Umfrageergebnis anzeigen: Was hälst du von der Linken?

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37. Du darfst bei dieser Umfrage nicht abstimmen
  • Ich stimme mit der Kritik des Genossen voll überein

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  • Ich habe eine andere Kritik zur Linken als der Genosse

    1 2,70%
  • Es gibt Kritikpunkte an der Linken, jedoch finde ich sie im Großen und Ganzen gut

    5 13,51%
  • Es gibt gewisse Dinge die ich an der Linken gut finde, aber der Rest ist schlecht

    7 18,92%
  • Ich finde die Linke gut

    2 5,41%
  • Die Linke ist genial

    1 2,70%
  • Die Linke ist zwar nicht gut, aber genau das was unsere Politik braucht

    2 5,41%
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Thema: Was haltet ihr eigentlich von dieser neuen "Linken"?

  1. #1
    GESPERRT
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    Kool Was haltet ihr eigentlich von dieser neuen "Linken"?

    Also, ich persönlich bin gegenüber der Linken besonders kritisch - da ich jedoch immer wieder mit diesem Häufchen Elend aus Ostopportunisten und Westweltverbesserern assoziert werde möchte ich doch bitte einmal zu dieser neuen "Linken" Stellung nehmen und ein paar andere Meinungen einholen. Wichtig bei der Analyse der Linkspartei ist die historische Analyse und ihre politische Laufbahn/Karriere. Die Linke setzt sich wie allen bekannt sein müsste aus folgenden Parteien zusammen - WASG und PDS. Die wohl deutlich wichtigere und historisch bedeutendere der beiden ist ganz klar die PDS, deswegen mein erstes Statement:

    PDS:

    Die PDS bildete sich bei Untergang der DDR, ihre vorläufig ersten Ziele waren die Demokratisierung und Derevolutionisierung, anstelle dessen die Parlamentiesierung des Sozialismus.

    Folglich haben wir hier ein Häufchen Ossis die gemeint haben den Funktionalismus des DDR Sozialismus etwas BRD ähnlicher zu machen und sich von der DDR abzuwenden (Erich Honecker, Willi Stoph, Günter Mittag, Kurt Hager und Egon Krenz wurden aus der Partei ausgeschlossen).

    Hier zeigen sich schon die ersten opportunistischen Züge der sich später entfaltenden PDS, sie bestand nämlich nie aus Außenseitern der DDR Gesellschaft, sondern schon immer aus alten SED Kadern die voll von "ihrer Sache" überzeugt waren - als jedoch die politische Wende kam erkannten diese Kader, dass sie mit dem alten Strukturbild nie wieder politischen Einfluss gewinnen und entschieden sich kurzfristig das Modell zu ändern und auf Wählerfang zu gehen. Allerdings ist hierbei zu erwähnen, dass viele der damaligen Wähler der PDS ebenfalls alte SED Überzeugte waren. Die PDS bekamm durch sie Zulauf, da es keine sozialistischere Partei gab als sie (die PDS war damals noch für die Umsetzung des ökonomischen Sozialismus, bei Änderung des politischen Systems). Deshalb hatte die PDS lange Zeit eine starke Kommunistische Basis, die es der Opportunistenspitze nicht ermöglichte allzu frei zu aggitieren. Der Verrat an der eigenen Ideologie wird trotzdem erneut dadurch deutlich, dass die PDS ihr "Programm" später soweit veränderte, dass sie keinen Sozialismus mehr anstrebte, sondern lediglich diesen als Fernziel verfolgte. Was hierbei interessant ist, ist das die sozialistische Ideologie die sie somit abgelegt haben nie so wirklich ersetzt wurde. Anstelle dessen, haben wir eine demokratische Partei (was man sich ja schließlich wünschte) die nichts anderes macht, als ohne Lösungsangebote über die gesellschaftlichen Problemme der Menschen zu klagen und radikale Wirtschaftsmaßnahmen zu fordern die weder umzusetzen, noch zu finanzieren sind ohne die Marktwirtschaft ebenfalls radikal zu verändern, jedoch bekennt sich die PDS zu dieser und will nur gewisse Kernindustrien verstaatlichen und keine gesellschaftlichen Änderungen. Das schöne war ja an der PDS und ist es an der Linken, dass sie den gesellschaftlichen Nerv immer genau traf und wusste was die Leute wollen. Ihr Problemm war es jedoch immer und ist es heute noch immer ohne einen ideologischen Rückhalt ihre Ziele auch erfolgreich umzusetzen.

    WASG:

    Die WASG ist vermutlich Opportunismus und Populismus in ein Wort gefasst. Linke Gutmenschen und Weltverbesserer bildeten diese Partei und besetzten sie mit Idioten wie Lafontaine die nichts anderes als Linkspopulisten sind und nur die Nerven und Problemme der Gesellschaft ausnutzten und diese intensiv zur Rede brachten, ohne auch nur eine einzige Lösung anzubieten. Ein Haufen unzufriedener Weltverbesserer die außer polarisieren und auf volkes Seele rumtanzen nichts können und ihre Spitzen (Lafo) sich durch Volkeshand finanzierte Porsches zu eigen machen und zeitgleich über das Großkapital klagen.

