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Thema:  ...Pinke Pinke , wer hat so viel Geld ? 

  1. #1
    food for thought Benutzerbild von houndstooth
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    Standard  ...Pinke Pinke , wer hat so viel Geld ? 

    Interessant, der 2004 ‘Welt Reichstums Report’ , herausgegeben von Merryl Lynch & Capgemini. Bestaetigt nur , was eigentlich schon lang vermutet wird, z. B. dass der Reichstumszuwachs in den USA und Asien am staerksten ist und in Zentraleuropa sogar in 2003 geschrumpft ist. Warum das Letztere ? Ganz trocken :

    “ Verstaerkter Regierungskonsum in der Euro-Zone verhinderte den noetigen Stimulus in dieser Region , die Rezession voellig von sich abzuschuetteln.”

    Mit anderen Worten, zu hohe Steuerabgaben ersticken Wirtschaftswachstum – Brandzeichen des praktizierten Sozialismus.

    Weiter: “ …kaempfend mit hohen Arbeitslosenzahlen , Budgethaushaltskrisen und schwacher globaler Nachfrage , brachten die Wirtschaften Frankreichs, Deutschlands und der Schweiz fast zum Halt da deren BDP von 2002 unveraendert geblieben war. “

    Zentraleuropas negatives Geburtenwachstum bzw. beschleunigte Veralterung ,gekoppelt mit der immer staerker werdenden asiatischen Konkurrenz, wird sich zwangslaeufig proportionell in seiner Wirtschaftsdynamic wiederspiegeln : eine auf den Knien krauchende und auf den Bauch rutschende Wirtschaftswachstumskurve . Im Stabhochsprung dagegen fliegt sie in Indien und China empor :

    “In Bezug auf Wirtschaftsausstoss, setzen die sich rapide ausweiternden Wirtschaften Indiens und China die Wachstumsgeschwindigkeiten in der Welt.”
    Sozialistische Regierungen koennen natuerlich nicht unbegrenzt Schulden aufnehmen bzw. nach oben hin unbegrenzt Steuern einziehen um ihren toerichten Obligationen nachzukommen : denn erstens wuerden sie sich einer immer weniger Investitionsfreudigkeit und staerkeren Kapitalflucht gegenuebersehen und zweitens ersticken sie die Initiative der Leute ueberhaupt erst einen Finger krumm zu machen.

    Also muessen Sozialausgaben massiv gestrichen werden, Produktivitaet erhoeht werden durch viel laengere Arbeitszeiten und erhoehtes Rentenalter auf 70 . Allerdings werden sich die Leute dann so kaputt geschafft haben, dass wohl nur noch ein kleiner Bruchteil fuer ein paar Jaehrchen in den Genuss kommen darf, die staatlichen Almosen zu verabscheuen . Niemand wird mehr fuer elusive Sozialprogramme einzahlen wollen, auch dieser Aspekt des Sozialismus wird von der Privatwirtschaft absorbiert werden.

    Die Zeitlupenimplosion des Sozialismus signalisiert goldene Zeiten fuer die Zeitlupenexplosion des freien Kapitalismus , in der Tat, sie hat schon laengst angefangen wie die Wachstumskurve neuer Millionaere indikiert und bestaetigt:

    Marx ist Murks!

  2. #2
    food for thought Benutzerbild von houndstooth
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    Standard Da ist Pinke Pinke!

    • 7,7 million Millionaere* gab es 2003 weltweit , 7,5% mehr als in 2002

    • US $ 28.8 Billion ( am. trillion) hatten sich in deren Portfolios angesammelt

    • US $ 40,7 Billion ( am. trillion) sollte der zu erwartende Gesamtwert bis 2008 darstellen ,eine gesunde Zuwachsrate von ~7% p/a.

    • 14% =2,27 Milionen war in 2003 die Millionairszuwachsrate in den USA; in Europa hingegen nur 2,4%. Das waren 1,3 % weniger als in 2002 , doch immerhin stieg die Insgesamtzahl europaeischer Millionaire auf 2,6 millionen . In Eu war der groesste Millionairzuwachs in Sp; GB + CZ; Zentraleuropas ( DE + FR )fiskale Policies daempfte nicht nur die Zuwachsrate , sie ging sogar etliche Punkte unter Null !

