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Thema: Sind (viele) Linke Nazis?

  1. #1
    n/a Benutzerbild von futuere
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    Fragezeichen Sind (viele) Linke Nazis?

    Die Linken bezeichnen für ihr Leben gern politische Gegner als Nazis bzw. stellen diese in die Rechtsextremismus-Ecke. Das können dann auch mal gemäßigt rechte Demokraten sein, die absolut gar nichts mit Hitler, dem Nationalsozialismus, etc. am Hut haben.

    Aber warum sollte man nicht mal die Linken mit der Nazi-Keule bearbeiten? Immerhin schaffen es die Linken sogar Judenfreunde (UIfkotte) oder auch Juden selbst (Giordano) in die Nazi/Rechtsextremisten-Ecke zu stellen. Dann kann man das mit den "Israel-kritischen" und "anti-zionistischen" Linken auch mal machen. Dass es Überschneidungen zwischen den Linken und den Nazis gibt, zeigen die dazu passenden Links:


    Braun-Rote Kungelei
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    WASG-Bundesvorstandsmitglied wechselt zur NPD
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    Und immer lockt die NPD

    Der Vorfall ruft in der WASG ungute Erinnerungen wach. Im vergangenen Sommer hatte es bereits Wirbel um rechtspopulistische Äußerungen des Zugpferds Oskar Lafontaine gegeben. Der frühere SPD-Chef hatte auf einer Wahlkampfveranstaltung gesagt, "Fremdarbeiter" würden deutschen Familienvätern die Arbeitsplätze wegnehmen. Ihm war daraufhin vorgeworfen worden, am rechten Rand zu fischen - einen Vorwurf, den Lafontaine wütend zurückwies.

    Es ist kein Zufall, dass Wagner sozialpolitischer Berater der NPD-Landtagsfraktion in Sachsen werden soll. Gerade auf diesem Feld schlagen WASG und NPD ähnliche Töne an. Beide nutzten die Montagsdemos gegen Hartz IV zur Mobilisierung ihrer Anhänger. Bei Wahlen buhlen sie um dieselbe Klientel der Globalisierungsverlierer und Protestwähler.
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    Selbst liberale Parteien wie FDP und die Grünen und eine, ihrem eigenen Selbstverständnis nach, linke
    Partei wie die Linke / PDS und die WASG haben einen hohen Anteil
    an Wählern mit ausländerfeindlichen Einstellungen unter ihrer Wählerschaft.
    Die Grünen fallen mit ihrem relativ hohen Anteil an antisemitischen
    Wählern auf.
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    Wie tief sitzt der linke Antisemitismus?

    Linke Lebenslüge

    Die Anfälligkeit für Antisemitismus im eigenen Lager muss für aufrechte Linke ein Skandalon bleiben. Das Faktum steht quer zum Selbstverständnis, wonach Anhänger egalitärer Positionen nicht zugleich Rassisten sein können. So gern man, im vollen Bewusstsein der rufmörderischen Qualitäten, an der gegenwärtigen Inflationierung des Antisemitismusvorwurfs mitwirkt, so leicht wähnt man sich dabei auf der sicheren Seite. Daran hat auch die zuletzt kräftig gewachsene Forschungsliteratur wenig geändert. In den Studien etwa von Martin Kloke (Ethik- Redaktor in einem Schulbuchverlag), Thomas Haury (Soziologe) oder Philipp Gessler (Journalist) wird abgerechnet: mit dem zwischen «Scham und Wahn» schwankenden Verhältnis der deutschen Linken zu Israel, mit der Verfolgung von Juden in der DDR sowie den antisemitischen Gehalten eines Marxismus-Leninismus deutscher Prägung und endlich gar mit dem Antizionismus der Globalisierungskritiker von heute. Dennoch hat man den Eindruck, als hätte die Öffentlichkeit die Botschaften dieser und anderer Bücher noch nicht registriert.
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    In Großbritannien und im übrigen Europa breitet sich ein neuer Antisemitismus aus - unter jungen Muslimen und in linksliberalen Kreisen.