    Und jetzt das Gesammtpacket.

    Die Linke:

    Jetzt haben wir die machtgeilen Ostopportunisten und die machtgeilen Westweltverbesserer die sich in ihrer nicht vorhandenen Ideologie ziemlich ähnlich sind, deshalb fusionieren die beiden Schundparteien natürlich auch zu einer neuen Mischmaschpartei ohne Überzeugungen. Ein breites Linksbündis, dass von Sozialdemokraten, über Anarchisten, bis zu Kommunisten mit ihren Machtgeilen Opportunisten an der Spitze geht. Keine einheitliche Politik und kein Programm, keine Außenpolitik, sondern nur ein Beschwerde Partei deren Aussagen sich nur auf "Wir fordern", "Wir sollten" und "Mit uns" besetzen.

    Beenden möchte ich es mit einem passenden Leninzitat:

    "Es ist nicht schwer, dann ein Revolutionär zu sein, wenn die Revolution bereits ausgebrochen und entbrannt ist, wenn sich all und jeder der Revolution anschließt, aus einfacher Schwärmerei, aus Mode, mitunter sogar aus Gründen
    der persönlichen Karriere. Das Proletariat hat nachher, nach seinem Sieg, die größte Mühe, man könnte sagen, seine liebe Not, sich von solchen Quasi-Revolutionären `zu befreien`. Viel schwerer - und viel wertvoller - ist, dass man es
    versteht, ein Revolutionär zu sein, wenn die Bedingungen für einen direkten, offenen, wirklich von den Massen getragenen, wirklich revolutionären Kampf noch nicht vorhanden sind, dass man es versteht, die Interessen der Revolution
    (propagandistisch, agitatorisch, organisatorisch) in nicht revolutionären, oft sogar direkt reaktionären Institutionen, in einer nichtrevolutionären Situation, unter einer Masse zu verfechten, die unfähig ist, die Notwendigkeit revolutionärer Methoden des Handelns sofort zu begreifen. Die Fähigkeit, den konkreten Weg oder den besonderen Wendepunkt der Ereignisse, der die Massen an den wirklichen, entscheidenden, letzten großen revolutionären Kampf heranführt, herauszufinden, herauszufühlen, richtig zu bestimmen – das ist die Hauptaufgabe des heutigen Kommunismus in Westeuropa und Amerika.“


    - Lenin "Der linke Radikalismus, die Kinderkrankheit im Kommunismus"
    Geändert von Genosse 93 (16.06.2008 um 14:49 Uhr)

  2. #2
    Mitglied Benutzerbild von Rowlf
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    Standard AW: Was haltet ihr eigentlich von dieser neuen "Linken"?

    Die neue "Linke" besteht aus enttäuschten Sozialdemokraten, verwirrten Alt-Kommunisten, gelangweilten Gewerkschaftern und verhinderten Ökos. Insgesamt steht die "Linke" für mehr Staat und weniger Freiheit des Individuums. Deswegen werde ich sie niemals wählen.
    ...Hast du Ideen, oder haben Ideen dich?...

    Linksfraktion und Feminist


  3. #3
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    Standard AW: Was haltet ihr eigentlich von dieser neuen "Linken"?

    Zitat Zitat von Rowlf Beitrag anzeigen
    Die neue "Linke" besteht aus enttäuschten Sozialdemokraten, verwirrten Alt-Kommunisten, gelangweilten Gewerkschaftern und verhinderten Ökos. Insgesamt steht die "Linke" für mehr Staat und weniger Freiheit des Individuums. Deswegen werde ich sie niemals wählen.
    Bei mir sind Hauptschlagpunkte:

    1. Ideologielosigkeit

    2. Ökonomische und politische Unfähigkeit

    3. Opportunismus

    4. Morallosigkeit

  4. #4
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    Standard AW: Was haltet ihr eigentlich von dieser neuen "Linken"?

    Zitat Zitat von Rowlf Beitrag anzeigen
    Die neue "Linke" besteht aus enttäuschten Sozialdemokraten, verwirrten Alt-Kommunisten, gelangweilten Gewerkschaftern und verhinderten Ökos. Insgesamt steht die "Linke" für mehr Staat und weniger Freiheit des Individuums. Deswegen werde ich sie niemals wählen.
    Hervorragend getroffen.

    Für mich kommt erschwerend dazu, daß Lafontaine nicht integer ist. Er verspricht das Blaue vom Himmel herunter und hat in der Vergangenheit vor allem Schulden produziert.

    Es kann keine linke Politik sein, auf Kosten künftiger Generationen zu leben. Allerdings ist dies auch keine konservative Politik, und die schwarzen pumpen in ähnlichem Ausmaß, einige sogar noch schlimmer.
    Als Kind habe ich mir immer vorgestellt, es wäre toll, wenn man die Gedanken anderer Menschen lesen könnte. Jetzt haben wir Twitter und sehen schwarz auf weiß, was den Leuten Tag für Tag so durch den Kopf geht. Das ist nicht toll. (Vince Ebert)

  5. #5
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    Standard AW: Was haltet ihr eigentlich von dieser neuen "Linken"?

