+ Auf Thema antworten
Seite 1 von 7 1 2 3 4 5 ... LetzteLetzte
Zeige Ergebnis 1 bis 10 von 61

Thema: Freier Handel funktioniert - für manche

  1. #1
    Mitglied
    Registriert seit
    05.08.2005
    Beiträge
    1.480

    Standard Freier Handel funktioniert - für manche

    Guten Tag werte Damen und Herren dieses Forums

    Am gestrigen Tag saß ich im Kino, schaute Zwecks Weiterbildung und selbst produziertem Aufrütteln den Film "We feed the world" und informierte mich anschließend, den Schrecken noch in den Gliedern, ein wenig genauer über die Hintergründe, was ich die kommenden Tage noch intensivieren werde.

    Dabei erinnerte ich mich an eine Anfrage seitens des Forumsmitgliedes Phillip, die als Inhalt den Beweis einer wachsenden Armut weltweit hatte. Ich führe den World Food Report der FAO an, welcher besagt, dass 2004 842 Mio. Menschen permanent unter Hunger litten, 2003 waren es 2 Milionen weniger.

    Mitunter liegt, dass an hochsubventionierten Agragütern, hergestellt und subventioniert in der EU, exportiert an Afrikanische Staaten deren Hauptwirtschaftsanteil die Landwirtschaft ist. Dort werden dann jene Agraggüter zu fast einem Drittel der dortigen Marktpreise angeboten, also kann kaum ein dortiger Bauer seine eigenen Waren verkaufen.

    Was die Frage aufwirft wie Menschen überleben sollen wenn sie ihre Waren nicht einmal zum Selbstkosten Preis verkaufen können? Da helfen dann die günstigen EU- Güter nichts, denn ohne Geld kann alles noch so billig sein, kaufen kann man es nicht.
    Ein grandioser Exporterfolg, muss man schon sagen

    Und Urplötzlich werden Länder in denen täglich Menschen den Hungertod sterben, zu Agra- Landwirtschaftsexporteueren weil sie sonst überhaupt kein Geld verdienen können, und haben dann eine unzureichende Eigenversorgung.

    Aber ich vergaß, lieber Phillip, dass die Afrikaner nur zu dumm sind um zu wirtschaften und es nicht genügend Kapitalismus auf der Welt gibt sodass es allen gut gehen kann.

    Noch ein paar Infos die evt. längst bekannt sind, aber die ich gerne mal ins kollektive Bewusstsein rufe:

    1. Die globale Nahrungsmittelindustrie produziert zur Zeit ausreichend Nahrung für 12 Mrd. Menschen, zwischen 30.000 und 100.000 Menschen sterben täglich den Hungertod

    2. hunderte Hektar Regenwald werden täglich in Südmarika, speziell in Brassilien zerstört um platz für Sojafelder zu machen, die am ansässigen Boden nicht ausreichend Nährstoffe finden. Der erzeugte Soja geht dann als Futtermittel nach Europa, wo mehr und mehr selbsterzeugter Mais und Weizen als Heizmitel verbrannt wird

    3. Nestle widerspricht dem Recht auf Wasser und beherrscht 8000 Nahrungsmittelmarken weltweit

    4. 52% des Weltbruttoprodukt werden von 500 Unternehmen erwirtschaftet ein Schlem wer da an schleichende Monopolbildung denkt


    Ich muss schon sagen, wir haben eine wunderbare Welt, wunderbar Wahnsinnig

  2. #2
    Anarchokapitalist Benutzerbild von Philipp
    Registriert seit
    05.04.2006
    Beiträge
    1.680

    Standard AW: Freier Handel funktioniert - für manche

    Ich bin für Freihandel und gegen Agrarsubventionen, insofern rennst du da bei mir offene Türen ein.

