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Thema: Wie lange kann sich das Christentum noch halten ?

  1. #971
    Mitglied Benutzerbild von Rhino
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    Standard AW: Wie lange kann sich das Christentum noch halten ?

    Zitat Zitat von GSch Beitrag anzeigen
    Die Bedürfnisse, zu deren Befriedigung die Religion dient, haben nichts damit zu tun, ob man früher die Maxwellschen Gleichungen schon kannte oder nicht. Wissenschaft und Religion dienen völlig verschiedenen Zwecken. Die Fragen, für die die Religion kompetent zu sein beansprucht, können von der Wissenschaft grundsätzlich nicht beantwortet werden. Warum es donnert, wenn es blitzt, ist keine dieser Fragen.
    Wenn "Religion" und "Wissenschaft" gegenueber gestellt werden ist das oft ein Kategoriefehler. Hinzu kommen dann auch noch Demarkationsprobleme.
    Was man nicht vergessen sollte, ist allerdings folgender Umstand:
    Die weltanschaulichen Grundlagen, die man fuer die Entwicklung der Naturwissenschaften brauchte stammen aus der christlichen Philosophie:
    * Mit Ordnung und Gesetzmaessigkeiten erschaffenes Universum.
    * Erkenntnisfaehigkeit des Menschen fuer diese Gesetzmaessigkeiten.
    * Durch Suende bedingte Neigung des Menschen zum Irrtuemern. Daher wird ja die Replizierbarkeit als Beweis verlangt.


    Heute besteht die Tendenz Akademikern (also Leuten die eine gewisse Wissenschaftlichkeit fuer sich beanspruchen) Autoritaet zuzuschreiben, die frueher mal Priester hatten. Bei Aerzten spricht man ja auch vom "Halbgott in weiss". Und genauso geht man damit auch in die Irre. Die Akademische Welt wiederholt also die Fehler der Kirchen (Der Begriff Kirche haengt uebrigens mit Herrschaft zusammen).

    In dem Zusammenhang ist Roemerbrief 1 auch interessant (Insb. Ab Vers 18). Gott wird auch an seinen Werken (Schoefung) erkannt. Wird das verworfen, gehts ab ins Verderben. Kann man an der Coronoia gut sehen.
    Wahrheit Macht Frei!

  2. #972
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    Standard AW: Wie lange kann sich das Christentum noch halten ?

    Zitat Zitat von GSch Beitrag anzeigen
    Die Bedürfnisse, zu deren Befriedigung die Religion dient, haben nichts damit zu tun, ob man früher die Maxwellschen Gleichungen schon kannte oder nicht. Wissenschaft und Religion dienen völlig verschiedenen Zwecken. Die Fragen, für die die Religion kompetent zu sein beansprucht, können von der Wissenschaft grundsätzlich nicht beantwortet werden. Warum es donnert, wenn es blitzt, ist keine dieser Fragen.
    Es ging hier um die Existenz Gottes.

    Aber ok, legen wir es um. Die Religion hat geschichtlich dafür gesorgt, dass Fragen beantwortet wurden die der Mensch gestellt hat. Das waren damals mitunter die, die wir heute durch Wissenschaft klären konnten. Mitunter. Es bleiben noch Fragen übrig, es werden sogar mit steigendem Wissen und Intelligenz immer mehr Fragen.

    Genau, die Religion beansprucht Fragen und meint, sie im Gegensatz beantworten zu können. Dazu einmal ein Beispiel von mir:
    Wieviele rosarote Einhörner können auf einem Tisch tanzen?

    Diese Frage wird die Wissenschaft nie beantworten können. Die Religion wird diese Frage nicht beantworten wollen, würden wir einen Theologen fragen würde auch er behaupten, die Frage wäre "Unsinn".

    Genau das. Die Frage ist einfach unsinnig, und die kann daher nicht von der Wissenschaft, wie auch der Religion, beantwortet werden. Wenn du also wissen möchtest, ob deine unsterbliche Seele in die Hölle oder in den Himmel kommt, ob es einen Gott gibt, was gut und böse ist, wieso es dich gibt (spirituell/Seele), wohin du gehen wirst... auf diese Fragen bietet die Religion Antworten, weil die Fragen für Wissenschaft nicht zugänglich sind. Sie beziehen sich auf Dinge, die man nicht messen und beweisen kann. Wie die o.g. Einhörner. Möglich dass es die Einhörner gibt. Möglich dass es sie nicht gibt....

