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Thema: Geschichte des (fallenden) Zins‘

  1. #41
    Freiwirtschaftler Benutzerbild von Pommes
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    Standard AW: Geschichte des (fallenden) Zins‘

    Zitat Zitat von Haspelbein Beitrag anzeigen
    Das sieht man derzeit gerade nicht. Ansonsten liesse sich die Wirtschaft leichter stimulieren. Es ist gerade diese Problem, dass die Zentralbanken derzeit haben.
    Sicher!
    Beschreibt Keynes ja auch in seiner "Liquiditätsfalle", wenn das Geld festgehalten wird sinkt der Realkapitalzins ebenfalls und kein Unternehmer investiert wenn seine Produkte liegen bleiben.


    Hmmm, in Deutschland hat man den Immobilienboom, in den USA sind die Kurs-Gewinn-Verhältnisse auf dem Aktienmarkt erstaunlich hoch, es gibt die Cryptowährungen und die Gold-Fanatiker. Woran liegst das wohl? Geld wird nicht privat gehortet, es werden schlicht Werte erworben, die nicht direkt an eine Währung gekoppelt sind, und somit auch nicht entwertet werden können.
    Das geht so lange gut bis die Geldblase wieder platzt und dann ist das Spiel aus.


    Im historischen Vergleich ist die Inflation relativ niedrig. Quantifizierbar bedeutet, dass man es zählen und teilen kann. Das ist nicht bei jedem Wertgegenstand so.
    Ich sehe auch eher die Gefahr einer Kassenhaltungsinflation.



    Hier widersprichst du dir selbst. Um Geld zu horten müsste eine Deflation vorliegen, was nicht mit deinen Behauptungen zur Inflation vereinbar ist.
    Nein keinesfalls, um Geld zu horten reichen schon politisch unsichere Verhältnisse (Nahostkonflikt etc. Ölkrise usw.) die Leute schieben größere Investitionen vor sich her, aber auch eine extrem ungleiche Verteilung des Volksvermögens (wie es in Deutschland der Fall ist) führt zur Hortung von Geld, einfach weil eine größer werdende Gruppe von Leuten im Verhältnis zum Umfang ihrer Vermögen zu wenig Nachfrage stellen


    Ich habe für viele Startups gearbeitet. Die Startkaptial war weniger das Problem, als die Idee gewinnbringend umzusetzen. Wie kommst du darauf, das Startups nicht an Geld kommen? Dir ist der Private Equity Markt ein Begriff, oder wie z.B. Wirecard durch Softbanks Vison Fund finanziert wurde? Auch die Idee, dass Geld irgendwo gehortet wird ist völlig abstrus.
    Gerade jetzt vor 5 Minuten habe ich die Story von Sono Motors gelesen, deren Probleme an Geld zu kommen, das Investoren nur daran interessiert sind sich die Filets zu sichern und das Unternehmen zu zerschlagen.
    Solche Fälle sind massenhaft bekannt geworden.
    Geld muß über crowdfunding beschafft werden, hier wäre echte Wertschöpfung möglich wenn das liquide Geld mit einer Bargeldsteuer unter Angebotsdruck gesetzt würde.
    Wer es vorzieht seinen eigenen Kopf etwas anzustrengen statt fremde Köpfe einzuschlagen, der studiere das Geldwesen. Silvio Gesell

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  2. #42
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    Standard AW: Geschichte des (fallenden) Zins‘

    Zitat Zitat von Haspelbein Beitrag anzeigen
    Es berichtet die Zeit, dass [Links nur für registrierte Nutzer] für Sparer überprüfen will. (Wie sieht es mit den Konsequenzen für die Banken aus?)

    Auch ein staatliches Eingreifen wird nicht mehr ausgeschlossen. Obwohl der im Artikel vorgeschlagene staatliche Innovationsfond aus meiner Sicht sowas wie eine Einladung zur Manipulation wäre.
    Der Zins ist der Preis für das Geld und wenn die Banken die Zinsen im Markt nicht verdienen können kann die Regierung machen was sie will, da geht nix mehr.
    Der Zins ist eh ein Unding schon wegen der Exponentialfunktion, welche der Wirtschaft ein völlig unnötiges, ja sogar unmögliches, nämlich exponentielles Wachstum aufzwingt.
    Die Wirtschaftsleistung sich aber im aller günstigsten Fall linear steigern ließe, weil niemand periodisch das Doppelte konsumiert und schon gar nicht längerfristig.

    Um nur lumpige 3% Zinsen zu verdienen müßte sich die Wirtschaftsleistung in 23 Jahren verdoppeln, in 46 Jahren vervierfachen in 69 Jahren verachtfachen usw.
    Für eine solches Wachstum hätten wir weder Bedarf noch Ressourcen.
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  3. #43
    No Loitering! Benutzerbild von Haspelbein
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    Standard AW: Geschichte des (fallenden) Zins‘

    Zitat Zitat von Pommes Beitrag anzeigen
    Sicher!
    Beschreibt Keynes ja auch in seiner "Liquiditätsfalle", wenn das Geld festgehalten wird sinkt der Realkapitalzins ebenfalls und kein Unternehmer investiert wenn seine Produkte liegen bleiben.




