User in diesem Thread gebannt : Daggu and Heisenberg


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Thema: Experiment:“Ich bin der Herr der Welt“ perfekt gelungen:

  1. #1
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    Standard Experiment:“Ich bin der Herr der Welt“ perfekt gelungen:

    Hallo:
    Dies sind eigentlich die Originalworte welche Buddha nach seiner Erleuchtung gesagt haben soll, und ich habe
    sie halt Persönlich gemacht.

    Buddha: 24.7.2019: Ö1: 16:55: mit Lukas Pokorny von der Universität Wien.

    Das soll Buddha bei seiner Erleuchtung gesagt haben: „Allüberwinder, Allerkenner bin ich,
    durch mich Allein belehrt, wen kann ich nennen. Kein Lehrer hat mich
    aufgeklärt, kein Wesen gibt es das mir gleicht, die Welt mit ihren
    Göttern hat nicht einen Ebenbürtigen den Ich bin ja der Herr der
    Welt
    der höchste Meister, der bin Ich. Ein einzig Allvollendeter.“

    Die Reaktionen waren von Ablehnend, Irrenanstaltsreif, ich will das auch (Rauschmittel) usw. bis dann die
    Obrigkeit kommt und dem ganzen ein Ende macht.

    Man muss sich mal vorstellen jetzt glauben Milliarden Menschen an solche Worte, ganze Universitäten
    beschäftigen sich damit, und ein paar spielen den Starken.

    Jesus sagte nur das er einen kenne der Allmächtig ist (Gottesreich) und musste dann gleich weg.
    Buddha sagt gleich er ist der Allvollender und starb dann an giftigen Pilzen.

    In diesem Forum gibt es viele wilde Diskussionen welche nicht mehr ganz sauber sind, aber das ist egal,
    das darf sein. Ich habe im ganzen Text nichts Böses geschrieben
    aber wurde gleich gesperrt, schon sehr eigenwillig oder?

    Leute Danke für Euer zu tun, vielleicht können wir weiter Diskutieren.

  2. #2
    Misanthrop Benutzerbild von Smoker
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    Standard AW: Experiment:“Ich bin der Herr der Welt“ perfekt gelungen:

    Ach ja der alte Buddha

    Wenn ich mir so diese ganzen Sprüche (die der angeblich verbrochen hat) durchles, hätte er das auch von einem dieser Abreiskalender abschreiben können...
    Leben und sterben lassen...

  3. #3
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    Standard AW: Experiment:“Ich bin der Herr der Welt“ perfekt gelungen:

    Hallo wer nicht weiß um was es geht - hier noch mal:
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  4. #4
    Der Kaishakunin Benutzerbild von Erich von Stahlhelm
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    Standard AW: Experiment:“Ich bin der Herr der Welt“ perfekt gelungen:

    Zitat Zitat von HerbertHofer Beitrag anzeigen
    Hallo:
    Dies sind eigentlich die Originalworte welche Buddha nach seiner Erleuchtung gesagt haben soll, und ich habe
    sie halt Persönlich gemacht.

    Buddha: 24.7.2019: Ö1: 16:55: mit Lukas Pokorny von der Universität Wien.

    Das soll Buddha bei seiner Erleuchtung gesagt haben: „Allüberwinder, Allerkenner bin ich,
    durch mich Allein belehrt, wen kann ich nennen. Kein Lehrer hat mich
    aufgeklärt, kein Wesen gibt es das mir gleicht, die Welt mit ihren
    Göttern hat nicht einen Ebenbürtigen den Ich bin ja der Herr der
    Welt
    der höchste Meister, der bin Ich. Ein einzig Allvollendeter.“

    Die Reaktionen waren von Ablehnend, Irrenanstaltsreif, ich will das auch (Rauschmittel) usw. bis dann die
    Obrigkeit kommt und dem ganzen ein Ende macht.

    Man muss sich mal vorstellen jetzt glauben Milliarden Menschen an solche Worte, ganze Universitäten
    beschäftigen sich damit, und ein paar spielen den Starken.

    Jesus sagte nur das er einen kenne der Allmächtig ist (Gottesreich) und musste dann gleich weg.
    Buddha sagt gleich er ist der Allvollender und starb dann an giftigen Pilzen.

