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Thema: Energieverbrauch effektiv senken, Kosten ermitteln und senken

  1. #1
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    Standard Energieverbrauch effektiv senken, Kosten ermitteln und senken

    Da wir ja in diversen Themen darüber diskutieren jedoch mit unsinnigen Vergleichen ohne Praxis hantieren, wie wäre es eigentlich mit einer Sammlung an Technologien/Ideen die umsetzbar UND rentabel sind? Dabei spielt die Amortisationszeit eine Rolle und die muss man direkt mit einbringen ansonsten wäre eine solche Rechnung wiederum für Viele nicht lohnenswert. Des weiteren Bequemlichkeit.


    Beispiel:
    Ich benötige 1l kochend heißes Wasser
    1. Ich nehme einen Topf, einen Messbecher, und gieße 1l kaltes Wasser (15°C) in den Topf, schalte den Herd ein und erhitze das Wasser bis es kocht.
    2. Ich kann den Wasserkocher mit kaltem Wasser (15°C) befüllen (1l) und einschalten. Wenn das Wasser kocht, schaltet er sich aus.
    3. Ich kann einen Tauchsieder verwenden.


    Option: Ich kann auch Warmwasser aus der Armatur nehmen und dieses erhitzen. Da dieses verhältnismäßig weniger kostet als selber das Wasser auf z.B. 60°C zu erhitzen, spare ich einige Cent und Euro aufs Jahr gerechnet. Desweiteren geht es schneller.
    Option2: Der Tauchsieder dürfte das beste Ergebnis liefern, ist aber unhandlich. Der Topf gibt zuviel Wärme ab und die Masse des Topfes muss erwärmt werden. Der Wasserkocher ist ansich das bequemste und günstigste im P/L.
    Option3: Ich habe einen Gasherd und kann somit die kWh zu einem günstigeren Preis bekommen als den Wasserkocher mit Strom zu benutzen. Ich erwärme den Topf zwar mit, fahre damit aber günstiger.
    usw. usf.


    Ich fange einmal mit ein paar Ideen an und würde mich über weitere Ideen freuen.


    Zuerst sollte man grob ermitteln, wo sich die meiste Energie im Haus/in der Wohnung befindet die man im Jahr liegen lässt. Wieder grob:


    Heizen, Warmwasser, Kochen, Waschen/Spülen, Licht/Unterhaltung


    Das sind sie, jedoch hat der Eine möglicherweise eine kosteneffektive Möglichkeit das nicht über Strom, sondern über andere Energieformen zu versorgen, siehe oben das Gas-Beispiel.



    Beim Licht und der Unterhaltung muss das jeder selber wissen.


    LED hat sich ja herumgesprochen,aber ich möchte einen Rat geben:
    Der Unterschied bei LED ist die Ausleuchtung selbst. Wichtig ist die Anordnung der LED-Einheiten als Filament. Während bei den billigen LED das Licht nur vorne aus dem mattierten Kegel strömt, kommt das Licht bei Filament auch nach hinten wie bei einer klassischen Glühbirne. Der Effekt ist, dass eben die Decke oder die Leuchte mit erhellt wird, was den Raum größer erscheinen lässt und man es subjektiv als heller empfindet. Möglich, dass die Ausleuchtung unter dem Lichtkegel bei den billigen heller IST. Dort ein paar Euro zu sparen halte ich für Schwachsinn, es überwiegt der Effekt gegenüber der Ersparnis. Ich habe schon 10 Stk. der bekannten Firma Os--- gesehen mit 800lm und 7W für knapp 20€.