    Zitat Zitat von Rhino Beitrag anzeigen
    ...
    Da ist es schon wieder. Vieles entstammt der christlichen Philosophie weil es nichts anderes gab als einen Zustand des Glaubens in der Gesellschaft.

    Ich möchte das wiederum an einem Beispiel klar machen. Du könntest schreiben: Viele der heutigen Errungenschaften entstammen aus der deutschen Sprache heraus, darunter das Auto oder die Atombombe.
    In Deutschland wurde nun einmal deutsch gesprochen, es lässt sich also weder belegen noch dementieren, dass diejenigen die das erfanden deutsch gesprochen und "in deutsche gedacht" haben. Macht es das zu einer Leistung der Sprache? Ist es also eine Eigenschaft der Sprache oder der Entwicklung des Menschen?

    Die Ordnung des Universums ist auch ohne Religion existent. Sofern man die Gesetzmäßigkeiten erkennen will.
    Und der letzte Punkt von dir: Der Mensch lernt aus Fehlern. So werden Kinder zu Erwachsenen. Die Sünde ist nur eine Entwertung des Menschen in Gut und Böse. Es ist z.B. nicht böse in der Nase zu bohren. Es eignet sich gut das Lied von Knorkator - Böse.

    Der Arzt weiss mehr von Medizin als ein Nicht-Mediziner.

    Mpf. Dann hat also Gott Corona entworfen (erschaffen) und will uns umbringen. Könntest du mir erklären, wieso Säuglinge sterben? Haben die nicht fest genug an Gott geglaubt?

  3. #973
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    Standard AW: Wie lange kann sich das Christentum noch halten ?

    Zitat Zitat von Nietzsche Beitrag anzeigen
    Es ging hier um die Existenz Gottes.

    Aber ok, legen wir es um. Die Religion hat geschichtlich dafür gesorgt, dass Fragen beantwortet wurden die der Mensch gestellt hat. Das waren damals mitunter die, die wir heute durch Wissenschaft klären konnten. Mitunter. Es bleiben noch Fragen übrig, es werden sogar mit steigendem Wissen und Intelligenz immer mehr Fragen.

    Genau, die Religion beansprucht Fragen und meint, sie im Gegensatz beantworten zu können. Dazu einmal ein Beispiel von mir:
    Wieviele rosarote Einhörner können auf einem Tisch tanzen?

    Diese Frage wird die Wissenschaft nie beantworten können. Die Religion wird diese Frage nicht beantworten wollen, würden wir einen Theologen fragen würde auch er behaupten, die Frage wäre "Unsinn".

    Genau das. Die Frage ist einfach unsinnig, und die kann daher nicht von der Wissenschaft, wie auch der Religion, beantwortet werden. Wenn du also wissen möchtest, ob deine unsterbliche Seele in die Hölle oder in den Himmel kommt, ob es einen Gott gibt, was gut und böse ist, wieso es dich gibt (spirituell/Seele), wohin du gehen wirst... auf diese Fragen bietet die Religion Antworten, weil die Fragen für Wissenschaft nicht zugänglich sind. Sie beziehen sich auf Dinge, die man nicht messen und beweisen kann. Wie die o.g. Einhörner. Möglich dass es die Einhörner gibt. Möglich dass es sie nicht gibt....


    Da ist es schon wieder. Vieles entstammt der christlichen Philosophie weil es nichts anderes gab als einen Zustand des Glaubens in der Gesellschaft.

    Ich möchte das wiederum an einem Beispiel klar machen. Du könntest schreiben: Viele der heutigen Errungenschaften entstammen aus der deutschen Sprache heraus, darunter das Auto oder die Atombombe.
    In Deutschland wurde nun einmal deutsch gesprochen, es lässt sich also weder belegen noch dementieren, dass diejenigen die das erfanden deutsch gesprochen und "in deutsche gedacht" haben. Macht es das zu einer Leistung der Sprache? Ist es also eine Eigenschaft der Sprache oder der Entwicklung des Menschen?

    Die Ordnung des Universums ist auch ohne Religion existent. Sofern man die Gesetzmäßigkeiten erkennen will.
    Und der letzte Punkt von dir: Der Mensch lernt aus Fehlern. So werden Kinder zu Erwachsenen. Die Sünde ist nur eine Entwertung des Menschen in Gut und Böse. Es ist z.B. nicht böse in der Nase zu bohren. Es eignet sich gut das Lied von Knorkator - Böse.

