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Thema: Gestorben wird jeden Tag - in dieser Welt

  1. #21
    Antagonist Benutzerbild von Affenpriester
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    Standard AW: Gestorben wird jeden Tag - in dieser Welt

    Zitat Zitat von mathetes Beitrag anzeigen
    Wir alle müssen sterben, sich ständig mit dem Tod fremder Menschen zu befassen kann psychisch nicht gesund sein, trotzdem sollte man den Tod und die eigene Vergänglichkeit auch nicht verdrängen.
    Sich mit dem Tod anderer Menschen zu befassen ist genauso krank, wie sich mit deren Leben zu befassen. Das ist ja das Ekelhafte an den Menschen ... ständig am Gucken, was der Nachbar macht, permanent am Lästern und Tratschen, das hört nichtmal mit dem Tod auf.
    "Ich wusste doch, dass der krank ist oder sowas, hab ichs euch nicht gesagt, hab ichs euch nicht gesagt?"
    Irgendwas muss der ja gehabt haben, genau. Dieses Gerede und Gegaffe, Menschen sind so widerlich ... ganz egal, ob sie sich mit lebenden oder toten Menschen beschäftigen.
    "Die meisten sind wie die meisten, nur begreifen das die wenigsten."

  2. #22
    Mitglied Benutzerbild von Kreuzbube
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    Standard AW: Gestorben wird jeden Tag - in dieser Welt

    Zitat Zitat von Affenpriester Beitrag anzeigen
    Sich mit dem Tod anderer Menschen zu befassen ist genauso krank, wie sich mit deren Leben zu befassen. Das ist ja das Ekelhafte an den Menschen ... ständig am Gucken, was der Nachbar macht, permanent am Lästern und Tratschen, das hört nichtmal mit dem Tod auf.
    "Ich wusste doch, dass der krank ist oder sowas, hab ichs euch nicht gesagt, hab ichs euch nicht gesagt?"
    Irgendwas muss der ja gehabt haben, genau. Dieses Gerede und Gegaffe, Menschen sind so widerlich ... ganz egal, ob sie sich mit lebenden oder toten Menschen beschäftigen.
    "Und die Jahre ziehen ins Land und wir trinken immer noch ohne Verstand...und wenn einmal der Abschied naht, sagen Alle, das hab ich schon immer geahnt...immer geahnt, immer geahnt...immer geahahnt…"

    "Lieber entdeckte ich einen Satz der Geometrie, als daß ich den Thron von Persien gewänne!"
    Thales von Milet (Philosoph, Staatsmann und Mathematiker 624 v.u.Z. - 546 v.u.Z.)

  3. #23
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    Standard AW: Gestorben wird jeden Tag - in dieser Welt

    Zitat Zitat von Kreuzbube Beitrag anzeigen
    "Und die Jahre ziehen ins Land und wir trinken immer noch ohne Verstand...und wenn einmal der Abschied naht, sagen Alle, das hab ich schon immer geahnt...immer geahnt, immer geahnt...immer geahahnt…"
    Jeder ist für das verantwortlich, was er tut.

  4. #24
    Greta-Leugner Benutzerbild von OneDownOne2Go
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    Standard AW: Gestorben wird jeden Tag - in dieser Welt

    Zitat Zitat von Kreuzbube Beitrag anzeigen
    "Und die Jahre ziehen ins Land und wir trinken immer noch ohne Verstand...und wenn einmal der Abschied naht, sagen Alle, das hab ich schon immer geahnt...immer geahnt, immer geahnt...immer geahahnt…"
    Da fehlt was...

    "... ohne Verstand. Denn eins, das wissen wir ganz genau: Ohne Alk, da wäre der Alltag zu grau! Korn! Bier! Schnaps und Wein! Und wir hören unsere Leber schrei'n! Und wenn einmal..."

    Ach ja, ist das laaaange her.
    Schwarz Rot Gold Weis Rot!
    I like this private ownership and I want to be left alone!
    Let the government run its business and let me run my own!

