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Thema: Lehre ? Nein Uni

  1. #11
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    Standard AW: Lehre ? Nein Uni

    Zitat Zitat von Pillefiz Beitrag anzeigen
    Arbeit wird zu schlecht bezahlt. Es heißt doch immer Qualifikation Qualifikation Qualifikation, dann verdient man auch mehr als den Mindestlohn. Ja was denn jetzt??
    Ist schon muehsam, sich als Handwerker so durchzuschlagen. Ich weiss, wovon ich rede. Ich selbst habe 3 1/2 Jahre Lehrlingsausbildung gehabt, das Duale System, jede Woche einen Tag Berufsschule. Dann die Meisterschule, ein ganzes Jahr lang. 18 Monate Bunzelwehr. War in hunderten, nein, tausenden Firmen taetig, und ebensoviel in Haushalten. Habe in Gefaengnissen und in Banken gearbeitet, war auch im Ausland unterwegs. Habe Schulungen gemacht.
    Ich kann schweissen (die Uebung fehlt, da muesste ich mich rantasten, Autogen, elektrisch, und mit Schutzgas) dann loeten (mit Silberlot, Messinglot, Zinn-bleilegierungen) - letztlich musste ich Edelstahlblech weich loeten, mit Phosphonsaeure geht das. Dann schmieden, drehen (habe eine Drehbank in der Werkstatt), Gewindeschneiden, .... Und natuerlich ganz nebenbei mit Elektronik umgehen, Naehprogramme schreiben, Teile tauschen, ... Dann natuerlich Textil; Faerbereileiter war ich auch; und ISO 9001 QMB; Sicherheitsbeauftragter im Sinne des Medizinproduktegesetzes; Dampferzeuger, .... was habe ich nicht schon alles gemacht. Kern ist aber die Industrienaehmaschine in allen Varianten.

    Alles falsch! Ein aussterbendes Handwerk, wer braucht sowas in Deutschland, wo es nur noch Nischen gibt? Heizungsbau haette man studieren sollen; hier waeren meine handwerklichen Faehigkeiten angebracht.
    Auch falsch! Da wird nur noch gepresst; schweissen, loeten sind Fremdwoerter. Man arbeitet mit Hilfskraeften, die wenig koennen. Es wird nur noch ein einziger gebraucht, der nur seinen Part uebernimmt: Die Elektronik und die Messwerte, und dazu brauchst du heute Abitur und ein Studium. Ich koennte das zwar auch, aber die Befaehigungsnachweise und die Haftung waere das Thema.

    Also eine Ausbildung zum Schornsteinfeger machen; das ist was, ein Monopol; man bekommt 10.000 Haeuser oder so zugewiesen, und schreibt die 10.000 Rechnungen im Jahr. Oder auf die Bank gehen, aber auf die staatliche. Oder Lehrer werden.

    Aber Handwerker? Da verdienst du nicht viel. Dann Projektleiter bei Reis Robotics, halt, ist jetzt KUKA und geht nach China; da wird auch keiner mehr gebraucht. Studiert Politikwissenschaften; da wird man was.

  2. #12
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    Standard AW: Lehre ? Nein Uni

    Zitat Zitat von Smultronstället II. Beitrag anzeigen
    Das ist bei den modularisierten Studiengängen heute nicht mehr der Fall. Universitäten werden auch zu Fabriken reduziert, durch die die "Studierenden" gepeitscht werden, während mehr und mehr Dozenten einfach mit befristeten Verträgen beschäftigt sind. Ironischerweise sind es gerade die alten Knacker, die dreckigen Boomer, die den ganzen Tag über "faule Studenten" schwafeln, obwohl der Druck und alles heute VIEL VIEL VIEL höher ist als damals, als die alten Rechtsrentner studiert haben, wo man TATSÄCHLICH noch 20 Semester oder so studieren konnte und danach noch immer einen klasse Arbeitsplatz erhalten hat. Während heute das Zeitalter der unbezahlten Praktika anbricht. Diese ganzen alten Säcke hier haben einfach keine Ahnung mehr von heutigen Arbeits- und Ausbildungsverhältnissen. Es ist heute WESENTLICH HÄRTER und wesentlich SCHWERER nicht umgekehrt.
    Jo, das ist mal was Wahres dran. Doch trotz dieses erheblichen Drucks gibt es immer noch viel zu wenig qualifizierte Arbeitnehmer für zu viele offene Stellen.