    Zitat Zitat von Genosse 93 Beitrag anzeigen
    Bei mir sind Hauptschlagpunkte:

    1. Ideologielosigkeit

    2. Ökonomische und politische Unfähigkeit

    3. Opportunismus

    4. Morallosigkeit
    Es ist eher Ideenlosigkeit und Wankelmut. Man will nur dagegen sein und die Wechsel- und Protestwählerstimmen einsacken. Eine Partei, die sich nur auf Opposition versteht und kaum eigene Konzepte hat, ist nicht regierungsfähig. Desweiteren laufen mit bei der "Linken" viel zu viele Leute rum, die immer noch im Kalten Krieg hängen geblieben sind.
    Geändert von Rowlf (16.06.2008 um 15:43 Uhr)
    ...Hast du Ideen, oder haben Ideen dich?...

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  6. #6
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    Standard AW: Was haltet ihr eigentlich von dieser neuen "Linken"?

    Ich halte sie für eine Truppe von Frustrierten, Versagern und Bankrotteuren, die mit sozialen Versprechungen die Dummen locken und einem Sand in die Augen streuen.

  7. #7
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    Standard AW: Was haltet ihr eigentlich von dieser neuen "Linken"?

    Zitat Zitat von Rowlf Beitrag anzeigen
    Es ist er Ideenlosigkeit und Wankelmut. Man will nur dagegen sein und die Wechsel- und Protestwählerstimmen einsacken. Eine Partei, die sich nur auf Opposition versteht und kaum eigene Konzepte hat, ist nicht regierungsfähig. Desweiteren laufen mit bei der "Linken" viel zu viele Leute rum, die immer noch im Kalten Krieg hängen geblieben sind.
    Nur Machtgeile und Weltverbesserer, wir brauchen eine linke Partei - aber eine andere. :]

  8. #8
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    Standard AW: Was haltet ihr eigentlich von dieser neuen "Linken"?

    Zitat Zitat von FranzKonz Beitrag anzeigen
    Hervorragend getroffen.

    Für mich kommt erschwerend dazu, daß Lafontaine nicht integer ist. Er verspricht das Blaue vom Himmel herunter und hat in der Vergangenheit vor allem Schulden produziert.

    Es kann keine linke Politik sein, auf Kosten künftiger Generationen zu leben. Allerdings ist dies auch keine konservative Politik, und die schwarzen pumpen in ähnlichem Ausmaß, einige sogar noch schlimmer.
    Er ist eben mehr Populist als Politiker, genau das sind viele in der Linken.

  9. #9
    Katholik Benutzerbild von -25Grad
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    Standard AW: Was haltet ihr eigentlich von dieser neuen "Linken"?

    Ich hätte nichts gegen eine starke linke Partei oder gesellschaftlich relevante Strömung in Deutschland einzuwenden, auch wenn ich mit ihr politisch kaum etwas zu schaffen haben würde; die Linke, als ideologisch von Achtundsechzig geschwängerter Nonsens, erfüllt die Kriterien eines ernsthaften politischen Gegners nicht.

    ( Siehe die Vorschläge zur Drogenpolitik, zum Grundgehalt oder zum Patriotismus. )
    ,,Glauben Sie nicht , daß ich in Tröstungen schwimme. O nein : mein Trost hienieden ist, keinen Trost auf Erden zu haben. " - Therese von Lisieux

  10. #10
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    Standard AW: Was haltet ihr eigentlich von dieser neuen "Linken"?

    Zitat Zitat von Rowlf Beitrag anzeigen
    Es ist er Ideenlosigkeit und Wankelmut. Man will nur dagegen sein und die Wechsel- und Protestwählerstimmen einsacken. Eine Partei, die sich nur auf Opposition versteht und kaum eigene Konzepte hat, ist nicht regierungsfähig. Desweiteren laufen mit bei der "Linken" viel zu viele Leute rum, die immer noch im Kalten Krieg hängen geblieben sind.

    Die Linke ist ein Mischmasch der nicht funktionieren wird.

    Sie besteht aus (zu Recht) aus der SPD ausgetretenem Parteipersonal mit rudimentären Linken Interessen, Gewerkschaftsführern mit Angst um ihren Versorgungsposten, alten DDR-Bürokraten, Ost-Nostalgikern und mittendrin ein paar doch sehr theorieschwache "Kommunisten". Das ganze sammelt sich hinter dem Schaumschläger Lafontaine der vor allem seine eigenen Interessen verfolgt und dem Schaumschläger Gysi der den Realo der Ostbürokraten gibt.

    Das ganze wird sich in spätestens 8 Jahren wieder in Luft auflösen.
    Auf geb' ich mein Werk; nur Eines will ich noch: das Ende - das Ende!

    (Wotan, Die Walküre)

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