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Thema: Sonneneruptionen - Wenn ein Sonnensturm die Erde trifft

  1. #101
    Hasst Spaltpilze Benutzerbild von Chronos
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    Standard AW: Sonneneruptionen - Wenn ein Sonnensturm die Erde trifft

    Zitat Zitat von Don Beitrag anzeigen
    (...)

    Die Elkos brauchst du beim normalen Trafo. Bei dicken Verstärkern richtig fette damit die Watts auch drübergehen. Schaltnetzteile versauen die Dynamik.
    Neben Röhrenverstärkern, meist mit externem Trafo, ist das hier heute noch ein Referenzgerät.
    Liegt einfach daran daß es strikt analog funktioniert, mit entsprechendem Bums.

    Übrigens suche ich grade wieder einen. Ich kam vor ein paar monaten rechtzeitig dazu als dicke grauweiße Schwaden aus dem Teil aufstiegen weil sich einer der Elkos aufblies, shit happens.

    Ich habe mir auf ebay als Ersatz einen billigen Eigenbau besorgt, 200 W, der außer Lautstärke eigentlich nichts regelt aber erstaunlich gut ist was Kanalabstand und Dynamik anbelangt. Simple Analogtechnik, fetter Trafo.
    Schaltnetzteile sind aus einem ganz einfachen Grund für leistungsfähige Audio-Verstärker nicht geeignet: Wegen der hohen Schaltfrequenz werden nur sehr geringe Kapazitäten für Lade- und Siebkondensatoren eingesetzt. Für die allermeisten Anwendungen mit gleichmäßiger Stromentnahme reicht das völlig aus.

    Für NF-Leistungsverstärker sind natürlich großzügig dimensionierte Pi-Filter mit Lade- und Siebkondensator wichtig, über die ein übliches Schaltnetzteil nicht verfügt.

    Gerade bei sehr tiefen Frequenzen um die 15...20 Hertz muss speziell der Siebkondensator sehr gut dimensioniert sein, um für hohe Impulsspitzen genügend Ladung bereit zu halten.

    Eine einfache Faustformel für den Siebkondensator lautet: Kehrwert der tiefsten übertragenen Frequenz (in Hertz) ergibt die Kapazität des Siebkondensators (in Farad).

    Beispiel: Tiefste Frequenz der Leistungsbandbreite sei 15 Hz.
    Dann sollte der Siebkondensator 0,067 Farad betragen, also 67 mF oder 67.000 µF.

    In der Praxis ein kaum zu realisierender Wert, aber auch mit kleineren Werten um die 250....500 µF wird eine akzeptable Standfestigkeit für satte Bässe erzielt.
    .
    „Tradition ist nicht die Anbetung der Asche, sondern die Weitergabe des Feuers“.

  2. #102
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    Standard AW: Sonneneruptionen - Wenn ein Sonnensturm die Erde trifft

    Zitat Zitat von FranzKonz Beitrag anzeigen
    Du willst mir Bang & Olufsen jetzt nicht als Billigheimer verkaufen?

    Darüber hinaus stimme ich insoweit zu, als es auch auf dem Gebiet mehr Mythen als Wahrheit gibt.
    B&O ist teuer bezahltes Design, aber sicher kein HighEnd sondern besserer Mainstream.

  3. #103
    Hasst Spaltpilze Benutzerbild von Chronos
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    Standard AW: Sonneneruptionen - Wenn ein Sonnensturm die Erde trifft

    Zitat Zitat von Desmodrom Beitrag anzeigen
    B&O ist teuer bezahltes Design, aber sicher kein HighEnd sondern besserer Mainstream.
    Deshalb nannten wir die Marke Bang und Olufsen boshafterweise auch immer Peng und Ölofen....

    Technisch nicht schlecht, aber eher Mittelklasse.

    Natürlich nichts für Haar- und Kupferspalter, die Beethoven mit dem Oszi hören und auf längliche Kupfermoleküle in den Boxenstrippen schwören.

    Des Kaisers neue Kleider....
    .
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  4. #104
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    Standard AW: Sonneneruptionen - Wenn ein Sonnensturm die Erde trifft

    Zitat Zitat von Chronos Beitrag anzeigen
    Deshalb nannten wir die Marke Bang und Olufsen boshafterweise auch immer Peng und Ölofen....

    Technisch nicht schlecht, aber eher Mittelklasse.

    Natürlich nichts für Haar- und Kupferspalter, die Beethoven mit dem Oszi hören und auf längliche Kupfermoleküle in den Boxenstrippen schwören.

    Des Kaisers neue Kleider....


