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Thema: Syrische Invasion in der Spätantike

  1. #11
    a.D. Benutzerbild von Gärtner
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    Standard AW: Syrische Invasion in der Spätantike

    Nur waren die Römer schlau genug, syrische Regimenter in ihre Legionen einzugliedern, auf daß diese die Grenzen des Imperiums gegen die Parther zu verteidigen halfen.

    Wie fortschrittlich dagegen die Regierung Murksel. Sie schickt Soldaten der Bunzelwehr nach Syrien, um dort ohne irgendeine erkennbare Strategie zu bomben und zu sterben, derweil sich hierzulande kräftige syrische Männer auf Staatskosten in Cafés etc. ergehen können. Das nenne ich doch mal große Staatskunst!
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  2. #12
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    Standard AW: Syrische Invasion in der Spätantike

    Zitat Zitat von Nereus Beitrag anzeigen
    Der getaufte Jude Ludwig Friedländer hat vermutlich versucht, die Spur seines Volksstammes in den lateinischen Quellen der römischen Schriftsteller zu finden. [...]
    Ich denke nicht, dass das seine eigentliche Motivation war. Er spielt das Thema im Werk sogar eher herunter. Er ist kein Graetz, der den historischen Stoff zur Mythenbildung nutzt, sondern ein echter Wissenschaftler. Das würde ich schon so sagen.
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  3. #13
    Balkan Spezialist Benutzerbild von navy
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    Standard AW: Syrische Invasion in der Spätantike

    [QUOTE=Rikimer;8279060]Dann endete die Hochzeit der syrischen Haendler, welche wohl das Handelswesen im Roemischen Reich beherrschten, zeitgleich mit dem Ende des Roemischen Reichs. Als das die Barbaren, unsere Ahnen, dem dekadenten von innen zerfaulenden Roemischen Reich den Todesstoss versetzten und Wirtschaft, Bevoelkerung, Kultur niedergingen. Die Welt ist eben im Wandel. Im uebrigen kann man die damaligen Syrer, welche wohl in kleiner Zahl kamen, nicht mit der Invasion von Millionen von Syrern, Afghanen, Pakistanern, Indern, Nordafrikanern, Schwarzafrikanern etc. vergleichen. Welche nicht kommen um zu handeln, sondern um sich - wenn es denn noetig ist - mit Gewalt von den Autochthonen zu holen, von welchem sie glauben - aufgrund ihrer islamischen Kultur - das es ihnen zusteht. Von Kultur und Geist sind die heutigen Syrer ein ganz anderer Schlag als es die damaligen nichtislamischen Syrer waren. Welche im Roemischen Reich wohl mehrheitlich Christen gewesen sind.[/QUOTE

    Ein komplexes Thema, wobei Syrien von vielen Reichen regiert wurde, wo ich mal die Hetither, Osmanen, Perser und Mongolen nennen will. Heute sind die Idioten die sich Deutsche, EU und US Regierung nennen, nicht einmal aus der Geschichte zulernen.

  4. #14
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    Standard AW: Syrische Invasion in der Spätantike

    Zitat Zitat von brain freeze Beitrag anzeigen
    Es geht nicht um oberflächliche Analogien oder billige Polemik. Aber der Eindruck entsteht aktuell doch: Nichts Neues unter der Sonne. Sie waren schon mal da
    Juvenals dritte Satire ist aktueller denn je: Der Altrömer Umbricius klagt über den allgemeinen Verfall Roms wie hohe Mieten, Lärm, Dreck, soziale Spaltung, aber auch Migration. Er stellt fest, dass die Migranten bei den Eliten besser gelitten sind als die eigentlichen Bürger.