    In diesem Forum gibt es viele wilde Diskussionen welche nicht mehr ganz sauber sind, aber das ist egal,
    das darf sein. Ich habe im ganzen Text nichts Böses geschrieben
    aber wurde gleich gesperrt, schon sehr eigenwillig oder?

    Leute Danke für Euer zu tun, vielleicht können wir weiter Diskutieren.
    Hmm, der Spaß ist mir ja glatt entgangen.

    Man sollte bei solchen Worten immer zwei Betrachtungsweisen heranziehen.
    Die auf die Jünger bzw später dann Gläubigen und die rein verinnerlichte, mystische Betrachtung die man
    solchen Worten schenken sollte.

    Die Betrachtung der Jünger und Gläubigen ist halt dahingehend realistisch daß der einfache Weisheitslehrer, wiewohl ein Erwachter, eben nicht gut genug ist. Die Gestalt wird, nachdem die direkten Jünger verstorben waren, eben künstlich erhöht. Buddha, wenngleich von einer ganz normalen Frau unter ganz normalen Umständen geboren, ist natürlich später von einer Jungfrau unter heiligsten Umständen geboren worden. Teils werden in den ganzen Heldengeschichten der Heiligen, der Söhne Gottes und der Erwachten eben deren innere Erlebnisse und metaphysische Gesetzmäßigkeiten in einer verherrlichenden Weise auf das im Grunde ja nun doch meist sehr profane Außen projeziert, was religiös gesehen halt den glaubenden Pöbel anspricht der etwas zum anbeten und verehren haben möchte, spirituell gesehen aber wenig zielführend ist.

    Wie sind nun diese angeblichen Worte Buddhas von einer mystischen Betrachtungsweise zu erklären.
    Naja, der Mann war ein Wahrheitssucher, der hat sich mit Haut und Haar im Kontex des Hinduismus der Kernfrage "Wer bin ich, wo bin ich, was soll das hier alles, welchen Sinn hat es" hingegeben und "Erleuchtung", in einem christlichen Kontex würde man "unio mystica", der Vereinigung oder dem Hineinsterben der menschlichen Seele in Gott sprechen. Die ganze Jesusgeschichte ist im auch Grunde nix anderes als eine verklausulierte Beschreibung des Erleuchtungsweges und seiner inneren Vorgänge. Das ist halt spirituell gesehen, der Religiöse allerdings kehrt all diese Dinge dann total nach außen und überhöht dies in meist grotesker Art und Weise der Verherrlichung als tatsächliche Gegebenheiten. Das spätere "Setz dich hin, atme ein und aus, sei bewußt, halt dein Maul, vor allem im inneren und erlebe selbst!" des Zen ist halt wenig glorreich und auch nicht sonderlich phantastisch. Sondern nüchterne trockene Praxis. Natürlich kann es dabei auch zu wundersamen, glorienreichen inneren Erscheinungen kommen die dem Adepten dann aber flugs seitens des Lehrmeisters mittels Stockhieben ausgetrieben werden weil sie als Makkyo "Teufelsbilder" gelten die den Schüler vom Weg abbringen.

    Die normalen Leute, die Laien, die Gläubigen, die wollen halt Geschichten, epische Geschichten, glorreiche Helden und etwas vor dem sie ehrerbietig herumkriechen können.

    Klar, Buddha mag im Prinzip schon genau das erfahren haben. Und hat eine Lehre in die Welt gesetzt welche es jedem Menschen ermöglichen sollte die gleiche Erfahrung zu machen oder zumindest in die Nähe dessen zu kommen. Die Jünger und dann die Gläubigen, die spielten dann eben stille Post. Und das recht lange, da die buddhistischen Lehrtexte erst viel später und weit entfernt in Schrift umgesetzt wurde. Buddha lebte und wirkte hauptsächlich in Nordindien, stammte ja aus einem Ort der heute in Nepal liegt. Aufgeschrieben wurde die Geschichte dann ein paar hundert Jahre später das erste Mal in Ceylon. So passiert das halt.