    Ja, die Kabelage ist natürlich auch ein beliebtes Steckenpferd der Goldohren! Zum Glück habe ich mich da nie ins Bockshorn jagen lassen, ich kenne aber Leute, die besitzen NF-Kabel für 5stellige Eurobeträge und reden sich tatsächlich ein, die Kryogenisierung derselben hätte gewaltig was gebracht...

  5. #105
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    Standard AW: Sonneneruptionen - Wenn ein Sonnensturm die Erde trifft

    Zitat Zitat von Desmodrom Beitrag anzeigen


    Ja, die Kabelage ist natürlich auch ein beliebtes Steckenpferd der Goldohren! Zum Glück habe ich mich da nie ins Bockshorn jagen lassen, ich kenne aber Leute, die besitzen NF-Kabel für 5stellige Eurobeträge und reden sich tatsächlich ein, die Kryogenisierung derselben hätte gewaltig was gebracht...
    Wer mal ein paar Jahre mit richtigen HiFi-HighEnd-Freaks zusammen arbeitete, weiss, dass die hier stattfindenden Grabenkämpfe über Gott, Seele, Homöopathie, Leben nach dem Tod, Sozialismus versus Kapitalismus etc. pp. dagegen nur lustiger Kinder-Ringelreihen sind.

    Da wird dann mit Kraftausdrücken wie Attack, tangentialer Abtastfehler, Einschwingverhalten, Durchsichtigkeit des Klangerlebnisses, gestaffelte Höhenwiedergabe, Klirr- und Intermodulationsfaktor, Signal-to-Noise-Ratio, Religionen wie AB- gegen B-Endstufenbetrieb, Impulshärte, und allerlei sonstiger Zauberbegriffe um sich geworfen. Die dB-Werte bekommen fast dreistellige Werteskalen. Rauschabstände unter 86 dB sind reiner Popelkram.

    Philosophische Gedanken über das Sein und das Ich als solches sind ein Vogelschiss dagegen....
    .
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  6. #106
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    Standard AW: Sonneneruptionen - Wenn ein Sonnensturm die Erde trifft

    Zitat Zitat von Chronos Beitrag anzeigen

    Nicht mehr festsitzende Anschlüsse sind ein Zeichen für Alterung, aber nicht für Verschleiss im Sinne von Abrieb oder Abbrand oder Materialdefekte. Der Trafo selbst - also Wickel und Kern - sind dann immer noch in Ordnung.
    Wir hatten mal sowas. Die Farbe des Anschlusses gibt Aufschluss, heisse Kontakte erkennt man sofort. Die Schrauben wurden dann nachgezogen - und ein Jahr spaeter der Trafo ausgetauscht. Die Lebensdauer war ueberschritten, obwohl wir immer deutlich unter der Grenze der Leistungsfaehigkeit dieses Teils lagen. Die wollten uns einen dickeren Trafo aufschwatzen, den wir garnicht brauchten. Bleibt die Frage, warum die nicht gescheite Kontakte verwendet haben.

  7. #107
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    Standard AW: Sonneneruptionen - Wenn ein Sonnensturm die Erde trifft

    Zitat Zitat von Desmodrom Beitrag anzeigen
    Ich möchte wetten, dass dein Revox einfach nur ein paar Millivolt mehr an Signal raushaut, dieser Tatsache wird im HIFI-Bereich allzu gerne aufgesessen! Ebenso verhält es sich inzwischen bei Unterschieden zwischen Verstärkern, wenn diese technisch einwandfrei konstruiert sind, bewegen sich die minimalen Unterschiede in Meßbereichen weit außerhalb der menschlichen Hörschwelle. Es sei denn es handelt sich um Exoten wie zB. von Naim oder eben Röhrenverstärkern, deren Lastverhalten immer mit Impedanzänderungen der angeschlossenen Lautsprecher interagiert.
    Die Roehrenverstaerker hatten schon immer einen besseren Klang. Als der Transistor aufkam, hatten gute Verstaerker als Endstufe zwei Roehren.

  8. #108
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    Standard AW: Sonneneruptionen - Wenn ein Sonnensturm die Erde trifft

    Zitat Zitat von Neu Beitrag anzeigen
    Die Roehrenverstaerker hatten schon immer einen besseren Klang. Als der Transistor aufkam, hatten gute Verstaerker als Endstufe zwei Roehren.
    Wenn man auf harmonische Verzerrungen steht vielleicht, rein technisch betrachtet allerdings eher nicht. Es sei denn, man greift richtig tief in die Tasche.

