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Thema: Tour de France 2017

  1. #101
    Mitglied Benutzerbild von Coriolanus
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    Standard AW: Tour de France 2017

    Zitat Zitat von MorganLeFay Beitrag anzeigen
    Doping ist enorm scheisse, weil unfair.[...]
    Auch Dir möchte ich gerne die Gegenfrage stellen, aber was in dieser Welt ist schon fair?

    Jedenfalls haben im Radsport nicht wenige Fahrer ihre Quittung bekommen. Man denke nur an Marco Pantani, der es mit dem Drogenmißbrauch übertrieb, und der noch während seiner aktiven Karriere an einer Überdosis starb. Sehr bezeichnend ist auch die große Geschichte mit Jaques Anquetil, dem fünfachen Toursieger, und seinem großen Rivalen Raymond Poulidor, dem "Mann, der nie die Tour de France gewinnen konnte". Jaques Anquetil gewann zwar fünf Mal die Tour, aber die Herzen der Menschen gewann er dabei nicht. Das Volk liebte den ewigen Zweiten, Poulidor, der noch lebt und bis heute als einer der populärsten französischen Radrennfahrer gilt. Jaques Anquetil verstarb bereits mit 53 Jahren an Magenkrebs.
    "La révolution…mais nous y assistons tous les jours…la seule, la vraie révolution, c’est le facteur nègre qui saute la bonne…dans quelques générations, la France sera métissée complètement, et nos mots ne voudront plus rien dire…que ça plaise ou pas, l’homme blanc est mort à Stalingrad..."
    (Louis-Ferdinand Céline)



  2. #102
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    Standard AW: Tour de France 2017

    Zitat Zitat von Apostate Beitrag anzeigen
    Auch Dir möchte ich gerne die Gegenfrage stellen, aber was in dieser Welt ist schon fair?

    Jedenfalls haben im Radsport nicht wenige Fahrer ihre Quittung bekommen. Man denke nur an Marco Pantani, der es mit dem Drogenmißbrauch übertrieb, und der noch während seiner aktiven Karriere an einer Überdosis starb. Sehr bezeichnend ist auch die große Geschichte mit Jaques Anquetil, dem fünfachen Toursieger, und seinem großen Rivalen Raymond Poulidor, dem "Mann, der nie die Tour de France gewinnen konnte". Jaques Anquetil gewann zwar fünf Mal die Tour, aber die Herzen der Menschen gewann er dabei nicht. Das Volk liebte den ewigen Zweiten, Poulidor, der noch lebt und bis heute als einer der populärsten französischen Radrennfahrer gilt. Jaques Anquetil verstarb bereits mit 53 Jahren an Magenkrebs.
    Nichts ist fair, das fängt beim angeborenen Talent an. Und das muss dann entdeckt werden. Und gefördert. Und so weiter.

    Ich weiss auch nicht, wie man eine gewisse Fairness herstellen kann.
    Von mir aus soll jeder nehmen, was er will, aber das deklarieren.
    Was es wiederum unfair macht, da unterschiedliche Teams unterschiedliche (finanzielle) Mittel haben.
    Allen Teams dasselbe Budget zu erlauben ist auch unfair, da es ziemlich egal ist, ob die bei den Doping-Produkten oder der Finanzierung schummeln.
    Alles auf Amateur-Ebene laufen lassen? Sieht man bei Olympia, wie toll das funktioniert.

    Ehrlich, ich habe keine Lösung.

    Aber nichtsdestotrotz gucke ich die Tour gerne, nur mit weniger Expertise als Ihr.
    Hat den Roten Knopf.
    "I cannot live without books." Thomas Jefferson

  3. #103
    Mitglied Benutzerbild von Kreuzbube
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    Standard AW: Tour de France 2017

    Radfahren ist schön, wenn`s nicht gegen die Zeit geht. Dann wird`s Plackerei!

    "Lieber entdeckte ich einen Satz der Geometrie, als daß ich den Thron von Persien gewänne!"
    Thales von Milet (Philosoph, Staatsmann und Mathematiker 624 v.u.Z. - 546 v.u.Z.)

