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Thema: Angebot und Nachfrage sind eigentlich eine Tautologie bzw. mal wieder eine Systemlüge

  1. #1
    Mitglied Benutzerbild von blumenau
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    Standard Angebot und Nachfrage sind eigentlich eine Tautologie bzw. mal wieder eine Systemlüge

    Denn wo kein Angebot, da auch keine Nachfrage.

    Wo keine Nachfrage, da kein Angebot.

    Der Markt, als Zustandsbeschreibung einer Konjunktur, kann von Angebot und Nachfrage nicht abhängig sein, da

    Angebot - Nachfrage = 0

    Die NULL gilt für 1 Mio. Einheiten pro Minute genauso wie für 500 Einheiten pro Minute, und man vermutet, daß 500 nicht dasselbe ist wie 1 Mio.

    Man vermutet richtig.

    Die Konjunktur, die Gesamtmenge der umgeschlagenen Güter, ist abgesehen von Marginalien wie Rohstoffen und Arbeitskräften, die wir in einem weiten Bereich mal als unbegrenzt verfügbar voraussetzen dürfen, ist

    ALLEIN VON DER VERFÜGBARREN GELDMENGE ABHÄNGIG.

    Da Geld im GEGENWÄRTIGEN SYSTEM aber nicht umläuft, sondern überall verklumpt, sprich akkumuliert, kann man das etwas verfeinern:

    Die Konjunktur ist allein von der Differenz zwischen der neu geschaffenen Geldmenge abzüglich der Verklumpung, sprich Akkumulation der Profite, abhängig. Et Vice Versa, aber das werden die freiwillig nicht zulassen.

    Ist doch komisch, oder?
    Geändert von blumenau (31.01.2007 um 21:55 Uhr)
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  2. #2
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    Standard AW: Angebot und Nachfrage sind eigentlich eine Tautologie bzw. mal wieder eine System

    Die Nachfrager haben in ihrer Erwerbsphase Anbieter sein zu können.
    Diese marktwirtschaftl. Doppelrolle ist sozialstaatlich per gesetzl. garantiertem mod. Feudalismus massiv behindert.
    Es geht also um die Erwirtschaftung und Verteilung von Kaufkraft.
    "Villa+Porsche" wagen die Meisten schon gar nicht zu wollen.
    Die können sich offenbar nur als sog. "Arbeitnehmer" vorstellen, die dadurch immer Vermögendere für rel. dazu immer weniger Eink. noch vermögender machen.
    Und die glauben, es müsse so sein, weil sie ja sonst keinen sog. "Arbeitsplatz" hätten.
    Doch die wirklichen Arbeitgeber sind möglichst breit gestreut kaufkräftige Nachfrager, was mit Betriebsinhabern rein gar nichts zu tun haben braucht.

  3. #3
    Mitglied Benutzerbild von blumenau
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    Standard AW: Angebot und Nachfrage sind eigentlich eine Tautologie bzw. mal wieder eine System

    Zitat Zitat von politisch Verfolgter Beitrag anzeigen
    Die Nachfrager haben in ihrer Erwerbsphase Anbieter sein zu können.
    Diese marktwirtschaftl. Doppelrolle ist sozialstaatlich per gesetzl. garantiertem mod. Feudalismus massiv behindert.
    Es geht also um die Erwirtschaftung und Verteilung von Kaufkraft.
    "Villa+Porsche" wagen die Meisten schon gar nicht zu wollen.
    Die können sich offenbar nur als sog. "Arbeitnehmer" vorstellen, die dadurch immer Vermögendere für rel. dazu immer weniger Eink. noch vermögender machen.
    Und die glauben, es müsse so sein, weil sie ja sonst keinen sog. "Arbeitsplatz" hätten.
    Doch die wirklichen Arbeitgeber sind möglichst breit gestreut kaufkräftige Nachfrager, was mit Betriebsinhabern rein gar nichts zu tun haben braucht.
    Um kleine Maschinen zu produzieren, braucht es große Maschinen und große Hallen und viel Know How und viel Kapital.

    Der Club der arbeitslosen Ingenieure wird das Kapital niemals zusammenbringen.

    Daher können die froh sein, in der Chip-Fabrik als Arbeitnehmer unterzukommen.

    Was anderes können die gar nicht machen.
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  4. #4
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    Standard AW: Angebot und Nachfrage sind eigentlich eine Tautologie bzw. mal wieder eine System

    Zitat Zitat von blumenau Beitrag anzeigen
    Um kleine Maschinen zu produzieren, braucht es große Maschinen und große Hallen und viel Know How und viel Kapital.

    Der Club der arbeitslosen Ingenieure wird das Kapital niemals zusammenbringen.

    Daher können die froh sein, in der Chip-Fabrik als Arbeitnehmer unterzukommen.

