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Thema: Ist Identitätspolitik wichtig?

  1. #1
    Mitglied Benutzerbild von Pelle
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    großes Grinsen Ist Identitätspolitik wichtig?

    Heute wollen auf einmal alle eine Identität haben und damit wichtig sein. Ist das so wichtig? Alle haben das Gefühl, das sie zu kurz gekommen sind. Wie kommt man daraus?
    " “Identität“ ist seit den 1990er Jahren aus Wissenschaft und Politik heraus in den Alltag eingedrungen, meist als Codewort für Ausschlussmechanismen. Themenfelder wie Multikulturalität, Leitkultur, Geschlechterverhältnisse, Rassismus und Kolonialismus, Diversität und Diskriminierungen, Gruppenbildungen und (trans-)nationale Bewegungen werden durch Identitätskonzepte verknüpft. Auch in der Vergangenheit existierten verschiedene Mechanismen zur Definition des “Eigenen“ und des “Fremden“. Diese Strategien und Ideologien, ihre Mobilisierung, ihre Grundlagen und ihre Übersetzung in heutige Identitätsdiskussion waren Gegenstand der Vortragsreihe “‘Identität’ – Probleme eines Konzepts und seine Entstehungsgeschichte” an der Freien Universität Berlin im Wintersemester 2017/2018. Kritisch betrachtet wurden dabei, ob tatsächlich auch in vergangenen Zeiten “Identität” als Konstruktion wirkmächtig war. Die Beiträge der Reihe beschäftigten sich dazu sowohl mit rezenten als auch antiken Konstruktionen und Indienstnahmen von Differenz."

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    Linke IdentitätspolitikPartikularinteressen versus soziale Verantwortung?

    Kulturelle Anerkennung von Minderheiten gehört zu den Themen linker Politik. Gegenwärtig wird viel über Identitätspolitik diskutiert, sowohl in den USA als auch in Europa. Doch es gibt Kritik, auch aus linken Lagern: Die Vertretung der Interessen Einzelner befördere den Aufstieg der Rechten.
    Von Lea Susemichel und Jens Kastner
    [Links nur für registrierte Nutzer]Demonstranten der „Black Lives Matter“-Bewegung in Berlin im Juli 2016 (dpa / picture alliance / Wolfram Kastl)

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    Identität, ein dem Menschen innewohnendes Bedürfnis, ist Gegenstand vieler Debatten geworden. Beobachtet wird der Verlust von Identität in der globalisierten Gesellschaft, diskutiert wird die Individualisierung an sich und ob die Identität, im Sinne einer kollektiven Erfahrung, der Zugehörigkeit entgegen steht.
    Identitätspolitik bedeutet immer eine bewusst gesetzte Grenzziehung zwischen dem Eigenen (die dazu gehören) und dem Anderen (die ausgeschlossen sind). Der Politikwissenschaftler Francis Fukuyama formuliert in seinem neuen Buch, der vermeintlich vor allem linke Fokus auf „Partikularinteressen“ wie Feminismus, Homosexuellenrechte oder Black Lives Matter in den USA hätte Trump letztlich den Wahlsieg beschert und unter anderem den Aufstieg der Rechten auch in Europa zu verantworten. Das Autorenteam stellt seine Argumente dagegen: Soziale Gerechtigkeit und der Kampf um kulturelle Anerkennung Einzelner schließen sich nicht aus.
    Lea Susemichel, geboren 1976, studierte Philosophie und Gender Studies in Wien. Als Journalistin, Lehrbeauftragte und Vortragende arbeitet sie zu den Themen feministische Theorie & Bewegung und feministische Medienarbeit. Seit 2006 ist sie leitende Redakteurin der „an.schläge“.
    Jens Kastner, geboren 1970, ist Soziologe und Kunsthistoriker und lebt in Wien. Er arbeitet als Senior Lecturer am Institut für Kunst- und Kulturwissenschaften der Akademie der bildenden Künste Wien und schreibt für verschiedene Zeitungen und Zeitschriften über zeitgenössische Kunst, soziale Bewegungen und Kulturtheorien.
    Gemeinsam veröffentlichten sie vor Kurzem: „Identitätspolitiken. Konzepte und Kritiken in Geschichte und Gegenwart der Linken“, Unrast Verlag Münster, 2018.