    Der Arzt weiss mehr von Medizin als ein Nicht-Mediziner.

    Mpf. Dann hat also Gott Corona entworfen (erschaffen) und will uns umbringen. Könntest du mir erklären, wieso Säuglinge sterben? Haben die nicht fest genug an Gott geglaubt?
    Dein Ansatz, Dein Grundgedanke läuft schon mal falsch. Auch wenn Du oft um den Kern einer Sache herum läufst. Nach Deiner Ansicht ist alles nur Zufall - und es hätte auch anders kommen können - daß man z.B. erst die entwickelte Gesellschaft hat und
    dann zum Zustand des Affen zurück kehrt :-)

    Bei Dir gibt es keine Gesetzmäßigkeiten der Natur - kein Ineinander greifen von natürlichen Ereignissen - der Elefant hätte auch bei den Eskimos leben können und der Eisbär in heißen Afrika - alles wäre gut - ist nur Zufall, daß der eine dort ist und der andere dort. :-)

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    Wenn der Schüler nicht das ABC und das Einmaleins lernt, kann er weder lesen noch rechnen. Das ist genauso im Geistigen - da muß man die Grundbedingungen lernen - sonst begreift er gar nichts.

    Der Mensch, der sonst nicht weiter denkt, sieht nur seinen Körper, er bedauert seinen Verfall - und jammert ständig darüber, daß er nicht ewig jung bleibt. Und dann verfällt der Mensch in Trauer und denkt, von ihm bleibt nur Asche übrig und sonst nichts.

    Der Mensch begreift das dahinter Liegende Größere nicht und deshalb wird er bei seinen Ansichten bleiben.

    Alles will der Mensch wie ein Kleinkind anfassen und begrabschen und meint, er sei damit so schlau, keiner könne ihm was.

    Deshalb gibt es ja auch diese Unterschiede im Geistigen, daß die, die "Wissen", niemals mit denen identisch sind, die nur alles in Formeln packen wollen und alles sehen und anfassen wollen, weil ihnen das Geistige fehlt.

    Wie aber soll man diesen Menschen das "mehr" begreiflich machen, wenn sie dafür noch keine Ader, noch kein Gespür haben ? Ist Nietzsche daran gescheitert, daß er diese Wahrnehmung nicht beschreiben konnte oder er nur ewig an sich selbst
    gezweifelt hat.

    In dieser materiellen Welt, unter Menschen mit dieser Materialität als geistiger Mensch bestehen zu können, daran sind mehr Menschen zugrunde gegangen, sie konnte mit der Grobschlächtigkeit dieser Menschen nicht mehr leben und zogen sich
    zurück.

    Wir leben in einem Universum, das durch Unbegrenztheit, durch Ewigkeit gekennzeichnet ist.

    Der Mensch muss in einer Realität des Lebens existieren, die durch Ewigkeit gekennzeichnet ist, und die Anerkennung dessen verleiht ihm Vorausschau für seine Taten. (U I, 90)

    Die Weltanschauung der Bruderschaft beruht auf dem Denken über die Unbegrenztheit. (Br II, 341)

    In Unbegrenztheit gibt es nur ewige Bewegung.

    Alles ist in Bewegung und existiert durch Bewegung. Es kann keinen Augenblick ohne Bewegung geben. (Herz 260)

    Durch Erweiterung des Bewusstseins wird man die unaufhörliche Bewegung liebgewinnen. Das Offenbarte evolviert ständig. (Br I, 531, 534)
    Man wird diese Kraft, die alles in Bewegung hält, nie sehen können - weil sie gerade in diesen Bewegungen unsichtbar für unser Auge zu finden ist.

    7. Geist formt Materie

    „Erklärt uns denn nicht Charles Darwins Werk „Über die Entstehung der Arten“, wie sich der Mensch entwickelt hat?“

    Nein! Die allein am Materiellen orientierten Naturwissenschaften erfassen das Wesentliche nicht!

    Niemand gesunden Herzens kann ernstlich glauben, dass feinste Organe wie das Auge, hochkomplizierte, sinnhafte Gebilde wie Pflanzen und Tiere oder gar eine Schöpfung wie der Mensch sich „zufällig" allein nach darwinistischen Abläufen herausgebildet haben. Das ist eine armselige Vorstellung.
    Es waltet ein Geist, der alle diese Formen schafft und am Leben erhält.