  5. #25
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    Standard AW: Gestorben wird jeden Tag - in dieser Welt

    Zitat Zitat von Affenpriester Beitrag anzeigen
    Sich mit dem Tod anderer Menschen zu befassen ist genauso krank, wie sich mit deren Leben zu befassen. Das ist ja das Ekelhafte an den Menschen ... ständig am Gucken, was der Nachbar macht, permanent am Lästern und Tratschen, das hört nichtmal mit dem Tod auf.
    "Ich wusste doch, dass der krank ist oder sowas, hab ichs euch nicht gesagt, hab ichs euch nicht gesagt?"
    Irgendwas muss der ja gehabt haben, genau. Dieses Gerede und Gegaffe, Menschen sind so widerlich ... ganz egal, ob sie sich mit lebenden oder toten Menschen beschäftigen.
    Wir werden aber jeden Tag damit konfrontiert.

    Ich erinnere mich, als ich klein war und der Freund meines Großvaters gestorben ist - der hat nicht in den Sarg gepaßt - und alle Freunde und Bekannte sagten: er wollte noch nicht gehen - er hat sich gewehrt.

    Er war ein Freund des guten Umtrunks und der Frauenlieberei - als er mit meiner Mutti schäkern wollte, habe ich ihm seinen Krückstock eins übergezogen - so klein wie ich damals war. :-)

    Es gibt auch lustige Episoden, an die man sich erinnert.

    Sie sind fast alle gegangen - und sehr viele Kollegen - gute Freunde und von manchen Menschen, die mir im Laufe des Lebens über`n Weg gelaufen sind, hätte ich gern gewußt, ob sie noch leben.

    Das macht das Menschsein aus - wir sind auf irgendeine Art irgendwie verbunden.

    Großvater hatte Krebs - er ist nie zum Arzt gegangen - er hat die Schmerzen mit sich ausgemacht - in dieser Zeit durfte ich nicht zu Oma, weil er keinen Menschen mehr vertragen hat - er lag viel über dem Küchentisch - dann legte er sich still auf das alte Sofa im Wohnzimmer und starb - leise - meine Mutti konnte es kaum ertragen - Oma hat dann nur noch vor sich hin gelebt, bis sie auch ging.

    Und irgendwann werden meine Kinder an meinem Bett stehen und ich sage ihnen "Tschüss" bis bald.

    Meine Mutter hätte älter werden können, aber sie mochte dieses Leben nicht, und nachdem Vati weg war - hat sie an nichts mehr gehangen.

    Ich glaube, sie ist in der anderen Welt besser aufgehoben.

    Wir leben doch ewig.

  6. #26
    Mitglied
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    Standard AW: Gestorben wird jeden Tag - in dieser Welt

    Zitat Zitat von mathetes Beitrag anzeigen
    Wir alle müssen sterben, sich ständig mit dem Tod fremder Menschen zu befassen kann psychisch nicht gesund sein, trotzdem sollte man den Tod und die eigene Vergänglichkeit auch nicht verdrängen.
    Manchmal stecken wir selbst mehrmals im Leben in Situationen, in denen wir dem Tode näher als dem Leben sind und hoffen, mal wieder von der "berühmten" Schippe gesprungen zu sein.

    Es gibt so viele Episoden - und manchmal füllen sich Bücher, für die man bezahlt, aber das Thema ist in uns allen.

    Seltsamerweise sind 2 meiner Kollegen zu verschiedenen Zeiten in der gleichen oder ähnlichen Art und Weise gestorben - sie gingen in die Küche, um sich was zum Trinken zu holen - wurde erzählt - und die Ehefrauen dachten sich nichts dabei und als sie dann später schauen gingen, warum die Männer nicht in die Ehebetten zurück gekommen sind, lagen sie tot in der Küche.

    Sowas macht schon nachdenklich.

    Wie viele Paare trauern um ihre kleinen Kinder, die keine Zeit hatten, groß zu werden - Trauerbegleitung - selbst von Säuglingen - wir haben eine andere Trauerbegleitung kennen gelernt. Das Internet ist voll von Seiten zu diesem Thema.