    Seit Islamisten und nicht Rechtsextremisten Hatz auf Juden machen und Terroranschläge gegen sie verüben, hält sich die Aufregung in Grenzen. (…) Der klassische Antisemitismus von rechts, schmuddlig und rassistisch, spielt in Europa nur noch eine untergeordnete Rolle. (…) Doch zugleich nimmt quer durch Europa ein Antisemitismus zu, der aus neuen Quellen gespeist wird. Einmal reflektiert sich darin die stetig wachsende Zahl muslimischer Einwanderer. Zum anderen entspringt der neue Antisemitismus einer veränderten Einstellung des linken und linksliberalen Milieus. Man bedient sich neuer Begriffe, um diesen Trend zu erfassen. In Großbritannien wird seit einiger Zeit von „Judaophobie“ gesprochen, ein unscharfer Begriff, in dem „Antizionismus“, die Verdammung der Palästinapolitik Israels und ein generelles Gefühl der Antipathie gegen Juden zusammenfließen. Oder man spricht vom „neuen“, vom „linken Antisemitismus“, der vielleicht besser „Antizionismus“ genannt werden sollte. (…) Aus radikaler linker Perspektive war also schon die Gründung Israels ein Sündenfall. Je klarer sich herauskristallisierte, dass der jüdische Staat seine Interessen ruppig, notfalls auch mit kriegerischen Mittel verfolgte, desto mehr wuchs die Abneigung. Die enge Verbindung Israels mit der „imperialistischen“, kapitalistischen Supermacht USA stellt für die Linke den zweiten Sündenfall dar.
    Sie werfen der Linken nicht nur Antiamerikanismus vor, sondern auch Antisemitismus. Das ist sehr hart, oder nicht?

    COHEN: Die Hamas-Charta liest sich wie ein original Nazi-Manifest. Wenn die Linke dazu nichts zu sagen hat und stattdessen Israel-Boykotte organisiert, dann überschreitet sie die Grenze zum Antisemitismus.
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    Bevor jemand meint, der Titel wäre schlecht gewählt: Man muss sich vor Augen halten, dass selbst Juden und Judenfreunde von den Linken in die Nazi/Rechtsextremismus-Ecke gestellt werden. Im Gegensatz dazu ist der Thread-Titel relativ harmlos.



    Die Frage bleibt:
    Sind (viele) Linke Nazis? Oder zumindest Judenhasser?
    Geändert von futuere (24.05.2007 um 20:27 Uhr)

  2. #2
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    Standard AW: Sind (viele) Linke Nazis?

    Da das Eine nichts mit dem Anderen zu tun hat:

    Ja, eine grosse Zahl sich selbst als "Links" Bezeichnende sind dem faschistoiden Gedankengut wesentlich näher als ihre angeblich "nazisitischen" Widerparts
    Grundsätzliche Menschenrechte sind ihnen fremd, gruppenmäßige Gewaltakte erzeugen bei ihnen, wenn auch vielfach nur klammheimlich, tiefe Befriedigung. Hetze gehört zu ihrer "Standardargumentation", ebenso wie Pöbelei, Diffamierung, Verleugnung.

    Die meisten Linken hier im Forum hätten sich wahrscheinlich nahtlos 1933 in die Braunen Batallione eingereiht und wären glückselig ihrem Führer gefolgt. Grade deswegen kann ich sie einfach nichtr ernstnehmen

  3. #3
    Preuße aus Vernunft Benutzerbild von Stechlin
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    Standard AW: Sind (viele) Linke Nazis?

    Zitat Zitat von Fritz Fullriede Beitrag anzeigen
    Da das Eine nichts mit dem Anderen zu tun hat:

    Ja, eine grosse Zahl sich selbst als "Links" Bezeichnende sind dem faschistoiden Gedankengut wesentlich näher als ihre angeblich "nazisitischen" Widerparts
    Grundsätzliche Menschenrechte sind ihnen fremd, gruppenmäßige Gewaltakte erzeugen bei ihnen, wenn auch vielfach nur klammheimlich, tiefe Befriedigung. Hetze gehört zu ihrer "Standardargumentation", ebenso wie Pöbelei, Diffamierung, Verleugnung.

    Die meisten Linken hier im Forum hätten sich wahrscheinlich nahtlos 1933 in die Braunen Batallione eingereiht und wären glückselig ihrem Führer gefolgt. Grade deswegen kann ich sie einfach nichtr ernstnehmen
    Ich fühle mich nicht angesprochen.
    "Wir sind nicht in die Welt gekommen, um glücklich zu sein,
    sondern um unsere Pflicht zu tun."

    Otto von Bismarck. Schmied des Deutschen Reiches

  4. #4
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    Standard AW: Sind (viele) Linke Nazis?

    ebenfalls nicht. futures vorhaben wird keine erfolg haben.

  5. #5
    Haßkrimineller Benutzerbild von wtf
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    Standard AW: Sind (viele) Linke Nazis?

    Es ist zumindest auffällig, daß Links- wie Rechtsextreme sich in Sachen Israelfeindlichkeit kuschelig einig sind.
    Leben in der Ochlokratie.

  6. #6
    Selberdenker Benutzerbild von FranzKonz
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    Standard AW: Sind (viele) Linke Nazis?

    Zitat Zitat von futuere Beitrag anzeigen
    Die Frage bleibt:
    Sind (viele) Linke Nazis? Oder zumindest Judenhasser?
    Ich glaube, die Frage ist falsch.

