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Thema: Der Untergang des Abendlandes

  1. #1
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    Standard Der Untergang des Abendlandes

    Der Untergang des Abendlandes- Geburt des Neuen Europa

    Das Abendland gerät derzeit immer mehr in die Spirale der Degeneration und ist im Inbegriff in der fortschreitenden Epoche des Nihilismus der demographischen, moralischen und kulturellen Entartung zu verfallen.

    Die "Spaßgesellschaft" und der globalagierende Kapitalismus, sowie die liberalen Werte des Westens führen zum stetigen Niedergang des Abendlandes.Die christliche Invasion Europas zerstörte die Lebensgrundlagen der heidnischen Völker und zwang sie unter die Herrschaft des monotheistischen Gottes und der intoleranten Engstirnigkeit. Die christliche Inquisition, die Hexenverbrennungen und die geistige Überfremdung mit römisch-christlichen Glaubensbekenntnissen die ursprünglich dem orientalischen Geist entprangen schufen auf den Trümmern des Freien Europas das christliche Abendland.

    Die Feudalherrschaft und die Knechtschaft des Kontinents unter römisch-katholischer Knute folgte der Aufstieg des Bürgertums und der Terror durch die westlichen Parolen des Liberalismus. Die offene Propagierung der angeblichen "Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit" schuf die geistigen Grundlagen für die späteren Utopien und messianischen Ideologien die die Menschheit beglücken und in ein Goldenes Zeitalter führen wollten. Das Abendland verweltlichte auf diese Weise den christlichen Messianismus und goß ihn in die Formen der totailitären Ideologien, die sich selbst wie Religionen gebaren.

    Oswald Spengler, der große deutsche Kulturphilosoph des 20.Jahrhunderts, propagierte in seiner "Morphologie der Weltgeschichte", dem "Untergang des Abendlandes" den unwiderruflichen Niedergang der abendländischen Kultur, die sich mit den Sturmangriffen des Bürgertums und der Eroberung der Gesellschaft durch den bürgerlichen Geist, zur Zivilisation, dem nihilstisch-materialistischen Abfallprodukt der Kultur, wandelte.

    Anhand zahlreicher Beispiele, wie die griechisch-römische Antike, dem Chinesischen Reich und der arabischen Welt, wies er nach, dass es sich mit Kulturen und Völkern ähnlich wie mit einem lebenden Organismus verhält.
    Vergleichbar mit den Jahreszeiten erleben Kulturen ihren Frühling und ebenso ihren Winter, bis zum Untergang. Spengler erkannte, dass die abendländische Zivilisation ihre letzten Atemzüge hauchte und warscheinlich gegen das Jahr 2200 verschwinden wird um mächtigeren, gesünderen und jüngeren Kulturkreisen den Platz zu räumen.

    Spengler wird warscheinlich von vielen als Fatalist abgetan werden, aber wir müssen davon ausgehen, dass es kein Zurück geben kann, aber ebensowenig wird es für die abendländische Zivilisation rosige Zeiten geben. Im Gegensatz zur degenerierten und nihilistischen Welt des Abendlandes sah Spengler in Osteuropa eine junge, frische und vitale macht aufziehen: Russland. Nach Spenglers Ermessen wird das 21.Jahrhundert Russland gehören, die Oktoberrevolution war in seinen Augen eine bestätigung dafür, obwohl er den Bolschewismus als westlich und materialistisch ablehnte. Zudem würde der Bolschewismus mit seinem ursprünglich westlichen Geist die russische Seele in Schach halten, sie überfremden und das noch junge Russentum mit der westlichen Fäulnis in Kontakt bringen, ehe sich dieses Volk überhaupt in seiner Eigenart entfalten konnte.

    Nun sind nach Spenglers Tod im Jahre 1936 einige Jahre ins Land gegangen und die Welt hat sich radikal verändert. Doch der Verfall, die Zivilisation und die westliche Arroganz, obwohl man halbtot auf dem Leichenberg tanzt, ist immer noch zu spüren. Durch den Fall der Berliner Mauer und dem Niedergang des Kommunismus durch die Aufstände der freien Völker Osteuropas ist der Vitalismus des Ostens stark wie nie. Der Westen versucht Osteuropa und den sich dort entwickelnden Nationalismus einzudämmen, aber das Abendland und der Westen im Allgemeinen, kann seine Todesstunde nicht mehr aufhalten, allenfalls verzögern.

    Doch wo liegt Deutschlands Platz in diesem historischen Geschehen, das bisher am gären ist und in diesem Jahrhundert warscheinlich die verknöcherte und sinnentleerte Zivilisation zur Implosion bringen wird?
    Ganz einfach: Deutschlands Position liegt in einer notwendigen Ostausrichtung, Deutschlands Platz liegt in dem Sinne im Osten, dass hier eine Solidarisierung stattfinden muss.