    Das geht so lange gut bis die Geldblase wieder platzt und dann ist das Spiel aus.



    Ich sehe auch eher die Gefahr einer Kassenhaltungsinflation.




    Nein keinesfalls, um Geld zu horten reichen schon politisch unsichere Verhältnisse (Nahostkonflikt etc. Ölkrise usw.) die Leute schieben größere Investitionen vor sich her, aber auch eine extrem ungleiche Verteilung des Volksvermögens (wie es in Deutschland der Fall ist) führt zur Hortung von Geld, einfach weil eine größer werdende Gruppe von Leuten im Verhältnis zum Umfang ihrer Vermögen zu wenig Nachfrage stellen




    Gerade jetzt vor 5 Minuten habe ich die Story von Sono Motors gelesen, deren Probleme an Geld zu kommen, das Investoren nur daran interessiert sind sich die Filets zu sichern und das Unternehmen zu zerschlagen.
    Solche Fälle sind massenhaft bekannt geworden.
    Geld muß über crowdfunding beschafft werden, hier wäre echte Wertschöpfung möglich wenn das liquide Geld mit einer Bargeldsteuer unter Angebotsdruck gesetzt würde.
    Bitte versuche einfach mal auf meine Argumentation einzugehen. Ansonsten erübrigt sich diese Diskussion.

    Zitat Zitat von Pommes Beitrag anzeigen
    Der Zins ist der Preis für das Geld und wenn die Banken die Zinsen im Markt nicht verdienen können kann die Regierung machen was sie will, da geht nix mehr.
    Der Zins ist eh ein Unding schon wegen der Exponentialfunktion, welche der Wirtschaft ein völlig unnötiges, ja sogar unmögliches, nämlich exponentielles Wachstum aufzwingt.
    Die Wirtschaftsleistung sich aber im aller günstigsten Fall linear steigern ließe, weil niemand periodisch das Doppelte konsumiert und schon gar nicht längerfristig.

    Um nur lumpige 3% Zinsen zu verdienen müßte sich die Wirtschaftsleistung in 23 Jahren verdoppeln, in 46 Jahren vervierfachen in 69 Jahren verachtfachen usw.
    Für eine solches Wachstum hätten wir weder Bedarf noch Ressourcen.
    Ja, die Wirtschaft wächst, und es ist kein Problem, durch Investitionen einen Wertzuwachs im Rahmen dieses Wachstums zu erhalten.

    Beantworte eine einfache Frage: Warum soll jemand Geld horten, bei einer von dir angepragerten Inflation und einem Negativzins, wenn er dieses Geld gewinnbringend anlegen kann? Egal wie das Wirtschaftswachstum aussieht, er ist damit immer noch besser bedient als mit Bargeld.
    Der einzige Weg, mit einer unfreien Welt umzugehen, ist, selbst so absolut frei zu werden, dass allein Deine Existenz ein Akt der Rebellion ist.

    Albert Camus

  4. #44
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    Zitat Zitat von Haspelbein Beitrag anzeigen
    Bitte versuche einfach mal auf meine Argumentation einzugehen. Ansonsten erübrigt sich diese Diskussion.



    Ja, die Wirtschaft wächst, und es ist kein Problem, durch Investitionen einen Wertzuwachs im Rahmen dieses Wachstums zu erhalten.

    Beantworte eine einfache Frage: Warum soll jemand Geld horten, bei einer von dir angepragerten Inflation und einem Negativzins, wenn er dieses Geld gewinnbringend anlegen kann? Egal wie das Wirtschaftswachstum aussieht, er ist damit immer noch besser bedient als mit Bargeld.
    Ich habe bereits mehrfach auf die von Keynes erklärte Liquiditätsfalle aufmerksam gemacht, danach bringt Geld keinen Gewinn mehr wenn der Zins unter einen bestimmten Wert rutscht, da ist es dem Geldbesitzer wichtiger sofort Zugriff auf sein Geld zu haben.
    Auch die Wirtschaft investiert nicht mehr weil in Abhängigkeit des Zins auch der Realkapitalzins sinkt.

    Zitat: In einem Wirtschaftssystem jedoch, in dem die Anleger ihr Geld nur mit Verlust in der Spekulationskasse halten, es also dem Wirtschaftskreislauf nicht ohne Nachteile entziehen könnten, würde es keine Liquiditätsfalle geben.
    Quelle:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Liquiditätsfalle

    Es muß also eine Bargeldsteuer her um die nächste Geldblase zu verhindern.
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  5. #45
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    Zitat Zitat von Pommes Beitrag anzeigen
    Ich habe bereits mehrfach auf die von Keynes erklärte Liquiditätsfalle aufmerksam gemacht, danach bringt Geld keinen Gewinn mehr wenn der Zins unter einen bestimmten Wert rutscht, da ist es dem Geldbesitzer wichtiger sofort Zugriff auf sein Geld zu haben.
    Auch die Wirtschaft investiert nicht mehr weil in Abhängigkeit des Zins auch der Realkapitalzins sinkt.