    Waschen/Spülen:
    Eine normale Waschmaschine und Spülmaschine nutzt Kaltwasser und erhitzt dieses mit dem verbauten Tauchsieder auf die gewünschte Waschtemperatur. Vergesst das Öko-Programm! Ihr werdet NIE auch nur einmal das Ökoprogramm einschalten, daher ist auch eine Empfehlung eines solchen Gerätes auf Grundlage der sinnlosen A+++++ Zertifizierungen für den Eimer, da dieses sich nur auf das Ökoprogramm bezieht. Die normalen Programme die jeder normale Mensch benutzt haben dann vielleicht B und somit war die Anschaffung AUFGRUND der A+++++ Zertifizierung zwecklos.
    Einsparpotential:
    Besser: Ein Gerät kaufen mit einem Warmwasseranschluss. Wenn euer Wasser mit anderen Quellen günstiger erwärmt werden kann, so mischt die Waschmaschine/Spülmaschine eure Wassertemperatur im Gerät.
    Mein Nonplus-Ultra für diese Möglichkeit: Ein Gas-Durchlauferhitzer. Den stellt man auf 60°C und kann somit jede Wäsche in der Waschmaschine und jeden Spülgang in der Spülmaschine laufen lassen. Benötigt man nur 40°C regelt das die Waschmaschine/Spülmaschine mit Kaltwasser nach. Der Gas-DLH ist aufgrund des Gas-kWh Preises im Vergleich zur Strombeheizung des Wassers billiger. Außerdem hat man, wenn man einen Gasanschluss in der Küche hat, die Gegebenheiten eh schon. Ein Boiler ist ein Speicherkonstrukt auf das ich später noch zurückkommen werde. Auch er hat seinen Anwendungszweck.




    Kochen:
    Hier kommt wieder das Gas. Flaschen lohnen sich bei mir nicht, weil eine Gasfüllung pro KG bei ca. 1,90€ wäre und Propan 12,9kWh pro kG hat. Mein Strompreis (Österreich!) liegt bei knapp 15ct und das Gas wäre bei 14,7ct. Selbst wenn ich Gas irgendwo günstiger bekäme müsste ich noch nen Ofen kaufen.
    Holz kann sich rentieren, dann aber Multi-Funktions-Holzöfen auf die ich auch später zurückkommen will.




    Warmwasser sollte optimalerweise dann vorhanden sein, wenn man es benötigt. Denn dann braucht man keinen Speicher sondern nur Durchlauferhitzer. Ein Elektro-Durchlauferhitzer mit einstellbarer Temperatur ist komfortabel jedoch aufgrund des Strompreises vergleichsweise teuer. Es kommt auch ganz einfach auf das Lastprofil an. Wir sind hier 2 Personen (dritte zähl ich noch nicht mit) und bei uns gehen im Jahr 1000kWh für Warmwasser über DLH drauf. Später rechne ich mit 1500kWh, wir haben aber auch noch keine Badewanne. Auch hier wäre ein Gas-DLH möglich.
    Das ist die Lösung für Einzelverbraucher ohne Speicher und somit keine weiteren Kosten durch Speichern und keine größeren Lasten durch das Gewicht von Boilern.

    Der Boiler:
    Bekommt eine separate Abteilung. Für den reinen Umlauf, also Warmwasser ist ein elektrischer Boiler mit Heizstab ineffizient. Es gibt jedoch Arten von Boilern, die ich nur empfehlen kann und das wäre z.B. eine Brauchwasser-Wärmepumpe mit 300l Speicher. Diese kosten ca. 2000€. Benötigt wird eine Steckdose, 2 Löcher in die Wand (damit die Wärmepumpe von der Außenluft die Wärme reinholt), Platz, Belastbarkeit des Bodens und der Anschluss. Mit Kleinteile und Anschluss schätze ich die Kosten auf 3000€ bei anschluss an einen normalen Anschluss als Zusatzsystem. Der Vorteil: Benötigt man mit einem DLH ca. 1500kWh sind es mit der Wärmepumpe nur noch 500kWh. Die Einsparung kann man nun erhöhen wenn in der Nähe die Waschmaschine ist. Denn wenn man die an dieses Warmwasser anschließt verbraucht die Waschmaschine im Jahr keine 300kWh mehr, sondern nur noch 100kWh für den Motor. Das Wasser wird in dem Boiler mit ca. 70kWh beziffert. Genauso sähe es aus mit der Spülmaschine. Ergo ca. 650kWh anstatt 1900kWh. Bei 15ct Stromkosten hier momentan wären das 190€ Einsparung pro Jahr. Bei Stromkosten von 30ct in Dland 380€. Man hätte es also nach 8 Jahren heraus bei einer geringen Investition. Ein normaler Boiler oder DLH kostet ja ebenfalls was. Man könnte sich also bei Defekt so etwas überlegen. Das System gibt es auch mit einem einzelnen Boiler und der Wärmepumpe als Aufsatzmodul, falls dieses kaputt gehen sollte.