    Aber wie dem auch sei. "An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen". Bislang sind Buddhisten nicht sonderlich mit Gewalttaten, Eroberungen, Unterwerfungen und Zwangskonversionen in der Geschichte aufgefallen und die Behandlung der als Volksgruppe nicht existenten angeblichen "Rohyngia" die defakto eingesickerte Bangladeshis sind, in Burma ist eher dem moslemtypischen Verhalten der Protagonisten und einem konsequenten "Verhüte das Große wenn es noch klein ist" und dem Wissen darum was das Eindringen des Islams in den buddhistisch hinduistischen Kulturraum in der Vergangenheit bewirkt hat geschuldet und man auf eine Wiederholung dessen im eigenen Land nun mal wirklich GAR KEINEN Bock hat.
    Geändert von Erich von Stahlhelm (29.07.2019 um 22:07 Uhr)
    Wenn morgen die Muschelhörner und Trommeln erklingen, dann lasst uns fallen, so leichten Herzens wie die Kirschblüten im linden Frühlingswind.

    Prophetie aus Logik geboren. Sucht nach
    "Die Reichen werden Todeszäune ziehen" und lest!

  5. #5
    Nordlicht Benutzerbild von Sjard
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    Standard AW: Experiment:“Ich bin der Herr der Welt“ perfekt gelungen:

    Zitat Zitat von Erich von Stahlhelm Beitrag anzeigen
    Hmm, der Spaß ist mir ja glatt entgangen.

    Man sollte bei solchen Worten immer zwei Betrachtungsweisen heranziehen.
    Die auf die Jünger bzw später dann Gläubigen und die rein verinnerlichte, mystische Betrachtung die man
    solchen Worten schenken sollte.

    Die Betrachtung der Jünger und Gläubigen ist halt dahingehend realistisch daß der einfache Weisheitslehrer, wiewohl ein Erwachter, eben nicht gut genug ist. Die Gestalt wird, nachdem die direkten Jünger verstorben waren, eben künstlich erhöht. Buddha, wenngleich von einer ganz normalen Frau unter ganz normalen Umständen geboren, ist natürlich später von einer Jungfrau unter heiligsten Umständen geboren worden. Teils werden in den ganzen Heldengeschichten der Heiligen, der Söhne Gottes und der Erwachten eben deren innere Erlebnisse und metaphysische Gesetzmäßigkeiten in einer verherrlichenden Weise auf das im Grunde ja nun doch meist sehr profane Außen projeziert, was religiös gesehen halt den glaubenden Pöbel anspricht der etwas zum anbeten und verehren haben möchte, spirituell gesehen aber wenig zielführend ist.

    Wie sind nun diese angeblichen Worte Buddhas von einer mystischen Betrachtungsweise zu erklären.
    Naja, der Mann war ein Wahrheitssucher, der hat sich mit Haut und Haar im Kontex des Hinduismus der Kernfrage "Wer bin ich, wo bin ich, was soll das hier alles, welchen Sinn hat es" hingegeben und "Erleuchtung", in einem christlichen Kontex würde man "unio mystica", der Vereinigung oder dem Hineinsterben der menschlichen Seele in Gott sprechen. Die ganze Jesusgeschichte ist im auch Grunde nix anderes als eine verklausulierte Beschreibung des Erleuchtungsweges und seiner inneren Vorgänge. Das ist halt spirituell gesehen, der Religiöse allerdings kehrt all diese Dinge dann total nach außen und überhöht dies in meist grotesker Art und Weise der Verherrlichung als tatsächliche Gegebenheiten. Das spätere "Setz dich hin, atme ein und aus, sei bewußt, halt dein Maul, vor allem im inneren und erlebe selbst!" des Zen ist halt wenig glorreich und auch nicht sonderlich phantastisch. Sondern nüchterne trockene Praxis. Natürlich kann es dabei auch zu wundersamen, glorienreichen inneren Erscheinungen kommen die dem Adepten dann aber flugs seitens des Lehrmeisters mittels Stockhieben ausgetrieben werden weil sie als Makkyo "Teufelsbilder" gelten die den Schüler vom Weg abbringen.

    Die normalen Leute, die Laien, die Gläubigen, die wollen halt Geschichten, epische Geschichten, glorreiche Helden und etwas vor dem sie ehrerbietig herumkriechen können.

    Klar, Buddha mag im Prinzip schon genau das erfahren haben. Und hat eine Lehre in die Welt gesetzt welche es jedem Menschen ermöglichen sollte die gleiche Erfahrung zu machen oder zumindest in die Nähe dessen zu kommen. Die Jünger und dann die Gläubigen, die spielten dann eben stille Post. Und das recht lange, da die buddhistischen Lehrtexte erst viel später und weit entfernt in Schrift umgesetzt wurde. Buddha lebte und wirkte hauptsächlich in Nordindien, stammte ja aus einem Ort der heute in Nepal liegt. Aufgeschrieben wurde die Geschichte dann ein paar hundert Jahre später das erste Mal in Ceylon. So passiert das halt.

