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Thema: 1989: Der Tod von Friedrich Hacker

  1. #1
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    Standard 1989: Der Tod von Friedrich Hacker

    Neulich bin ich über einen etwas seltsamen Artikel gestossen.

    Wikipedia, Liste der ungewöhnlichen Todesfälle:

    1989: Der Psychiater, Psychoanalytiker und Aggressionsforscher Friedrich Hacker starb vor laufender Kamera bei einer Live-Diskussion des ZDF.
    Friedrich Hacker hat einen Wikipedia - Eintrag, zu seinem Tod liest man da:

    Friedrich Hacker starb am 23. Juni 1989 während einer Fernsehdiskussion beim ZDF zum Thema „Die Republikaner“. Er ruht in einem Ehrengrab auf dem Wiener Zentralfriedhof (Gruppe 33 G, Nummer 76). Im Jahr 2010 wurde in Wien Favoriten (10. Bezirk) die Hackergasse nach ihm benannt.
    Die Sache ist ja sehr ungewöhnlich und vielleicht weltweit einmalig:
    Es findet eine Live - Diskussion statt, und plötzlich ist einer der Teilnehmer tot.

    Jetzt wäre natürlich die Reaktion interessant:
    Wurde die Sendung abgebrochen?
    Wurde der Herr Hacker vielleicht "unauffällig" hinaus gebracht aus der Sendung?
    Fiel es während der Sendung den Zuschauern überhaupt auf?
    Wurde der tote Herr Hacker überhaupt eingefangen von den Kameras?

    Seltsamerweise erfährt man nirgendwo, was da ablief, es gibt null Hintergrundinformationen zu diesem Vorfall.

    Meine Vermutung ist:
    Hacker war offensichtlich der "Ankläger" gegen die "rechtsextremen" Republikaner in der Sendung, hat sich wahrscheinlich fürchterlich über diese Partei ereifert, naja und dann hat ihn der Herrgott zu sich geholt, noch in der Sendung.
    Nun würde so ein Tod ja für viel Häme sorgen im letzten Jahr der "alten" Bundesrepublik in gewissen Kreisen, und vielleicht wäre es bis heute eine Art "running Gag", wenn es um die unfaire Diskussionsleitung mit "Rechten" geht, würde da noch ein Video vorhanden sein?

    Also hat man ganz schnell den Mantel des Vergessens ausgebreitet, denn auch Wikipedia gibt keine Quellenangaben an.
    Soviel ist aber klar:

    He was 75 and suffered a heart attack while appearing on a West German television panel show near Frankfurt, Alter said. He reported that Hacker had undergone bypass surgery several years ago and had ongoing kidney problems.
    Vielleicht gibt es ja hier ältere Semester, möglicherweise damals Mitglieder der "Republikaner", die sich an diese Sendung erinnern können.
    Mir geht es nicht um Voyeurismus, sondern alleine darum, warum man heute nichts mehr zu diesem sonderbaren Tod eines Mannes , nachdem immerhin in Wien eine Strasse benannt ist, erfahren kann?

  2. #2
    Bundeskanzler Björn Höcke Benutzerbild von Leseratte
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    Standard AW: 1989: Der Tod von Friedrich Hacker

    Das Filmmaterial das es darüber geben muß, kann doch bestimmt jemand durchstechen. Es wird doch sonst auch alles durchgestochen.

    Er sollte die Midlife Crisis leider nicht erleben, denn der 75. war sein letzter Geburtstag. Viele seiner Freunde meinten, „Friedl“ Hacker sei so gestorben, wie er selbst es sich gewünscht hätte: in einem Fernsehstudio in Mainz, während einer Live-Diskussion (über den Rechtsaußenpolitiker Schönhuber).
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    Hans Püschel:

    Wenn ich Nazi bin, nur weil ich mit Leib und Seele für Deutschland einstehe, dann bin ich stolz, ein Nazi zu sein!

    Leseratte gehört der Rechtsfraktion an.

  3. #3
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    Standard AW: 1989: Der Tod von Friedrich Hacker

    Ich verstehe an dieser Stelle das Problem nicht.

    Was - denkt der Strangersteller - steht ihm an Filmmaterial noch alles zu?
    "... und alles kommt, wie's kommen muss.... " (Reinhard Mey "Der Gauckler")

  4. #4
    Mitglied Benutzerbild von Swesda
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    Standard AW: 1989: Der Tod von Friedrich Hacker

    Zitat Zitat von autochthon Beitrag anzeigen
    Ich verstehe an dieser Stelle das Problem nicht.