    • Indien hatte nach Hongkong mit 30% die zweithoechste Rekordzuwachsrate mit 22% , China ist mit 14% Zuwachsrate in 2003 ( 236.000 Millionaire in toto) den USA gleichgestellt , doch wird wohl bald auf Indiens Niveau liegen. Stagnierende politische und wirtschaftliche Situation hinterlaesst in FR negativen und in DE minimalen Zuwachs.

    • Ulrareiche Millionaire , definiert als solche mit mehr als US $ 30 Millionen Liquiditaet , gibt es nur 70.000 weltweit, doch deren Wachstum geht noch schneller voran als der der aermeren Millionairsschichten. Nicht unerwartet sind sie per capita da am meisten aufzufinden, wo die socioekonomische Schere am weitesten gespreizt ist.

    • Spanien ueberrascht mit seinen 129.000 Millionairen in 2003 und 18% Millionairszuwachsrate seit 2002.

    • Russlands Millionairszuwachs in 2003 ist mit 5% mehrmals besser als der Deutschlands oder gar Frankreichs. Die ehemalige Kommihochburg hat es bis jetzt auch schon auf 84.000 Millionaire gebracht bitteschoen. Vor 2 Monaten ueberholte Moskau New York als die Stadt in der die meisten Milliardaire leben ( Forbes Mag.)

    • Wo sind die meisten Milliardaire in der Welt? Das wissen wir. Wer ist der reichste Mann der Welt? Nicht Bill Gates oder Warren Buffet - Ingvar Kamprad ! ( IKEA)

    Also, lasst die Ungewaschenen sich mehr und schneller fuer uns abrackern !

    In dem Sinn: happy exploit-; argh , agglomeration!

    Mit freundlichem Gruss

    Bis dann…Heinz

    *Millionair = Liquiditaet des Portfolios , Wert des/r Eigenheims/e nicht mit einbezogen.

    Quelle:

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  3. #3
    Mitglied Benutzerbild von Fars
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    Hallo, houndstooth!

    Die Medien bei euch, auf dem Amerikanischen Kontinent, hinken in Sachen Beurteilung des Geschehens etwas hinterher. Die aktuellen Kürzungen in den Sozialsystemen Europas sind ja nicht Symptom sondern bereits Reaktion auf veränderte Gegebenheiten. Ich denke nicht, dass wir unsere "Sozialstaatlichkeit" opfern werden, aber im Moment können wir Europäer sie uns aufgrund verschärfter internationaler Wettbewerbsbedingungen nicht im gekannten Ausmaße leisten.
    Der Jubel der "US right-wing media" ist wie der Jubel über einen Bären, der noch nicht erlegt ist - und (hoffentlich) nie erlegt werden wird! Aber das hängt eben von uns und unserer Leistung ab.

    Gruß Fars
    Spende Blut !

  4. #4
    Mitglied Benutzerbild von kangal
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    wow, so viele milliardäre und millionäre bringt der freie (raubtier)kapitalismus hervor? toll! schade nur, dass bei solchen "erfolgsmeldungen" die andere seite meistens verschwiegen wird. wie siehts denn aus mit den "working poor"? mehr oder weniger geworden? der reichtum ist angestiegen? insgesamt vielleicht, profitieren können allerdings nur wenige davon. da ist mir persönlich doch etwas weniger reichtum der ein wenig gleichmässiger auf eine breitere masse verteilt ist, wesentlich lieber.

  5. #5
    Mitglied Benutzerbild von buddy
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    Zitat Zitat von houndstooth
    Interessant, der 2004 ‘Welt Reichstums Report’ , herausgegeben von Merryl Lynch & Capgemini. Bestaetigt nur , was eigentlich schon lang vermutet wird, z. B. dass der Reichstumszuwachs in den USA und Asien am staerksten ist und in Zentraleuropa sogar in 2003 geschrumpft ist. Warum das Letztere ? Ganz trocken :

    “ Verstaerkter Regierungskonsum in der Euro-Zone verhinderte den noetigen Stimulus in dieser Region , die Rezession voellig von sich abzuschuetteln.”

