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Thema: Der spanische Bügerkrieg

  1. #11
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    Standard AW: Der spanische Bügerkrieg

    @neutraler: im spanischen bürgerkrieg war die alternative nie zwischen faschismus, und demokratie, sondern unter dem banner der volksfront schlossen sich viele linke strömungen mit unterschiedlichen zielen zusammen: anarchokommunisten bzw. -syndikalisten der FAU/CNT, die die soziale revolution umsetzen wollten, moskauhörige kommunisten, die die anarchisten bekämpften, gemäßigte reformerische sozialisten, trotzkisten, fortschrittliche bürgerliche kräfte, die eine liberale demokratie ohne antastung der besitzverhältnisse anstrebten. an diesen inneren widersprüchen zerbrach die republik sowie am rücksichtlosen vorgehen der franco-faschisten, der seine marokkanische söldner unter der spanischen bevölkerung wüten lies.

    die hilfe moskaus, die eher finanzieller und logistischer natur war als direkte waffenhilfe wie die legion condor zielte im übrigen nicht unbedint auf einen sieg der linken kräfte ab, einerseits, um nazi-deutschland nicht zu provozieren, da man sich nicht kriegsbereit glaubte und sich noch mitten in den säuberungen befand, andererseits um vor der welt kein beispiel einer wirklich freien kommunistischen gesellschaft zuzulassen. die roll moskaus beschränkte sich daher eher darauf, mihilfe von politkommissaren seinen einfluss in den verschiedenen kolonnen zu stärken. die spanische linke war viel radikaler als es moskau lieb sein konnte.

    die wesentlich tatkräftigere unterstützung kam auf eigene initiative der komintern, die kommunistischen parteien vornehmlcih aus frankreich, belgien, deutschland, italien warben für freiwillige in den internationalen brigaden, auch aus den usa und england kamen freiwillige.

  2. #12
    Hемецкий
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    Standard AW: Der spanische Bügerkrieg

    Zitat Zitat von redanarchist Beitrag anzeigen

    die wesentlich tatkräftigere unterstützung kam auf eigene initiative der komintern, die kommunistischen parteien vornehmlcih aus frankreich, belgien, deutschland, italien warben für freiwillige in den internationalen brigaden, auch aus den usa und england kamen freiwillige.
    Zu dieser Zeit war die III. Internationale schon längst bolschewisiert. Die Herren saßen in Moskau und konnten keinen Finger rühren, ohne das der famose Stalin zumindest mit dem Kopf gewackelt hat. Sonst gab es die Kugel, bestenfalls Workuta. Alle Kommi Parteien Europas waren zu der Zeit schon stalinistische Geiseln im Dienste russischen Weltmachtstrebens.

    Bereits 1924 hatte ihr vielgeliebter Menschenschlächter Jossif Wissarionowitsch Dschugaschwili erklärt, dass nur derjenige ein "wahrer Internationalist" sei, der "vorbehaltlos, ohne zu schwanken und ohne Bedingungen zu stellen" bereit ist, "im Interesse der Sowjetunionzu wirken". Ende der kommunistischen Vielfalt, wenn sie jemals existiert hatte. Der Rest waren, wie heute, unbedeutende, spinnerte Randgruppen ohne Geld und Einfluß. Wenn die Kommis im Westen für die Internationalen Banden geworben haben, dann auf direktes Geheiß ihres vergötterten Papstes.

    Insofern ist ihre obige Argumentation blanker Unsinn.