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  5. #15
    Klimanazzi Benutzerbild von mabac
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    Standard AW: Syrische Invasion in der Spätantike

    Wer sind bzw. waren diese Syrer? Sowenig wie es damals ein syrisches Volk gab, gibt es heute eines. Vor der Arabisierung Syriens war es weitgehend hellenisiert. Angehörigkeit zu einer Kultgemeinschaft spielte damals wie auch heute eine grössere Rolle als eine "Staatsangehörigkeit", siehe Maroniten, Drusen oder eben der Alawiten.
    Der Ursache des heutigen Konfliktes in Syrien ist eben die Vormacht der früher panarabischen Alawiten in einem Staat mit einer sunnitischen Bevölkerungsmehrheit.
    Wo gestern eine christliche Schule stand, steht morgen eine Moscheehütte. Der kriegerische, männliche Geist dieser Religion ist dem Neger verständlicher als die Lehre vom Mitleid, die ihm nur die Achtung vor den Weißen nimmt ...
    O. Spengler 1934

  6. #16
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    Standard AW: Syrische Invasion in der Spätantike

    Zitat Zitat von mabac Beitrag anzeigen
    Wer sind bzw. waren diese Syrer? Sowenig wie es damals ein syrisches Volk gab, gibt es heute eines. Vor der Arabisierung Syriens war es weitgehend hellenisiert. Angehörigkeit zu einer Kultgemeinschaft spielte damals wie auch heute eine grössere Rolle als eine "Staatsangehörigkeit", siehe Maroniten, Drusen oder eben der Alawiten.
    Der Ursache des heutigen Konfliktes in Syrien ist eben die Vormacht der früher panarabischen Alawiten in einem Staat mit einer sunnitischen Bevölkerungsmehrheit.

    wenn dem so wäre, wäre Assad schon längst hinweggefegt worden. Den Krieg haben die Quataris angezettelet um ihre Gaspipeline durch zu drücken, um den Russen am Mittelemeer Konkurrenz zu machen, um nicht anderes geht. die 15 % Alawatien wären hinweggefegt worden, wenn deine These stimmen sollte, sie stimmt aber nicht
    Toleranz gegen Intolerante ist einfach nur dumm ( Hamed Abdel Samad )
    Der Islam denkt nicht in Jahrzehnten sondern in Jahrhunderten ( PSL - RIP)
    Toleranz & Apathie sind die letzten Tugenden einer sterbenden Gesellschaft (Aristoteles)

  7. #17
    Dämokrat Benutzerbild von SprecherZwo
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    Standard AW: Syrische Invasion in der Spätantike

    Zitat Zitat von marion Beitrag anzeigen
    wenn dem so wäre, wäre Assad schon längst hinweggefegt worden. Den Krieg haben die Quataris angezettelet um ihre Gaspipeline durch zu drücken, um den Russen am Mittelemeer Konkurrenz zu machen, um nicht anderes geht. die 15 % Alawatien wären hinweggefegt worden, wenn deine These stimmen sollte, sie stimmt aber nicht
    Der Hauptdrahtzieher dürfte eher Israel gewesen sein. Katar und co sind Trittbrettfahrer bei dem Ganzen.

  8. #18
    Mitglied Benutzerbild von solg
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    Standard AW: Syrische Invasion in der Spätantike

    Zitat Zitat von marion Beitrag anzeigen
    wenn dem so wäre, wäre Assad schon längst hinweggefegt worden. Den Krieg haben die Quataris angezettelet um ihre Gaspipeline durch zu drücken, um den Russen am Mittelemeer Konkurrenz zu machen, um nicht anderes geht. die 15 % Alawatien wären hinweggefegt worden, wenn deine These stimmen sollte, sie stimmt aber nicht
    Wer sind überhaupt die Kataris? Woher kamen sie auf einmal und warum sind sie jetzt plötzlich so unfassbar mächtig?
    Ich behaupte: Keiner derjenigen, die sie heute als große Nummer betrachtet, wusste vor 30 Jahren von der bloßen Existenz dieses Staates, der sich, zumal noch in dieser brisanten Region, nicht mal selbst verteidigen kann und westlichen Staaten, allen voran den USA Militärbasen zur Verfügung stellt.
    Daraus folgt eine ganz simple Logik........................
    Das Katar auch ein Doppelspielchen spielt und hier und da mal mit Russland und Iran kuschelt, ist auch nichts besonderes... auch die Türkei wird von den USA an der langen Leine gelassen, vertritt aber weiterhin, wenn auch manchmal nur auf den 2. Blick, westliche Interessen.
    Saudi-Arabien ist eine ähnliche Geschichte... da hatte mal ein ehemaliger CIA-Mann den Bestseller "Die Saudi-Connection" herausgebracht, woraufhin Premium-Investigativjournalisten und sonstige westliche Analysten sofort drauf ansprangen und allen Ernstes behaupteten, dass irgendwelche dämlichen Nachkommen von Nomaden, die vorgestern noch in Pantoffeln durch die Wüste gelaufen sind und ihren Reichtum bzw. ihre regionale Macht einzig und allein dem Westen zu verdanken haben, ausgerechnet denen ungestraft auf der Nase herumtanzen und sogar in die Suppe spucken können...
    Bräsig naiv oder berechnend heuchlerisch, nur diese beiden Möglichkeiten gibt es, wenn man denen das als halbwegs informierter Zeitgenosse abnimmt.