    Aber wie dem auch sei. "An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen". Bislang sind Buddhisten nicht sonderlich mit Gewalttaten, Eroberungen, Unterwerfungen und Zwangskonversionen in der Geschichte aufgefallen und die Behandlung der als Volksgruppe nicht existenten angeblichen "Rohyngia" die defakto eingesickerte Bangladeshis sind, in Burma ist eher dem moslemtypischen Verhalten der Protagonisten und einem konsequenten "Verhüte das Große wenn es noch klein ist" und dem Wissen darum was das Eindringen des Islams in den buddhistisch hinduistischen Kulturraum in der Vergangenheit bewirkt hat geschuldet und man auf eine Wiederholung dessen im eigenen Land nun mal wirklich GAR KEINEN Bock hat.
    Man muss den Buddhisten zugute halten, das sie ihre Religion alleine mit Logik verbreitet haben. So wurde z.B. die Bön-Religion von den Buddhisten
    in Tibet nicht ausgelöscht, sondern konnte neben dem Buddhismus weiter existieren. Christentum und Islam hätten alles versucht die Anhänger dieser
    heidnischen Religion zu missionieren.
    Der Irrtum strömt, die Wahrheit sickert.

    ​Peter Sirius ( 1858 - 1913 )

  6. #6
    Der Kaishakunin Benutzerbild von Erich von Stahlhelm
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    Standard AW: Experiment:“Ich bin der Herr der Welt“ perfekt gelungen:

    Zitat Zitat von Sjard Beitrag anzeigen
    Man muss den Buddhisten zugute halten, das sie ihre Religion alleine mit Logik verbreitet haben. So wurde z.B. die Bön-Religion von den Buddhisten
    in Tibet nicht ausgelöscht, sondern konnte neben dem Buddhismus weiter existieren. Christentum und Islam hätten alles versucht die Anhänger dieser
    heidnischen Religion zu missionieren.
    Naja, so gut war das aber nicht. Da hat eben auch das Bön umgekehrt den Buddhismus beeinflusst und verfälscht und hier zum Teil eindeutig schwarzmagische Elemente reingebracht. Nicht in allen Schulen, aber in so einigen. Bön ist schon eine eher finstere Angelegenheit.
    Und das hat den gesamten Vajrayana-Buddhismus verfälscht, weil dieser eben fast nur in Tibet überlebt hat.
    Die großen Zentren der ursprünglichen Vajrayana Schule waren eben in den heutigen Ländern Afghanistan und Pakistan
    beheimatet (kleinere Ableger in Nordindien/Nepal/Tibet) und der Einfall islamischer Heerzüge löschte diese Schule praktisch vollständig aus, wer es noch schaffte, ist natürlich geflohen (wer es nicht schaffte wurde eben typischer Weise niedergemetzelt), Richtung Nepal/Tibet, wo diese Schule zwar schon vorhanden war, nun aber von den ungewollt Flüchtenden natürlich auch Verstärkung erfuhr.

    Die einfallenden Moslems haben sich eben die Religion erklären lassen. Und fanden, aus ihrer Sicht gesehen, den absoluten Höhepunkt des Unglaubens an sich vor und haben dann in ihrer Sichtweise äußerst konsequent "den Willen Allahs" umgesetzt.

    Über den Himalaya kamen die Musel damals eben nicht rüber. Natürliches Bollwerk.
    Es gibt heute in Tibet auch eine kleine muselmanische Minderheit. Die betreiben oft Fleischereien und Restaurants in denen Fleisch angeboten wird, was mancher Tibeter gerne mal dort isst, die Musel sind aber aufgrund dessen im Ansehen der Tibeter deswegen auch GANZ aller unterste Kaste. Bei den letzten größeren Aufständen wurden eben dann konsequenterweise neben Chinesen auch bevorzugt Muselmanen Opfer des tib. Volkszorns. Im alten Tibet gehörten auch einheimische Schlachter und Jäger zu den alleruntersten Kasten.
    Wenn morgen die Muschelhörner und Trommeln erklingen, dann lasst uns fallen, so leichten Herzens wie die Kirschblüten im linden Frühlingswind.