    Weiterer Vorteil wäre die Nutzungsmöglichkeit auch für Warmwasser an den Armaturen, in der Küche könnte man so günstig Warmwasser für den Wasserkocher nutzen. Meine Vorstellung war in der Küche (ich weiss, dass das altmodisch ist oder von mir aus auch "out", das ist mir aber wurst) ein Kochendwassergerät für über das Spülbecken zu montieren und dieses mit Warmwasser aus der Brauchwasserwärmepumpe zu befüllen und das nach Bedarf. Wenn man mal ne Pfanne spült oder Heißwasser benötigt hat man mehr als nur nen 2l Wasserkocher zur Verfügung. Bei uns reicht das öfter mal nicht und ich bräuchte mehr Wasser, muss so den Wasserkocher 2 oder 3 mal anwerfen. Ein Unterputz-Boiler läuft wieder immer und ich wüsste nicht ob die kochend heiß können.

    Dann das Nächste. Es gibt auch Brauchwasserwärmepumpen mit einem Speicher von 100l. Hört sich nicht nach viel an. Die kosten 800€ und sie nutzen die Raumenergie für das Warmwasser. Als ich das sah kam mir die Idee das große Gerät mit 300l mit 3 möglichen Rohren auszustatten. Ein Rohr geht nach draußen für den Winter (auch wenn der Wirkungsgrad schlechter ist). Ein Rohr geht in die Wohnung um sie im Sommer leicht zu kühlen und das Warmwasser zuzubereiten. Und eins geht nach oben in den Dachboden um dort die Hitze zu reduzieren. Die paar Rohre...

    Warum der Boiler mit reinkommt: Er besitzt die Möglichkeit mit weniger Strom Warmwasser zuzubereiten. Desweiteren könnte man ihn mit einer kleinen PV-Anlage betreiben da er ja gerade einmal 650kWh im Jahr benötigt um ca. 1900kWh nutzen zu können. Das sind knapp 2kWh am Tag.



    Heizung bekommt später einen eigenen Beitrag.

    Fällt euch noch was ein? Bitte keine Neid/Geiz Diskussion oder so Utopen die zigtausender kosten. Das bringt überhaupt nichts und nach 20-30 Jahren Amortisationszeit, wer weiss ob man noch da wohnt oder das Nutzungsprofil sich verändert hat. Je mehr man natürlich verbraucht, umso mehr Einsparpotential hat man. Aber nur wenn man nicht verschwendet.... Es bringt nichts zu sagen, dass man nun doppelt so oft badet oder duscht weil man ja jetzt billiger dran ist.

  2. #2
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    Standard AW: Energieverbrauch effektiv senken, Kosten ermitteln und senken

    Senk die Energiesteuern durch Wahl und Unterstützung der richtigen Partei.....

    ....da haben wir alle mehr von !

  3. #3
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    Standard AW: Energieverbrauch effektiv senken, Kosten ermitteln und senken



    Das Bild zeigt den durchschnittlichen Energieverbrauch in einem Privathaus. Man erkennt sehr schnell, dass die Heizung über 3/4 des gesamten Energieverbrauchs einnimmt. Das ist sehr viel, denn die Heizung läuft immer. Das andere Viertel setzt sich zusammen aus : Licht; Kochen, Waschen, Spülen; Kühlen, Gefrieren; Sonstige Geräte (also Fernseher, Computer, etc.) und Warmwasser.
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  4. #4
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    Standard AW: Energieverbrauch effektiv senken, Kosten ermitteln und senken

    Es geht um die Möglichkeiten Geld zu sparen, die Heizungsarten wollte ich noch erwähnen. Das ist aber sicher noch einmal soviel Geschreibsel und jede Heizungsart rentiert sich sowieso nicht.

