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Thema: Lügen über den Kapitalismus oder Lügen über Marx?

  1. #21
    Mitglied Benutzerbild von Ajax
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    Standard AW: Lügen über den Kapitalismus oder Lügen über Marx?

    Zitat Zitat von Sjard Beitrag anzeigen
    Marx kann kein Antisemit gewesen sein, denn er war selber Jude. Sogar bei Wikipedia steht, das der Vater von Karl Marx namens
    Heinrich Marx unter dem Namen Heschel Mordechai Levy geboren wurde. Karl Marx selber wurde privat Moses Mordechai Levy
    genannt und in der Öffentlichkeit "Karl Marx".

    Siehe: [Links nur für registrierte Nutzer]
    Das eine schließt das andere nicht aus, siehe Artur Trebitsch oder Otto Weininger.

    Wenn auch jetzt in den bezwungnen Hallen
    Tyrannei der Freiheit Tempel bricht:
    Deutsches Volk, du konntest fallen,
    Aber sinken kannst du nicht!

    Theodor Körner

  2. #22
    Nordlicht Benutzerbild von Sjard
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    Standard AW: Lügen über den Kapitalismus oder Lügen über Marx?

    Zitat Zitat von Ajax Beitrag anzeigen
    Das eine schließt das andere nicht aus, siehe Artur Trebitsch oder Otto Weininger.
    Wenn du dir den Lebensweg und das Umfeld von Karl Marx aber näher anschaust, dann wird eigentlich klar das er durch seine
    Verbindung zu Moses Hess kein "antisemitischer Jude" gewesen sein kann. Er hat zwar etwas kritisches gegenüber
    dem Judentum geschrieben, aber das ist eher für eine Finte zu halten, die seine Leserschaft darüber hinweg täuschen
    sollte weitere Nachforschungen über seine wirklichen Absichten und Pläne und seine Person zu machen.
    Der Irrtum strömt, die Wahrheit sickert.

    ​Peter Sirius ( 1858 - 1913 )

  3. #23
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    Standard AW: Lügen über den Kapitalismus oder Lügen über Marx?

    Zitat Zitat von cajadeahorros Beitrag anzeigen
    Jetzt aber zu den einzelnen "Lügen" des Kommunismus über den Kapitalismus.

    Vorab wäre interessant zu erfahren: Wo steht das? Wo stehen diese kommunistischen Lügen? Bspw. die [Links nur für registrierte Nutzer], daß materieller Konsum nicht glücklich mache. Das ist doch ein Widerspruch in sich, denn wozu hätten die Arbeiter dann kämpfen sollen? Gut, ich weiß, auch im Forum treiben sich allerlei "Linke" herum, die Armut und Verzicht predigen, aber Engels hat es bspw. in "Die Lage der arbeitenden Klasse" als Mißstand beschrieben, daß der englische Arbeiter nur in den seltensten Glücksfällen - Familie gesund und alle arbeiten, von groß bis klein - jeden Tag leidlich qualitätvolles Fleisch auf dem Teller hat. Von Haßtiraden, die Arbeiter würden "den Hals nicht vollbekommen", ist nichts zu lesen. Also bitte, WO in den problemlos und kostenfrei für alle im Internet nachzulesenden Werken von Marx, Engels, Lenin und Trotzki, wird "der Konsum" verteufelt? Das Gegenteil ist der Fall, verteufelt wird, daß die Arbeiter Wohlstand erwirtschaften, von dem sie nichts haben.
    Doch haben sie, schliesslich bekommen sie für ihre eingebrachte Leistung einen Lohn bzw ein Gehalt ausbezahlt.


    Nur mal EINE Zahl: BMW hat reichlich 115.000 Angestellte. Der Gewinn pro Angestelltem betrug im letzten Geschäftsjahr genau 49.843,54 Euro. Gewinn, also Geld, das beim besten Willen nicht buchhalterisch versteckt oder von den Aufsichtsräten verbraucht werden konnte, auch BMW-Motorsport und Golfturnier sind längst bezahlt. D.h. jeder Angestellte verdient in 10 Jahren ein ordentliches Eigenheim - nicht. Weil es zu einem erheblichen Teil an drei Personen fließt, eine alte Dame, deren Lebensleistung darin bestand, sich von einem Industriellen vögeln zu lassen, und zwei Jungerben, die sich lediglich die Mühe gegeben haben, geboren zu werden.
    Wer behauptet es sei gerecht Gewinn gleichmässig unter all jene zu verteilen die Einfluss auf das Produkt hatten unabhängig der Grösse des Einflusses?
    Der Kommunismus?
    Da hast du deine Lüge des Kommunismus und zwar die entscheidende Hauptlüge.
    “Der Politischen Korrektheit geht es nicht darum, eine abweichende Meinung als falsch zu erweisen, sondern den abweichend Meinenden als unmoralisch zu verurteilen. Man kritisiert abweichende Meinungen nicht mehr, sondern hasst sie einfach. Wer widerspricht, wird nicht widerlegt, sondern zum Schweigen gebracht.”
    Prof.Dr. Norbert Bolz, Medienwissenschaftler

  4. #24
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    Standard AW: Lügen über den Kapitalismus oder Lügen über Marx?