    Ich möchte an dieser Stelle auch an die IS-Berichterstattung vor einigen Jahren erinnern:
    Die stärkste, reichste, organisierteste, brutalste und gefährlichste Terrororganisation, die man sich überhaupt vorstellen kann. So unfassbar stark, dass sich selbst die USA mitsamt ihrer dortigen Lakaien jahrelang an ihnen die Zähne ausbissen und erst mithilfe der unfassbar tapferen Kurden es gelang sie zu schlagen...

  9. #19
    Klimanazzi Benutzerbild von mabac
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    Standard AW: Syrische Invasion in der Spätantike

    Zitat Zitat von marion Beitrag anzeigen
    wenn dem so wäre, wäre Assad schon längst hinweggefegt worden. Den Krieg haben die Quataris angezettelet um ihre Gaspipeline durch zu drücken, um den Russen am Mittelemeer Konkurrenz zu machen, um nicht anderes geht. die 15 % Alawatien wären hinweggefegt worden, wenn deine These stimmen sollte, sie stimmt aber nicht
    Ohne die Russen, vormals den Sowjets, hätten sich die Assads mit ihren Alawiten niemals halten können.

    Und bitte nicht vergessen:

    Am 2. Februar 1982 forderten Moscheelautsprecher in Hama die Bevölkerung zum Dschihad auf und gaben bekannt, in welchen Moscheen Waffen verteilt würden. Gleichzeitig begannen ihre bewaffneten Einheiten mit Angriffen auf Regierungsgebäude. Die Regierung reagierte mit Luftangriffen und der Entsendung von Spezialeinheiten, die Assads Bruder Rifaat unterstanden. Sie bestanden aus Alawiten und Kurden. Nachdem diese die Stadt mit Panzern und Artillerie zurückerobert hatten, zerstörten sie mehrere Stadtviertel vollständig und verübten zahlreiche Massaker an den Einwohnern Hamas, denen nach Schätzungen 10.000 bis 40.000 Menschen zum Opfer fielen.
    [...]
    Es gelang Hafiz al-Assad, sowohl die säkulare als auch die religiöse Opposition zu zerschlagen und mit dem Massaker von Hama ein allgegenwärtiges Klima der Angst zu erzeugen, von dem sich die gesamte syrische Opposition seitdem nicht mehr erholt hat.
    [...]
    Infolge der von den Muslimbrüdern gezielt auf Alawiten verübten Anschläge vertieften sich die interkonfessionellen Spannungen in Syrien.
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    Die gesamten Staatsgebilde, die nach dem Zerfall des Osmanischen Reiches entstanden, inklusive Israel, sind ein Treppenwitz der Geschichte.
    Wo gestern eine christliche Schule stand, steht morgen eine Moscheehütte. Der kriegerische, männliche Geist dieser Religion ist dem Neger verständlicher als die Lehre vom Mitleid, die ihm nur die Achtung vor den Weißen nimmt ...
    O. Spengler 1934

  10. #20
    Klimanazzi Benutzerbild von mabac
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    Standard AW: Syrische Invasion in der Spätantike

    Zitat Zitat von SprecherZwo Beitrag anzeigen
    Der Hauptdrahtzieher dürfte eher Israel gewesen sein. Katar und co sind Trittbrettfahrer bei dem Ganzen.
    Israel? Wohl kaum! Syrien unter Assad war zwar ein unangehmer, aber ein berechenbarer Nachbar.
    Wo gestern eine christliche Schule stand, steht morgen eine Moscheehütte. Der kriegerische, männliche Geist dieser Religion ist dem Neger verständlicher als die Lehre vom Mitleid, die ihm nur die Achtung vor den Weißen nimmt ...
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