    Dass Afrika sich seit Ende der Kolonialzeit rückentwickelt hat (damals hatte Schwarzafrika eine größere Wirtschaftsleistung pro Kopf als Ostasien mit Ausnahme Japans), dass Zimbabwe nach dem Abzug der weißen Farmer zusammengebrochen ist, dass Schwarze weltweit kriminelle Unterschichten bilden wo immer sie aufkreuzen und dass sie in IQ Tests deutlich schlechter als andere Gruppen abschneiden hängt natürlich überhaupt nicht zusammen.

  3. #3
    Anarchokapitalist Benutzerbild von Philipp
    Registriert seit
    05.04.2006
    Beiträge
    1.680

    Standard AW: Freier Handel funktioniert - für manche

    Zitat Zitat von Grüner Simon
    Dabei erinnerte ich mich an eine Anfrage seitens des Forumsmitgliedes Phillip, die als Inhalt den Beweis einer wachsenden Armut weltweit hatte. Ich führe den World Food Report der FAO an, welcher besagt, dass 2004 842 Mio. Menschen permanent unter Hunger litten, 2003 waren es 2 Milionen weniger.

    Übrigens liegt der globale Armutszuwachs an dem unkontrollierten Zuwachs der Niedrig-IQ Bevölkerungen Afrikas. Vielleicht sollten wir Verhütungsmittel nach Afrika schicken. Die Bevölkerung konnte dort nur so explosionsartig wachsen, weil Gutmenschen wie du ständige Nahrungsmittelhilfen und Entwicklungshilfe für Afrika seit Jahrzehnten befürworten, so dass jetzt die heimische Landwirtschaft dort nicht mehr ausreicht um die bald 1 Milliarde Afrikaner zu ernähren.

    In China geht die Armut seit den kapitalistischen Reformen dramatisch zurück, so dass die uns bald sogar schon bei Autos ganz gewaltige Konkurrenz machen werden.

    Die Chinesen scheinen auch trotz EU Agrarsubventionen ihre Agrarprodukte in die EU exportieren zu können, schon beschweren sich italienische Bauern über chinesische Billig-Tomaten, komisch nicht, Grüner Simon.

    [Links nur für registrierte Nutzer]

    Woran liegt das wohl??

  4. #4
    hier & jetzt!
    Registriert seit
    22.02.2006
    Ort
    --
    Beiträge
    384

    Standard AW: Freier Handel funktioniert - für manche

    Zitat Zitat von Philipp
    Ich bin für Freihandel und gegen Agrarsubventionen, insofern rennst du da bei mir offene Türen ein.

    Dass Afrika sich seit Ende der Kolonialzeit rückentwickelt hat (damals hatte Schwarzafrika eine größere Wirtschaftsleistung pro Kopf als Ostasien mit Ausnahme Japans), dass Zimbabwe nach dem Abzug der weißen Farmer zusammengebrochen ist, dass Schwarze weltweit kriminelle Unterschichten bilden wo immer sie aufkreuzen und dass sie in IQ Tests deutlich schlechter als andere Gruppen abschneiden hängt natürlich überhaupt nicht zusammen.
    Naja, vieles hier ist sicherlich kausal. 1) Dass Schwarze einen niedrigeren IQ haben sollen als Weiße ist doch Produkt ihrer wirtschaftlichen Abhängigkeit und Unterdrückung.
    2) All das hängt zusammen. Ich wage jedoch zu bezweifeln, dass Schwarze arm sind, weil sie einen niedrigeren IQ haben. Ich denke der Zusammenhang ist umgekehrt.
    So sieht's aus.

  5. #5
    Anarchokapitalist Benutzerbild von Philipp
    Registriert seit
    05.04.2006
    Beiträge
    1.680

    Standard AW: Freier Handel funktioniert - für manche

    Zitat Zitat von MrS
    Naja, vieles hier ist sicherlich kausal. 1) Dass Schwarze einen niedrigeren IQ haben sollen als Weiße ist doch Produkt ihrer wirtschaftlichen Abhängigkeit und Unterdrückung.
    2) All das hängt zusammen. Ich wage jedoch zu bezweifeln, dass Schwarze arm sind, weil sie einen niedrigeren IQ haben. Ich denke der Zusammenhang ist umgekehrt.

