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Thema: Zoff beim SPIEGEL

  1. #11
    Valar morghulis Benutzerbild von Schlummifix
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    Standard AW: Zoff beim SPIEGEL

    In dem Büchlein stehen ein paar Hämmer...

    - der Autor wirft im Vorwort Bundeskanzlerin Angela Merkel eine "Überwältigung der ethnisch-deutschen Bevölkerung" vor.
    - Der Gegner des Programms der "Multikulturalität" sei das indigene deutsche Volk.
    - Antifaschismus sei in Wahrheit Antigermanismus.
    - Zur Flüchtlingspolitik:
    „Wie konnte ein ganzes Land (nicht zum ersten Mal in seiner Geschichte) jede politische Vernunft, jeden Pragmatismus und jeden Common Sense über Bord werfen? Wie konnte dieses Volk von Geisterfahrern zugleich meinen, es vertrete die einzig legitime Position, während der Rest der westlichen Staaten im Irrtum oder in der Unmoral befangen bleibt?“

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    Aber mal was anderes: Es heißt doch Finis Germaniae !
    Rolf Peter Sieferle hat sich 2016 umgebracht; vielleicht wurde er auch geheisigt.
    Geändert von Schlummifix (13.06.2017 um 10:05 Uhr)
    Laut Merkels jüngst verstorbenem Biografen Gerd Langguth hatten sich viele ihrer Freunde und Bekannten aus den 1970er und den 1980er Jahren irritiert darüber geäußert, dass sie letztendlich CDU-Politikerin wurde, da sie eher eine weltanschauliche Nähe zu den Grünen vermuteten.

  2. #12
    male/white/hetero Benutzerbild von bandit noir
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    Standard AW: Zoff beim SPIEGEL

    Kannte das Buch nicht. Der Aufruhr beim Spiegel spricht aber deutlich für dieses. Gleich mal bestellt.
    R-E-C-O-N-Q-U-I-S-T-A

  3. #13
    Valar morghulis Benutzerbild von Schlummifix
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    Standard AW: Zoff beim SPIEGEL

    Hat das Zeug zum Bestseller à la Sarrazin.
    Sieferle war ein hoch angesehener Historiker. Hat sich 2016 umgebracht.
    Immer mehr Abweichler

  4. #14
    „Ich liebe – Ich liebe doch alle – alle Menschen – Na ich liebe doch – Ich setze mich doch dafür ein.“ Benutzerbild von Bolle
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    Standard AW: Zoff beim SPIEGEL

    Zitat Zitat von cajadeahorros Beitrag anzeigen
    Schade, daß Klonovsky ein paar tatsächlich ziemlich rechte Denkmuster hat, aber ansonsten ist er großartig und einer meiner Lieblingsautoren

    Warum schade? Heutzutage sollte man doch über jeden froh sein, der überhaupt eine Meinung und Denkmuster hat!
    Herrlich:


    Grossarth sieht seine Weltsekunde des Wahrgenommenwerdens gekommen, weshalb er sich mit der Maximalforderung bläht: "Womöglich enthält das Buch strafbare Inhalte. Die begriffliche Verbindung von Auschwitz und 'Mythos' weist eine Nähe zum strafbaren Ausdruck der 'Auschwitz-Lüge' auf" ([Links nur für registrierte Nutzer]). Strafverfolgung! Da beginnt doch die Cowpersche Drüse jedes Denunzianten vorfreudig zu nässen!
    [Links nur für registrierte Nutzer]
    "Politiker und Journalisten. Das sind beides Kategorien von Menschen, denen gegenüber größte Vorsicht geboten ist: Denn beide reichen vom Beinahe-Staatsmann zu Beinahe-Verbrechern. Und der Durchschnitt bleibt Durchschnitt."