    Wer will bezweifeln, dass in jedem irdischen Gegenstand jemandes Wille zum Ausdruck kommt? Ohne Willen kann man einen irdischen Gegenstand weder erschaffen noch in Bewegung setzen. (FW II, 16)

    Jeder Stein auf dem Planeten wurde von einem Gedanken geschaffen. Jeder Gegenstand ist durch die schöpferische Kraft des Gedankens entwickelt worden. (AUM 23)

    Nichts entwickelt sich zufällig. Alles vollzieht sich nach Notwendigkeit. Alles formt sich äußerlich zu etwas, was es auf der geistigen Ebene, seiner innersten Natur nach bereits ist.

    Der Geist ist der Schöpfer der Form, der Erzeuger alles Bestehenden und der Träger des Entstandenen. (FW III, 363, 316)
    Wir denken zu eng, weil wir uns mit der uns als Realität erscheinenden Welt umgeben und mit dem Alter merken wir, daß sich alles anders geformt und gewandelt hat, als wir uns jemals gedacht haben.

    Oftmals merkt man, daß man Dinge nicht ändern kann, daß sie geschehen und was würden wir sagen, wenn wir merken, wir werden - unser Geist - unsere Seele - wird in diese Welt zurück kommen - in neue Körper und diese von uns geschaffene Welt erfahren.

    Ein seltsamer Gedanke. Für manchen dann der Horror. Für andere eine neue Chance.

  4. #974
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    Standard AW: Wie lange kann sich das Christentum noch halten ?

    Zitat Zitat von Tutsi Beitrag anzeigen
    ....
    Bei Dir gibt es keine Gesetzmäßigkeiten der Natur - kein Ineinander greifen von natürlichen Ereignissen - der Elefant hätte auch bei den Eskimos leben können und der Eisbär in heißen Afrika - alles wäre gut - ist nur Zufall, daß der eine dort ist und der andere dort.
    Das ist das, was du gerne in mir sehen würdest weil du die Evolutionstheorie nicht verstehst. Die ist für dich gleichbedeutend mit Zufall. Was aber ganz und gar nicht stimmt.

    Der Mensch, der sonst nicht weiter denkt, sieht nur seinen Körper, er bedauert seinen Verfall - und jammert ständig darüber, daß er nicht ewig jung bleibt. Und dann verfällt der Mensch in Trauer und denkt, von ihm bleibt nur Asche übrig und sonst nichts. Der Mensch begreift das dahinter Liegende Größere nicht und deshalb wird er bei seinen Ansichten bleiben.
    Genau. Der Mensch betrauert sein Schicksal weil er meint, es sei etwas schlechtest alt und schrumpelig zu werden und dann wieder dem Kreislauf hinzugefügt zu werden. Das ist die Erziehung. Er soll nicht altern, Hy-a-lu-ron! Botox, Sauerstofftherapie, so alt werden wie man möchte, jung aussehen. Das Ideal so lange wie möglich erhalten. Es hilft nichts. Man wird irgendwann unweigerlich sterben und die Individualität, das erworbene Bewusstsein wird weg sein. Die Größe die du beschreibst ist das Universum. Es scheint jedoch so, als wenn man das nicht weiter vermittelt. Nur Leere anstatt Lehre. Und in der Hinsicht gebe ich dir Recht. Lieber weiter vermitteln, am Ende stünde ein Gott oder eine Art von Paradies oder die Unendlichkeit durch Widergeburt oder Sonstwas als GARNICHTS oder nur Zufall. Deswegen sollte man klar definieren, auch vor Kindern, was nach der eigenen Meinung "danach" kommt. Für mich kommt dann das Universum, aber mich gibt es dann nicht mehr. Dann bin ich wieder Teil des Universums aber nicht mehr als Ich existent. Das ist weder traurig noch lustig, das ist einfach so.