    Besonders traurig sind Kinder, die so zeitig gegangen sind - worin lag der Sinn ?

    Kamen sie nur, um Danke zu sagen - vielleicht für eine kurze Zeit - vielleicht, weil sie sich von ganz "früher" kannten - man weiß es nicht.

    Schrecklich fand ich, wenn ich z.B. Bücher von Dickens über das Leben der Kinder auf der Straße in London gelesen habe - ich mußte das Buch weg legen - es war einfach zu traurig.

  7. #27
    blöde Kuh Benutzerbild von newtopia
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    Standard AW: Gestorben wird jeden Tag - in dieser Welt

    Zitat Zitat von Affenpriester Beitrag anzeigen
    Der Tod ist die Bedingung des Lebens.
    Richtig, wer lebt, der stirbt und wer stirbt, der hat gelebt.

    Ich glaube, die Esoterik ist ein Konstrukt, welches die Angst vor dem Ende lindern soll, indem sie den Neuanfang in Aussicht stellt. Im Grunde ist diese Weltanschauung auch für Hinterbliebene sehr tröstlich, denn sie besagt, wenn ich es richtig verstanden habe, dass wir genau dann gehen, wenn unser Lernauftrag erfüllt ist und wir uns dementsprechend höher entwickelt haben. Es klingt, als wären wir alle Schüler, die versuchen, ihr jeweiliges Klassenziel zu erreichen und dann versetzt werden. Der Tod wäre in dem Moment etwas, worauf man fast schon stolz sein könnte.
    Es bliebe jedoch die Frage, die Tutsi gestellt hat - warum sterben manche so früh? Haben sie einen "leichten Auftrag", sind also sozusagen Grundschüler? Sind dann die, die sehr alt werden, die mit den schweren Aufträgen, sozusagen die Abiturienten, oder haben die es einfach nur nicht drauf und versemmeln einen Test nach dem anderen? Und was ist mit denen, die im Leben wirklich viel Leid ertragen mussten - sind das die uralten Professoren-Seelen, die schon alle möglichen Klassen durchlaufen haben und deren Lernziele halt enorm hoch gesteckt sind? Bedeutet das, je grausamer die Welt, desto seelisch hochwertiger sind die darin wandelnden Opfer? Und was ist mit den Tätern - sind das die, die vorher Mücken waren?

  8. #28
    Mitglied Benutzerbild von Lörk
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    Standard AW: Gestorben wird jeden Tag - in dieser Welt

    Zitat Zitat von Tutsi Beitrag anzeigen
    Wenn man in den letzten Monaten die Nachrichten verfolgt hat, dann kommt ein Unglück nach dem Anderen - der erste Flugzeugabsturz einer 737 hatte 189 Menschenopfer zur Folge - der nächste 157 Menschen - die Schlammlawine begrub über 200 Menschen - wovon man noch nicht alle gefunden hat - 70 Opfer bei einer Überschwemmung in Indien - jetzt 600 Menschen durch Ebola und wenn diese 600 dann noch weitere Menschen - bei dieser Ansammlung von Menschen auf engem Raum - angesteckt haben, und Ärzte nicht helfen können, weil sich die Krieger bekriegen - dann können wir eine weitere Epidemie befürchten. Was war noch - ach, ja - die Tsunami - jetzt 1000 Menschen umgekommen und schutzlos - da muß ich gar nicht erst die 320 000 Menschen beim Tsunami von 2004 anführen und auch nicht die 3000 Menschen in den beiden Türmen 2001 - da sind noch die Drogentoten im Drogenkrieg in Mexiko und anderswo - die täglichen Verkehrsunfälle, Unfälle im Haushalt, Morde an Menschen - gibt es einen Tag, indem der Mensch mal Ruhe hat vor dem Sterben ?

    Gleichzeitig suchen Wissenschaftler nach dem Gen der Langlebigkeit - da frage ich mich, wieviel Verstand hinter dem Wunsch steckt, ewig zu leben.

    Immerhin richten wir den ca 100 Jahren, die wir leben, doch schon genug Schaden an - wozu also noch länger leben, wenn dabei nichts Gescheites heraus kommt ?