    Was anderes können die gar nicht machen.
    "Das Kapital" ist IMMER von Betriebslosen "zusammengebracht".
    Und zwar aus den Taschen der Nachfrager.
    Woher sollen es den (Groß)Inhaber sonst haben?
    Angespart aus eigener Tätigkeit? Hahaha, lustige Idee ;-)

    Was glauben Sie, wer das Kapital der Finanzmärkte erwirtschaftet?
    Betriebsinhaber?
    Glauben Sie das wirklich im Ernst?
    Also nein, das will ich Ihnen erst gar nicht unterstellen.

    Klar, zu Gunsten von Inhabern von Wertschöpfung Abgeschottete sollen ja gerade nichts erwirtschaften dürfen.
    Selbstverständlich könnten die längst user value betreiben, also "was anderes machen".

  5. #5
    Maler-Ingo Benutzerbild von -jmw-
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    Standard AW: Angebot und Nachfrage sind eigentlich eine Tautologie bzw. mal wieder eine System

    Zitat Zitat von blumenau Beitrag anzeigen
    Denn wo kein Angebot, da auch keine Nachfrage.
    Warum sollte man nicht etwas haben wollen, ohne es bekommen zu können?

    Wo keine Nachfrage, da kein Angebot.
    Und warum sollte man nicht etwas anbieten können, was keiner haben möchte?

    Die Konjunktur ist allein von der Differenz zwischen der neu geschaffenen Geldmenge abzüglich der Verklumpung, sprich Akkumulation der Profite, abhängig. Et Vice Versa, aber das werden die freiwillig nicht zulassen.
    "Freiwillig zugelassen" wird tatsächlich nix, was mit Geld zu tun hat.
    Wär ja auch mal was ganz Neues....

    Wobei sich mir die Frage stellt, ob, wenn Du die Möglichkeit hättest, Deine offensichtlich vorhandenen Vorstellungen auf dem Gebiete umzusetzen und wir mal annehmen, Du hättest sie bereits umgesetzt, Du dann auch noch "zulassen"" würdest - bei denen nämlich, die dann partout doch was anderes wollen.

    mfg
    Kalenderspruch, 38. Woche: These new warriors will bear the colours of Flesh Tearers, but without Sanguinius' fury, will be Flesh Tearers in name only. He will make us all Ultramarines in red armour. Gabriel Seth, Ordensmeister, Flesh Tearers)

  6. #6
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    Standard AW: Angebot und Nachfrage sind eigentlich eine Tautologie bzw. mal wieder eine System

    Zitat Zitat von -jmw- Beitrag anzeigen
    Warum sollte man nicht etwas haben wollen, ohne es bekommen zu können?
    :] Ich hätte z.B. gerne eine dieser Odin'schen Flugscheiben. Leider werden sie nirgendwo angeboten. Nicht mal bei ebay.
    Jeder ist für das verantwortlich, was er tut.

  7. #7
    Mitglied Benutzerbild von blumenau
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    Standard AW: Angebot und Nachfrage sind eigentlich eine Tautologie bzw. mal wieder eine System

    Zitat Zitat von -jmw- Beitrag anzeigen
    Warum sollte man nicht etwas haben wollen, ohne es bekommen zu können?

    Und warum sollte man nicht etwas anbieten können, was keiner haben möchte?

    mfg

    Das regelt sich doch von selbst.

    Solche Objekte

    HABEN KEINE MARKTUMSÄTZE ZUR FOLGE und bleiben daher außerhalb der Betrachtung, BIS SIE IRGENDWANN IN DAS MARKTGESCHEHEN eingreifen.


    DAS WAHRE PROBLEM LIEGT GENAU ANDERS HERUM:

    Die Nachfrage ist in keiner Weise gesättigt, die Produktion hat freie Kapazitäten brachliegen,

    es kommt aber nicht zur Produktion, denn es fehlt am Gelde.

    Der Volumenbestimmende Faktor ist allein die für die Nachfrage verfügbare GEldmenge.

    DAS

    ist das Problem, und nicht was du hier angesprochen hast.
    Geändert von blumenau (01.02.2007 um 16:31 Uhr)
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  8. #8
    INFOKRIEGER Benutzerbild von scanners
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    Standard AW: Angebot und Nachfrage sind eigentlich eine Tautologie bzw. mal wieder eine System

    Zitat Zitat von politisch Verfolgter Beitrag anzeigen
    "Das Kapital" ist IMMER von Betriebslosen "zusammengebracht".
    Und zwar aus den Taschen der Nachfrager.
    Woher sollen es den (Groß)Inhaber sonst haben?
    Angespart aus eigener Tätigkeit? Hahaha, lustige Idee ;-)

    Was glauben Sie, wer das Kapital der Finanzmärkte erwirtschaftet?
    Betriebsinhaber?
    Glauben Sie das wirklich im Ernst?
    Also nein, das will ich Ihnen erst gar nicht unterstellen.