    Alles will der Mensch wie ein Kleinkind anfassen und begrabschen und meint, er sei damit so schlau, keiner könne ihm was.
    Der Mensch muss lernen. Viele Menschen können nur das begreifen, was sie selbst austesten. Ich für meinen Teil muss das nicht. Ich muss nicht gefoltert werden um zu WISSEN, dass Folter etwas schlechtes ist, dass es Leid verursacht. Ich muss nicht erst Hunger erleben bis mir die Glieder wehtun um ihn zu verstehen. Ich muss nicht Milionär sein, um glücklich zu sein. Empathie und Vorstellungsvermögen reichen mir aus, um es mir ausmalen zu können. Und nein man muss das alles nicht erlebt haben um es zu verstehen. Ich muss nicht erlebt haben wie jemand in Millionenfacher Ausführung erschossen wird. Ich muss auch nicht erlebt haben wie Tiere gequält werden. Ich WEISS das es so ist und wie es wäre, aber ich bin unfähig daran etwas zu ändern.

    Jetzt bleibt mir die Möglichkeit daran zu zerbrechen, nur das Leid in mich auf zu nehmen und dann zu hoffen, es würde einmal besser werden. Aber so IST die Welt nun einmal nicht. Manche Tode sind völlig sinnlos (die Erzwungenen) und ich bin machtlos. Mir und dem Toten hilft es aber nicht, wenn ich nun an irgendetwas ausgleichendes glaube. Sondern es würde schon reichen es erst einmal zu akzeptieren und dann für mich (und letztlich meine Kinder) zu entscheiden das nicht durchzuführen. Ich kann nicht verhindern, dass Löwen Gnus töten. Ich kann nicht verhindern dass Menschen Löwen töten. Ich kann und muss es akzeptieren und sagen: Ich würde keinen Löwen töten, zum Glück muss ich das bei kaufbaren Lebensmitteln auch nicht.

    Deshalb gibt es ja auch diese Unterschiede im Geistigen, daß die, die "Wissen", niemals mit denen identisch sind, die nur alles in Formeln packen wollen und alles sehen und anfassen wollen, weil ihnen das Geistige fehlt.
    Während ein Überschwang des Geistigen dafür sorgt, dass man jeden Unsinn glaubt. Naivität, kindliche Glaubenskonstrukte. Lieber daran glauben als an "das böse, unausweichliche Universum". Kalt kommt es einem vor und leer am Ende. Nur wenn man das glauben WILL. Die Formeln helfen nur, das zu verstehen was sich im Universum abspielt. Es hilft nur Dinge immer genauer zu erklären. Zu verstehen. Um dann danach zu handeln.
    Man stelle sich vor das gäbe es nicht. Man würde immer dieselben Fehler machen. Jede Generation aufs Neue. Immer exakt dieselben Fehler. Das wäre kein lernen. Man würde stillstehen. Die dazu passende geschichtliche Stelle sind die Dinosaurier. Sie lebten emsig auf dem Planeten, Millionen von Jahren und was ist ihnen als Spezies wiederfahren? Ausgestorben. Weil stagnierend. Wenn der Mensch stillsteht wird er irgendwann unweigerlich aussterben. Weil sich das Universum weiterdreht, weil es sich verändert.

    Wie aber soll man diesen Menschen das "mehr" begreiflich machen, wenn sie dafür noch keine Ader, noch kein Gespür haben ? Ist Nietzsche daran gescheitert, daß er diese Wahrnehmung nicht beschreiben konnte oder er nur ewig an sich selbst gezweifelt hat.
    Nietzsche ist aufgewacht. Hat die Zwänge erkannt denen sich der Mensch unterordnet, für Hilfskonstrukte die eigentlich nur Ängste überdecken, Triebe.

    In dieser materiellen Welt, unter Menschen mit dieser Materialität als geistiger Mensch bestehen zu können, daran sind mehr Menschen zugrunde gegangen, sie konnte mit der Grobschlächtigkeit dieser Menschen nicht mehr leben und zogen sich zurück.
    Oder sie konnten nicht ertragen, wie Menschen andere Menschen behandeln trotz Religionen die alle Menschen zu liebenden Wesen erziehen müsste. Weil die Religionen sich gegenseitig bekriegen, weil sie gegen Atheisten Krieg führen. Um werten zu dürfen, in Gut und Böse wobei Gut immer der Glaube ist und Böse das Wissen. Je weniger Wissen, desto besser. So kann man auch besser kontrollieren. Auch in den Köpfen. Man will unterdrücken. Um die eigene Macht zu erhalten und mehren.