  5. #5
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    Standard AW: Energieverbrauch effektiv senken, Kosten ermitteln und senken

    Heizungsmöglichkeiten:

    Direkte Heizungen wie z.B. eine Elektroheizung die per Strom den Raum per Konvektion der Wärme (Luftumwälzung durch den Effekt, dass warme Luft nach oben steigt und so zirkuliert) heizt. Diese Heizung ist der absolute Notfall für die schnelle Möglichkeit beim Ausfall einer Heizung einen Raum zu erhitzen. Ein Heizlüfter in Badezimmern ist eine effektive Möglichkeit in kurzer Zeit den Raum aufzuheizen wenn er benötigt wird. Andernfalls sollte man dort gar nicht heizen. Für denjenigen der Fußbodenheizungen mag würde ich anstatt den Boden zuzupflastern zu Infrarotheizungen an der Decke raten. Die heizen dank Strahlungsenergie den Boden auf und müssen nicht aufwendig verlegt werden.

    Ebenso kann eine Infrarotheizung im Schlafzimmer eine Alternative zu einer "richtigen" Heizung sein. Mit Zeitschaltuhr geht sie abends 30 min. vor dem Schlafen an und kann niedrig eingestellt völlig ausreichend sein.

    Will man wenig Installationen haben will könnte eine Luft-Wärmepumpe die Lösung sein. Neue Geräte sind flüsterleise (es sind Lüfter verbaut, sie wird NIE lautlos sein es sei denn durch Abschaltung wenn die Temperatur erreicht ist [macht unsere]). Eine kostet ca. 2000€. Damit kann man entweder nur einen Raum, oder aber auch mehrere Räume gleichzeitig beheizen wenn es die Raumaufteilung zulässt und man "offen" wohnt. Wer dazu neigt jeden Raum per Tür zu schließen wird dieses System nicht mögen. Wer gar keine Geräusche will sollte Abstand davon nehmen. Größter Vorteil ist der Preis, die Variabilität und die Einsparung gegenüber der Elektroheizung. Es ist sehr schwer Vergleiche zu ziehen wenn man den Heizungsbedarf nicht kennt. Gehen wir einmal von 10 000kWh im Jahr aus. Mit einer Elektroheizung wären das 10 000kWh * 0,3€ = 3000€ und demnach 250€ im Monat. Mit einer Luft-Wärmepumpe sind es ca. 1/3. Also 1000€ und demnach 84€ im Monat. Das bedeutet eine Ersparnis von einer Wärmepumpe zu einer Elektroheizung bei 10MWh von 2000€ im Jahr. Man hat so etwas also nach einem Jahr drin. Es ist aber eine andere Wärme!


    Heizungen mit einem Wasserkreislauf
    Hier muss man bedenken, dass wenn neu installiert ein kompletter Wasserkreislauf in die Wohnung/Haus aufgebaut werden muss. Die Materialkosten sind noch relativ überschaubar, das Teuerste wird fast schon die Heizung selbst, der Kessel sein und die Montagearbeiten, wenn man sie machen lässt. Inklusive eines Pufferspeichers der ausreichend dimensioniert ist kommt man da in allen Größenordnungen von 10 - 30 000€.

    Mit Strom und Tauchsieder überhaupt nicht diskutabel da durch Verluste mehr verloren gehen würde, als einfach mit Strom zu heizen.

    Weitere Möglichkeit ist Gas. Gas ist billiger als Strom und man könnte mit einem kleinen Gas-BHKW sogar Strom selber erzeugen und dadurch Geld sparen.

    Es gibt noch Fernwärme und die ist auch relativ günstig, letztlich müsste dann nur ein Austausch zwischen dem Puffer und der Fernwärme stattfinden. Die Preise kenne ich in Dland leider nicht.

    Hat man die Möglichkeit zwei Brunnen sein eigen nennen zu können kann man eine Grundwasser-Wärmepumpe installieren lassen. Die hat einen immensen Wasserdurchlauf und benötigt daher den einen Brunnen mindestens 10m vom anderen entfernt. Vorteil ist der brachiale Wirkungsgrad von COP7. Bedeutet man steckt eine kWh Strom rein und erhält 7kWh Heizleistung heraus. Das gibt es auch mit einer Erdsonde, ich denke aber dass Erdsonden noch zu teuer sind und desweiteren wird die Bodensubstanz oftmals unterschätzt und kann zu Bauschäden führen.