  4. #104
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    Standard AW: Tour de France 2017

    Zitat Zitat von Apostate Beitrag anzeigen
    Warren Barguil aus der deutschen Sunweb-Equipe hat sich heute mit seinem Sieg noch in der Gesamtwertung verbessert und liegt nun vor Fahrern wie Contador und Quintana. Ein würdiger Sieger der Bergwertung, deutlich stärker als Rafal Majka in den letzten Jahren.
    Der Sprung, den Warren Barguil im Vergleich zum letzten Jahr gemacht hat, ist schon außergewöhnlich. So sah die Nachwuchswertung bei der Tour 2016 aus:

    1. Vereinigtes Königreich Adam Yates (OBE) 89:09:30 h
    2. Südafrika Louis Meintjes (LAM) + 2:16 min
    3. Deutschland Emanuel Buchmann (BOA) + 42:58 min
    4. Frankreich Warren Barguil (TGA) + 47:32 min
    5. Niederlande Wilco Kelderman (TLJ) + 1:19:56 h

    Dieses Jahr liegt Buchmann etwa 31 Minuten hinter dem Gelben und 26 Minuten hinter dem Weißen Trikot. Er kann also eine ordentliche Steigerung in dieser Saison nachweisen. Louis Meintjes hingegen, der bereits auf einem ganz anderen Level voriges Jahr fuhr, konnte in etwa die gleiche Leistung bringen, und bei dieser Tour bleibt er hinter dem Zwillingsbruder von Adam Yates auf Platz 2.

    Warren Barguil aber konnte innerhalb eines Jahres über 40 Minuten auf Louis Meintjes aufholen. Auch auf Chris Froome holte er soviel Zeit letztlich auf. Das ist schon eine sehr erstaunliche Entwicklung. Den Rückstand, den er jetzt in der Gesamtwertung hat, fuhr er sich hauptsächlich auf der Etappe Dole - Station des Rousses ein, wo er früh abreissen ließ, gut 8 Minuten auf Froome einbüßte und somit für die Gesamtwertung eigentlich gar kein Thema mehr war.

    Nur sein Zimmergenosse ist so erfolgreich wie er

    Barguil: "Ich lebe seit zwei Wochen meinen Traum"

    Oben, auf dem Col d'Izoard in 2360 Metern Höhe, fielen sich Warren Barguil und Michael Matthews in die Arme, küssten sich auf die Wangen und beglückwünschten sich zu ihren unerwarteten Erfolgen. Barguil hat nach dem Gewinn der 18. Etappe von Briancon zum Gipfel der letzten Bergankunft das Trikot des Bergkönigs sicher und Matthews das Grüne.


    Eine schier unglaubliche Geschichte. Nicht genug, dass beide für das deutsche Team Sunweb fahren, beide wohnen während des Rennens auch in einem Zimmer und jeder von ihnen gewann zwei Etappen dieser 104. Tour de France.


    "Gestern haben wir festgestellt, nachdem Marcel Kittel (bis dahin Träger des Punktetrikots, d.Red.) leider verletzt aufgeben musste, dass wir nun beide Trikots im Zimmer haben, Michael aber noch einen Etappensieg mehr. Jetzt habe ich sogar gleichgezogen", freute sich Barguil.


    "Ich lebe seit zwei Wochen meinen Traum", wiederholte er in der Mixed-Zone nach dem Rennen immer wieder, als könne er nicht glauben, was gerade mit ihm passiert.


    Nach seinem Sturz bei der Romandie-Rundfahrt im April und dem dabei erlittenen Bruch eines Beckenknochens (der zum Glück nicht operiert werden musste), schien es unmöglich, dass er drei Monate später überhaupt bei der Tour würde starten können, ganz zu schweigen von dem Erfolg, den er einheimsen würde.


    "Durch die Verletzungspause kam ich frisch zur Tour", erklärte der Franzose ein Erfolgsgeheimnis. Das andere ist sicher der fehlende Druck. Denn mit dem Start in Düsseldorf hatte Barguil sein größtes Ziel erreicht. Auch die Gesamtwertung war unter diesen Voraussetzungen kein Thema für ihn. So konnte er sich ganz auf Etappensiege konzentrieren. Barguil: "Die Rolle als Angreifer gefällt mir sehr gut. Ich musste nicht jeden Tag um die Gesamtwertung fahren und mir so auch zum Beispiel keine Sorgen um Windetappen machen. So vermied ich Stress und kann mittlerweile sogar trotzdem auf die Gesamtwertung fahren." Und siegen!


    Mit beiden Fingern deutete Barguil beim Überqueren der Ziellinie auf dem Izoard gen Himmel. "Das war für meine Großeltern. Meine beiden Opas haben Radsport intensiv verfolgt und einer von ihnen hat mir viel beigebracht. Ich habe diese Geste bereits gemacht, als ich zwei Etappen bei der Vuelta gewann – und es heute bei der Tour zu machen war für mich sehr emotional. Ich werde meine Großeltern nie vergessen", erklärte der 25-Jährige aus dem nodwestfranzösischen Städtchen Hennebont bei Loriont.