    Ein Mensch der Materiell ist, der also Realist ist, der ist nicht grobschlächtig sondern erkennt auch Feinheiten. Nur weiss er, dass er nicht an jedem Zustand etwas ändern kann. Dieses Wissen macht ihn nicht zu einem schlechten Menschen. Man wird zu einem schlechten Menschen wenn man meint etwas nicht schätzen zu müssen trotz der geringen Lebenserwartung die wir haben. Ich weiss selbst Mineralien zu schätzen die draußen mannigfaltig herumliegen. Ich käme aber nicht auf die Idee mein Leben nach diesen Steinen auszurichten oder mich darin zu verlieren, dazu gibt es viel mehr lebenswerteres, Komplexeres, was es lohnt dafür zu leben, zu erkennen und erfahren und zu verändern.

    Nietzsche beschrieb auch den Übermenschen als einen Schaffer, einen Erschaffenden. Der alte Konstrukte immer wieder hinterfragt, zerstört, aber auch aus ihnen besteht. Das muss er, sonst würde er nicht lernen können sie zu überwinden...


    Niemand gesunden Herzens kann ernstlich glauben, dass feinste Organe wie das Auge, hochkomplizierte, sinnhafte Gebilde wie Pflanzen und Tiere oder gar eine Schöpfung wie der Mensch sich „zufällig" allein nach darwinistischen Abläufen herausgebildet haben. Das ist eine armselige Vorstellung.

    Richtig, deswegen glaubt daran auch niemand. Sondern man WEISS, dass die Abläufe einer Kausalität unterliegen. Man WEISS, dass die Lebensbedingungen für Dinosaurier Millionen Jahre lang einigermaßen konstant waren. Man WEISS wie aus Bakterien größere Organismen wurden, wie der Mensch wurde. Wie das Auge wurde! Die, die die hochkomplizierten Vorgänge und Wechselwirkungen nicht verstehen WOLLEN, die nennen das Zufall. Wie ein Würfel liegen bleibt, ob sich also ein zweites Paar Flügel bilden oder ein drittes Auge. Alles Zufall für jene, die nicht sehen wollen, dass ein drittes Auge für ein Überleben z.B. unter Wasser geeignet ist, um Feinde über sich auszumachen. Oder dass ein weiteres paar Flügel/Flossen unter Wasser nur Energie kostet und man daher schneller gefressen würde. Weil diejenigen Evolution nicht verstehen. Es ist ein streben nach Gleichgewicht, welches es niemals vollständig geben wird. Siehe Quastenflosser. Dort sind die Umstände fast gleich, in diesen Meerabschnitten, und deswegen gibt es noch den Quastenflosser. Gäbe es seinen Lebensraum nicht, es gäbe keinen Quastenflosser.

  5. #975
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    Standard AW: Wie lange kann sich das Christentum noch halten ?

    Zitat Zitat von Rhino Beitrag anzeigen
    Wenn "Religion" und "Wissenschaft" gegenueber gestellt werden ist das oft ein Kategoriefehler. Hinzu kommen dann auch noch Demarkationsprobleme.
    Was man nicht vergessen sollte, ist allerdings folgender Umstand:
    Die weltanschaulichen Grundlagen, die man fuer die Entwicklung der Naturwissenschaften brauchte stammen aus der christlichen Philosophie:
    * Mit Ordnung und Gesetzmaessigkeiten erschaffenes Universum.
    * Erkenntnisfaehigkeit des Menschen fuer diese Gesetzmaessigkeiten.
    * Durch Suende bedingte Neigung des Menschen zum Irrtuemern. Daher wird ja die Replizierbarkeit als Beweis verlangt.


    Heute besteht die Tendenz Akademikern (also Leuten die eine gewisse Wissenschaftlichkeit fuer sich beanspruchen) Autoritaet zuzuschreiben, die frueher mal Priester hatten. Bei Aerzten spricht man ja auch vom "Halbgott in weiss". Und genauso geht man damit auch in die Irre. Die Akademische Welt wiederholt also die Fehler der Kirchen (Der Begriff Kirche haengt uebrigens mit Herrschaft zusammen).