    Helmut Schmidt In einer Rede vor Studenten in Freiburg, 1995

  5. #15
    Käse-Pilze-Zwiebeln Benutzerbild von -jmw-
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    Standard AW: Zoff beim SPIEGEL

    Zitat Zitat von Schlummifix Beitrag anzeigen
    [...] Aber mal was anderes: Es heißt doch Finis Germaniae !
    "Germania" ist Nominativ, Ablativ, Vokativ Singular. "Germaniae" ist Genetiv, Dativ Singular und Nominativ, Vokativ Plural. Also nicht "Das Ende (wessen?) Deutschlands", sondern "Das Ende das Deutschland" oder "Das Ende das Deutsche". Ergibt keinen Sinne, es sei denn adjektivisch als "Das deutsche Ende".
    Kalenderspruch, 30. Woche: Nicht jeder, der Gutes tut, macht nichts Schlechtes. -- Michael Heymig

  6. #16
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    Standard AW: Zoff beim SPIEGEL

    Ich lese auch gerade diesen Link - [Links nur für registrierte Nutzer]

    gesucht über: jans grossarth finis germani

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    Sieferle sei seit 2014 nicht mehr der Alte gewesen, referiert Grossarth, der sich in seinem Artikel immer wieder auf "Freunde" des Wirtschaftshistorikers und Kulturphilosophen bezieht (leider wollen diese Freunde allesamt anonym bleiben). Er sei nicht mehr der Alte gewesen, sondern "verbittert, todernst, vereinsamend". Aus dieser persönlichen, teils krankheitsbedingt aussichtslosen Lebenssituation heraus hätten dann Texte wie Das Migrationsproblem oder eben Finis Germania entstehen können, und Sieferle habe, da er sich im September 2016 umbrachte, gar nicht wissen können, daß und wo sein letztes Werk erscheinen würde.
    Dieser Satz klingt ein bißchen nach Kafka und Max Brod: Wo Kafka nicht verbrannt hatte, was nie gedruckt hätte werden sollen, lag eine Veröffentlichung im Ermessen seines Nachlaßverwalters Brod, der sich über den Wunsch Kafkas auf Vernichtung seines Werkes hinwegsetzte.


    Ich denke, wenn die Flüchtlingswelle nicht gekommen wäre, hätte es das Buch nicht gegeben. Indirekt sind viele Menschen empört, wie sich alles entwickelt hat und deshalb ist die über Jahrzehnte gelehrte Angst vor den Rechten nicht mehr groß, weil der Islamist die größere Angst verbreitet.

    Dazu kommen Links-Extreme und Antifa mit Anspruch an Gewalt - so sieht sich der Bürger, der einfache, ganz einfach Kräften gegenüber, die ihm alle schaden könnten - und ich vermute, es wird sich noch einiges mehr entwickeln.

    http://ef-magazin.de/2017/05/23/11042-die-faz-ueber-rolf-peter-sieferle-leserbrief-gegen-anonyme-denunzianten

  7. #17
    Valar morghulis Benutzerbild von Schlummifix
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    Standard AW: Zoff beim SPIEGEL

    Zitat Zitat von -jmw- Beitrag anzeigen
    "Germania" ist Nominativ, Ablativ, Vokativ Singular. "Germaniae" ist Genetiv, Dativ Singular und Nominativ, Vokativ Plural. Also nicht "Das Ende (wessen?) Deutschlands", sondern "Das Ende das Deutschland" oder "Das Ende das Deutsche". Ergibt keinen Sinne, es sei denn adjektivisch als "Das deutsche Ende".
    "Finis Germaniae" war ein Ausspruch Hitlers, 1939.
    Der Autor war aber zu gebildet, um einen solchen Fehler zu machen. Vielleicht meint er es als Ausruf: Ende, Aus, Deutschland !
    Jedenfalls tut es meinen alten Lateiner-Augen weh.

  8. #18
    Hände weg von Syrien! Benutzerbild von cajadeahorros
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    Standard AW: Zoff beim SPIEGEL

    Zitat Zitat von -jmw- Beitrag anzeigen
    "Germania" ist Nominativ, Ablativ, Vokativ Singular. "Germaniae" ist Genetiv, Dativ Singular und Nominativ, Vokativ Plural. Also nicht "Das Ende (wessen?) Deutschlands", sondern "Das Ende das Deutschland" oder "Das Ende das Deutsche". Ergibt keinen Sinne, es sei denn adjektivisch als "Das deutsche Ende".
    Ein anderen, ebenfalls bei Klonovsky zitierter Vorschlag:

    Und, ad ultimum.Leser ***:
    "Also ab in die zweite Runde in Sachen 'Finis Germania' (ich beziehe mich auf den Leser, den Sie in der Fortsetzung zum 12. Juni zitieren): Die Conclusio, zu welcher der Student auf der Grundlage des von ihm referierten Grammatik-Passus gelangt, ist Unfug. Zunächst einmal: Adjektivattribut kann 'Germania' hier schon allein deshalb nicht sein, weil 'Germania' kein Adjektiv, sondern ein Eigenname, genauer gesagt ein Toponym ist. Die von dem Leser gesehene Apposition 'Das Ende das Deutsche (sic!)', von der er dann flott zur adjektivischen Konstruktion 'Das deutsche Ende' hüpft, ist ebenfalls Unsinn, denn erstens kann 'Germania' niemals 'das Deutsche' heißen und zweitens soll hier ja nicht 'das Ende' näher bestimmt/qualifiziert, sondern vielmehr über Deutschland etwas ausgesagt werden, nämlich: 'das ist das Ende, der Untergang Deutschlands. Mit Adjektivattribut hieße unser Syntagma übrigens: 'Finis Germanicus' (oder: 'Finis Germanus'), zur Not auch noch: 'Finis Germanica/Germana', aber eben niemals 'Finis Germania' ('finis' ist überwiegend maskulin, selten feminin).
    Für 'Finis Germania' gibt es nur zwei plausible Lesarten: Entweder man liest 'finis' als Verbform (2. Person Singular) und 'Germania' als Vokativ und erhält: 'Du gehst unter (endest) Deutschland!', oder man betrachtet 'finis' als Substantiv ('Germania' bleibt in jedem Falle Vokativ) und gelangt so zu: 'Das/dein Ende (der/dein Untergang), Deutschland!' (wie gesagt, im antiken Latein wurden keine Satzzeichen verwendet)."
    Auf geb' ich mein Werk; nur Eines will ich noch: das Ende - das Ende!

    (Wotan, Die Walküre)

  9. #19
    Hände weg von Syrien! Benutzerbild von cajadeahorros
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    Zitat Zitat von Bolle Beitrag anzeigen
    Warum schade? Heutzutage sollte man doch über jeden froh sein, der überhaupt eine Meinung und Denkmuster hat!
    Ist natürlich vollkommen richtig, denn es ist ja diese quallige Beliebigkeit, dieses rückgratlose Herumkriechen und vor allem dieses unerträgliche, ständige Messen mit zweierlei Maß, das die Gegenwart so unerträglich macht. Auch ein schönes Beispiel wieder bei Klonovsky:

    [Emmanuel Macron, der Sunnyboy mit dem Zukunftsabo, Trump-Dompteuer und Populistenbezwinger, errang eine Mehrheit von 32 Prozent der Stimmen bei einer Wahlbeteiligung von 48,7 Prozent. Theresa May, die ihr Land ins Gestern der Souveränität führen will, erlebte ein Desaster mit 42,4 Prozent bei einer Wahlbeteiligung von 68,7 Prozent.
    Wie sagte ein alter Freund und aufrechter Linker so schön: Das III. Reich hatte einen entscheidenden Vorteil, man wußte, wo der Feind steht. Heute würde Hitler geschickter arbeiten und erst einmal paar NGOs für die "Verbesserung der Wohnsituation der Juden" oder "Stärkung und Zentralisierung der jüdischen Community" kämpfen und demonstrieren lassen, bevor die Menschen ins Ghetto verbracht werden. Und den Ostfeldzug zur Friedensmission erklären, die Wehrmacht zur "internationalen Schutztruppe" (international war ja die aufmarschierte Armee) und ansonsten auf seiner Responsibility to Protect herumreiten, also Schutz der Ukrainischen Minderheit, Befreiung der baltischen Staaten etc. etc. Pro forma hätte er sogar einen ungarischen oder rumänischen General an die Spitze der Armee stellen können.
    Auf geb' ich mein Werk; nur Eines will ich noch: das Ende - das Ende!

    (Wotan, Die Walküre)

  10. #20
    Resteverwerter Benutzerbild von brain freeze
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    Standard AW: Zoff beim SPIEGEL

    Zitat Zitat von cajadeahorros Beitrag anzeigen
    Ein anderen, ebenfalls bei Klonovsky zitierter Vorschlag:
    Wenn beide Übersetzungen möglich sind, hat der Autor vermutl. genau das gewollt; der Leser wählt die Lesart und trifft damit als Akteur seine eigene Entscheidung. Also: entweder ist Deutschland der Zweck oder es geht unter.
    Der Norden vergißt nicht.

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