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    "Die Reichen werden Todeszäune ziehen" und lest!

  7. #7
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    Standard AW: Experiment:“Ich bin der Herr der Welt“ perfekt gelungen:

    Hallo
    du hast es sehr gut auf den Punkt gebracht.
    Warum nur müssen die Menschen die Lehren und Erfahrungen mancher Meister immer so Fundamentilisieren dabei kommt meist böses Blut raus

  8. #8
    Der Kaishakunin Benutzerbild von Erich von Stahlhelm
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    Standard AW: Experiment:“Ich bin der Herr der Welt“ perfekt gelungen:

    Zitat Zitat von HerbertHofer Beitrag anzeigen
    Hallo
    du hast es sehr gut auf den Punkt gebracht.
    Warum nur müssen die Menschen die Lehren und Erfahrungen mancher Meister immer so Fundamentilisieren dabei kommt meist böses Blut raus
    Weil Menschen eben Menschen sind. Findet ein Meister im Leben keinen wirklichen Nachfolger, stürzen sich eben die Gläubigen darauf und schaffen sich etwas das sie anbeten und verherrlichen können. Ist die Tradition lebendig, also auf den Buddhismus bezogen, gibt es eben viele Mönche und Laienschüler und irgendwo im Lande gab es immer einen der erwachte und die Lehre autentisch nachvollziehen konnte.
    Garantiert ist das aber nicht. Reiß die Kette eben ab, kommt es zur stumpfen Ritualisierung und Entartung, vor allem wenn sich noch staatliche Strukturen einmischen. In Japan etwa enstanden gewaltige Kloster- und Lehrsystem die sich zwar "Zen" schimpften, aber in der Hauptsache mit Klüngel, Geldverdienen, und Pfründen beschäftigten und das Volk betrogen und aussaugten, unterstützt vom Shogunat. Natürlich gab es auch phantastische Leute darunter, aber der Laienschüler Bankei Eitaku fand im Grund niemanden mehr der ihn nach seinem Erwachen bestätigen konnte, da wurde ihm zwar Bestätigung erteilt, aber sinngemäß mit dem Spruch "Ja, du wirst wohl authentisch sein, aber da wir selbst nicht erwacht sind und nur das überliefern was unsere Vorgängergeneration gelehrt hat, unter der sich auch kein erwachter findet, kann ich dich nur soweit bestätigen daß das was du erlebt hast dem entspricht was wir über diese Erfahrung gelernt aber nicht selbst erlebt haben". Meister wie Hakuin haben sich in Spott und Hohn über dieses tote, ritualisierte Zen ergossen.
    Natürlich ist die Praxis auch in solch einem System gut und zielführend so sie lebendig praktiziert wird und nicht in ein totes Nichts abgleitet. Wird aber schwer in solchen Systemen die Praxis auch zur Erfüllung zu bringen.

    Mit Jesus ist das nicht anders. Die Lehre wurde ab dem Zeitpunkt der Erhebung zur off. röm. Staatsreligion vollständig korrumpiert und auch mit Elementen der alten röm. Religionsvorstellungen vermengt. Da kommt eben dann noch ein gewaltiges Potential des Machtmißbrauchs, des religiösen Wahns, der Hysterie und Aberglaubens dazu. Schau nur was dies bei uns angerichtet haben als einflußreiche, große germanische Stammesführer, die schon vom materialistischen Geiste Roms korrumpiert waren entdeckt haben das ein Monotheismus sich für den Ausbau von Macht und Herrschaft um längen besser eignet als ein Polytheismus. "Wotan wird dich nach Hel schicken" funktioniert nicht. Hel hat zwar der Überlieferung nach unangenehme Bereiche für schlechte Menschen, ist aber im Großen und Ganzen eine wenig schreckliche, allenfalls wenig glamouröse Jenseitsvorstellung. Zudem könnte der Angesprochene auch noch frech antworten "Was hab ich mit Wotan zu tun? Wenn ich im Kampfe falle, will ich nicht nach Wallhall, ich scheiß auf Wallhall, ich verfluche Wotan, ich will nach Folkwangr, in das Reich Freyas!".