    Was - denkt der Strangersteller - steht ihm an Filmmaterial noch alles zu?
    Vielleicht sieht er gerne politische Gegner einen realen Tod erleiden? Ich habe noch nie von diesem Fall gehört. Hätte ich aber sollen, denn es gibt einen ausführlichen Wiki-Artikel in dem von seinen Thesen berichtet wird. Linke Österreicher sind mir von Haus aus schon verdächtig, weil das eigentlich ein Widerspruch in sich ist, aber was da zum Thema "Gewalt" steht möchte ich jederzeit unterschreiben:

    Seine „25 Thesen zur Gewalt“ von 1971 (S. 15 f) erscheinen heute weiterhin aktuell, zum Beispiel:

    • Gewalt ist das Problem, als dessen Lösung sie sich ausgibt.
    • Gewalt ist auch, was als Gegengewalt gerechtfertigt wird.
    • Gewalt, als Delikt verboten, wird als Sanktion geboten, umbenannt und gerechtfertigt.
    • Ausnahmen des Gewaltverbots werden zu Regeln der Gewaltanwendung.
    Das ist der Wiki-Artikel: [Links nur für registrierte Nutzer]

    Deutsche Nationalbibliothek: [Links nur für registrierte Nutzer]

    Er ruht in einem
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    auf dem
    [Links nur für registrierte Nutzer]
    (Gruppe 33 G, Nummer 76).
    Was noch?
    Auf, auf sprach der Fuchs zum Hasen, hörst du nicht den Jäger blasen!

    Bitte mit "www" voran kopieren: afd.de/mitwirken/mitglied-werden/

  5. #5
    Bundeskanzler Björn Höcke Benutzerbild von Leseratte
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    Standard AW: 1989: Der Tod von Friedrich Hacker

    Wieso ist das ein ungewöhnlicher Tod. Wenn ein Tagesschausprecher älteren Jahrgangs tot umfällt, dann würde ich das nicht für so ungewöhnlich halten. Im Fernsehen aufzutreten gilt immer noch nicht als gewöhnlicher Job, aber für viele ist es das. Da gucken dann Millionen zu wie einer stirbt. Aber das ist beim Fernsehen ebenso. Besonders bei den Dauergästen in Talkshows älteren Jahrgangs würde ich es nicht ungewöhnlich finden, wenn die in so einer Talkshow dann auch sterben.
    Hans Püschel:

    Wenn ich Nazi bin, nur weil ich mit Leib und Seele für Deutschland einstehe, dann bin ich stolz, ein Nazi zu sein!

    Leseratte gehört der Rechtsfraktion an.

  6. #6
    geliefert wie bestellt! Benutzerbild von autochthon
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    Standard AW: 1989: Der Tod von Friedrich Hacker

    Zitat Zitat von Leseratte Beitrag anzeigen
    Wieso ist das ein ungewöhnlicher Tod. Wenn ein Tagesschausprecher älteren Jahrgangs tot umfällt, dann würde ich das nicht für so ungewöhnlich halten. Im Fernsehen aufzutreten gilt immer noch nicht als gewöhnlicher Job, aber für viele ist es das. Da gucken dann Millionen zu wie einer stirbt. Aber das ist beim Fernsehen ebenso. Besonders bei den Dauergästen in Talkshows älteren Jahrgangs würde ich es nicht ungewöhnlich finden, wenn die in so einer Talkshow dann auch sterben.
    Richtig.
    Vor wenigen Jahren starben immer mal Profifußballer vor laufender Kamera.

    Also - Da gab es ein paar Todesfälle.
    In allen Fällen Herztod. Die hörten auf zu laufen, beugten sich vorne über und kippten dann einfach um.
    "... und alles kommt, wie's kommen muss.... " (Reinhard Mey "Der Gauckler")

  7. #7
    Mitglied Benutzerbild von Swesda
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    Standard AW: 1989: Der Tod von Friedrich Hacker

    Zitat Zitat von autochthon Beitrag anzeigen
    Richtig.
    Vor wenigen Jahren starben immer mal Profifußballer vor laufender Kamera.

    Also - Da gab es ein paar Todesfälle.
    In allen Fällen Herztod. Die hörten auf zu laufen, beugten sich vorne über und kippten dann einfach um.
    Ähnlich ist es ja auch bei der Ziehung der Lottozahlen. Die finden (angeblich) vor laufender Kamera statt, aber wer weiß das schon genau. Dann fallen (angeblich) zufällig bestimmte Kugeln mit bestimmten Zahlen in kleine Plastikrohre. Es gibt (angeblich) jeweils nur eine dieser Zahlen auf jeder Kugel. Keine fehlt (angeblich) und keine ist (angeblich) doppelt. Ist doch alles recht seltsam.
    Man müsste es jemand ermöglichen, diese (angeblich) seriösen Ziehungen tagelang mit Videoaufnahmen zu kontrollieren. Ich würde User @Filofax für diese ehrenvolle Aufgabe vorschlagen.
    Auf, auf sprach der Fuchs zum Hasen, hörst du nicht den Jäger blasen!

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  8. #8
    Mitglied
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    Standard AW: 1989: Der Tod von Friedrich Hacker

    Zitat Zitat von Leseratte Beitrag anzeigen
    Wieso ist das ein ungewöhnlicher Tod. Wenn ein Tagesschausprecher älteren Jahrgangs tot umfällt, dann würde ich das nicht für so ungewöhnlich halten. Im Fernsehen aufzutreten gilt immer noch nicht als gewöhnlicher Job, aber für viele ist es das. Da gucken dann Millionen zu wie einer stirbt. Aber das ist beim Fernsehen ebenso. Besonders bei den Dauergästen in Talkshows älteren Jahrgangs würde ich es nicht ungewöhnlich finden, wenn die in so einer Talkshow dann auch sterben.
    Der Tod ist ungewöhnlich, weil es meines Wissens keinen zweiten Fall gibt.