    Es gibt viele Arschlöcher. Einige davon sind links.

    Der kritische Standpunkt vieler Linker gegenüber der Politik Israels liegt einfach darin, daß Israel ein Kind des Zionismus ist, und der Zionismus nun mal eine streng nationalistische Lehre ist, die auch ein paar rassistische Elemente enthält.
    Als Kind habe ich mir immer vorgestellt, es wäre toll, wenn man die Gedanken anderer Menschen lesen könnte. Jetzt haben wir Twitter und sehen schwarz auf weiß, was den Leuten Tag für Tag so durch den Kopf geht. Das ist nicht toll. (Vince Ebert)

  7. #7
    Preuße aus Vernunft Benutzerbild von Stechlin
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    Standard AW: Sind (viele) Linke Nazis?

    Zitat Zitat von wtf Beitrag anzeigen
    Es ist zumindest auffällig, daß Links- wie Rechtsextreme sich in Sachen Israelfeindlichkeit kuschelig einig sind.
    Mag sein, aber aus unterschiedlichen Motivationen, und auch mit unterschiedlichen Konsequenzen. Nimm bitte zur Kenntnis, daß die Gegnerschaft der meisten Linken zu Israel sich nicht aus einem diffusen und streng zu tadelnden Rassismus speist, sondern aus Grundsätzen, die man im Allgemeinen zivilisatorische Errungenschaften nennt. Auch wenn Israel von Russen, Chinesen oder Eskimos regiert würde, wäre meine Kritik an Israel nicht minder scharf und entschlossen.

    Eine Einschränkung will ich gerne zugeben, nämlich daß die Linie zwischen Antisemitismus und Antizionismus (wenn ich die Politik Israels mal unter diesem, zugegeben, Kampfbegriff zusammenfassen darf) meist fließend daherkommt; obgleich die Ursachen dafür bei den Vertretern und Sympathisanten des Jüdischen Staates selbst zu suchen und zu finden sind, da diese zwischen Zionismus und Judentum keinen Unterschied erkennen wollen und/oder dürfen.
    Geändert von Stechlin (24.05.2007 um 21:37 Uhr)
    "Wir sind nicht in die Welt gekommen, um glücklich zu sein,
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    Otto von Bismarck. Schmied des Deutschen Reiches

  8. #8
    Hände weg von Syrien! Benutzerbild von cajadeahorros
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    Standard AW: Sind (viele) Linke Nazis?

    Zitat Zitat von wtf Beitrag anzeigen
    Es ist zumindest auffällig, daß Links- wie Rechtsextreme sich in Sachen Israelfeindlichkeit kuschelig einig sind.
    Bekanntermaßen ist ja, frei nach Bebel, der Antizionismus der Antiimperialismus der dummen Kerle.
    Auf geb' ich mein Werk; nur Eines will ich noch: das Ende - das Ende!

    (Wotan, Die Walküre)

  9. #9
    GESPERRT
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    Standard AW: Sind (viele) Linke Nazis?

    es gibt gleichermaßen linke und rechte idioten. und richtig, manche dumme linke kommen nicht klar damit, die derzeitge politk des staats israel und judentum zu differenzieren. aber das dürfte eine minderheit sein.

    die frage läßt sich eigentlich erst beantworten, wenn ungefähr klar ist, was links ist. da nach meinem verständnis von "links" das bedingungslose einstehen für allgemeine und gleiche menschenrechte im vordergrund steht, ist hiervon ausgehend nähe zu nazis völlig ausgeschlossen.

  10. #10
    Aufklärungsbeauftragter Benutzerbild von Roter Sturm
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    Standard AW: Sind (viele) Linke Nazis?

    Zitat Zitat von futuere Beitrag anzeigen
    Aber warum sollte man nicht mal die Linken mit der Nazi-Keule bearbeiten?
    Wieso mal? Grundsätzlich jeder der notwendige Kritik an Israel übt, wird mit der Nazikeule bearbeitet. Schau dir nur die von dir verlinkten Pamphlete an. Übrigens würde ich dir mal raten, Abstand von wahrheitsverdrehenden Quellen zu nehmen.

    Wieso sollten wir Linke Rassismus und Imperialismus unterstützen? Weil er von Juden kommt? Tut mir leid, die vernünftigen von uns haben kein rassistisches Weltbild ;(

    Es gibt leider auch viele schwarze Schafe unter den Linken. Die würden glatt Gaskammern für Nazis verlangen und Juden zu Übermenschen erklären. Mit Antirassismus und Menschenrechten hat das leider nix mehr zu tun...
    Humanist - Sozialist - Dezentralist - Patriot - Auf Erwins Ignorierliste

    "Die Produktion [im Kapitalismus] ist für den Profit da - nicht für den Bedarf." - Albert Einstein

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