    Wenn er Paris erreicht, wird er erst der dritter Bretone nach Louison Bobet (1950) und Bernhard Hinault (1986) sein, der das Bergtrikot gewinnt. "Ich respktiere Bernard Hinault sehr. Er ist das Idol aller Bretonen", erklärte Barguil, der aber keine besondere Beziehung zu seinem Landsmann hat. "Aber jedes Mal, wenn die Chance besteht, rede ich mit ihm – wie bei Paris-Nizza dieses Jahr. Ich höre ihm gerne zu, er ist ein großer Champion!"


    Vielleicht wird der junge Bretone ja auch ein Großer. Gestern war die Freude jedenfalls in seinem Zimmer im Residence Hotel Suit Home von Briancon groß. "Nun möchten wir die Trikots nach Paris bringen und jeden Moment genießen, da niemand weiß, was noch kommt. Ein Sturz kann an jeder Ecke passieren", sagte Barguil stellvertretend für seinen Team- und Zimmerkollegen.


    Die beiden schreiben die unglaubliche Erfolgsgeschichte von Sunweb in diesem Jahr fort. Das deutsche Team gewann innerhalb von wenigen Wochen mit Tom Dumoulin das Rosa Trikot des Giro d'Italia und ist nun auf dem Weg, auch zwei Trikots der Tour de France zu holen. "Das Team ist wie eine Familie", begründete Barguil. "Wir stehen uns sehr nahe. Michael Matthews hat für mich gearbeitet und ich für ihn. Das Team durchlebt gerade ein großes Abenteuer mit dem Giro und der Tour – das ist außergewöhnlich."


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  5. #105
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    Standard AW: Tour de France 2017

    *[Links nur für registrierte Nutzer] (Tigrinya und amharisch ጽጋቡ ገብረማርያም ግርማይ; * 25. August 1991 in Mek’ele) ist ein äthiopischer Straßenradrennfahrer.*



    Aktuell Platz 72 in der Gesamtwertung für den äthiopischen Radrennfahrer, damit verbessert er sich immerhin um 20 Plätze im Gegensatz zur letzten Saison.



    Der Slowene Roglic, der die erste Alpenetappe gewann und anschließend Champagner für die Mannschaft spendierte, wie es sich gehört. War abzusehen, daß er auf der zweiten Etappe in den Haute Alpes keine Rolle spielen würde, er verlor gut 26 Minuten wieder in der Gesamtwertung, nachdem er am Vortag den größten Erfolg seiner Karriere feiern konnte.

    Zitat Zitat von Robert Wagner
    Wir hatten kurz vor dem Gipfel des Galibier den Funk im Ohr und haben so natürlich mitbekommen, dass Primož vorne das komplette Rennen zersägt. Das alles live zu hören, war natürlich neben der eigenen guten Lage in der Riesengruppe ein weiterer Grund zur Aufregung und wir hatten wirklich ein gutes Gefühl. "Rogla“, wie wir Primož nennen hatte uns vor der Etappe auch erklärt, dass er es heute unbedingt probieren will und wir staunten nicht schlecht, dass er uns beim Frühstück quasi schon genau sagen konnte, wann er wo sein wollte und wo ein guter Abschnitt sei zum Angreifen. An manchen Tagen ist Rogla da auch ganz anders unterwegs und du musst ihn regelrecht davon überzeugen dass er sich nicht verstecken muss. Heute jedoch war das nicht nötig. Der Junge fuhr und fuhr und hängte wirklich alle ab - und das waren auch alles keine Pfeifen heute, ganz im Gegenteil!

    Kurz vor dem Gipfel erlebten wir also den so sehr ersehnten Etappensieg für unser Team Lotto NL Jumbo ich fuhr regelrecht mit Gänsehaut über diesen Gipfel in knapp 2700m Höhe. Für mich ging in dem Moment ein Traum in Erfüllung - einmal mit dem Team eine Tour-Etappe gewinnen, geil! Man muss sich das mal geben: Rogla war grade im Ziel, da hatten wir noch gute 30 Kilometer zu absolvieren. Das ist doch crazy!