  9. #109
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    Standard AW: Sonneneruptionen - Wenn ein Sonnensturm die Erde trifft

    Zitat Zitat von Desmodrom Beitrag anzeigen
    Wenn man auf harmonische Verzerrungen steht vielleicht, rein technisch betrachtet allerdings eher nicht. Es sei denn, man greift richtig tief in die Tasche.
    Dass Röhrenverstärker einen besseren Klang haben sollen, ist auch so ein Märchen.

    Subjektiv mag das so empfunden werden, aber es ist überwiegend auf falsche Hörgewohnheiten zurückzuführen. Wenn man auf wummernden Bässen steht, ist das zwar eindrucksvoll, aber hat mit originalgetreuer Wiedergaben kaum noch etwas zu tun.

    Schon vor längerer Zeit habe ich die Ursache für diese wummernden und überschwingenden Bässe bei Röhrenendstufen beschrieben. Stichwort: Hoher Innenwiderstand (Impedanz) der Trafos der Röhrenendstufen:

    Zitat Zitat von Chronos Beitrag anzeigen
    Oh je, damit betreten wir schon wieder religiöses Terrain....

    Diese Debatte kenne ich jetzt schon seit der Einführung von Transistor-AB-Arbeitspunkt-Endstufen, die damals die beliebten EL-84 oder EL-34 Gegentakt-B-Endstufen ablösten.

    Jetzt muss ich ein bisschen in die Grundlagen abschweifen:

    Lautsprecher mit besonders großen und damit schweren Membranen, wie sie für gute Basswiedergabe erforderlich sind, haben den Nachteil, dass sie ein Eigenleben entwickeln dergestalt, dass Ausschwingvorgänge eine Spannung erzeugen, die dann rückwärts auf die Endstufe wirkt.

    Bei den Röhrenendstufen mit ihren relativ hohen Innenwiderständen der Anoden fehlt dabei dann jede Dämpfung, besonders auch durch den Übertrager, der die Eigenschwingungen des Lautsprechers noch hochtransformiert.

    Bei den Transsitorendstufen mit ihren extrem niedrigen, direkt ausgekoppelten Ausgangswiderständen (Emitterfolger) ohne jeden Übertrager wird diese Membran-Eigenschwingung sehr wirkungsvoll "gebremst" und der Basslautsprecher wirkt "trockener" und weniger schwabbelig.

    Man hatte sich aus der Röhrenzeit daran gewöhnt, dass die Bässe weich und leicht blubbernd daherkommen (eben wegen der sehr schlechten Dämpfung der Membran-Eigenschwinungen) und meinte, das sei das wahre Klangbild.


    Dann kamen die Transistor-Endstufen und die Leute vermissten den weichen und schwabbligen Bass, weil sie gedacht hatten, dass dies der richtige Klang sei und sie nicht bemerkten hatten, dass sie im Grunde genommen einem falschen Höreindruck aufgesessen waren.

    Das dürfte in aller Kürze die Ursache für die falsche Wahrnehmung eines "satten Klangs" sein. Quasi eine fälschlich angewöhnte Unsitte des Lautsprechers und der Röhrenendstufen.
    .
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  10. #110
    Selberdenker Benutzerbild von FranzKonz
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    Standard AW: Sonneneruptionen - Wenn ein Sonnensturm die Erde trifft

    Zitat Zitat von Chronos Beitrag anzeigen
    Dass Röhrenverstärker einen besseren Klang haben sollen, ist auch so ein Märchen.
    Ja. Aber die meisten Märchen haben einen sehr realen Hintergrund. So auch dieses. Wenn Du einen Transistor in die Sättigung fährst, schneidet er die Spitze des Sinus ziemlich glatt ab, eine Röhre kann das nicht. Fährst Du die Röhre ähnlich in die Sättigung, reagiert die schon früher, der Sinus ist zwar auch "verbogen", hat aber keine "Kanten", die einen Lautsprecher zum Scheppern brächten.

    Zitat Zitat von Chronos Beitrag anzeigen
    Subjektiv mag das so empfunden werden, aber es ist überwiegend auf falsche Hörgewohnheiten zurückzuführen. Wenn man auf wummernden Bässen steht, ist das zwar eindrucksvoll, aber hat mit originalgetreuer Wiedergaben kaum noch etwas zu tun.

    Schon vor längerer Zeit habe ich die Ursache für diese wummernden und überschwingenden Bässe bei Röhrenendstufen beschrieben. Stichwort: Hoher Innenwiderstand (Impedanz) der Trafos der Röhrenendstufen:
    Falsch. Die Ursache sind Resonanzüberhöhungen.
    „Wenn ich wüsste, dass es nach dem Tod weitergeht, würde ich erst gar nicht sterben.“
    Matthias Beltz

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