    Wie immer gibt es dann noch die Luft-Wärmepumpe. Die hat einen COP von 3 und erzeugt aus 1kWh 3kWh zur Verfügung durch die Umgebungswärme. Das klappt auch bei Minusgraden. Vorteil sind wieder die Kosten und, dass sie im Sommer mit einer kleinen PV-Anlage betrieben werden kann.

    Dann gibt es noch die Festbrennstoffe. Wenn man die jedoch kaufen muss muss man das drumherum mitberechnen. Dazu zählen die jährlich stattfindenden Kontrollen, Schornsteinfeger, Lagerung von Kohle/Holz/Pellets etc.

    Mein Favorit wäre ein wasserführender Küchenherd/Ofen. Der rennt dann permanent zum kochen, backen, heizen im Raum selbst und heizt dann über die Laufzeit hinweg einen Pufferspeicher auf. Ein Kreislauf wird abgekoppelt für das Schlafzimmer und führt so automatisch Überschuss in das Schlafzimmer. Abends sorgt der Puffer für konstante Raumtemperatur im Schlafzimmer und man hat Wasser zum duschen. Das alles mit Holz. Holz kostet ca. die kWh 8ct inkl. aller Nebenkosten. Es ist aber eine andere Wärme UND man benötigt weniger Storm weil man damit kochen/backen kann. Zudem ist das keine riesige Zentrale Heizung, sondern ein kleinerer Ofen. Weiterhin hätte man die Möglichkeit bei zu tiefen Temperaturen eine Brauchwasserwärmepumpe als Temperaturhaltung zu nutzen bzw. den Puffer so einzurichten, dass er für mehrere Heizarten geeignet ist. Was gerade verfügbar ist. Dieses System ist nur sinnig wenn man eher offen wohnt.

    Idealisiert sähe das Ganze dann so aus:
    300l Pufferspeicher für Warmwasser zum duschen/baden/waschmaschine/spülmaschine/armaturen
    1000l Pufferspeicher für Heizung und Warmwasser im Winter
    Im Sommer Erwärmung des Warmwassers mit einer Brauchwasserwärmepumpe betrieben mit einer kleinen PV-Anlage mit ca. 1-3kWp. (3kWp besser weil dann sogar Wasch/Spülmaschine mit Strom versorgt werden kann) Bei Überschuss des Stroms Speicherung dieses Überschusses durch Erwärmung des 1000l Pufferspeichers (für dunkle Tage)
    Im Winter Erwärmung des Warmwassers und heizen mit einem wasserführenden Küchenofen. Gleichzeitig kochen/backen um weniger Strom zu benötigen. Nachts heizen des Schlafzimmers mithilfe des Pufferspeichers und ggf. Zuschaltung der Brauchwasserwärmepumpe beim unterschreiten einer bestimmten Temperatur.

  6. #6
    Freidenker Benutzerbild von tommy3333
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    Standard AW: Energieverbrauch effektiv senken, Kosten ermitteln und senken

    Zitat Zitat von Nietzsche Beitrag anzeigen
    Es geht um die Möglichkeiten Geld zu sparen, die Heizungsarten wollte ich noch erwähnen. Das ist aber sicher noch einmal soviel Geschreibsel und jede Heizungsart rentiert sich sowieso nicht.
    Bitteschön:

    "Fernsehredakteure haben eine einmalige Begabung: Sie können Spreu von Weizen trennen. Und die Spreu senden sie dann."
    "Wer zensiert, hat Angst vor der Wahrheit."
    Bei ARD und ZDF verblöden Sie in der ersten Reihe.

  7. #7
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    Standard AW: Energieverbrauch effektiv senken, Kosten ermitteln und senken

    Zitat Zitat von tommy3333 Beitrag anzeigen
    Bitteschön:...
    Danke, du hast natürlich Recht. Denn wenn man nur eine Raumgröße von 4qm hat und ein Volumen von 8m³ kommt man mit einer Kerze sicherlich aus.