    Das Abendland liegt am Boden, der Untergang ist unvermeidlich und wie Nietzsche sagte: "Was am Fallen ist, sollte noch gestoßen werden." Seine "Umwertung aller Werte" und die Überwindung des "letzten Menschen", des vor sich hintrottenden Bürgers, ja das Bürgertums überhaupt, kann uns erst zum Neuanfang bewegen. Die gesamte Ordnung des Abendlandes, wenn man das noch nennen kann, muss fallen, vollends der geistigen und metapolitischen Vernichtung preisgegeben werden, damit hier das Neue entstehen kann. Ist der Westen und das Abendland erst nicht mehr im Leben vertreten, dann kann ein Neuanfang stattfinden. Ein Neuanfang der sich an der jugendlichen Vitalität des Ostens auszurichten hat, den Blick nach Norden aus dem er seinen freiheitlichen Geist bezieht, aber nie davonschweifen lässt.

    Das kulturelle Ragnarök, die Neuschaffung, die Umwertung aller Werte, das sind die Worte die gepredigt werden müssen um das Abendland ins Grab zu bewegen, damit Platz für das Neue Europa ist. Ein Europa das sich auf seine vorchristlich-heidnischen Wurzeln und seine antike Freiheit bezieht um in dieser Tradition die Gegenwart zugunsten einer neuen Zukunft zu überwinden. Der Winter wird vergehen und der Götterdämmerung folgt die Morgendämmerung und mit den östlichen Sonnenstrahlen des Frühlings bricht eine neue Epoche an.

    Das Abendland muss sterben, damit Europa leben kann!

  2. #2
    vom Teich Benutzerbild von Frosch
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    Standard AW: Der Untergang des Abendlandes

    Und wie soll das zustande kommen?
    Und werden wir nicht, sollte es noch zu unseren Lebzeiten passieren, mit dem Abendland sterben?
    Umfassende kulturelle Umwälzungen gingen bis jetzt immer auch mit einem, oder einer ganzen Phase von Kriegen einher.
    "Romanes eunt Domus"

  3. #3
    Aristoteliker Benutzerbild von Falkenhayn
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    Standard AW: Der Untergang des Abendlandes

    Das ist insgesamt ein selektiver, verzerrender Zusammenschnitt europäischer Geschichte, waldgänger.

    Die völlige Ablehnung europäischer Geschichte seit der Christianisierung ist an Einseitigkeit nicht zu überbieten und weist auf pure ideologische Verblendung hin.


    Ich möchte zunächst, dass du deine fehlerhafte Darstellung erklärst.


    Die christliche Invasion Europas
    Inwiefern Invasion? Normalerweise bedeutet Invasion das Eindringen von Kampfeinheiten in fremdes Gebiet. Könntest du das konkretisieren?


    zerstörte die Lebensgrundlagen der heidnischen Völker und zwang sie unter die Herrschaft des monotheistischen Gottes und der intoleranten Engstirnigkeit.
    Inwiefern wurden die Lebensgrundlagen zerstört? Und warum wurde der christliche Gott aufgezwungen? Bspw. hat sich Chlodwig König der Franken selbst zum Christentum bekannt. Die Sachsen, Friesen bspw. wurden missioniert und die Franken zwangen ihnen diese Religion auch auf, ja. Aber generell solltest du nachweisen, dass den heidnischen Völkern dieser Glaube aufgezwungen wurde. Das trifft meiner Ansicht nach nicht durchgehend zu, denn erstmal muss sowieso ein heidnisches Volk das Christentum übernommen haben, um es anderen aufzuzwingen.

    Meinst du, ausschließlich Zwang führte zur Ausdehnung des Christentums?

    Und inwiefern waren die heidnischen Völker vorher tolerant? Welche Quellen liegen dir vor, dass du überhaupt Aussagen über diese Völker im großen Umfang treffen kannst?

    Die Feudalherrschaft und die Knechtschaft des Kontinents unter römisch-katholischer Knute

    Was heißt in diesem Zusammenhang römisch-katholische Knute? Das Feudalwesen hat seine Ursprünge nicht ausschließlich in römisch-katholischer Tradition, sondern auch im germanischen Gefolgsschaftswesen, der dem römischen Personenverbandssystem (Stichwort Latifundien) nicht völlig unähnlich war.

    Aufstieg des Bürgertums und der Terror durch die westlichen Parolen des Liberalismus.
    Welcher Terror?


    Oswald Spengler, der große deutsche Kulturphilosoph des 20.Jahrhunderts
    Ein Theoretiker unter vielen, der war auch nicht unfehlbar, hm?



    Im Gegensatz zur degenerierten und nihilistischen Welt des Abendlandes sah Spengler in Osteuropa eine junge, frische und vitale macht aufziehen: Russland. Nach Spenglers Ermessen wird das 21.Jahrhundert Russland gehören,

    Russland hat seinen Status als Weltmacht eingebüßt. Es sieht eher nach einem chinesisch-indischen 21. Jh. aus.

    Ganz einfach: Deutschlands Position liegt in einer notwendigen Ostausrichtung, Deutschlands Platz liegt in dem Sinne im Osten, dass hier eine Solidarisierung stattfinden muss.

    Was ist denn nun mit dem Osten? Kannst du endlich mal konkret werden? Wo liegt die Kraft des Ostens und die Vitalität? Konkreter bitte...