    Ihr habt den Untergang des Sozialismus erlebt (natürlich nicht in Nordkorea) und ihr werdet auch den Untergang des Kapitalismus erleben Zitat Margot Honecker
    fight imperialism - support north korea!

  5. #25
    Mitglied Benutzerbild von herberger
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    Standard AW: Lügen über den Kapitalismus oder Lügen über Marx?

    Ich habe gelesen das der Marxismus in der Übergangszeit eine Diktatur sein muss.

    Der einzige Ort wo der Kommunismus heute schon verwirklicht ist und das ist im Knast.

    Der Staat sorgt für Unterkunft,Verpflegung,Arbeit,Kleidung,und alle sind formal gleich.

    Nun ist der BRD Knast natürlich kein Maßstab.
    Toleranz ist die letzte Eigenschaft einer untergehenden Gesellschaft.

    „LÜGEN können Kriege in Bewegung setzen,
    WAHRHEITEN hingegen können ganze Armeen aufhalten.“
    - Otto von Bismarck, deutscher Politiker -

  6. #26
    Hände weg von Syrien! Benutzerbild von cajadeahorros
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    Standard AW: Lügen über den Kapitalismus oder Lügen über Marx?

    Zitat Zitat von herberger Beitrag anzeigen
    Ich habe gelesen das der Marxismus in der Übergangszeit eine Diktatur sein muss.

    Der einzige Ort wo der Kommunismus heute schon verwirklicht ist und das ist im Knast.

    Der Staat sorgt für Unterkunft,Verpflegung,Arbeit,Kleidung,und alle sind formal gleich.

    Nun ist der BRD Knast natürlich kein Maßstab.
    Das war vermutlich der einzige grobe (und verhängnisvolle) Fehler von Lenin und Trotzki, sie haben diese "Übergangsphase" und ihre Gefahren unterschätzt, und Stalin und der bürokratische Apparat haben die notwendige, befristete Diktatur (eine Diktatur ist immer befristet, selbst Hitlers Diktatur war durch das Ermächtigungsgesetz befristet!) in eine andauernde Despotie verwandelt. Und selbst das war erst möglich, nachdem alle Kommunisten, die die Revolution erkämpft hatten, bis auf den letzten Mann ermordet waren.

    Zur Diktatur: Du glaubst doch nicht, daß die abermillionen Menschen, die in Deutschland 24/7 vor der Glotze hocken und dann auf Befehl "Pegida sind Nazis" oder "Putin ist ein Mörder" blöken, über Nacht in der Lage wären, die eigenen Angelegenheiten nach Diskussion und Abstimmung selbst zu erledigen? Dazu braucht es eine Übergangszeit, in der notwendigerweise Menschen das Heft in der Hand haben, die sich auch darauf vorbereitet haben. Aber nur weil es einmal schiefging - alle anderen "kommunistischen" Staaten waren ja stalinistische Gründungen und keine Revolutionsregierungen - kann man daraus kein Naturgesetz ableiten, und schon gar nicht die Notwendigkeit, vor der Glotze auf das Ende zu warten und sich Lohn, Rente und Krankenversicherung wieder stehlen zu lassen.

    Zum Gefängnis: Selbst dafür es eine wirtschaftswissenschaftliche Analogie, und zwar die "redistributive Wirtschaft" im Sinne Max Webers. Und GENAU DAS IST TATSÄCHLICH DAS MODELL für die kommenden dunklen Jahrhunderte, eine von den US-Monopolkonzernen diktierte globale Gefängniswirtschaft, in der Markt und Freiheit durch Erpressung, Raub und willkürliche Verteilung ersetzt sind. Also das, was man den Kommunisten andichtet, nur ohne die Enteignung der Konzernbesitzer.
    Geändert von cajadeahorros (28.05.2015 um 14:39 Uhr)
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  7. #27
    Klimaschänder Benutzerbild von DJ_rainbow
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    Standard AW: Lügen über den Kapitalismus oder Lügen über Marx?