    Wir knallten also mit einem richtigen Hochgefühl noch die finale Abfahrt zum Ziel runter und im Teambus war dann nur noch Party angesagt. Der Champagner, der uns zu Beginn der Tour in der Champagne noch nicht gegönnt war, stand im Bus kalt und wir haben direkt da schon angestoßen. Später im Hotel natürlich noch mal! Rogla war megahappy, alle freuten sich und die Stimmung war so gut wie nie seit dem Start in Düsseldorf.
    Noch ein Schlusswort von "Wagi" zum Ausstieg von Marcel Kittel:

    Zitat Zitat von Robert Wagner
    Gibt es eigentlich was beschisseneres, als nach fünf Etappensiegen und mit dem Grünen Trikot auf den Schultern aussteigen zu müssen? Ich glaube kaum!
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  6. #106
    in memoriam Benutzerbild von Praetorianer
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    Standard AW: Tour de France 2017

    Zitat Zitat von Apostate Beitrag anzeigen
    Bis heute ist der Umgang mit Jan Ullrich von einer unerträglichen Scheinheiligkeit geprägt. Er wird nach wie vor wie ein schwarzes Schaf behandelt, während andere Ehemalige wie Voigt und Wüst hofiert werden. Als ob die nicht gedopt hätten in ihrer aktiven Zeit.
    Zu dieser Dopingproblematik, Jens Voigt, mit dem ich oft mitgefiebert habe, hat bei mir verkackt. Da er wirklich nur vereinzelt Etappenjäger war, bin ich mir bei ihm nichtmal 100% sicher, ob er gedopt war, ist für mich auch unerheblich. Was ich ihm nicht ansatzweise glauben kann, dass er nichts wusste von diesem Doping-Zirkus und diese verlogene, ekelhafte Art, mit der er den damals vereinzelten überführten Dopingsündern ggü. aufgetreten ist (bevor das ganze Geschäft als flächendeckend dopingverseucht erkannt wurde) und mit der er Aussteiger aus diesem System beleidigt und beschimpft hat, hat mich einfach aufgeregt. Wenn man Leute, von denen man genau weiss, dass sie die Wahrheit sagen, mutwillig zerstören will, um die bewusste Lüge des sauberen Radsprts aufrecht zu erhalten, macht man sich imo schuldiger als jemand der einfach dopt und dann "kein Kommentar" sagt, wenn er zu irgendwas gefragt wird (das war so die Linie von Cadel Evans z.B.). Diese ekelhafte Haltung konnte man sowohl im Fernsehen beobachten als auch später im Buch "The other Race" von Tyler Hamilton nachlesen.

    Ich muss alllerdings ehrlich gestehen, dass ich mich leider nicht dem anschließen kann, dass der Radsport heute sauber ist. Dazu muss man sagen, es kann gut sein, die es schon Maßnahmen gegen die Exzesse der 90er und 2000er erfolgreich ergriffen wurden. Theoretisch ist aber derjenige, der ein paarmal im Jahr mit Testosteron nachhilft genauso ein Betrüger wie eine fahrende Apotheke, die alles macht. Ich gehe mal davon aus, dass zumindest Testosteron absoluter Standard ist. Richtig dosiert und genutzt nicht nachweisbar, beschleunigt die Regeneration und die Muskelheilung in einer Weise, dass praktisch jeder das machen muss, weil er sonst einen Nachteil hat, der ihn um Welten hinterherfahren ließe (sagen wir mal ab der dritten Tourwoche spätestens, wahrscheinlich eher ab der zweiten).

    Das Hauptproblem und die Ungerechtigkeit, die ich bei solchen Kommentaren sehe, ist, dass die Leute da alleine auf den Radsport mit Vergnügen schießen und ganz bewusst die Augen verschließen, wenn es um ihre Sportarten geht. Wer dopingmanipulierte Sportarten nicht schauen will, soll keinen Hochleistungssport gucken. Kein Tennis, kein Fußball, um Gottes Willen keine Leichtathletik, kein Boxen, kein Kampfsport, gar nichts. Es gibt genau einen Grund, warum die Patientenliste von Eufemiano Fuentes bis heute nie komplett an die Öffentlichkeit gelangt ist. Der spanische Staat will nicht, dass die Erfolge von Real Madrid, Barcelona und vor allem der span. Nationalmannschaft in dieser Phase in einem anderen Licht erscheinen. Bei einzelnen Sportlern sollte man vorsichtig sein, denen einfach so einen Vorwurf zu machen, aber registrieren, dass der Aufstieg Rafael Nadals genau in diese Phase fiel, darf man wohl.
    Buffalo buffalo Buffalo buffalo buffalo buffalo Buffalo buffalo!