  3. #13
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    Standard AW: Lehre ? Nein Uni

    Das Einstiegsgehalt nach der Ausbildung liegt bei 1.900 Euro brutto. Nicht viel für ein Leben in 12 Grad, zwischen Schweinehälften und Leberwurst.

    Das muss man jetzt mit den wundervollen Arbeitsjahren kombinieren und kommt dann auf den Trichter, dass man sich für dieses Geld bei 12°C die Gesundheit ruiniert und das niemals 45 Jahre schafft, gleichzeitig nach dieser Zeit keine Rente bekommt, sich nichts aufbauen kann. Super Sicherheiten und wirklich eine Bereicherung.
    Da sei es ja kein Wunder, dass man den Angestellten keine 20 Euro pro Stunde zahlen könne.

    Und da ist es dann auch kein Wunder, dass bei ihm keiner arbeiten will. Er mag ja nichts dafür können, aber es gibt junge Deutsche die können RECHNEN und die errechnen sich ihren Lebensabend mit dem, was er bezahlt und kommen drauf, dass das nicht 45 Jahre so geht. Oder verspricht er 45 Jahre? Was machen die, wenn der Clown sein Unternehmen schließt weil die Digitalisierung und Roboterisierung (wie auch immer man das nennt) seine Arbeiter überflüssig macht? Glaubt ihr der zahlt ALLEN seinen Angestellten dann eine Weiterbildung zum Programmierer, damit die die Roboter programmieren können? Nein der muss ja immer billiger werden, der wirft die einfach raus. Logistik? Macht dann nen Computerprogramm für ihn. Wer vernichtet denn hier Arbeitsplätze? Genau diese Einstellung!
    Woanders gibt es weniger.

    Der ist auch gut. Alleine wie der Satz da steht. Wenn überall anders Azubis verprügelt würden und dort nicht, dann steht dann auch dort: Woanders werden sie verprügelt, bei ihm nicht. Wo kämpft er DA für die Rechte seiner Mitarbeiter. Wo fordert er weniger Steuerbelastung für Arbeit, die man nicht besser bezahlen kann? Es ist ihm sozusagen WURSCHT. Ihn interessieren die unternehmerischen Aspekte und oh Wunder! Den Arbeitern interessieren die eigenen Interessen. So kommt man dann zu dem Schluss, dass es Fachkräfte fehlt, weil die sich keine Hoffnung auf die Zukunft machen in solch einem Unternehmen. Man hat ja auch nichts davon. Würde die Arbeit als Überbrückungsarbeit von Arbeitslosen übernommen werden, die in der Zeit in ihrem Beruf etwas suchen, dann bringt das zum einen Geld und für später mehr Rente. Da aber die Renten"einzahlung" bei diesem Job so niedrig ist, bekommt man das noch nichtmals später vergütet. Da wundert sich der Herr? Nein, er holt sich einfach billige Arbeitskräfte und verantwortlich macht er noch den, der ansich bei ihm selbst angestellt ist. Glaubt der etwa, dass die bei ihm angestellten sich für 20€ das Kilo Schnitzel kaufen? Kobe-Rind?

    Später wird Ulrich sagen, dass es wichtig sei, dass die Auszubildenden sich zu Hause fühlen in Schmalkaden. „Wir wollen ja, dass die bleiben.“

    Genau. Man will ja, dass die billigen Arbeiter bleiben. Man will nicht mehr Anreize bieten. Keine Wohnungen für die Azubis und dann dort ausbilden. Keine Anreize und so wenig wie möglich ausgeben. Da kommt einem solch eine Gesetzeslage entgegen.

