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Thema: Warum verlieren Konservative immer?

  1. #41
    1813 Benutzerbild von Ansuz
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    Standard AW: Warum verlieren Konservative immer?

    Zitat Zitat von Heifüsch Beitrag anzeigen
    Das ist eben das große Mißverständnis, wonach gesellschaftlicher Fortschritt per se als positiv anzusehen sei, egal wohin er sich entwickelt. Letztendlich nimmt er immer den Weg des geringsten Widerstands, und der kann auch schon mal in Richtung Abgrund führen.


    Wobei ich diesen Zustand erst seit einigen Jahrzehnten vermeine, zu sehen. Wie hart mußten früher Freiheiten erkämpft werden! Zwischenzeitlich gab es in der BRD sogar noch heftige Debatten im Parlament, eine echte Opposition auch im Parlament, Massendemonstrationen, Massenwiderstand ( Beipiel: Volkszählung in den 1980ern), selbst von der Journaille gabs pöhse aufs Maul - hingegen heute wird alles kritisiert, nur nicht die ReGIERung.
    Selbst die ( sofern nicht als nahdzieh verfemten ) Demonstrationen sind systemkonform, gilt auch für die freitäglichen Schulschwänzer.
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  2. #42
    Mitglied Benutzerbild von Feldmann
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    Standard AW: Warum verlieren Konservative immer?

    Zitat Zitat von LOL Beitrag anzeigen
    1) Weil Progress mit Fortschritt in Verbindung gebracht wird und Konservativ eher mit ner Konserve, oder einbalsamierter Mumien...
    Der Punkt ist wohl eher der, dass "progressiv" mit "gut" verbunden wird und "konservativ" mit "schlecht". Diese Zuschreibungen könnten aber auch umgekehrt sein.


    Zitat Zitat von LOL Beitrag anzeigen
    2) Nein, zumindest nichts aus dem deutschen Raum. Aber denk mal an Musik, da gibt es auch keine konservative Musik, sondern insofern eher klassische, oder traditionelle Musik etc...
    In der klassischen Musik gibt bzw. gab es ja auch einen Glaubenskrieg zwischen progressiven Atonalisten und konservativen Tonalisten.

  3. #43
    in memoriam Benutzerbild von Praetorianer
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    Standard AW: Warum verlieren Konservative immer?

    Zitat Zitat von Feldmann Beitrag anzeigen
    Anscheinend sind die Konservativen von ihren eigenen Positionen nicht richtig überzeugt. Ansonsten müssten sie etwas mehr Rückgrat zeigen.




    Eine weitere konservative Niederlage.
    Das ist schlimmer als "eine Niederlage", das klingt nach taktisch "eine Schlacht verloren". Es ist eher der sich abzeichnende Untergang in einem Krieg, egal, wer die nächste Schlacht gewinnt.
    Wie du selber schreibst, "nicht selber überzeugt" trifft es ganz gut. Es sind zu wenige wirklich Überzeugte, für die es mehr als Besitzstandswahrung und Karriere ist. Mittlerweile ist der Status Quo so verheerend, dass selbst reine Opportunisten und Besitzstandswahrer gegensteuern müssten, wenn sie strateggisch klug wären. Ein Friedrich Merz zum Beispiel ist ein reines Opportunistenarschloch, aber strategisch im Vergleich zu einem Opportunisten und Besitzstandswahrer wie Helmut Kohl einfach nicht in dessen Liga, was langfristig strategisches Denken angeht.

    In Berlin startet rot-rot-grün die Testballons, die sie im Bund längerfristig umsetzen werden. Dass Merz irgendwas anderes als Opportunismus verfolgt, ist eh auszuschließen, aber er scheint nichtmal die Weitsicht zu haben, dass es mittelfristig durchaus um sienen Gehaltsscheck bei Vonovia geht. Leute wie er müssten dringend versuchen, mit den verbleibenden Restkonservativen Nostalgiker (Maaßen etc. wären bei der AFD, wenn sie jünger wären, ganz klar), Leuten wie Hubertus Knabe, etc. zu verbünden, sie müssten zumindest die Karte AFD als taktische Drohung in der Hinterhand behalten und sich auf ihre Hinterfüße stellen. Stattdessen sagt er brav, die AFD bestünde aus Nazis und versucht Schach auf zwei Reihen zu spielelen und ist ärgerlich, dass er unter Druck gerät.

    Helmut Kohl beispielsweise hatte zwar die Anbiederung an die linksliberale Presse versucht, hatte aber verstanden, dass ihm ein rein taktisch-bedingter Schwenk nach rechts und das Verwirklichen der deutschen Einheit ihm die Kanzlerschaft retten konnte. Da hat er dann den Spiegel, Hansjochen Vogel, Stern, "Künstler" und "Kulturschaffende" rumkrakeelen lassen, dass er das vierte Reich errichten wollte, die waren ihm dann in dem Moment wenigstens egal. Selbst diese Art reiner Opportunist fehlt heute.