    !
    Murks ist höchstens dieser Report.Es gibt keinen empirischen Zusammenhang zwischen der Höhe der Staatsquote und dem Wirtschaftswachstum eines Landes.Das beweisen vor allem die skandinavischen Ländern immer wieder aufs neue,wo die Staatsquote und die sozialen Sicherungssysteme sogar höher sind als in Deutschland.Dieser Bericht ist reine Ideologie,einfach nicht ernstzunehmen.

  6. #6
    food for thought Benutzerbild von houndstooth
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    Zitat Zitat von Fars
    Hallo, houndstooth!

    Die Medien bei euch, auf dem Amerikanischen Kontinent, hinken in Sachen Beurteilung des Geschehens etwas hinterher. Die aktuellen Kürzungen in den Sozialsystemen Europas sind ja nicht Symptom sondern bereits Reaktion auf veränderte Gegebenheiten. Ich denke nicht, dass wir unsere "Sozialstaatlichkeit" opfern werden, aber im Moment können wir Europäer sie uns aufgrund verschärfter internationaler Wettbewerbsbedingungen nicht im gekannten Ausmaße leisten.
    Der Jubel der "US right-wing media" ist wie der Jubel über einen Bären, der noch nicht erlegt ist - und (hoffentlich) nie erlegt werden wird! Aber das hängt eben von uns und unserer Leistung ab.

    Gruß Fars
    Du wirst schon recht mit Deiner Beurteilung bzgl. der ame. Medien haben Fars.

    Dein Einwand ist socio-politischer Natur. Macht daher auch voellig Sinn.
    Uebrigens , 'verschärfter internationaler Wettbewerbsbedingungen ' sind ein globales Phaenomen und nicht auf DE /EU begrenzt.

    No, die Authoren des 'Welt Reichtum Report' , Merryl Lynch & Capgemini sind nichts weiter als 'number crunchers'. Ich ( nicht ich persoenlich - ist als metaphor gedacht )habe Zahlen ,bin daher auch nur an Zahlen interessiert. Zahlen lass ich zu mir sprechen , auf Zahlen hoere ich.

    Auf meine 100 Millionen will ich keine Steuern zahlen, sie sollen sicher sein und im naechsten Jahr will ich 110 Millionen haben ,sonst wird mein persoenlicher Banker bei Merryl Lynch gefeuert.

    Ist DE ein guter Vermoegensanlegeplatz? Glaube nicht.

    Sozialsysteme ? Was ist denn das? Interessiert mich nicht! Spuck in die Haende , dann brauchste auch nicht an den Zitzen des Staates zu haengen!

    Ich bin nur an mir selber , meine 120 foot yacht , meine 6 Rennpferde, meine drei luxury estates in Florida, St. Lucia und New York , mein Flugzeug und meine Sammlung 60 antiker Limousinen und 267 teure Gemaelde interessiert.

    Einmal im Jahr gebe ich 3 Millionen fuer gemeinnuetzige Zwecke ab. Doch das ueberlasse ich Charles , denn sonst haengen 1000 Leute das ganze Jahr wie 'ne Zecke an mir .

    So, morgen geht's mit meiner Yacht und 12 Mann crew hoch nach Alaska fuer 6 Wochen . Hubschrauber, Sattelite communication , speedboot helfen uns 'in touch' zu bleiben mit dem Rest der Welt...

    Cheers!

    Bis dann...Heinz

    ( Und fuer die mit dicker Rinde : das war eine Parodie )

  7. #7
    food for thought Benutzerbild von houndstooth
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    Zitat Zitat von kangal
    wow, so viele milliardäre und millionäre bringt der freie (raubtier)kapitalismus hervor? toll! schade nur, dass bei solchen "erfolgsmeldungen" die andere seite meistens verschwiegen wird. wie siehts denn aus mit den "working poor"? mehr oder weniger geworden? der reichtum ist angestiegen? insgesamt vielleicht, profitieren können allerdings nur wenige davon. da ist mir persönlich doch etwas weniger reichtum der ein wenig gleichmässiger auf eine breitere masse verteilt ist, wesentlich lieber.
    Wenn ein Millionaer an 'working poor' interessiert waere, dann wuerde es nicht lange dauern, und er waere selber einer.

    Remember: Von den Reichen kannste Sparen lernen.