    Dumm für alle Linksdeppen ist nur, dass in dieser "Übergangsphase" (verschiedene Stadien der Diktatur nach Schlimmheit klassifizieren zu wollen, heißt allerdings, Scheiße nach Geschmack zu sortieren!) die parasitären Bonzen derart korrumpiert werden, dass sie in ihrer Unfähigkeit, Wohlstandserwirtschaftung zu ermöglichen, den Pöbel dauerhaft einsperren und unterdrücken müssen, damit er nicht davon läuft. In praxi ist also eine murxistisch-armselige Diktatur nur dann endlich, wenn der Pöbel den Spülknopf drückt und die moralisch und volkswirtschaftlich bankrotte Bonzen-Mischpoke im Lokus der Geschichte runterspült. As in 1989 - we'll do it again!

    Dumm für alle Linksdeppen ist weiterhin, dass der theoretische Migrationssaldo (also nicht das, was tatsächlich passiert, sondern das, was passieren würde, wenn alle so dürften wie sie wollen!) in murxistischen Systemen negativ wäre, während er in kapitalistischen Systemen positiv wäre.
    "Wenn der Faschismus einmal wiederkehrt, wird er nicht so dumm sein zu sagen, er wäre der Faschismus. Er wird sagen, er sei der Antifaschismus." (Ignazio Silone)
    "In der Demokratie mästen sich Sozialisten in Parlamenten, im Sozialismus hungern Demokraten im KZ."
    "There's no business like Shoah-Business!"

  8. #28
    Mitglied Benutzerbild von herberger
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    Standard AW: Lügen über den Kapitalismus oder Lügen über Marx?

    Viele sagen was in der Vergangenheit war das war ja nicht der richtige Marxismus.Das klingt so wenn ein Arzt eine Medizin entdeckt und viele Menschen sterben daran,und der Arzt sagt na wenn die Menschen zu blöd sind das Rezept richtig zu lesen dann muss es ja Tote geben.
    Toleranz ist die letzte Eigenschaft einer untergehenden Gesellschaft.

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  9. #29
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    Standard AW: Lügen über den Kapitalismus oder Lügen über Marx?

    Zitat Zitat von Heinrich_Kraemer Beitrag anzeigen
    1. Der (Früh-)Kapitalismus habe die Proletarier verelenden lassen, ausgebeutet, unterdrückt, um wenige Kapitalisten reich zu machen. Das genaue Gegenteil ist wahr. Die mittelalterliche Feudalordnung erzeugte eine Landarbeiterschaft, welche nicht ständig beschäftigt werden konnte, welche keine Zuflucht in den Städten fand, aufgrund des Ständewesens und Stadtrechts, und somit in den Wäldern dahinvegetierte. Die ersten v.a. kirchlichen Armenhäuser entstanden.
    Aufgrund der modernen Maschinen wurde es kapitalistisch möglich, Massenware von der Masse für die Masse herzustellen. Die kapitalistische Entwicklung ist also eine stille Revolution der Unterprivilegierten gewesen. Die Massen arbeitsloser Landarbeiter aus den Wäldern zogen in die Industriestädte und erreichten ein ungekanntes Wohlstandsniveau (wenngleich von geringem Niveau ausgehend, aber es zählt der direkte historische Vergleich). Beweis: die Bevölkerungszahl Englands verdoppelte sich zwischen 1760 und 1820.
    Früher hatten die einen Schuhe und die anderen keine, jetzt konnte sich jeder Schuhe leisten, ums mal plakativ auszudrücken.
    (...)
    3. Der Kapitalismus brachte Lohndrückerei und mehr Armut hervor, weil die Bevölkerung wuchs. Deshalb würden staatliche Eingriffe notwendig.
    Das Gegenteil: Das Aufkommen der modernen Industrie mit ständiger Konkurrenz führte zu höheren Löhnen bzw. Kaufkraft, weil Arbeiter abgeworben werden mussten (vgl. Fords Aussagen zu den Löhnen), die erhöhte Produktion die Preise fallen ließ. Die Technologisierung erforderte erhöhte Fähigkeiten gegenüber den traditionellen Landarbeitern, damit auch ein höheres Anspruchsniveau.
    Soweit ([Links nur für registrierte Nutzer]) die kommunistischen Lügen 1 und 3. Und wieder kann man nur fragen: Wo steht das.... (moment, geht gleich weiter)
    Auf geb' ich mein Werk; nur Eines will ich noch: das Ende - das Ende!

    (Wotan, Die Walküre)

  10. #30
    Hände weg von Syrien! Benutzerbild von cajadeahorros
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    Standard AW: Lügen über den Kapitalismus oder Lügen über Marx?