    In dem Zusammenhang ist Roemerbrief 1 auch interessant (Insb. Ab Vers 18). Gott wird auch an seinen Werken (Schoefung) erkannt. Wird das verworfen, gehts ab ins Verderben. Kann man an der Coronoia gut sehen.
    Für die Wissenschaft ist nur eines notwendig Logik und Vernunft, und das konsequente Anwenden. Ich will Religionen nicht die Logik und Vernunft absprechen, aber sie wenden sie nur dort an wo es ihrer Ideologie entspricht und leugnen sie dort wo sie ihrer Weltanschauung widerspricht....ein typisches Verhalten was allen Religionen wie auch alle weltlichen Ideologien gemein haben.
    “Der Politischen Korrektheit geht es nicht darum, eine abweichende Meinung als falsch zu erweisen, sondern den abweichend Meinenden als unmoralisch zu verurteilen. Man kritisiert abweichende Meinungen nicht mehr, sondern hasst sie einfach. Wer widerspricht, wird nicht widerlegt, sondern zum Schweigen gebracht.”
    Prof.Dr. Norbert Bolz, Medienwissenschaftler

  6. #976
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    Zitat Zitat von Tutsi Beitrag anzeigen
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    Was fasziniert die Menschen an Nietsche ?



    Ich habe dieses Sonderheft vor Jahren gekauft - jetzt wieder gefunden. Aber ich finde nicht soviel Besonderes - und er wechselte seine Meinung - war er von Wagner begeistert, hat er ihn später verabscheut.



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    Ich habe oft das Gefühl, daß die höheren Kirchendiener Jesus und Gott gar nicht so richtig verstanden haben. Da muß erst mit dem Hinduismus und Buddhismus etwas ins Land kommen, daß einem die Sache richtig erklärt - weil die meisten heute Lebenden gar nicht mehr mit der Symbolik, den Gleichnissen und allen anderen Erklärungen was anfangen können.

    Das muß einem erst wieder erklärt werden. Mit 20 habe ich auch nichts verständen und gespottet - später habe ich mehr begriffen - man muß wohl erst reifen, um den höheren Sinn zu erkennen.

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    google: theosophie sunrise christentum
    Hallo Tutsi,

    ich möchte dir mal mit diesen Worten antworten:

    "„Es ist absolut notwendig, dass Gott tot sein soll. Aber ich möchte, dass Ihr meine Auffassung kennt: Es war gut von Friedrich Nietzsche, Gott für tot zu erklären – ich aber sage, dass er überhaupt nie war. Es ist eine [Links nur für registrierte Nutzer], eine Erfindung, keine Entdeckung. Versteht ihr den Unterschied zwischen Erfindung und Entdeckung? Eine Entdeckung hat mit der Wahrheit zu tun, eine Erfindung ist von Euch fabriziert worden. Es ist eine vom Menschen fabrizierte Fiktion. Natürlich spendet sie Trost, aber Trost ist nicht das Richtige! Trost ist Opium. Er bewirkt, dass ihr euch der Wirklichkeit nicht bewusst werdet, und das Leben fließt so schnell an euch vorbei – siebzig Jahre werden schnell vergangen sein. Jeder, der euch ein Glaubenssystem gibt, ist euer Feind, denn das Glaubenssystem wird zu einer Barriere für Eure Augen, ihr könnt die Wahrheit nicht sehen. Selbst der Wunsch, die Wahrheit zu finden, verschwindet. Aber am Anfang ist es bitter, wenn Euch alle Eure Glaubenssysteme weggenommen werden. Die Furcht und Angst, die Ihr seit Jahrtausenden unterdrückt, die da ist, sehr lebendig, wird sofort auftauchen. Kein Gott kann sie zerstören, nur die Suche nach der Wahrheit und die Erfahrung der Wahrheit – nicht ein Glaube – kann alle Eure Wunden heilen, euch zu kompletten Wesen machen. Und für mich ist der komplette Mensch der heilige Mensch.“

    Bhagwan Shree Rajneesh

    Das blau Unterlegte stellt meine diesbezügliche Ansicht dar, seit ich so ca. 14 war und kurz vor der Konfirmation stand. Seither hat sich diese Ansicht ausschließlich gefestigt...

    Was ich bezüglich meiner Selbstbetrachtung faszinierend finde ist, dass ich mit den philosophischen Inhalten des Bhagwan im Vergleich zu den anderen Philosophen die weitaus meisten Schnittpunkte habe - und das schon lange, bevor ich erstmal von ihm etwas vernahm (das war Ende der 80er Jahre)
    Während sich früher breite Schichten der Gesellschaft dem Urteil ihrer politischen Eliten fügten, will die Masse inzwischen selbst herrschen. Wenn das gemeine Volk weiter an Macht und Einfluss gewinnen sollte, käme das einer gesellschaftlichen Evolution im Rückwärtsgang gleich. Dieses könnte man auch als "soziale Degeneration" bezeichnen.

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