    Eignet sich schlecht zum machtgierigen Mißbrauch, eine Glaubensvorstellung "Jesus oder ewige Hölle, ewige Qual" ist für das Erlangen von Macht wie geschaffen. Das Wunder des Christentums aber ist das es immer wieder Menschen gab welche die Lehre Jesu von einer spirituellen Seite entdeckten und den ihr innewohnenden Erleuchtungsweg entdeckten. Meister Eckhart war wohl der bekannteste. Für diese Menschen war das aber im Gegensatz zu den fernöstlichen, oft vom Wege abgekommenen Wegen, mit stetiger Lebensgefahr, einer Verurteilung als Ketzer und Heretiker und damit dem Tod, verbunden.

    In tibetischen Buddhismus den ich gerne den "Katholizismus des fernen Ostens" nenne, da hat sich ja ein ähnlich unterdrückerisches und ausbeuterisches System etabliert, die meisten Mönche folgten auch nur stumpf den Ritualen, beuteten das Volk aus, drohten mit nahezu ewigen Höllenqualen die SEHR detailliert geschildert werden und bestraften mit grausamen Körperstrafen und Folter ganz real, töteten aber in dem Sinne nie. Überlebte der Verurteilte die Tortur nicht, naja, das war dann eben dessen eigene Schuld die er sich mit schlechtem Karma zugezogen hat.

    Was sie aber NIEMALS machten, das war es die Mystiker zu verfolgen und die Erwachten die aus z.T. kleinen Schulen oder einer reinen, direkten Meister-Schüler Beziehung fernab der Klostersysteme entstammten zu verfolgen. Sie namen sogar deren offenen Hohn und Spott über die verknöcherten und dem Leben fernen totritualisierten Klostersysteme zähneknirschend und mit Ehrerbietung hin selbst wenn diese Meister die Klostersysteme in der Öffentlichkeit vor dem Volk nach Strich und Faden zu dessen größter Belustigung lächerlich machten.
    Wenn morgen die Muschelhörner und Trommeln erklingen, dann lasst uns fallen, so leichten Herzens wie die Kirschblüten im linden Frühlingswind.

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  9. #9
    Mitglied Benutzerbild von Shahirrim
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    Standard AW: Experiment:“Ich bin der Herr der Welt“ perfekt gelungen:

    Herr der Welt. Soso! Geht es nicht auch 'ne Nummer kleiner? Herr der Fliegen zum Beispiel?

  10. #10
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    Standard AW: Experiment:“Ich bin der Herr der Welt“ perfekt gelungen:

    Buddhismus:

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    Leider ist in der buddhistischen und jainistischen Literatur eine Fülle von Auseinandersetzungen, Streitgesprächen und Beweisführungen zu finden, die zu Lebzeiten von Mahavira und Buddha stattfanden. Dabei, meint Prof. Winternitz, gibt es vieles, was sie beide gemeinsam haben, so daß man verstehen kann, warum der Jainismus lange Zeit lediglich als eine buddhistische Sekte angesehen wurde. Doch in wesentlichen Punkten unterscheiden sie sich. Er fährt fort:
    Der Jainismus legt viel mehr Gewicht auf Askese und kultische Übungen als der Buddhismus, und im Gegensatz zu Buddha lehrte Mahavira sorgfältig ausgearbeitete Glaubenssätze über die Seele. Alles, was die beiden Religionen gemeinsam haben, ist die altindische "asketische Moral". ... Die Berührungspunkte zwischen buddhistischer und Jaina-Literatur beziehen sich genaugenommen auf Dinge, die die beiden philosophischen Systeme mit der gesamten indischen Poesie über Askese teilen.



    In jenem glanzvollen Zeitalter, als Buddha geboren wurde, lebten in dem heiligen Land von Aryavarta außer Mahavira Vardhamana noch einige andere hervorragende Philosophen oder Weise, doch er wurde als der bedeutendste von ihnen angesehen. Es würde zu weit führen, die verschiedenen religiösen und philosophischen Kulte zu betrachten, die gerade in jener Zeitspanne vorherrschten; doch sie alle gehören als Teil in den historischen Zusammenhang, als Buddha erschien, um "das Rad des heiligen Gesetzes in Bewegung zu bringen" - das ewige Gesetz, das für alle Zeiten gilt, für die Vergangenheit, die Gegenwart und für die kommenden Ewigkeiten.
    google: theosophie sunrise buddha

    Ich wäre gespannt, was sich und welche der Religionen über Jahrtausende erhält und ob sich die Inhalte der Religionen überhaupt vertragen würden - würde man daraus eine Zusammenfassung machen.