    Zu deiner Begriffsdefinition muss man allerdings sagen, dass bei deiner strengen Definition die Konservativen theoretisch bei jeder Veränderung verlieren, ob nach links oder rechts. Oder immer gewinnt, je nach Blickpunkt (es gibt ja immer einen Status Quo mit bestimmten Anhängern). Ich würde die Diskussion daher schon anhand konkreter Inhalte führen.
    Buffalo buffalo Buffalo buffalo buffalo buffalo Buffalo buffalo!

  4. #44
    1813 Benutzerbild von Ansuz
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    Standard AW: Warum verlieren Konservative immer?

    Zitat Zitat von Feldmann Beitrag anzeigen
    Es finden sich bei ihnen immer wieder einzelne konservative Positionen, die dann mit der Zeit über Bord geworfen werden.
    Berufspolitschranzen haben halt kein Rückgrat. Und wenn - diese wenigen Abweichler werden gnadenlos kalt gestellt. Das alte Lied von den Trögen und den Schweinen.
    Das Dilemma dieser Partei.
    Bei allen Bedenken finde ich es dennoch erfreulich, daß diese relativ neue Partei nun im Politzirkus mitmischt. Allzu lange drehte sich dieser nur um sich selbst. Eine echte Opposition hatten wir seit Jahrzehnten nicht mehr, das wurde allerhöchste Zeit, wenn man vom Status Quo einer Demokratie ausgeht.
    In diesem Bereich finden sich sowieso die interessantesten Ansätze.

    Die 5%-Hürde halte ich für ein Unding in einer angebl. Demokratie. Die Partei, die meine Anliegen am besten vertritt, hat keine Aussicht auf Beteiligung. So muß man eines der Übel wählen, welches man eigentlich gar nicht will, um seine Stimme nicht zu verschwenden.
    Deutsche mit Vertriebenenhintergrund

  5. #45
    Mitglied
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    Standard AW: Warum verlieren Konservative immer?

    Zitat Zitat von Feldmann Beitrag anzeigen
    Konservative befinden sich auf der Verliererstraße, und dass auch nicht erst seit gestern, sondern im Grunde schon seit 1789. Ob Demokratie, Kapitalismus oder Frauenwahlrecht – im Laufe der Zeit haben die Konservativen regelmäßig gegenüber den Progressiven klein beigeben müssen. Somit stellt sich die Frage, warum das eigentlich so ist?

    Zum Einstieg verweise ich auf einen 2017 in der Zeitschrift Cicero veröffentlichten [Links nur für registrierte Nutzer]. Seine Kernaussage ist, dass Konservative sich gegenüber Progressiven immer in der Defensive befinden und nicht in der Lage sind, eine eigene Zukunftsvision zu entwickeln.

    Was würdet ihr sagen?
    Konservative haben ein Problem mit der Freund-Feind Erkennung.
    Für die meisten Konservativen ist nur der Fremde/Ausländer ein Feindesbild.
    Einen Linken oder Progressiven Menschen aus den eigenen Reihen sehen sie nur als verückt oder Spinner an, wenn neue Forderungen aufkommen.

    Am Ende laufen Konservative immer Progressiven hinterher, ganz egal ob in den Krieg oder ins Arbeitslager.

  6. #46
    Mitglied Benutzerbild von bitchplease
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    Standard AW: Warum verlieren Konservative immer?

    Weil es Luschen sind ohne echte Überzeugung. Die Linken blicken nichts und sind nur von Neid zerfressen, aber darin sind sie immerhin gefestigt und zu allem bereit.

  7. #47
    Bismarck for President Benutzerbild von Dr Mittendrin
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    Standard AW: Warum verlieren Konservative immer?

    Zitat Zitat von LOL Beitrag anzeigen
    Ich finde generell den Begriff "Konservativ" schlecht, denn etwas zu konservieren heißt jegliche Weiterentwicklung davon negieren bzw aufhalten wollen. Dagegen klingt das linke "Progressiv" selbstverständlich besser.

    Deswegen bevorzuge ich lieber den Begriff "Traditional" bzw "Traditionell", das zeugt von einer historischen Entwicklungslinie, von Kultur, und ist insofern auch offen für zukünftige Veränderungen innerhalb dieser Entwicklungstradition.
    Konservativ = bewahren und somit nachhaltig. Rotgrün-Ideologe ist es nicht.

