Guten Tag werte Damen und Herren dieses Forums

Am gestrigen Tag saß ich im Kino, schaute Zwecks Weiterbildung und selbst produziertem Aufrütteln den Film "We feed the world" und informierte mich anschließend, den Schrecken noch in den Gliedern, ein wenig genauer über die Hintergründe, was ich die kommenden Tage noch intensivieren werde.

Dabei erinnerte ich mich an eine Anfrage seitens des Forumsmitgliedes Phillip, die als Inhalt den Beweis einer wachsenden Armut weltweit hatte. Ich führe den World Food Report der FAO an, welcher besagt, dass 2004 842 Mio. Menschen permanent unter Hunger litten, 2003 waren es 2 Milionen weniger.

Mitunter liegt, dass an hochsubventionierten Agragütern, hergestellt und subventioniert in der EU, exportiert an Afrikanische Staaten deren Hauptwirtschaftsanteil die Landwirtschaft ist. Dort werden dann jene Agraggüter zu fast einem Drittel der dortigen Marktpreise angeboten, also kann kaum ein dortiger Bauer seine eigenen Waren verkaufen.

Was die Frage aufwirft wie Menschen überleben sollen wenn sie ihre Waren nicht einmal zum Selbstkosten Preis verkaufen können? Da helfen dann die günstigen EU- Güter nichts, denn ohne Geld kann alles noch so billig sein, kaufen kann man es nicht.
Ein grandioser Exporterfolg, muss man schon sagen

Und Urplötzlich werden Länder in denen täglich Menschen den Hungertod sterben, zu Agra- Landwirtschaftsexporteueren weil sie sonst überhaupt kein Geld verdienen können, und haben dann eine unzureichende Eigenversorgung.

Aber ich vergaß, lieber Phillip, dass die Afrikaner nur zu dumm sind um zu wirtschaften und es nicht genügend Kapitalismus auf der Welt gibt sodass es allen gut gehen kann.

Noch ein paar Infos die evt. längst bekannt sind, aber die ich gerne mal ins kollektive Bewusstsein rufe:

1. Die globale Nahrungsmittelindustrie produziert zur Zeit ausreichend Nahrung für 12 Mrd. Menschen, zwischen 30.000 und 100.000 Menschen sterben täglich den Hungertod

2. hunderte Hektar Regenwald werden täglich in Südmarika, speziell in Brassilien zerstört um platz für Sojafelder zu machen, die am ansässigen Boden nicht ausreichend Nährstoffe finden. Der erzeugte Soja geht dann als Futtermittel nach Europa, wo mehr und mehr selbsterzeugter Mais und Weizen als Heizmitel verbrannt wird

3. Nestle widerspricht dem Recht auf Wasser und beherrscht 8000 Nahrungsmittelmarken weltweit

4. 52% des Weltbruttoprodukt werden von 500 Unternehmen erwirtschaftet ein Schlem wer da an schleichende Monopolbildung denkt


Ich muss schon sagen, wir haben eine wunderbare Welt, wunderbar Wahnsinnig