    Paßt wohl irgendwie nicht.

    Dharma, Adharma, Akasa und Kala sind die anderen vier Dravyas oder "Substanzen" des Jainismus, von denen man sagt, daß sie einen harmonischen Kosmos herstellen. Dharma und Adharma sind hier technische Begriffe mit einer besonderen Bedeutung und sollten daher nicht mit der Bezeichnung der Hindus für Gerechtigkeit, Pflicht und deren Gegensätze (Ungerechtigkeit usw.) verwechselt werden. In der Jaina-Philosophie bedeutet Dharma das Prinzip der Bewegung, das das ganze Universum durchdringt; es ist immer mit Akasa oder mit Raum verbunden und für alle Bewegungen in den organischen und anorganischen Sphären verantwortlich. Um seine wahre Beschaffenheit deutlich zu machen, wird folgendes Gleichnis herangezogen: Obgleich der Fisch mit den für das Schwimmen erforderlichen Fähigkeiten ausgestattet ist, kann er diese Fähigkeit nicht ausüben, wenn kein Teich mit Wasser vorhanden ist. Die Funktion von Dharma wird damit verglichen, daß Wasser im Teich vorhanden ist. Das Gegenteil davon, Adharma, ist auch ein Dravya, aber ohne Form. Es ist das Prinzip der Ruhe und kann mit dem Ast eines Baumes verglichen werden, auf dem sich ein Vogel niederlassen kann, wenn er nicht mehr fliegen will. Dharma und Adharma sind nicht kausal aufzufassen, sondern vielmehr als nicht antreibende Zustände, die sowohl Bewegung als auch Ruhe zulassen, jedoch kommen diese durch die Jivas oder Ajivas zum Ausdruck, welche die innere Kraft besitzen, einen Tätigkeits- oder Ruhezustand auszulösen. Wie gesagt, sie sind keine atomaren und keine körperlichen Zustände, können von den Sinnen nicht wahrgenommen werden und haben dieselbe Ausdehnung wie Akasa. Nach der Auffassung des Jainismus würde die Welt ohne diese beiden Prinzipien form- oder gesetzlos (ohne Gesetz oder Ordnung) in eine unendliche Anzahl von Atomen zerfallen, in ein Chaos, dem nicht mehr die Gesetzmäßigkeiten des Kosmos (in seiner systematischen Zusammensetzung) zugrunde liegen. Unter den indischen Philosophen entwickelten nur die Jainisten die Lehre dieser beiden Kategorien von Bewegung und Ruhe.
    Was könnte, in dieser These, der Urknall überhaupt von Bedeutung sein ?

    Alles hat immer weite Wege - [Links nur für registrierte Nutzer]

    „Die Theosophie ist kein von Menschen erfundener oder formulierter Glaube und kein Dogma, sondern sie ist die Kenntnis von den Gesetzen, die die Evolution der physischen, astralen, psychischen und intellektuellen Bestandteile der Natur und des Menschen regieren. […] Deshalb ist sie in sich selbst vollständig und sieht nirgends ein unlösbares Geheimnis; sie streicht das Wort ‚Zufall‘ aus ihrem Wörterbuch und erkennt die Herrschaft des Gesetzes in jedem Ding und in allen Umständen und Ereignissen.“(1)
    Ich freue mich über die Diskussionen, die über das Alltägliche auch mal hinaus gehen können und finde so viele neue Erklärungen bei manchen Usern.

    Die Weisheit bleibt immer dieselbe. Sie birgt das Letzte, was menschlicher Erkenntnis zugänglich ist, und daher wurde sie stets sorgfältig gehütet. Sie bestand schon lange vor der Alexandrinischen Schule und besteht heute noch.
    Jede alte Religion und jeder philosophische Kultus hatten eine esoterische (geheime) und eine exoterische (öffentliche) Lehre. Auch ist bekannt, dass jede Zeit und jedes Volk ihre großen (geheimen) und kleinen (allen zugänglichen) Mysterien hatten, wie zum Beispiel die berühmten eleusinischen Feste in Griechenland.

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