  8. #8
    Mitglied Benutzerbild von Schwabenpower
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    Standard AW: Energieverbrauch effektiv senken, Kosten ermitteln und senken

    Zitat Zitat von Nietzsche Beitrag anzeigen
    Danke, du hast natürlich Recht. Denn wenn man nur eine Raumgröße von 4qm hat und ein Volumen von 8m³ kommt man mit einer Kerze sicherlich aus.
    Nicht, wenn die Wände aus 2 mm Stahlblech bestehen

  9. #9
    Mitglied Benutzerbild von Hay
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    Standard AW: Energieverbrauch effektiv senken, Kosten ermitteln und senken

    Zitat Zitat von Nietzsche Beitrag anzeigen
    Da wir ja in diversen Themen darüber diskutieren jedoch mit unsinnigen Vergleichen ohne Praxis hantieren, wie wäre es eigentlich mit einer Sammlung an Technologien/Ideen die umsetzbar UND rentabel sind? Dabei spielt die Amortisationszeit eine Rolle und die muss man direkt mit einbringen ansonsten wäre eine solche Rechnung wiederum für Viele nicht lohnenswert. Des weiteren Bequemlichkeit.


    Beispiel:
    Ich benötige 1l kochend heißes Wasser
    1. Ich nehme einen Topf, einen Messbecher, und gieße 1l kaltes Wasser (15°C) in den Topf, schalte den Herd ein und erhitze das Wasser bis es kocht.
    2. Ich kann den Wasserkocher mit kaltem Wasser (15°C) befüllen (1l) und einschalten. Wenn das Wasser kocht, schaltet er sich aus.
    3. Ich kann einen Tauchsieder verwenden.


    Option: Ich kann auch Warmwasser aus der Armatur nehmen und dieses erhitzen. Da dieses verhältnismäßig weniger kostet als selber das Wasser auf z.B. 60°C zu erhitzen, spare ich einige Cent und Euro aufs Jahr gerechnet. Desweiteren geht es schneller.
    Option2: Der Tauchsieder dürfte das beste Ergebnis liefern, ist aber unhandlich. Der Topf gibt zuviel Wärme ab und die Masse des Topfes muss erwärmt werden. Der Wasserkocher ist ansich das bequemste und günstigste im P/L.
    Option3: Ich habe einen Gasherd und kann somit die kWh zu einem günstigeren Preis bekommen als den Wasserkocher mit Strom zu benutzen. Ich erwärme den Topf zwar mit, fahre damit aber günstiger.
    usw. usf.


    Ich fange einmal mit ein paar Ideen an und würde mich über weitere Ideen freuen.


    Zuerst sollte man grob ermitteln, wo sich die meiste Energie im Haus/in der Wohnung befindet die man im Jahr liegen lässt. Wieder grob:


    Heizen, Warmwasser, Kochen, Waschen/Spülen, Licht/Unterhaltung


    Das sind sie, jedoch hat der Eine möglicherweise eine kosteneffektive Möglichkeit das nicht über Strom, sondern über andere Energieformen zu versorgen, siehe oben das Gas-Beispiel.



    Beim Licht und der Unterhaltung muss das jeder selber wissen.


    LED hat sich ja herumgesprochen,aber ich möchte einen Rat geben:
    Der Unterschied bei LED ist die Ausleuchtung selbst. Wichtig ist die Anordnung der LED-Einheiten als Filament. Während bei den billigen LED das Licht nur vorne aus dem mattierten Kegel strömt, kommt das Licht bei Filament auch nach hinten wie bei einer klassischen Glühbirne. Der Effekt ist, dass eben die Decke oder die Leuchte mit erhellt wird, was den Raum größer erscheinen lässt und man es subjektiv als heller empfindet. Möglich, dass die Ausleuchtung unter dem Lichtkegel bei den billigen heller IST. Dort ein paar Euro zu sparen halte ich für Schwachsinn, es überwiegt der Effekt gegenüber der Ersparnis. Ich habe schon 10 Stk. der bekannten Firma Os--- gesehen mit 800lm und 7W für knapp 20€.