    Schau dir ein Land wie Südkorea an, 1960 waren die ärmer als Afrika, die Armut hat das Land dann nicht von der Entwicklung abgehalten.

    [Links nur für registrierte Nutzer]

    Doch nicht nur die Europäer holen auf: Nach Berechnungen der Deutschen Bank entwickeln sich auch ehemalige Schwellenländer wie Südkorea rasant. So könnte das Land, das von der Mittlerstellung zwischen dem reichen Japan und dem mächtigen China profitiert, schon 2010 fast 80 Prozent der deutschen Wirtschaftsleistung erbringen. 1980 waren es gerade einmal 23 Prozent des deutschen Niveaus. "Südkorea ist bisher von vielen unterschätzt worden", sagt Bergheim. Das Land sei das beste Beispiel dafür, daß sich Länder, die dauerhaft Erfolg haben wollten, öffnen müßten.


    Ich vermute mal China wird sich in den nächsten Jahrzehnten ähnlich entwickeln, in 50 Jahren werden die Chinesen durchschnittlich mehr verdienen als wir.

  6. #6
    hier & jetzt!
    Registriert seit
    22.02.2006
    Ort
    --
    Beiträge
    384

    Standard AW: Freier Handel funktioniert - für manche

    Zitat Zitat von Philipp
    Schau dir ein Land wie Südkorea an, 1960 waren die ärmer als Afrika, die Armut hat das Land dann nicht von der Entwicklung abgehalten.
    Südkorea ist im Vergleich zu Afrika ein relativ kleines Land, das darüberhinaus von verschiedenen Faktoren (ähnlich wie Taiwan) profitiert. Ich möchte nicht abstreiten, dass Afrikas Mentalität auch eine andere ist, als jene der Asiaten und dass vielleicht auch diese den Kontinent davon abhalten, aus dem Tiefschlaf zu erwachen, nur sehe ich keine Verbindung zur Hautfarbe oder „Rasse“ wie Du es gerne tust.

    Ich vermute mal China wird sich in den nächsten Jahrzehnten ähnlich entwickeln, in 50 Jahren werden die Chinesen durchschnittlich mehr verdienen als wir.
    China ist ein Sonderfall. Es wird mindestens (!) 100 Jahre dauern, bis China vollständig aufschließen kann.
    So sieht's aus.

  7. #7
    Anarchokapitalist Benutzerbild von Philipp
    Registriert seit
    05.04.2006
    Beiträge
    1.680

    Standard AW: Freier Handel funktioniert - für manche

    Zitat Zitat von MrS
    China ist ein Sonderfall. Es wird mindestens (!) 100 Jahre dauern, bis China vollständig aufschließen kann.

    Quelle?

    Fakt ist, dass alle kapitalistischen Länder mit chinesischer Bevölkerung wie Taiwan, Hong Kong und Singapur aufgeschlossen haben, auch in den USA, Kanada und Südostasien sind die Chinesen überdurchschnittlich erfolgreich.

    Sogar bei uns besteht die größte Gruppe ausländischer Studenten mittlerweile aus Chinesen, überwiegend in den Natur- und Ingenieurwissenschaften.

    Jetzt wo der Kapitalismus den Chinesen in China selbst endlich die Möglichkeit gibt ihre Fähigkeiten zu entfalten wird das Land rasch aufholen. Es ist ja schon dabei.

  8. #8
    Mitglied
    Registriert seit
    05.08.2005
    Beiträge
    1.480

    Standard AW: Freier Handel funktioniert - für manche

    Zitat Zitat von Philipp
    Ich bin für Freihandel und gegen Agrarsubventionen, insofern rennst du da bei mir offene Türen ein.