    Die Diskussion um Identitätspolitik

    Gegenwärtig wird viel über Identitätspolitik diskutiert, sowohl in den USA als auch in Europa. Mit Identitätspolitik ist dabei in aller Regel gemeint, dass eine bestimmte Gruppe für ihre spezifischen Rechte und Interessen eintritt. In der Debatte wird darunter vor allem das Eintreten für Minderheitenrechte verstanden, also zum Beispiel der Kampf für die Rechte von Afroamerikanerinnen und Afroamerikanern oder der von Homosexuellen. Auch die Frauenbewegung wird dementsprechend als identitätspolitische Bewegung definiert.
    Die Auseinandersetzungen um Identitätspolitiken haben sich in den letzten Jahren verschärft. Angesichts der Wahl von Donald Trump zum US‑Präsidenten und der erstarkenden nationalistischen Rechten auch in Europa wurde von vielen Linken und Liberalen der Vorwurf erneuert, Identitätspolitik hätte den Aufstieg der Rechten und den Niedergang linker Bewegungen zu verantworten. Diese Kritik wird von ganz unterschiedlichen Intellektuellen vorgebracht, darunter der Philosoph Slavoj Žižek, Talkshow-Host Bill Maher, die Philosophin Nancy Fraser und nun auch der einflussreiche Politikwissenschaftler Francis Fukuyama.


  2. #2
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    Standard AW: Ist Identitätspolitik wichtig?

    Beobachtet wird der Verlust von Identität in der globalisierten Gesellschaft, diskutiert wird die Individualisierung an sich und ob die Identität, im Sinne einer kollektiven Erfahrung, der Zugehörigkeit entgegen steht.
    Was für ein bescheuertes, substanzloses Geschwurbel voller logischer Widersprüche, aber das merken die anscheinend nicht mal. Und sowas findet ein gedeihliches Auskommen, während begabte Naturwissenschaftler kaum über die Runden kommen.
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  3. #3
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    Standard AW: Ist Identitätspolitik wichtig?

    Zitat Zitat von Ansuz Beitrag anzeigen
    Und sowas findet ein gedeihliches Auskommen, während begabte Naturwissenschaftler kaum über die Runden kommen.
    Die meisten Naturwissenschaftler in Deutschland kommen über die Runden, aber sie werden nicht richtig gut gefordert. Viele sehr gute Projekte bleiben liegen.

  4. #4
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    Standard AW: Ist Identitätspolitik wichtig?

    Zitat Zitat von Pelle Beitrag anzeigen
    Die meisten Naturwissenschaftler in Deutschland kommen über die Runden, aber sie werden nicht richtig gut gefordert. Viele sehr gute Projekte bleiben liegen.
    Die verlassen in Scharen die BRD, rate mal, warum?
    In den USA z.B. wird min. das 3fache Einstiegsgehalt geboten plus echter Entwicklungsmöglichkeiten als Wissenschaftler. Früher "lockte" in der BRD wenigstens noch die Rüstungsindustrie mit annehmbaren Gehältern, diese Zeiten sind lange vorbei.

    Dieser "Brain-Drain" aus der BRD wird viel zu wenig beachtet. Es bleiben überwiegend nutzlose Geschwätz"wissenschaftler" hier.
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  5. #5
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    Standard AW: Ist Identitätspolitik wichtig?

    Zitat Zitat von Ansuz Beitrag anzeigen
    Was für ein bescheuertes, substanzloses Geschwurbel voller logischer Widersprüche, aber das merken die anscheinend nicht mal. Und sowas findet ein gedeihliches Auskommen, während begabte Naturwissenschaftler kaum über die Runden kommen.
    Wer wahrhaft (bzw. nach Wahrheit) forscht, wird in der BRD nicht glücklich!
    Frau Dr. Merkel hat mein vollstes Vertrauen.
    Und auch Greta Thunberg, die zweitmächtigste Frau der Welt.