    Reichtum gleichmaessig auf breitere Masse verteilt? i gitte ! Wo koennen 'wir' denn dann noch ungestoert unter 'uns' sein? :rolleyes:

    Breite Masse ! Huh , what a nightmare !

    Bis dann...Heinz

  8. #8
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    Zitat Zitat von houndstooth
    Du wirst schon recht mit Deiner Beurteilung bzgl. der ame. Medien haben Fars.

    Dein Einwand ist socio-politischer Natur. Macht daher auch voellig Sinn.
    Uebrigens , 'verschärfter internationaler Wettbewerbsbedingungen ' sind ein globales Phaenomen und nicht auf DE /EU begrenzt.

    No, die Authoren des 'Welt Reichtum Report' , Merryl Lynch & Capgemini sind nichts weiter als 'number crunchers'. Ich ( nicht ich persoenlich - ist als metaphor gedacht )habe Zahlen ,bin daher auch nur an Zahlen interessiert. Zahlen lass ich zu mir sprechen , auf Zahlen hoere ich.

    Auf meine 100 Millionen will ich keine Steuern zahlen, sie sollen sicher sein und im naechsten Jahr will ich 110 Millionen haben ,sonst wird mein persoenlicher Banker bei Merryl Lynch gefeuert.

    Ist DE ein guter Vermoegensanlegeplatz? Glaube nicht.

    Sozialsysteme ? Was ist denn das? Interessiert mich nicht! Spuck in die Haende , dann brauchste auch nicht an den Zitzen des Staates zu haengen!

    Ich bin nur an mir selber , meine 120 foot yacht , meine 6 Rennpferde, meine drei luxury estates in Florida, St. Lucia und New York , mein Flugzeug und meine Sammlung 60 antiker Limousinen und 267 teure Gemaelde interessiert.

    Einmal im Jahr gebe ich 3 Millionen fuer gemeinnuetzige Zwecke ab. Doch das ueberlasse ich Charles , denn sonst haengen 1000 Leute das ganze Jahr wie 'ne Zecke an mir .

    So, morgen geht's mit meiner Yacht und 12 Mann crew hoch nach Alaska fuer 6 Wochen . Hubschrauber, Sattelite communication , speedboot helfen uns 'in touch' zu bleiben mit dem Rest der Welt...

    Cheers!

    Bis dann...Heinz

    ( Und fuer die mit dicker Rinde : das war eine Parodie )
    Hätte ich jetzt glatt wörtlich genommen, schade. Du hättest mit Deinem Geld vielleicht die lästige Webung in diesem Forum entfernen können..
    Aber tendenziell stimme ich diesem Bericht von Me.Lynch durchaus zu.
    Das einzige, was mich wundert: Seit wann mißt man den Durchschnittsreichtum einer Gesellschaft an der Anzahl der Millionäre?
    Was nützen viele Millionäre, wenn der Rest der Bevölkerung bettelarm ist?
    Und tendenziell ist das doch wohl eher so in Amerika als in Deutschland.

  9. #9
    food for thought Benutzerbild von houndstooth
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    Zitat Zitat von buddy
    Murks ist höchstens dieser Report.Es gibt keinen empirischen Zusammenhang zwischen der Höhe der Staatsquote und dem Wirtschaftswachstum eines Landes.Das beweisen vor allem die skandinavischen Ländern immer wieder aufs neue,wo die Staatsquote und die sozialen Sicherungssysteme sogar höher sind als in Deutschland.Dieser Bericht ist reine Ideologie,einfach nicht ernstzunehmen.
    Nicht ernst zu nehmen ?

    Vergiss nicht, bud, Merryl Lynch delivers !

    Als Multimillionaer pfeife 'ich' auf 'Deine' wasimmernoch Systeme. 'Ich' habe meinen eigenen Doktor, Dietician, Koeche etc.

    Charles, show my buddy the library will yer !

    Bis dann...Heinz

    ( Auch das war im Spass gemeint. )

  10. #10
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    Zitat Zitat von buddy
    Es gibt keinen empirischen Zusammenhang zwischen der Höhe der Staatsquote und dem Wirtschaftswachstum eines Landes..
    Also wenn Sie das ernsthaft glauben sollten Sie vielleicht noch ein paar Semester VWL dranhängen...

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