    Die Versager gehen in15 Jahren aus den Schulen was dann ? Nachhaltig ?
    Der Werbefilm für das gelobte Asylland Germany

  8. #48
    Bürgerrechtler >ß´( Benutzerbild von Heifüsch
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    Standard AW: Warum verlieren Konservative immer?

    Zitat Zitat von Ansuz Beitrag anzeigen

    ...Wobei ich diesen Zustand erst seit einigen Jahrzehnten vermeine, zu sehen. Wie hart mußten früher Freiheiten erkämpft werden! Zwischenzeitlich gab es in der BRD sogar noch heftige Debatten im Parlament, eine echte Opposition auch im Parlament, Massendemonstrationen, Massenwiderstand ( Beipiel: Volkszählung in den 1980ern), selbst von der Journaille gabs pöhse aufs Maul - hingegen heute wird alles kritisiert, nur nicht die ReGIERung.
    Selbst die ( sofern nicht als nahdzieh verfemten ) Demonstrationen sind systemkonform, gilt auch für die freitäglichen Schulschwänzer.
    Es gab da irgendwann einen Punkt, an dem der linke Marsch durch die Institutionen abgeschlossen und alle strategischen Positionen vom Gutmenschariat besetzt waren. Und seitdem ist so gut wie alles gekippt, was sich bis dato noch als überzeugende Alternative zum linken "Fortschritts"-Experiment verstanden hatte: Die Unionsparteien, die Kirchen, Medien und Wirtschaftsverbände hatten plötzlich nur noch das Ziel, ja den Anschluß nicht zu verpassen an den europaweiten Erfolg der "Progressiven" und ihre politischen Zielsetzungen zu übernehmen. (Wobei die Evangelische Kirche natürlich schon seit RAF-Zeiten links und vielleicht sogar eine der wichtigsten treibenden Kräfte bei der Zerstörung unserer "alten Welt" war.)
    „Ich finde es nicht richtig, dass man immer die Sorgen und Nöte der Bevölkerung ernst nehmen muss. Was haben die denn für Sorgen und Nöte? Ich kann das nicht verstehen!“
    *
    Elfriede Handrick, SPD Brandenburg

  9. #49
    Mitglied Benutzerbild von Valdyn
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    Standard AW: Warum verlieren Konservative immer?

    Zitat Zitat von Heifüsch Beitrag anzeigen
    Es gab da irgendwann einen Punkt, an dem der linke Marsch durch die Institutionen abgeschlossen und alle strategischen Positionen vom Gutmenschariat besetzt waren. Und seitdem ist so gut wie alles gekippt, was sich bis dato noch als überzeugende Alternative zum linken "Fortschritts"-Experiment verstanden hatte: Die Unionsparteien, die Kirchen, Medien und Wirtschaftsverbände hatten plötzlich nur noch das Ziel, ja den Anschluß nicht zu verpassen an den europaweiten Erfolg der "Progressiven" und ihre politischen Zielsetzungen zu übernehmen. (Wobei die Evangelische Kirche natürlich schon seit RAF-Zeiten links und vielleicht sogar eine der wichtigsten treibenden Kräfte bei der Zerstörung unserer "alten Welt" war.)
    Die Dämme brachen in meiner Wahrnehmung mit dem Fall des Vorhangs. Seit dem wird aus allen Rohren unaufhörlich die bunte linksliberale Munition verballert. Die Wende bestätigte in Teilen die 68er, die Friedensbewegung. Sie war damals sozusagen schon ein Sieg gegen "den alten weissen Mann". Und in dem Bewusstsein recht gehabt zu haben und auf der richtigen Seite zu stehen wuchsen auch die auf, die heute als Antifaschisten gegen Deutschland skandieren.

  10. #50
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    Standard AW: Warum verlieren Konservative immer?

    Zitat Zitat von Dr Mittendrin Beitrag anzeigen
    Konservativ = bewahren und somit nachhaltig. Rotgrün-Ideologe ist es nicht.

    Die Versager gehen in15 Jahren aus den Schulen was dann ? Nachhaltig ?
    Konservieren heißt etwas (genau so) zu erhalten - nix Evolution, nix Änderung, nix Fortschritt, nur eine Art Einfrieren.
    Tradieren heißt, etwas Überliefertes weiterführen, weitergeben etc. - also Evolution und Fortschritt anhand von Vorbildern bzw Kultur.

    Konservieren ist toll für Konservenfrass, Trockenfutter, bespielte Bild-, Daten-, und Tonträger etc, bis hin zu Mumien und Dinosaurier-Skelette.
    Was aber lebendige Kultur, wie Sprache, Tanz, Musik und Politik angeht, ist Tradieren, also etwas Überliefertes weiterführen, die bessere Beschreibung und Wahl.


    Fryheit für Agesilaos Megas

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