    Waschen/Spülen:
    Eine normale Waschmaschine und Spülmaschine nutzt Kaltwasser und erhitzt dieses mit dem verbauten Tauchsieder auf die gewünschte Waschtemperatur. Vergesst das Öko-Programm! Ihr werdet NIE auch nur einmal das Ökoprogramm einschalten, daher ist auch eine Empfehlung eines solchen Gerätes auf Grundlage der sinnlosen A+++++ Zertifizierungen für den Eimer, da dieses sich nur auf das Ökoprogramm bezieht. Die normalen Programme die jeder normale Mensch benutzt haben dann vielleicht B und somit war die Anschaffung AUFGRUND der A+++++ Zertifizierung zwecklos.
    Einsparpotential:
    Besser: Ein Gerät kaufen mit einem Warmwasseranschluss. Wenn euer Wasser mit anderen Quellen günstiger erwärmt werden kann, so mischt die Waschmaschine/Spülmaschine eure Wassertemperatur im Gerät.
    Mein Nonplus-Ultra für diese Möglichkeit: Ein Gas-Durchlauferhitzer. Den stellt man auf 60°C und kann somit jede Wäsche in der Waschmaschine und jeden Spülgang in der Spülmaschine laufen lassen. Benötigt man nur 40°C regelt das die Waschmaschine/Spülmaschine mit Kaltwasser nach. Der Gas-DLH ist aufgrund des Gas-kWh Preises im Vergleich zur Strombeheizung des Wassers billiger. Außerdem hat man, wenn man einen Gasanschluss in der Küche hat, die Gegebenheiten eh schon. Ein Boiler ist ein Speicherkonstrukt auf das ich später noch zurückkommen werde. Auch er hat seinen Anwendungszweck.




    Kochen:
    Hier kommt wieder das Gas. Flaschen lohnen sich bei mir nicht, weil eine Gasfüllung pro KG bei ca. 1,90€ wäre und Propan 12,9kWh pro kG hat. Mein Strompreis (Österreich!) liegt bei knapp 15ct und das Gas wäre bei 14,7ct. Selbst wenn ich Gas irgendwo günstiger bekäme müsste ich noch nen Ofen kaufen.
    Holz kann sich rentieren, dann aber Multi-Funktions-Holzöfen auf die ich auch später zurückkommen will.




    Warmwasser sollte optimalerweise dann vorhanden sein, wenn man es benötigt. Denn dann braucht man keinen Speicher sondern nur Durchlauferhitzer. Ein Elektro-Durchlauferhitzer mit einstellbarer Temperatur ist komfortabel jedoch aufgrund des Strompreises vergleichsweise teuer. Es kommt auch ganz einfach auf das Lastprofil an. Wir sind hier 2 Personen (dritte zähl ich noch nicht mit) und bei uns gehen im Jahr 1000kWh für Warmwasser über DLH drauf. Später rechne ich mit 1500kWh, wir haben aber auch noch keine Badewanne. Auch hier wäre ein Gas-DLH möglich.
    Das ist die Lösung für Einzelverbraucher ohne Speicher und somit keine weiteren Kosten durch Speichern und keine größeren Lasten durch das Gewicht von Boilern.

    Der Boiler:
    Bekommt eine separate Abteilung. Für den reinen Umlauf, also Warmwasser ist ein elektrischer Boiler mit Heizstab ineffizient. Es gibt jedoch Arten von Boilern, die ich nur empfehlen kann und das wäre z.B. eine Brauchwasser-Wärmepumpe mit 300l Speicher. Diese kosten ca. 2000€. Benötigt wird eine Steckdose, 2 Löcher in die Wand (damit die Wärmepumpe von der Außenluft die Wärme reinholt), Platz, Belastbarkeit des Bodens und der Anschluss. Mit Kleinteile und Anschluss schätze ich die Kosten auf 3000€ bei anschluss an einen normalen Anschluss als Zusatzsystem. Der Vorteil: Benötigt man mit einem DLH ca. 1500kWh sind es mit der Wärmepumpe nur noch 500kWh. Die Einsparung kann man nun erhöhen wenn in der Nähe die Waschmaschine ist. Denn wenn man die an dieses Warmwasser anschließt verbraucht die Waschmaschine im Jahr keine 300kWh mehr, sondern nur noch 100kWh für den Motor. Das Wasser wird in dem Boiler mit ca. 70kWh beziffert. Genauso sähe es aus mit der Spülmaschine. Ergo ca. 650kWh anstatt 1900kWh. Bei 15ct Stromkosten hier momentan wären das 190€ Einsparung pro Jahr. Bei Stromkosten von 30ct in Dland 380€. Man hätte es also nach 8 Jahren heraus bei einer geringen Investition. Ein normaler Boiler oder DLH kostet ja ebenfalls was. Man könnte sich also bei Defekt so etwas überlegen. Das System gibt es auch mit einem einzelnen Boiler und der Wärmepumpe als Aufsatzmodul, falls dieses kaputt gehen sollte.