    Die gesamte Ordnung des Abendlandes, wenn man das noch nennen kann, muss fallen, vollends der geistigen und metapolitischen Vernichtung preisgegeben werden, damit hier das Neue entstehen kann.

    Was heißt das nun wieder konkret? Was soll die "gesamte Ordnung" des Abendlandes sein? Und was heißt fallen? Mach das mal plastischer, wie du dir das vorstellst.


    "Umwertung aller Werte"

    Menschenwürde, Freiheit, Antidiskriminierung...etc. Warum sollte man die Menschenrechte umwerten?


    Das kulturelle Ragnarök
    Pathetische und romantische Phrasendrescherei reichen allein nicht.
    Von hier und heute geht eine neue Epoche der Weltgeschichte aus und ihr könnt sagen, ihr seid dabei gewesen.
    (Goethe über die Kanonade von Valmy, bei der das antirevolutionäre Heer der Preußen und Österreicher am 20.09.1792 gestoppt wurde).

  4. #4
    GESPERRT
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    Augenzwinkern AW: Der Untergang des Abendlandes

    Zitat Zitat von Falkenhayn
    Bspw. hat sich Chlodwig König der Franken selbst zum Christentum bekannt.
    und seine Untertanen konnten dann wohl frei entscheiden, ob sie diesem Beispiel folgen, oder nicht?

  5. #5
    Aristoteliker Benutzerbild von Falkenhayn
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    Standard AW: Der Untergang des Abendlandes

    Zitat Zitat von Einsatzleiter
    und seine Untertanen konnten dann wohl frei entscheiden, ob sie diesem Beispiel folgen, oder nicht?
    Wurden sie dazu gezwungen? Quellen dann bitte.

    Das ist eben der Sinn des germanischen Gefolgsschaftswesens, was auch dem Feudalismus zugute kam.
    Geändert von Falkenhayn (22.06.2006 um 21:46 Uhr)
    Von hier und heute geht eine neue Epoche der Weltgeschichte aus und ihr könnt sagen, ihr seid dabei gewesen.
    (Goethe über die Kanonade von Valmy, bei der das antirevolutionäre Heer der Preußen und Österreicher am 20.09.1792 gestoppt wurde).

  6. #6
    Mitglied Benutzerbild von Maistre
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    Standard AW: Der Untergang des Abendlandes

    Waldgänger verwechselt Jahres- mit Tageszeiten:
    "Der Winter wird vergehen und der Götterdämmerung folgt die Morgendämmerung und mit den östlichen Sonnenstrahlen des Frühlings bricht eine neue Epoche an."


    Wenn jetzt Winter ist, dann möchte ich nicht wissen wie der Sommer ausfällt.
    Und die Morgendämmerung kann nicht auf eine andere Dämmerung folgen, auch nicht auf eine mit Göttern. Denn der Morgen dämmert immer auf die Nacht. Deshalb kann es höchstens heißen: und der Götternacht folgt....

    Dann plötzlich ist nicht mehr von Tages- sondern von Jahreszeiten die Rede. Bevor der Frühling kommt, müsste erst einmal Winter sein. Man kann doch nicht einfach so von der Morgendämmerung auf den Frühling springen. Schießlich gibt es ja auch im Winter eine Morgendämmerung.

    Na ja, Waldgänger hat es halt mit den Metaphern, um die absolute Inhaltsleere seiner putzigen Visionen mit irgendetwas anderem als Sinn zu füllen.
    Kein Desaster der Geschichte kann das Verlangen nach einer weltlichen Verheißungsideologie stillen. (Golo Mann)

  7. #7
    Entarthet Benutzerbild von EinDachs
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    Standard AW: Der Untergang des Abendlandes

    Ahhh, lieber degenerieren und Spass dabei haben, als irgendwelche 1000jährige, reine Reiche zu kreiieren.

  8. #8
    oberenglisch Benutzerbild von twoxego
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    Standard AW: Der Untergang des Abendlandes

    es geht unter, das abendland.
    nix mehr zu machen.
    der text hat mich vollkommen überzeugt.
    schön lang und es steht nix drin, nicht einmal etwas über blut.
    Geändert von twoxego (22.06.2006 um 21:45 Uhr)
    "Tatsachen muss man kennen, bevor man sie verdrehen kann.."
    S.L.Clemens



  9. #9
    Entarthet Benutzerbild von EinDachs
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    Standard AW: Der Untergang des Abendlandes

    Und mit Spengler zu argumentieren ist ja auch nicht gerade up-to-date. Wenn man einen paranoiden Fatalisten braucht, tuts Huntington doch auch.
    Aber gut, bis ins Jahr 2200 haben wir Zeit zum degenerieren, dann kommt Russland und macht uns platt.

  10. #10
    Leyla
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    Standard AW: Der Untergang des Abendlandes

    Zitat Zitat von Falkenhayn
    Inwiefern Invasion? Normalerweise bedeutet Invasion das Eindringen von Kampfeinheiten in fremdes Gebiet.
    Normalerweise ja - aber hier im Forum ist diese Begriffsdefinition nicht anerkannt. Eine Invasion beginnt mit Gastarbeitern und endet mit Familiennachzug.

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