    Dass Afrika sich seit Ende der Kolonialzeit rückentwickelt hat (damals hatte Schwarzafrika eine größere Wirtschaftsleistung pro Kopf als Ostasien mit Ausnahme Japans), dass Zimbabwe nach dem Abzug der weißen Farmer zusammengebrochen ist, dass Schwarze weltweit kriminelle Unterschichten bilden wo immer sie aufkreuzen und dass sie in IQ Tests deutlich schlechter als andere Gruppen abschneiden hängt natürlich überhaupt nicht zusammen.
    Und die von dir angesprochene Problematik hängt selbstverständlich in keinstem Wege mit Handelsbesachränkungen, hoch subventionierten Gütern aus dem Ausland und verschiedensten Diktaturen zusammen, welche nebenbei von West- Staaten teilweise unterstützt wurden - es lebe der Waffenexport...

    Auch spielen Rassismus, daraus bedingte Bildungsunterversorgung und daraus resultierende Arbeitslosigkeit oder gewollte Ghettobildung keine Rolle

  9. #9
    Mitglied
    Registriert seit
    05.08.2005
    Beiträge
    1.480

    Standard AW: Freier Handel funktioniert - für manche

    China holt mitunter auch unter rücksichtloser Verschandelung der Umwelt so toll auf, die Menschenrechte werden nicht ernsthafter berücksichtigt, nur auf dem Papier, und der wirtschaftliche Wachstum steht in keinerlei Relation zum Wohlstandniveau.
    Es werden satte Profite mit teilweise menschenunwürdigen Arbeitsverhältnissen zu lächerlichen Löhnen erwirtschaftet, durch so etwas, also durch Ausbeutung verhalf sich auch der europäische Kapitlismus auf erste Höhenflüge.
    Profitiert haben an zu den Anfängen nur wenige, während ein Großteil der Bevölkerung unwürdig arbeiten, leben und sterben musste.
    Jetz haben es die europäischen Bürger gut, bluten und leiden müssen dafür andere...

  10. #10
    Anarchokapitalist Benutzerbild von Philipp
    Registriert seit
    05.04.2006
    Beiträge
    1.680

    Standard AW: Freier Handel funktioniert - für manche

    Zitat Zitat von Grüner Simon
    China holt mitunter auch unter rücksichtloser Verschandelung der Umwelt so toll auf, die Menschenrechte werden nicht ernsthafter berücksichtigt, nur auf dem Papier, und der wirtschaftliche Wachstum steht in keinerlei Relation zum Wohlstandniveau.
    Es werden satte Profite mit teilweise menschenunwürdigen Arbeitsverhältnissen zu lächerlichen Löhnen erwirtschaftet, durch so etwas, also durch Ausbeutung verhalf sich auch der europäische Kapitlismus auf erste Höhenflüge.
    Profitiert haben an zu den Anfängen nur wenige, während ein Großteil der Bevölkerung unwürdig arbeiten, leben und sterben musste.
    Jetz haben es die europäischen Bürger gut, bluten und leiden müssen dafür andere...

    Jaja, die typische Propaganda, die Menschen sind in der Frühindustrialisierung alle in die Städte gezogen, eben weil das Leben selbst im Frühkapitalismus viel besser war als was es davor gab, alle haben profitiert, nur nicht im gleichen Maße.

    Das Gleiche gilt für China. Niemand zwingt die Wanderarbeiter dort von den Dörfern in die Städte zu ziehen, um dann in den Fabriken zu arbeiten, sie tun das ganz freiwillig, eben weil sich dadurch ihr Lebensstandard dramatisch erhöht gegenüber dem was vorher war.

    Natürlich wird es noch ein paar Jahrzehnte dauern, bis der allgemeine Lebensstandard westeuropäisches Niveau erreicht hat, man kann halt Jahrzehnte der kommunistischen Zerstörung auch nur in Jahrzehnten kapitalistischer Aufbauarbeit wieder gutmachen.

+ Auf Thema antworten

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer in diesem Thema: 1 (Registrierte Benutzer: 0, Gäste: 1)

Nutzer die den Thread gelesen haben : 0

Du hast keine Berechtigung, um die Liste der Namen zu sehen.

Forumregeln

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •  
nach oben