  3. #13
    Patriotischer Kritiker
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    Standard AW: Der spanische Bügerkrieg

    @neutraler: im spanischen bürgerkrieg war die alternative nie zwischen faschismus, und demokratie, sondern unter dem banner der volksfront schlossen sich viele linke strömungen mit unterschiedlichen zielen zusammen: anarchokommunisten bzw. -syndikalisten der FAU/CNT, die die soziale revolution umsetzen wollten, moskauhörige kommunisten, die die anarchisten bekämpften, gemäßigte reformerische sozialisten, trotzkisten, fortschrittliche bürgerliche kräfte, die eine liberale demokratie ohne antastung der besitzverhältnisse anstrebten. an diesen inneren widersprüchen zerbrach die republik sowie am rücksichtlosen vorgehen der franco-faschisten, der seine marokkanische söldner unter der spanischen bevölkerung wüten lies.
    Für Stalin waren diese "gemäßigten" Linken nur solange willkommene Verbündete, bis der Bürgerkrieg gewonnen wurde. Danach hätte er sich ihrer entledigt. Wichtig war zunächst, möglichst viele Verbündete gegen die Faschisten zusammen in ein Boot zu bekommen.

    die hilfe moskaus, die eher finanzieller und logistischer natur war als direkte waffenhilfe wie die legion condor zielte im übrigen nicht unbedint auf einen sieg der linken kräfte ab, einerseits, um nazi-deutschland nicht zu provozieren, da man sich nicht kriegsbereit glaubte und sich noch mitten in den säuberungen befand, andererseits um vor der welt kein beispiel einer wirklich freien kommunistischen gesellschaft zuzulassen. die roll moskaus beschränkte sich daher eher darauf, mihilfe von politkommissaren seinen einfluss in den verschiedenen kolonnen zu stärken. die spanische linke war viel radikaler als es moskau lieb sein konnte.
    Moskaus Unterstützung war doch etwas umfangreicher, als du es darstellst:
    Panzer wie der T-26, aber auch Kampflugzeuge, MGs, Geschütze, Gewehre, Pistolen, Munition, Ausbilder und militärische Berater wurden zur Verfügung gestellt, was die Behauptung widerlegt, Stalin wäre nicht an einem Sieg der Kommunisten in Spanien interessiert.

    die wesentlich tatkräftigere unterstützung kam auf eigene initiative der komintern, die kommunistischen parteien vornehmlcih aus frankreich, belgien, deutschland, italien warben für freiwillige in den internationalen brigaden, auch aus den usa und england kamen freiwillige.
    Freiwillige Kämpfer ja, aber keine Waffen, Militärberater oder Munition:
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  4. #14
    Mitglied Benutzerbild von Rowlf
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    Standard AW: Der spanische Bügerkrieg

    Zitat Zitat von Neutraler Beitrag anzeigen
    Moskaus Unterstützung war doch etwas umfangreicher, als du es darstellst:
    Panzer wie der T-26, aber auch Kampflugzeuge, MGs, Geschütze, Gewehre, Pistolen, Munition, Ausbilder und militärische Berater wurden zur Verfügung gestellt, was die Behauptung widerlegt, Stalin wäre nicht an einem Sieg der Kommunisten in Spanien interessiert.
    Die Waffen wurden aber nur an die Moskau treuen Stalinisten geliefert, die dann gleich mit ihren "Säuberungen" angefangen haben, um sich unliebsamer Anarchisten und anderer Linker zu entledigen.
    ...Hast du Ideen, oder haben Ideen dich?...

    Linksfraktion und Feminist


  5. #15
    Patriotischer Kritiker
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    Standard AW: Der spanische Bügerkrieg

    Die Waffen wurden aber nur an die Moskau treuen Stalinisten geliefert, die dann gleich mit ihren "Säuberungen" angefangen haben, um sich unliebsamer Anarchisten und anderer Linker zu entledigen.
    Dieser Fanatismus der extremen Linken gegen ihre eigenen Verbündeten war neben anderen Aspekten ein Grund für die Niederlage der Linken und die beste Erklärung, wieso Hitler und Mussolini die spanischen Faschisten unterstützten: Würden die Linken gewinnen, würden sich die Stalinisten dank Moskaus Hilfe durchsetzen, ihre Konurrenten beseitigen und ein Moskau treues Sowjetspanien erschaffen. Nicht gerade eine verlockende Aussicht, auch nicht für die kapitalistischen Mächte Frankreich, Großbritannien oder USA.

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