    Das ist auch nicht vergleichbar mit Todesfällen im Sport (Gernot Reinstadler), da eben da nie voll aufs Gesicht gefilmt wird.

    In den 1970er Jahern erschoss sich eine Nachtichtensprecherin vor laufender Kamera, oder auch nicht, denn als sie die Waffe herausholte schaltete die Regie das Bild ab und man hörte nur den Schuss.

    Das war dann immerhin so "sensationell", dass es sogar verfilmt wurde.

    Hier wundert mich es doch, dass es keinerlei Informationen zu diesem Todesfall gibt.
    Ich gehe einfach davon aus, dass es mit dem Inhalt der Sendung zusammenhängt.

    Der Typ war ja ein "Gewaltforscher", mir wäre neu dass die Republikaner jemals Gewalt angewendet hätten, insofern schon grotesk dass er in dieser Sendung sass im Juni 1989.

    Vielleicht ist er ja an seinen eigenen Lügen damals erstickt?

  9. #9
    Bundeskanzler Björn Höcke Benutzerbild von Leseratte
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    Standard AW: 1989: Der Tod von Friedrich Hacker

    Wie gesagt, Selbstmorde gibt es auch in anderen Berufen. Beim Fernsehen bekommen das eben Millionen mit und es wird dann eben auch verfilmt.

    Der technische Leiter der Sendung sah, wie sie die Waffe zog und reagierte geistesgegenwärtig, sodass der Bildschirm schwarz wurde, unmittelbar bevor sich der Schuss aus der Waffe löste; der Knall allerdings war laut und eindeutig zu hören. Ihre Kollegen dachten zuerst an einen Scherz und eilten wütend zu ihr, was sich beim Näherkommen schlagartig änderte. Das Script, das Chubbuck für diesen Tag zu ihrer Sendung geschrieben hatte, beschrieb detailliert, wie man sie ins Krankenhaus fahren würde und wie man erklären würde, dass ihr Zustand kritisch sei. Auch verabschiedete sie sich von den Kollegen und bekräftigte ihre Entscheidung zur öffentlichen Selbsttötung.
    [Links nur für registrierte Nutzer]

    Dieser Vorfall diente [Links nur für registrierte Nutzer]als Inspiration für sein Drehbuch zum mit vier Oscars prämierten Film [Links nur für registrierte Nutzer]von 1976. Unter der Regie von [Links nur für registrierte Nutzer]und mit [Links nur für registrierte Nutzer]
    in der Rolle der Christine Chubbuck entstand der Film „Christine“[Links nur für registrierte Nutzer], der erstmals auf dem [Links nur für registrierte Nutzer]gezeigt wurde[Links nur für registrierte Nutzer].

    Der AfD wird doch auch unterstellt, sie würde rechte Gewalt fördern. Dabei ist sie wie keine andere Partei das Opfer linker Gewalt. Die haben eben immer schon mit Lügen gearbeitet. Annetta Kahane wird aber wohl nicht in einem Fernsehstudio sterben.
    Hans Püschel:

    Wenn ich Nazi bin, nur weil ich mit Leib und Seele für Deutschland einstehe, dann bin ich stolz, ein Nazi zu sein!

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  10. #10
    Bundeskanzler Björn Höcke Benutzerbild von Leseratte
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    Standard AW: 1989: Der Tod von Friedrich Hacker

    Vielleicht starb er auch deshalb. War das eine Wahlsendung.

    Wahlerfolge 1989

    Im Vorfeld der Wahlen zum (West-)Berliner Abgeordnetenhaus sorgten die "Republikaner" für Aufregung. Einen Werbespot, der spielende türkische Kinder zeigte, unterlegte die Partei mit der Melodie des Films "Spiel mir das Lied vom Tod" (Spielfilm, Italien/USA 1968). Im Ergebnis zog die Partei mit einem Ergebnis von 7,5 % der abgegebenen Stimmen erstmals in ein Landesparlament ein. Nachdem sie in den folgenden [Links nur für registrierte Nutzer] diesen Erfolg noch ausbauen konnten, sahen viele Beobachter die "Republikaner" bereits auf dem Weg, sich im deutschen Parteiensystem zu etablieren. Ihr Wähler- und Mitgliederschwerpunkt blieb aber in Süddeutschland, vor allem in Bayern. 14,6 % aller Stimmen im [Links nur für registrierte Nutzer] gingen bei der Europawahl an die Rechtsaußengruppierung, die in einigen Landesteilen zur zweitstärksten Partei aufstieg. Franz Schönhuber und fünf weitere Parteigenossen vertraten die Bundesrepublik im Europaparlament.
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    Hans Püschel:

    Wenn ich Nazi bin, nur weil ich mit Leib und Seele für Deutschland einstehe, dann bin ich stolz, ein Nazi zu sein!

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