    Und morgen, wenn die Zeilen bereits zur Vergangenheit gehören, werden wir wieder von neuen Todesfällen hören - so fallen einige Tote gar nicht mehr ins Gewicht - und das ist das Traurige daran - man gewöhnt sich zu schnell ans Sterben, wenn es einen selbst nicht betrifft.

    Ist das nicht seltsam ?
    Ich richte keinen Schaden an und es muß auch nicht jeder ewig leben.

  9. #29
    Spökenkieker Benutzerbild von Finch
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    Standard AW: Gestorben wird jeden Tag - in dieser Welt

    Zitat Zitat von BrüggeGent Beitrag anzeigen
    Die toten Moslems in Neuseeland sind Thema Nr.1.Die sind leicht zu instrumentalisieren.Die anderen Unwettertoten, Unfalltoten sind Beifang.
    Super interessantes Thema. Die Wissenschaft scheint in den letzten Jahrzehnten immer mehr davon zu träumen, die Vergänglichkeit des Lebens zu überwinden. Unternehmen, die menschliche Leichen einfrieren und konservieren, erfreuen sich einer zahlreichen (kaufkräftigen) Kundschaft. Vor allem im Silicon Valley werden momentan Milliarden investiert, um an einem ewigen Leben zu forschen. Es gibt namhafte Wissenschaftler, die von diesem "Erfolg" fest überzeugt sind.
    Der britische Wissenschaftler Aubrey de Grey meinte mal in einem Interview, dass er fest davon überzeugt sei, der erst 1.000 jährige Mensch sei schon geboren. Besonders beliebt ist die Idee, den Geist dauerhaft vom Körper zu entkoppeln. Das Hirn auf einer Computerfestplatte zu speichern. Das Unternehmen "Neuralink" forscht mit millardenschwerem Budget daran. An der Stanford University hat ein Forscherteam es geschafft, alte Mäuse durch die Verbindung mit Blutkreisläufen jüngerer Mäuse, künstlich zu verjüngen. Es gibt zahlreiche andere Forschungsansätze.

    Das Thema scheint in der Wissenschaft so "heiß" zu sein, wie noch nie. Ehrlich gesagt, kann ich dem nichts positives abgewinnen. Eher gruselt es mich bei der Vorstellung eines ewigen oder zumindest sehr sehr langen Lebens. Die Wissenschaft hat immer versucht, der Biologie ein Schnippchen zu schlagen. Ihre Bestrebungen sind daher legitimer wissenschaftlicher Ehrgeiz.
    Der Mensch ist aber nicht dafür geschaffen, so lange zu leben. Und machen wir uns nichts vor: selbst wenn ein solches Ziel irgendwann erreicht würde, wäre das verlängerte Lebensrecht ein exklusives Recht derjenigen, die sich die - wie auch immer aussehende - Behandlung leisten können.

    Ein erfülltes Leben, das etwa 85 - 95 Jahre gedauert hat - was könnte rückblickend schöner gewesen sein?

  10. #30
    HPF Server - Administrator Benutzerbild von Klopperhorst
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    Standard AW: Gestorben wird jeden Tag - in dieser Welt

    Zitat Zitat von Finch Beitrag anzeigen
    ... Die Wissenschaft scheint in den letzten Jahrzehnten immer mehr davon zu träumen, die Vergänglichkeit des Lebens zu überwinden. ...
    Den Hype gab es v.a. zwischen 1980 und 2000. Es hing wohl mit der stürmischen Entwicklung der Mikroprozessortechnik und Mikrobiologie / Gensequenzierung usw. zusammen.
    Heute ist doch eine starke Ernüchterung eingetreten.


    Als um 2000 das menschliche Genom vollständig entziffert wurde, dachten die Eliten, Krankheiten wie Krebs gehörten jetzt der Vergangenheit an.
    Die Natur lässt sich allerdings schwer überlisten.

    ---
    "Groß ist die Wahrheit, und sie behält den Sieg" (3. Esra)

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