    Mist, zu langsam. Hier gehts weiter:

    Soweit ([Links nur für registrierte Nutzer]) die kommunistischen Lügen 1 und 3. Und wieder kann man nur fragen: Wo steht das? Wer soll diesen unhistorischen Stuß unter dem Banner des Marxismus geschrieben haben? Hat vielleicht irgendjemand "Der deutsche Bauernkrieg" von Engels gelesen, steht dort irgendetwas von einer grünen Bauernromantik im feudalen Gewand, die "der Kapitalismus" zerstört haben soll? Die erste Personengruppe, die im Frühkapitalismus Einkommens- und Eigentumseinbußen hinnehmen mußte, waren ja die selbständigen Handwerker, die nach und nach von den ersten Manufakturen verdrängt wurden. Bauern spielen hier, erst einmal, keine Rolle, daß der ein oder andere Bauerntölpel, der in die Stadt fliehen konnte, in einer Manufaktur ein geringfügig besseres Leben führte als vorher, das mag sein, darum geht es nicht. Kapitalismus ist nicht "gut" oder "böse". Die Errichtung der ersten Papiermühle nördlich der Alpen in Nürnberg war bspw. "gut" für den Patrizier Stromer, "gut" für alle Menschen, die Interesse daran hatten, billigere Bücher zu kaufen, aber "böse" für Pergamentmacher und hauptberufliche Dokumentenschreiber.

    Und der Zusammenhang zwischen Bauern und Arbeitern, wie er später auftrat, ist auch nicht der von kapitalistischen Wohltätern und bösen Feudalisten, letztere konnten die Bauern nicht mehr brauchen, daher wurden die Leibeigenen zum Dank von den Parzellen vertrieben (Bauernlegen) und zum Teil als noch rechtlosere Landarbeiter "zurückgemietet", zum Teil landeten sie im Elend, und einen Teil dieses Elends konnten die Manufakturbesitzer brauchen, der wurde beschäftigt, und wenn er nicht mehr gebraucht wurde, landete er eben wieder auf der Straße.

    Damit verbunden die Lüge 3: Wo steht das? Wo steht, daß Löhne immer fallen? Ich weiß nicht, wieviele Seiten im Kapital verwendet werden um zu erklären, wo sich unter welchen Umständen die Lohnhöhe einpendelt, aber wenn hier Ford lustig mit Frühkapitalismus durcheinandergeht, kann es auch nur Durcheinander geben. Ohne Eingriffe pendelt sich der kapitalistische Lohn im Schnitt auf einem Niveau ein, bei dem sichergestellt ist, daß langfristig die Arbeitskraft, die man benötigt, zur Verfügung steht. Das ist sozusagen der kapitalistische Mindestlohn, zu dessen Festlegung eine gewisse "industrielle Reservearmee" sehr hilfreich ist, denn wenn der Arbeiter A patzig wird ist es praktisch, wenn der Arbeitslose B schon bereit steht. Selbstverständlich können Löhne auch steigen, wenn Arbeitskraft knapp ist, wenn Fabrikbesitzer A dem Fabrikbesitzer B eins auswischen will oder wenn organisierte Streiks der Arbeiter das erzwingen können. Ohne organisierte Streiks hättest du keine Rente und keine Krankenversicherung, wie ein Blick über den großen Teich lehrt. Wieder sehr treffend ist das in der "Situation der Arbeiterklasse" geschildert, nämlich wie der Zuzug von Iren das Lohnniveau der Engländer senkte, weil der Ire gewohnt war, von Kartoffeln zu leben und im Schweinestall zu schlafen und entsprechend bei einem Lohn, der das und ein paar Pint Bier garantierte, zufrieden arbeitete, während der Engländer bei dieser Entlohnung lieber betteln oder stehlen gegangen wäre. Daher sank das Lohnniveau für einfache Tätigkeiten drastisch, solange der Zuzug von Iren gesichert war. Und genauso führten die zwischenzeitliche Vollbeschäftigung in Deutschland UND die politischen Notwendigkeiten ("Schaufenster des Westens") zu drastischen Lohnerhöhungen in Deutschland, ohne daß Marx widerlegt ist, und genauso bricht jetzt das Lohnniveau wieder zusammen, einerseits durch die fast abgeschlossene Automatisierung, und weil man jetzt, da keiner mehr das "geh doch nach drüben" wahr machen kann, den erstreikten Wohlstand der breiten Masse wieder einziehen kann. Und das passiert am effizientesten durch den Import von "Iren", die weder nach Tarifvertrag noch nach Altersvorsorge fragen und die bald alle einfachen Tätigkeiten wieder zum schönsten manchesterkapitalistischen Lohnniveau durchführen, das heißt für ein bißchen Fressifressi, für ein Zimmer und 50 Euro extra, die man nach Hause überweisen kann.

    In kapitalistischen Worten heißt das dann: "Das Tarifgefüge ist nicht mehr marktkonform und nicht mehr zeitgemäß", denn statt gieriger verbeamteter Briefträger kann man ja jetzt scheinselbständige Negerlein beschäftigen.
    Auf geb' ich mein Werk; nur Eines will ich noch: das Ende - das Ende!

    (Wotan, Die Walküre)

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