    2020 könnten vorerst die letzten Auszubildenden nach Schmalkalden kommen. Die öffentliche Förderung für das Projekt läuft aus. Ob es danach weitergehe, das müsste man evaluieren, heißt es aus der Landesregierung Thüringen. Ausschlaggebend sei auch, ob weiterhin Bedarf bei den Unternehmen bestehe.

    Und? Auf einmal sind die doch nicht mehr so billig? Auf einmal lohnt sich das doch nicht mehr? Solange der Steuerzahler dem das Geld in den Hintern schiebt, rentiert sich das, und wenn man aufhört dann nicht mehr? Vielleicht ist genau DAS unser Untergang. Man steht mit 10 Fachleuten neben der sterbenden Kuh mit lebenserhaltenden Mitteln und hat nen Pfleger, nen Arzt, einen der Luft in die Lungen pumpt, 2 die sagen wie man das macht, 2 die die Kuh melken, zwei die die Beine zu Wurst verarbeiten und einer der sagt, die Kuh würde noch länger leben wenn man nur mehr Medizin geben würde..... Anstatt die Kuh sterben zu lassen. Denn dann kommt es auch mal dazu, dass Fleisch teurer würde, weil eben so Hungerlöhne nicht mehr ausgegeben würden. So stopft man der Kuh noch das letzte rein.....

  4. #14
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    Zitat Zitat von Neu Beitrag anzeigen
    Ist schon muehsam, sich als Handwerker so durchzuschlagen. Ich weiss, wovon ich rede. Ich selbst habe 3 1/2 Jahre Lehrlingsausbildung gehabt, das Duale System, jede Woche einen Tag Berufsschule. Dann die Meisterschule, ein ganzes Jahr lang. 18 Monate Bunzelwehr. War in hunderten, nein, tausenden Firmen taetig, und ebensoviel in Haushalten. Habe in Gefaengnissen und in Banken gearbeitet, war auch im Ausland unterwegs. Habe Schulungen gemacht.
    Ich kann schweissen (die Uebung fehlt, da muesste ich mich rantasten, Autogen, elektrisch, und mit Schutzgas) dann loeten (mit Silberlot, Messinglot, Zinn-bleilegierungen) - letztlich musste ich Edelstahlblech weich loeten, mit Phosphonsaeure geht das. Dann schmieden, drehen (habe eine Drehbank in der Werkstatt), Gewindeschneiden, .... Und natuerlich ganz nebenbei mit Elektronik umgehen, Naehprogramme schreiben, Teile tauschen, ... Dann natuerlich Textil; Faerbereileiter war ich auch; und ISO 9001 QMB; Sicherheitsbeauftragter im Sinne des Medizinproduktegesetzes; Dampferzeuger, .... was habe ich nicht schon alles gemacht. Kern ist aber die Industrienaehmaschine in allen Varianten.

    Alles falsch! Ein aussterbendes Handwerk, wer braucht sowas in Deutschland, wo es nur noch Nischen gibt? Heizungsbau haette man studieren sollen; hier waeren meine handwerklichen Faehigkeiten angebracht.
    Auch falsch! Da wird nur noch gepresst; schweissen, loeten sind Fremdwoerter. Man arbeitet mit Hilfskraeften, die wenig koennen. Es wird nur noch ein einziger gebraucht, der nur seinen Part uebernimmt: Die Elektronik und die Messwerte, und dazu brauchst du heute Abitur und ein Studium. Ich koennte das zwar auch, aber die Befaehigungsnachweise und die Haftung waere das Thema.

    Also eine Ausbildung zum Schornsteinfeger machen; das ist was, ein Monopol; man bekommt 10.000 Haeuser oder so zugewiesen, und schreibt die 10.000 Rechnungen im Jahr. Oder auf die Bank gehen, aber auf die staatliche. Oder Lehrer werden.

    Aber Handwerker? Da verdienst du nicht viel. Dann Projektleiter bei Reis Robotics, halt, ist jetzt KUKA und geht nach China; da wird auch keiner mehr gebraucht. Studiert Politikwissenschaften; da wird man was.

    Kann man so nicht sagen. Wenn alle nur noch Laberfächer studieren und zwei linke Hände haben, dann ist der, der was kann der König.

