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Thema: Deutsche Bank will sich radikal gesund schrumpfen

  1. #171
    HPF Moderator Benutzerbild von Leibniz
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    Standard AW: Deutsche Bank will sich radikal gesund schrumpfen

    Zitat Zitat von HansMaier. Beitrag anzeigen
    D.h die Banken sollen sich mit EZB Krediten vollsaugen und kriegen dafür auch noch
    reichlich Kohle bezahlt, von der EZB mit -5 oder -10% und schlagen diese "Gewinne" dann
    dem Eigenkapital zu? Also Bankenfinanzierung aus der Notenpresse? Bizarr aber die kriegen alles fertig....
    MfG
    H.Maier
    Ja.
    Eine der größten Gefahren in der Analyse dieser Sachverhalte besteht darin, Wünsche und Hoffnungen mit logisch stringenten Schlussfolgerungen zu vermischen. Mir wäre es auch zuwider, eine derartige Maßnahme zu sehen. Ich halte sie auch für grobes Unrecht. Allerdings ist sie durchaus möglich. In diesem Fall wären Bankaktien hoch attraktiv. Allerdings wäre damit meines Erachtens nur ein zeitlicher Aufschub gewährt. Ich befürchte auch, dass sich diese tief negativen Zinssätze auf die Geldmarktsätze übertragen würden. Solange es die Regeln zulassen, werden die Banken diese Liquidität nur zu gern in Finanzmärkten unterbringen.

    Es wäre darüber hinaus notwendig, großen Banken hunderte Milliarden Euro LTRO-Kredite einzuräumen, was die Geldbasis um diese Mengen erweitert. Wenn sie diese Maßnahme in dieser Form durchsetzen wird der Euro meines Erachtens weit unter 1 EUR/USD fallen. Einige Personen, die reichlich Erfahrung und Kenntnis haben, sehen den fundamentalen Wert des EUR/USD z.T. bei 0,70.

    Eine Fragestellung, die mir persönlich Kopfschmerzen bereitet, ist die praktische Umsetzung einer Währungsreform. Die letzte Währungsreform in Deutschland wurde durchgeführt, indem Vermögenswerte und Schulden in unterschiedlichen Verhältnissen umgestellt wurden.

    Heute existieren jedoch neuartige Vermögenswerte und Schulden in Form von Derivaten. Stark vereinfacht ist der Vorgang der Derivate-Transaktion eine Art Kreditschöpfung, (für net present value ungleich null) die beiden Vertragsparteien jeweils eine mit der Transaktion erschaffene Verbindlichkeit und Forderung verbucht. Tatsächlich befinden sich in der Bilanz großer globaler Banken wie der Deutschen Bank Passiva, die als Finanzinstrument mit negativem Fair-Value bezeichnet werden. Tatsächlich können bestimmte Derivate auch wie Anleihen als Finanzierungsinstrument eingesetzt werden. D.h. Es wird beispielsweise Derivat x-y mit negativem NPV eingegangen, wobei die Verbindlichkeit, den NPV zur Fälligkeit auszugleichen (meistens), und ein Barbestand in Höhe des NPV entsteht, der als Cashflow eingenommen wird.

    Das Problem ist nun, dass der Nominalwert ausstehender Derivate weit über jeglicher rationalen Größe liegt. D.h. sollten Verbindlichkeiten und Forderungen hier in nennenswert unterschiedlichen Verhältnissen umgerechnet werden, würde meines Erachtens (um Größenordnungen) Geld fehlen, um die Differenzen zu begleichen. Einige mir bekannte Teilnehmer lagern ihre Derivate in separate SPVs aus, damit diese im Ernstfall nicht das gesamte operative Geschäft mit in den Abgrund reißen. Für den Einzelnen ist diese Maßnahme durchaus eine Lösung. Für das System hingegen nicht. Die Insolvenzkaskade der Haftung für Defizite eingegangener Transaktionen des Finanzsystems lautet allgemein meist(v.l.n.r.): Kunde->Broker/Dealer->Clearingbank->CCP->NCB. Sowohl Broker/Dealer, Clearingbank und CCP können Geschäftsbanken (und identisch) sein. Meines Erachtens landen die insolvenzbedingten Defizite immer im Bankensystem. Ich bin nicht sicher, ob eine Währungsreform ohne die Anpassung von Derivaten möglich wäre.
    危機

  2. #172
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    Standard AW: Deutsche Bank will sich radikal gesund schrumpfen

    Zitat Zitat von Leibniz Beitrag anzeigen
    DB-CEO Sewing will in Zukunft monatlich für 15% seines Lohns (etwa 20Tsd. EUR) DB-Aktien kaufen.

    Nette Geste. Andererseits wäre der wirtschaftliche Schaden des Totalverlusts für ihn zwar ärgerlich, jedoch kein Weltuntergang.

    Meines Erachtens ist die wichtigste Frage, ob die EZB tief negative LTRO-Kredite an Banken zur Regenerierung des Eigenkapitals (oder gleich wirkende Alternative) einräumt.
    Die EZB kann ja auch noch Aktien kaufen. So könnte sie etwa die 15,6% an der Commerzbank von der BRD zu einem Kurs von 26€ pro Aktie übernehmen. Dann hätte Scholz die schwarze 0 bei der Commerzbank gehalten. Wichtig für anstehende Wahlen. Die EZB könnte so an jeder europäischen Bank 15% oder gleich 100% erwerben. Ob Draghi nun Billiarden druckt oder gleich Quadrillionen ! Ist doch eh egal.
    Was wir hier in diesem Land brauchen, sind mutige Bürger, die die roten Ratten dorthin jagen, wo sie hingehören - in ihre Löcher. Franz Josef Strauß


  3. #173
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    Standard AW: Deutsche Bank will sich radikal gesund schrumpfen

    In Zusammenhang mit der Danske Bank-Geschichte gab`s wohl auch Razzien bei der DB. Und ich dachte immer, Dänen seien top-seriöse Leute...
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    Thales von Milet (Philosoph, Staatsmann und Mathematiker 624 v.u.Z. - 546 v.u.Z.)

  4. #174
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    Standard AW: Deutsche Bank will sich radikal gesund schrumpfen

    Zitat Zitat von Ansuz Beitrag anzeigen
    Wieso darf sich diese verschixxene Zockerbude überhaupt DEUTSCHE Bank nennen? Allein das ist mir ein Dorn im Auge.
    Mit der Ermordung Herrhausens wurde die Deutsche Bank ebenfalls liquidiert und zum üblichen jüdischen Geldhaus. Während deutsche Landesbanken noch den Subprime-Schrott kaufen, wettete der Junghebräer Lippann der "Deutschen Bank" (nur dem Namen nach) gegen diesen Schrott. Der Jude Ackermann hatte den Auftrag, die Deutsche Bank endgültig in die Hände der üblichen Verdächtigen zu überführen. Ron Sommer war ebenfalls angetreten, die Deutsche Telekom auszuweiden. Und immer sinds dieselben Herrschaften und ist dennoch eine Verschwörungstheorie!


    kd
    Umvolkung gegen AfD ! (ZEIT 27.10.19) nach Thüringen-Wahl:
    "Zuwanderung, jetzt… gezielte Migration aus dem Ausland." ----
    "Frankfurt am Main, Offenbach, Heilbronn, Sindelfingen – in diesen und anderen Städten sind Deutsche ohne Migrationshintergrund keine... absolute Mehrheit mehr "(NZZ 09.07.19)

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