem Schachbrett«. Und den nächsten Zug sozusagen machte dann Schiffs Partner Morgan oder, genauer, der von diesem für ein Jahressalär von 25.000 Dollar gekaufte amerikanische Gesandte in London, Walter Hines Page.
    Der bestochene Diplomat schickte seinem Präsidenten am 5. März 1917, einen Monat vor der Kriegserklärung an Deutschland, aus London jene berüchtigte Depesche, worin er den Kriegseintritt der USA für unerläßlich hielt zur Rettung der Alliierten, des amerikanischen Geldes und der amerikanischen Wirtschaft; andernfalls folge der augenblickliche Zusammenbruch.

    Nun verlangten seinerzeit die USA - die ja ohnedies das größte Geschäft, bei weitaus geringsten Verlusten, durch das allgemeine Schlachten machten und gerade dadurch zur Weltmacht aufstiegen (und England entthronten) - für ihre Hilfe noch einen ganz speziellen Preis. Und dieser spezielle Preis, den man von Großbritannien für die amerikanische Kriegsbeteiligung forderte, bestand in der Errichtung eines jüdischen Staates in Palästina. Nach Absprache mit Chaim Weizmann, dem nachmaligen Staatspräsidenten Israels (1948-1952), sicherte der britische Außenminister Earl of Balfour ein »national home« in Palästina zu, wobei freilich alle politischen, rechtlichen, rassischen und religiösen Interessen der dortigen nicht‑jüdischen Bevölkerung strikt gewahrt werden sollten. Am 2. Novem‑ber 1917 wurde die Balfourdeklaration veröffentlicht.

    Seite 186/187
    Hinter diesem ganzen so folgenschweren Projekt aber standen Männer und Mächte, die zu den einflußreichsten Beratern des ame‑rikanischen Präsidenten zählten. Eine so markante Figur etwa im Obersten Gericht wie Louis Dembitz Brandeis. Oder Amerikas frühe‑rer Botschafter in der Türkei, Henry A. Morgenthau. Vor allem aber das Bankhaus Kühn, Loeb und seine Partner, besonders der Finanz‑magnat Bernard M. Baruch, an den zu erinnern auch in anderem Zusammenhang nützlich ist.
    Bernard M. Baruch, der Leiter des War Industry Board
    Der Wall Street-Bankier Bernard M. Baruch gehörte zum Kreis der Partner des Bankhauses Kühn, Loeb & Co. Er war zugleich aber mit dem »Kupferkönig« Guggenheim verbunden, dem Mitglied einer von St. Gallen nach den USA ausgewanderten jüdischen Familie. Und er war ein enger Freund und Berater Präsident Wilsons. Seit Amerikas Kriegseintritt leitete Baruch das Kriegsindustrieamt (War Industry Board) und war damit verantwortlich für alle wirtschaft‑lichen Leistungen der Kriegsindustrie, natürlich auch für den Kauf von Kriegsmaterial. Er hat von sich selbst gesagt, mehr Macht beses‑sen zu haben als je eine Einzelpersönlichkeit in der Geschichte, und später vor dem Senat bekannt, daß 10 Milliarden Dollar zur Finan‑zierung des Sieges über Deutschland durch seine Hand gegangen seien.

    Auch durch die Hände einiger, die ihn unterstützten. Einiger Wirtschaftskapitäne beispielsweise, die stracks ihre Fabriken aufgaben, einstweilen sie ihrem Management überließen, um gleichfalls die Millionen und Milliarden durch ihre Finger gleiten zu lassen; sie zu verteilen für Arbeitskräfte, Aufträge, Dringlichkeitsunterstützungen. Alles aus purem Patriotismus, versteht sich, reinem Pflichtgefühl, edler Selbstlosigkeit, wie denn schon ihre Benennung sagte, »dollar a year men«. Arbeiteten sie doch, man denke, für einen einzigen Dollar pro Jahr - und niemals dürfte eine geringere Bezahlung mehr eingebracht haben.

    Nun war von kriegsentscheidender Bedeutung neben dem Stahl vor allem das Kupfer - im Zweiten Weltkrieg errechnete man, daß ein einziges Schlachtschiff 1000 Tonnen Kupfer benötigte. Baruch aber hatte schon vor dem Kriegseintritt der USA ein Syndikat von Kupferproduzenten gebildet, dem drei Guggenheim angehörten, die gleichsam über das Kupferkönigtum der Welt fast allein geboten. Und so kauften die USA während des Ersten Weltkrieges von Kupferlie‑feranten durch Baruch, den Chef des Kriegsindustrieamtes und Schatzkanzler der Guggenheim, mehr als 660 Millionen Pfund Kup‑fer; zunächst, gegenüber den Gestehungskosten, für die Verkäufer mit hundert-, dann mit zweihundertprozentigem Gewinn. Die Stahl‑erzeugung aber war durch raffinierte Transaktionen großenteils in den Besitz von Morgan & Co. gelangt und, zumal im Krieg, eben‑falls eine märchenhafte Geldquelle. Es ist klar, daß die US-Finanz‑giganten gar kein Interesse an einer raschen Niederlage Deutschlands hatten. Je länger es blutete, desto mehr verdienten sie. In diesem Sinn animierte denn auch Morgans maßgeblicher Mann, Thomas Lamont, die Präsidenten der Wallstreet-Banken, den Krieg zu verlängern.
    Eben damit war ihnen aber einer bereits zuvorgekommen: Jakob H. Schiff, dessen Interesse im besonderen dem deutsch-russischen Konflikt galt.
    Die US-Hochfinanz finanziert die Russische Revolution
    Das zaristische Reich kollabierte, die revolutionäre Regierung mußte der Krieg verlängern, die rote Armee war zu finanzieren. Jakob H. Schiff, dem Zaren gram wegen der Judenverfolgungen, hatte schon im Russisch-Japanischen Krieg 1905 russische Revolutionäre finanziert und derart zum Sieg der Japaner beigetragen. 1917 aber bezahlte er den bolschewistischen Umsturz, und zwar über Leo Trotzki, der mit der Tochter eines ihm befreundeten Bankiers, Giwotowski, verheiratet war…
    „Ein König, der seine Schlachten selbst schlägt, das wär ’n Anblick.“
    Achill in „Troja“

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