    Heizungsbau war ein gutes Stichwort. Einmal kurz über die Heizung schauen und ein angeblich defektes Teil austauschen sind locker 500 € weg.

    Die Studierten mit den zwei linken Händen werden sich für gute Handwerksleistung dumm und dämlich zahlen müssen.

    Und wer als Handwerker im "Bekanntenkreis" steuerfrei ein paar Euro verdienen will hat auch gute Möglichkeiten.

    Ein studierter Schwätzer verdient mit seiner Kunst keinen Cent, wenn der Staat die ganzen Scheinarbeitsplätze für diese Leute nicht mehr finanzieren kann.
    Mein Europa ist nicht eure EUdSSR
    Null Loyalität für Buntland
    - Mein Land heißt Deutschland -
    Mein Feind heißt brd - je suis Naht-Zieh
    I will gather no more of your bitter fruit - Ich will das nicht schaffen

  5. #15
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    Standard AW: Lehre ? Nein Uni

    Zitat Zitat von Valdyn Beitrag anzeigen
    Ja, sicher, oder in der Industrie halt. Man kann schon gut Geld verdienen ohne einen Uniabschluss. Das ist aber nicht die Regel.

    Andererseits ist es natürlich klar, dass im Handwerk oft nicht mehr gezahlt werden kann. Keine Ahnung wie man das Problem lösen kann.
    Die Lohnnebenkosten sind einfach gewaltig. Ein Mitarbeiter bekommt Netto zw. 1.400-1.500 € + rd. 400 € Auslöse. Das sind 1.800-1.900 €, die Firma kostet er allerdings ca. 3.500 €. Und wenn Du glaubst, alles gelöhnt zu haben, dann kommen Arschlöcher wie die Soka-Bau und wollen noch einma 500 €/Monat raffen.

  6. #16
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    Zitat Zitat von Fortuna Beitrag anzeigen
    Kann man so nicht sagen. Wenn alle nur noch Laberfächer studieren und zwei linke Hände haben, dann ist der, der was kann der König.

    Heizungsbau war ein gutes Stichwort. Einmal kurz über die Heizung schauen und ein angeblich defektes Teil austauschen sind locker 500 € weg.

    Die Studierten mit den zwei linken Händen werden sich für gute Handwerksleistung dumm und dämlich zahlen müssen.

    Und wer als Handwerker im "Bekanntenkreis" steuerfrei ein paar Euro verdienen will hat auch gute Möglichkeiten.

    Ein studierter Schwätzer verdient mit seiner Kunst keinen Cent, wenn der Staat die ganzen Scheinarbeitsplätze für diese Leute nicht mehr finanzieren kann.
    Und wer honoriert das Koennen, das Wissen? Du brauchst einen Multiplikant, wenn du viel verdienen willst. Als Handwerker hast du keinen Multiplikator, besser, der ist immer 1. Wenn du die Reparatur fuer 150 € machst, und das RICHTIGE Teil wechselst, welchen Vorteil hast du da demgegenueber, der dreimal kommt und zweimal das falsche Teil wechselt? Der andere schreibt die besseren Rechnungen, und du nur eine. Soll ja mal der Kunde versuchen, die Firma zu wechseln.
    Steuerfrei ist nicht. Ich bediene Firmen, die brauchen immer eine Rechnung.

  7. #17
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    Standard AW: Lehre ? Nein Uni

    Zitat Zitat von Nietzsche Beitrag anzeigen
    Das muss man jetzt mit den wundervollen Arbeitsjahren kombinieren und kommt dann auf den Trichter, dass man sich für dieses Geld bei 12°C die Gesundheit ruiniert und das niemals 45 Jahre schafft, gleichzeitig nach dieser Zeit keine Rente bekommt, sich nichts aufbauen kann. Super Sicherheiten und wirklich eine Bereicherung.