  7. #107
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    Standard AW: Tour de France 2017

    Krönung einer tollen Tour nur knapp verpasst

    Arndt von Boasson Hagens Konterattacke überrumpelt

    Beinahe hätte es schon wieder geklappt: Nikias Arndt hatte in Salon-de-Provence den fünften Etappensieg für sein Team Sunweb innerhalb von acht Tagen zum Greifen nah. Doch auf den letzten drei Kilometern des 19. Teilstücks dieser 104. Tour de France war Edvald Boasson Hagen (Dimension Data) einfach zu stark. Wie Arndt anschließend erklärte, überraschte ihn der Norweger mit seiner Konterattacke knapp drei Kilometer vor dem Ziel - und schwupps, war er weg.

    [...]

    "Ich bin in die Gruppe gegangen, um um den Sieg und nicht um Platz zwei zu fahren. Klingt hart, aber im Radsport zählt nur der Sieg", so Arndt. "Man weiß nicht, wann ich wieder in diese Position komme. Von daher ist es schon eine Riesenenttäuschung."

    Dass der Buchholzer am Ende in die Situation kam, um den Sieg zu kämpfen, das hat er seiner eigenen Stärke am Ende von drei Wochen Tour de France zu verdanken. Er hat bewiesen, dass er das Zeug zum Tour-Etappensieg hat - das hat die ganze Welt gesehen. Doch dass er in die Situation kam, überhaupt in der Ausreißergruppe des Tages zu sitzen, dafür dankte Arndt anderen:

    "Es war eine große Anerkennung vom Team, dass ich die Möglichkeit bekomme (in die Gruppe zu gehen, Anm. d. Red.). Wir hätten heute auch mit Michael (Matthews) eine große Chance gehabt, die Etappe (im Sprint, Anm. d. Red.) zu gewinnen", weiß Arndt und erzählte: "Aber gestern kamen die Sportlichen Leiter und Michael abends auf mein Zimmer und meinten: Niki, morgen ist dein Tag, morgen gehst du in die Gruppe. Das war eine riesige Anerkennung und ich bin super dankbar, dass ich die Chance bekommen habe."

    Um ein Haar hätte er das Vertrauen mit dem Etappensieg zurückgezahlt. Doch die Reaktion seiner Teamkollegen, die am Mannschaftsbus alle zu ihm kamen und ihm zur großen Leistung gratulierten, zeigte: Arndt darf auch auf den zweiten Platz stolz sein und heute Abend zufrieden die Beine hochlegen. Eigentlich war er auch für das 23 Kilometer lange Einzelzeitfahren in Marseille hochmotiviert, nachdem es beim Auftaktzeitfahren in Düsseldorf zu Platz elf gereicht hatte. "Aber jetzt sind die Beine doch recht schwer. Ich werde morgen aufstehen und schauen, wie es dann ist. Wir haben ja auch in Paris noch etwas vor", so Arndt.

    In der Hauptstadt soll am Sonntag durch den "Grünen" Matthews auch die Schlussetappe noch gewonnen werden - mit Arndt dann wieder in seiner gewohnten Rolle: als Anfahrer für den Australier.

    [Links nur für registrierte Nutzer]
    Ist zwar schade für Arndt, aber der Norweger Boasson Hagen hat sich seinen Etappenerfolg nach so vielen enttäuschenden Anläufen mehr als verdient.
    "La révolution…mais nous y assistons tous les jours…la seule, la vraie révolution, c’est le facteur nègre qui saute la bonne…dans quelques générations, la France sera métissée complètement, et nos mots ne voudront plus rien dire…que ça plaise ou pas, l’homme blanc est mort à Stalingrad..."
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  8. #108
    in memoriam Benutzerbild von Praetorianer
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    Standard AW: Tour de France 2017

    So, Chris Froome braucht morgen nur noch ins Ziel kommen. 3. Platz beim Zeitfahren war gut genug.
    Buffalo buffalo Buffalo buffalo buffalo buffalo Buffalo buffalo!

  9. #109
    Gold Benutzerbild von MorganLeFay
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    Standard AW: Tour de France 2017

    Und sogar ohne den Knubbel-Anzug, wenn ich richtig gelesen habe.
    Hat den Roten Knopf.
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  10. #110
    Neuer Besen Benutzerbild von Bolle
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    Standard AW: Tour de France 2017

    Froome ist mir sympathisch, weil er genau weiß und es auch so kommuniziert, dass er ohne sein überragendes Team die Tour nicht gewonnen hätte. Über die drei Wochen war er einfach der konstanteste Fahrer, auch wenn er die Tour ohne Etappensieg beenden wird!
    „Wer keine Grenzen hat, hat kein Land“

    D. Trump

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