    Klar, zu Gunsten von Inhabern von Wertschöpfung Abgeschottete sollen ja gerade nichts erwirtschaften dürfen.
    Selbstverständlich könnten die längst user value betreiben, also "was anderes machen".
    Ahhh ich hab den Verfolgten Verstanden ... juhuuu

    ich übersetze mal....

    Kapital wird erwirtschaftet von Menschen die Wertschöpferisch tätig sind.
    Kapitalisten erwirtschaften Wertschöpferisch ja kein Geld, sondern generieren nur neues aus Zinsen.
    Weshalb das eigentliche Kapital ja von den Konsumenten stammt.

    Lieber Vervolgter....

    Leider ist es aber nun mal so das das wertschöpferisch erwirtschaftete Kapital ja weitgehend als Zinsen an die Kapitalisten fliest. (deine sogenannten Betriebseigner)


    Ergo ... sie haben kein Geld um Maschienen und Material zu kaufen...
    www.wahrheitskrieg.de

    -------------------------------------------------------------
    Ignor: PeterH, pV

  9. #9
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    Standard AW: Angebot und Nachfrage sind eigentlich eine Tautologie bzw. mal wieder eine System

    scanners, Inhaber lassen per "Lohn" von sog. "Arbeitnehmern" Kapital aus den Taschen der Nachfrager erwirtschaften.
    Das nennen Sie "Zinsesn".
    Sich verschuldende Inhaber lassen ihre Zinsen ebenfalls "zumutbarkeitsrechtlich" von sog. "Arbeitnehmern" aus den Taschen der Nachfrager erwirtschaften.

    Dr. Ackermann sagt übrigens nicht "wertschöpfen", sondern "Wert schaffen" ;-)

    woanders her hier:
    Und warum sollte man nicht etwas anbieten können, was keiner haben möchte?
    Ja, mache ich manchmal, wenn ich armer kleiner Zocker saure Gurken anbiete.

  10. #10
    GESPERRT
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    Standard AW: Angebot und Nachfrage sind eigentlich eine Tautologie bzw. mal wieder eine System

    Also ich sehe das ja eher so, daß zwar viel Angebot, allein schon wegen häufiger Überproduktion, aber immer weniger Nachfrage herrscht.
    Es herrscht zum Einen weniger Nachfrage, weil es, wie oft erklärt, für immer mehr Güter nur noch Ersatzbedarf gibt. Die Zeit der großen Neuerrungenschaften, die "jeder haben muß", sind weitgehend vorbei- erstrecht, was das teurere Zeug angeht. Die Firmen reagieren schon übelst darauf, indem sie mit Absicht immer kurzklebigere Geräte, etc. produzieren, damit schneller ein neuer Fernseher, etc. wieder her muß. Im zunehmend perverseren Wettbewerbs des Kapitalismusendstadiums kommt ihnen billigere Produktion gleich doppelt entgegen.
    Das ist ja mein altes Kriegs- und Monopolybeispiel. Nach größeren Konflikten sind viele Menschen gestorben und alles mögliche zerdeppert. Das alles muß dann erstmal wieder ersetzt/ neu aufgebaut werden, und weniger Menschen müssen dies bewerkstelligen = weniger Arbeitslosigkeit und "Wirtschaftswunder". Kapitalismus endet immer wieder in der Krise und bedingt Neustarts, in Form von Kriegen, Währungsreformen, etc., um wieder eine Zeit lang halbwegs zu funktionieren. Das ist pervers. Der Neosozialismus wäre ein System, das dauerhaft funktioniert und stetig gerecht und stabil wäre.
    Ein weiterer Grund für sinkende Nachfrage, ist dann eben auch die Tatsache, daß die Massenkaufkraft immer weiter sinkt. Wie der Threadsteller ja andeutet, verteilt sich das zirkulierende, bestehende Geld immer mehr auf eine reiche, nicht sehr große Spitze. Dort klumpt es fest und fehlt unten und letztlich im Geldzyklus. Im Zuge des oben genannten Nachfragenachlasses und des immer härteren Konkurrenzkampfes um die letzten Pfründe, gibt es immer mehr Arbeitslose und immer schlechtere Arbeitsbedingungen für die, die noch Arbeit haben- das betrifft auch die Löhne. Da immer weniger AN und Alos somit über eine einigermaßene Kaufkraft verfügen, können sie sich auch immer weniger leisten. Das ist also ein notgedrungener Nachfragenachlaß. Sie können sich nur noch das Nötigste leisten- manchmal vielleicht nicht mal mehr das- und müssen sehr viele Kompromisse eingehen.

    Und so schaufelt sich das System der expansiv-kumulativen Gefälle sein eigenes Grab!:hihi: :]
    Geändert von Redwing (03.02.2007 um 18:50 Uhr)

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