    Und da ist es dann auch kein Wunder, dass bei ihm keiner arbeiten will. Er mag ja nichts dafür können, aber es gibt junge Deutsche die können RECHNEN und die errechnen sich ihren Lebensabend mit dem, was er bezahlt und kommen drauf, dass das nicht 45 Jahre so geht. Oder verspricht er 45 Jahre? Was machen die, wenn der Clown sein Unternehmen schließt weil die Digitalisierung und Roboterisierung (wie auch immer man das nennt) seine Arbeiter überflüssig macht? Glaubt ihr der zahlt ALLEN seinen Angestellten dann eine Weiterbildung zum Programmierer, damit die die Roboter programmieren können? Nein der muss ja immer billiger werden, der wirft die einfach raus. Logistik? Macht dann nen Computerprogramm für ihn. Wer vernichtet denn hier Arbeitsplätze? Genau diese Einstellung!

    [/FONT][/COLOR]Der ist auch gut. Alleine wie der Satz da steht. Wenn überall anders Azubis verprügelt würden und dort nicht, dann steht dann auch dort: Woanders werden sie verprügelt, bei ihm nicht. Wo kämpft er DA für die Rechte seiner Mitarbeiter. Wo fordert er weniger Steuerbelastung für Arbeit, die man nicht besser bezahlen kann? Es ist ihm sozusagen WURSCHT. Ihn interessieren die unternehmerischen Aspekte und oh Wunder! Den Arbeitern interessieren die eigenen Interessen. So kommt man dann zu dem Schluss, dass es Fachkräfte fehlt, weil die sich keine Hoffnung auf die Zukunft machen in solch einem Unternehmen. Man hat ja auch nichts davon. Würde die Arbeit als Überbrückungsarbeit von Arbeitslosen übernommen werden, die in der Zeit in ihrem Beruf etwas suchen, dann bringt das zum einen Geld und für später mehr Rente. Da aber die Renten"einzahlung" bei diesem Job so niedrig ist, bekommt man das noch nichtmals später vergütet. Da wundert sich der Herr? Nein, er holt sich einfach billige Arbeitskräfte und verantwortlich macht er noch den, der ansich bei ihm selbst angestellt ist. Glaubt der etwa, dass die bei ihm angestellten sich für 20€ das Kilo Schnitzel kaufen? Kobe-Rind?


    Genau. Man will ja, dass die billigen Arbeiter bleiben. Man will nicht mehr Anreize bieten. Keine Wohnungen für die Azubis und dann dort ausbilden. Keine Anreize und so wenig wie möglich ausgeben. Da kommt einem solch eine Gesetzeslage entgegen.


    Und? Auf einmal sind die doch nicht mehr so billig? Auf einmal lohnt sich das doch nicht mehr? Solange der Steuerzahler dem das Geld in den Hintern schiebt, rentiert sich das, und wenn man aufhört dann nicht mehr? Vielleicht ist genau DAS unser Untergang. Man steht mit 10 Fachleuten neben der sterbenden Kuh mit lebenserhaltenden Mitteln und hat nen Pfleger, nen Arzt, einen der Luft in die Lungen pumpt, 2 die sagen wie man das macht, 2 die die Kuh melken, zwei die die Beine zu Wurst verarbeiten und einer der sagt, die Kuh würde noch länger leben wenn man nur mehr Medizin geben würde..... Anstatt die Kuh sterben zu lassen. Denn dann kommt es auch mal dazu, dass Fleisch teurer würde, weil eben so Hungerlöhne nicht mehr ausgegeben würden. So stopft man der Kuh noch das letzte rein.....
    Ich finde es ganz richtig, daß die jungen Leute heute nicht mehr so dumm sind und sich so ausbeuten und verheizen lassen wie meine Generation. Bei uns hat man nicht auf Gesundheitsgefahren und Lohnbetrug geschaut, sondern es hieß einfach "Zähne zusammenbeißen und sich nicht so zimperlich anstellen". Das war noch dem Denken und den Erlebnissen der Kriegsgeneration geschuldet. Man dachte obendrein noch, man tut es für sein "Land und sein Volk".