    Weiterer Vorteil wäre die Nutzungsmöglichkeit auch für Warmwasser an den Armaturen, in der Küche könnte man so günstig Warmwasser für den Wasserkocher nutzen. Meine Vorstellung war in der Küche (ich weiss, dass das altmodisch ist oder von mir aus auch "out", das ist mir aber wurst) ein Kochendwassergerät für über das Spülbecken zu montieren und dieses mit Warmwasser aus der Brauchwasserwärmepumpe zu befüllen und das nach Bedarf. Wenn man mal ne Pfanne spült oder Heißwasser benötigt hat man mehr als nur nen 2l Wasserkocher zur Verfügung. Bei uns reicht das öfter mal nicht und ich bräuchte mehr Wasser, muss so den Wasserkocher 2 oder 3 mal anwerfen. Ein Unterputz-Boiler läuft wieder immer und ich wüsste nicht ob die kochend heiß können.

    Dann das Nächste. Es gibt auch Brauchwasserwärmepumpen mit einem Speicher von 100l. Hört sich nicht nach viel an. Die kosten 800€ und sie nutzen die Raumenergie für das Warmwasser. Als ich das sah kam mir die Idee das große Gerät mit 300l mit 3 möglichen Rohren auszustatten. Ein Rohr geht nach draußen für den Winter (auch wenn der Wirkungsgrad schlechter ist). Ein Rohr geht in die Wohnung um sie im Sommer leicht zu kühlen und das Warmwasser zuzubereiten. Und eins geht nach oben in den Dachboden um dort die Hitze zu reduzieren. Die paar Rohre...

    Warum der Boiler mit reinkommt: Er besitzt die Möglichkeit mit weniger Strom Warmwasser zuzubereiten. Desweiteren könnte man ihn mit einer kleinen PV-Anlage betreiben da er ja gerade einmal 650kWh im Jahr benötigt um ca. 1900kWh nutzen zu können. Das sind knapp 2kWh am Tag.



    Heizung bekommt später einen eigenen Beitrag.

    Fällt euch noch was ein? Bitte keine Neid/Geiz Diskussion oder so Utopen die zigtausender kosten. Das bringt überhaupt nichts und nach 20-30 Jahren Amortisationszeit, wer weiss ob man noch da wohnt oder das Nutzungsprofil sich verändert hat. Je mehr man natürlich verbraucht, umso mehr Einsparpotential hat man. Aber nur wenn man nicht verschwendet.... Es bringt nichts zu sagen, dass man nun doppelt so oft badet oder duscht weil man ja jetzt billiger dran ist.
    Energiekosten: Gehst du zu Ikea, kaufst dir ne Induktionskochplatte, setzt einen Topf kaltes Wasser - natürlich in induktionsgeeignetem Topf, Zeichen auf dem Boden zu finden - auf und stellst den Sekundenzähler, bis das Wasser kocht. Schneller gehts nicht mehr.

  10. #10
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    Standard AW: Energieverbrauch effektiv senken, Kosten ermitteln und senken

    Es wäre sehr freundlich wenn hier entweder Konstruktives zum Thema geschrieben würde, oder wenn einem das Thema zu lächerlich/plump/blöd ist einfach ferngeblieben würde. Vielen Dank.

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