    Zitat: In einem Wirtschaftssystem jedoch, in dem die Anleger ihr Geld nur mit Verlust in der Spekulationskasse halten, es also dem Wirtschaftskreislauf nicht ohne Nachteile entziehen könnten, würde es keine Liquiditätsfalle geben.
    Quelle:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Liquiditätsfalle

    Es muß also eine Bargeldsteuer her um die nächste Geldblase zu verhindern.
    Okay, also keine Antwort auf die relativ einfache Frage, die ich gestellt hatte. Ich danke für die Diskussion.
    Der einzige Weg, mit einer unfreien Welt umzugehen, ist, selbst so absolut frei zu werden, dass allein Deine Existenz ein Akt der Rebellion ist.

    Albert Camus

  6. #46
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    Zitat Zitat von Haspelbein Beitrag anzeigen
    Okay, also keine Antwort auf die relativ einfache Frage, die ich gestellt hatte. Ich danke für die Diskussion.
    Dank auch meinerseits, hätte allerdings nicht gedacht das dir so schnell die Argumente ausgehen.
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  7. #47
    HPF Moderator Benutzerbild von Leibniz
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    Standard AW: Geschichte des (fallenden) Zins‘

    Zitat Zitat von Pommes Beitrag anzeigen
    Das würde ja bedeuten das Liquidität nur in Form von Bargeld vorliegt und das ist falsch, - definitiv.
    Wenn ich mein Geld auf ein Girokonto überweise ist das ein sofort verfügbares Guthaben, Geld das die Bank für mich liquide halten muß, schließlich kann ich ja morgen am Tag schon wieder vor der Kasse stehen und Geld abholen wollen.
    [...]
    Das meinen viele, ist jedoch falsch.

    Der Grundirrtum ist die Umkehr von Ei und Huhn. Es scheint logisch, dass in der Bank zuerst das Guthaben ist und dann damit der Kredit vergeben wird. Das ist jedoch falsch.
    Jeder Kredit verlängert die Bankbilanz auf der Aktiv-Seite um die Kreditforderung an den Kunden und auf der Passiv-Seite um das Kontoguthaben, das dem Kunden dafür eingeräumt wird.
    Insofern ist dieses Guthaben (sämtliches) immer nur Ergebnis des Buchungssatzes bei der Kreditvergabe. Dieses Guthaben selbst ist weder liquide, noch überhaupt vorhanden.
    Das Management der anfallenden Zahlungsströme, die eine Bank verarbeiten muss, ist Teil des Risikomanagement, was zentrale Aufgabe der Banken ist.

    Warum muss es denn eine Basel-III LCR-Regel geben? Weil alle Guthaben liquide und verfügbar sind? Dann wäre eine solche Regel doch überflüssig...
    危機

  8. #48
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    Zitat Zitat von Leibniz Beitrag anzeigen
    Das meinen viele, ist jedoch falsch.

    Der Grundirrtum ist die Umkehr von Ei und Huhn. Es scheint logisch, dass in der Bank zuerst das Guthaben ist und dann damit der Kredit vergeben wird. Das ist jedoch falsch.
    Jeder Kredit verlängert die Bankbilanz auf der Aktiv-Seite um die Kreditforderung an den Kunden und auf der Passiv-Seite um das Kontoguthaben, das dem Kunden dafür eingeräumt wird.
    Insofern ist dieses Guthaben (sämtliches) immer nur Ergebnis des Buchungssatzes bei der Kreditvergabe. Dieses Guthaben selbst ist weder liquide, noch überhaupt vorhanden.
    Das Management der anfallenden Zahlungsströme, die eine Bank verarbeiten muss, ist Teil des Risikomanagement, was zentrale Aufgabe der Banken ist.

    Warum muss es denn eine Basel-III LCR-Regel geben? Weil alle Guthaben liquide und verfügbar sind? Dann wäre eine solche Regel doch überflüssig...
    Darum geht es doch gar nicht, es geht darum das die Geldbesitzer ihr Geld nicht mehr längerfristig anlegen weil die Zinsen zu niedrig sind, siehe dazu "Liquiditätsfalle" J.M.Keynes
    Auch die Wirtschaft investiert nicht mehr, kürzlich war im Handelsblatt zu lesen das viele Unternehmen lieber ihre Aktien zurück kaufen.
    Wer es vorzieht seinen eigenen Kopf etwas anzustrengen statt fremde Köpfe einzuschlagen, der studiere das Geldwesen. Silvio Gesell

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