    Aber schon damals war das alles nur auf Betrug, Ausnützung und Vernichtung ausgelegt. Im Nachhinein wird mir das klar.
    Mein Europa ist nicht eure EUdSSR
    Null Loyalität für Buntland
    - Mein Land heißt Deutschland -
    Mein Feind heißt brd - je suis Naht-Zieh
    I will gather no more of your bitter fruit - Ich will das nicht schaffen

  8. #18
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    Standard AW: Lehre ? Nein Uni

    Zitat Zitat von Fortuna Beitrag anzeigen
    Ich finde es ganz richtig, daß die jungen Leute heute nicht mehr so dumm sind und sich so ausbeuten und verheizen lassen wie meine Generation. Bei uns hat man nicht auf Gesundheitsgefahren und Lohnbetrug geschaut, sondern es hieß einfach "Zähne zusammenbeißen und sich nicht so zimperlich anstellen". Das war noch dem Denken und den Erlebnissen der Kriegsgeneration geschuldet. Man dachte obendrein noch, man tut es für sein "Land und sein Volk".

    Aber schon damals war das alles nur auf Betrug, Ausnützung und Vernichtung ausgelegt. Im Nachhinein wird mir das klar.
    Ich halte die, die das wirklich aus dem Grund machen für eine kleine Minderheit. Der Rest, also die große Mehrheit, basiert auf dem wundervollen, märchenhaften Überlegungen, dass jeder ja alles erreichen kann, wenn er nur will. Wenn man studiert und das schafft, dann bekommt man in jedem Fall einen Job mit mindestens 2500 netto und dann verdient man jedes Jahr mehr, weil man ja was auf dem Kasten hat und wichtig für das Unternehmen ist(oder den Staatsdienst). Die haben keine Ahnung dass wenn sie damit auf den freien Markt gehen einfach ausgetauscht werden und nur eine Nummer sind. Sicherlich machen sie dann in der Blütezeit noch ein paar kleine Kredite, Haus und dergleichen, direkt was Größeres, damit die Kinder auch was davon haben. Tja und dann? Den Rest kennen wir ja.....

  9. #19
    Mitglied Benutzerbild von Schwabenpower
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    Zitat Zitat von Valdyn Beitrag anzeigen
    Ja, sicher, oder in der Industrie halt. Man kann schon gut Geld verdienen ohne einen Uniabschluss. Das ist aber nicht die Regel.

    Andererseits ist es natürlich klar, dass im Handwerk oft nicht mehr gezahlt werden kann. Keine Ahnung wie man das Problem lösen kann.
    Gar nicht. Dank Euro und EU. Einer macht es immer billiger

  10. #20
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    Standard AW: Lehre ? Nein Uni

    Zitat Zitat von latrop Beitrag anzeigen
    Schuld an dem Nachwuchsmangel gibt Lesser der deutschen Bildungspolitik, die suggeriere: Uni oder nichts. 2,8 Millionen Studenten sitzen in deutschen Hörsälen, doppelt so viele wie Azubis in Berufsschulen.„Die Jugend hat keinen Kontakt mehr zum Handwerk“, sagt Lesser. Nicht in der Schule, nicht im Elternhaus. Das Schnitzel komme aus der Packung, das Wasser aus dem Hahn und der Strom aus der Steckdose. „Niemand weiß ja mehr, wie das funktioniert!“ Lesser ist jetzt sichtlich angefressen von dem Niedergang seines Standes. Er redet sich ein bisschen in Rage. Das Schnitzel, das müsse dann auch noch unter 1,99 Euro kosten, sagt er. Da sei es ja kein Wunder, dass man den Angestellten keine 20 Euro pro Stunde zahlen könne. Lesser atmet aus. Seinen Auszubildenden bezahlt er 800 im Monat. Egal ob aus Deutschland oder Vietnam. Woanders gibt es weniger.

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    Ein Artikel, der lesenswert ist.
    Das habe ich in der letzten Zeit immer gesagt - alle wollen studieren - egal ob schlau oder dämlich.

    Doch keiner will mehr richtig arbeiten.

    Auch daran krankt Deutschland ganz gewaltig.
    Ich bin Handwerker und in dem was ich mache gut. Wenn mich die Firma wo hin schickt lege ich den Preis fest, also immer lieb zu mir sein.
    Für eine Trennung von Kulturen und Religionen.

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