    Der KAMPF GEGEN WAHRHEIT muss verstärkt werden - mit allen demokratischen Mitteln!

  6. #6
    1813 Benutzerbild von Ansuz
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    Standard AW: Ist Identitätspolitik wichtig?

    Zitat Zitat von Flüchtling Beitrag anzeigen
    Wer wahrhaft (bzw. nach Wahrheit) forscht, wird in der BRD nicht glücklich!
    Das kommt noch obendrauf. Weltweit einmaliges Alleinstellungsmerkmal.
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  7. #7
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    Standard AW: Ist Identitätspolitik wichtig?

    Zitat Zitat von Ansuz Beitrag anzeigen
    Die verlassen in Scharen die BRD, rate mal, warum?
    In den USA z.B. wird min. das 3fache Einstiegsgehalt geboten plus echter Entwicklungsmöglichkeiten als Wissenschaftler. Früher "lockte" in der BRD wenigstens noch die Rüstungsindustrie mit annehmbaren Gehältern, diese Zeiten sind lange vorbei.

    Dieser "Brain-Drain" aus der BRD wird viel zu wenig beachtet. Es bleiben überwiegend nutzlose Geschwätz"wissenschaftler" hier.
    Die bekanntermassen, sonst keiner haben will. Und diese Sparte nutzt dann ihren groesseren Einfluss auf die Politik sich mit noch mehr Subventionen und Posten eindecken zu lassen.
    Wahrheit Macht Frei!

  8. #8
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    Standard AW: Ist Identitätspolitik wichtig?

    Zitat Zitat von Rhino Beitrag anzeigen
    Die bekanntermassen, sonst keiner haben will. Und diese Sparte nutzt dann ihren groesseren Einfluss auf die Politik sich mit noch mehr Subventionen und Posten eindecken zu lassen.
    Das ist wirklich unfaßbar, was in der BRD abgeht. Die nutzlosesten Gruppen haben sich eine Art von Perpetuum mobile schaffen können, weil der BRDling sie gewähren ließ in seiner passiven Schlafmützigkeit.
    Gleichzeitig wandern die nützlichen Gruppen aus, in einer Größenordnung, die sich bald m.E. der kritischen Masse nähern könnte.
    Sieht man das alles noch im Kontext mit Energiewende und Massenflutung mit absolut nutzlosem Abschaum, kann man sich nur noch die Haare raufen, weil das zu absurd und zu irre ist, um darin noch einen Sinn erkennen zu können.
    Es sei denn, man bedient sich exotischerer Erklärungsmodelle.
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  9. #9
    Sekte BRD, Sektion Süd Benutzerbild von Flüchtling
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    Standard AW: Ist Identitätspolitik wichtig?

    So ist das, wenn "Aufrechte Demokraten" im Gleichschritt MARSCHIEREN - "Führerin, befiehl - wir folgen dir!"
    Frau Dr. Merkel hat mein vollstes Vertrauen.
    Und auch Greta Thunberg, die zweitmächtigste Frau der Welt.


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  10. #10
    Mitglied Benutzerbild von Pelle
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    Standard AW: Ist Identitätspolitik wichtig?

    Zitat Zitat von Ansuz Beitrag anzeigen
    Das ist wirklich unfaßbar, was in der BRD abgeht. Die nutzlosesten Gruppen haben sich eine Art von Perpetuum mobile schaffen können, weil der BRDling sie gewähren ließ in seiner passiven Schlafmützigkeit.
    Gleichzeitig wandern die nützlichen Gruppen aus, in einer Größenordnung, die sich bald m.E. der kritischen Masse nähern könnte.
    Welche sind die nutzlosesten Gruppen? Kann man sie verbieten?

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