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Thema: Sokrates

  1. #21
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    was ist das für ein argument? weil viele, viele leute die einbildung der religion nachvollziehen (von mir aus auch noch dafür sterben), soll das für die richtigkeit sprechen? ist jetzt mehrheit = richtig? nur weil es in dieser welt ein gängiges verfahren ist, sich mit tatsächlichen zwängen unter verweis auf das schöne jenseits abzufinden, ist dies doch nicht vernünftiger. im gegenteil: ein grund mehr, diese einbildung zu kritisieren. lass es mich mal plakativ ausdrücken: es gibt auf dieser welt genug herren, da braucht man nicht noch einen im jenseits.

    übrigens hat unsere debatte m.e. sehr wohl einen bezug zu sokrates. sogar zu jeder philosophie. sie zeigt nämlich den eigentlich fehler und das eigentliche vorhaben jeder philosophie. sie versucht, den inhalt und die leistung der religion (siehe oben) mit hilfe des verstandes nachzuvollziehen. also nicht der glaube soll zur unterwürfigkeit führen, sondern zur abwechselung der verstand. dazu taugen dann argumentationen wie "ich weiss, dass ich nichts weiss usw". der apologetische charakter ist beiden implizit. nur die mittel sind andere.

  2. #22
    Mitglied Benutzerbild von aphaean
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    Der Hinweis auf *ironischgrins* und die betonte Zuwendung zu einer ernsthafteren Argumentation hatte schon seinen Sinn. Mein erster Kommentar war eine frei-radikale Assoziation, die einer Erwiderung eigentlich gar nicht wert ist *seufz*.

    Entschuldige, daß ich das jetzt auf geistiges Kindergartenniveau reduziere: aber ist der Ausspruch "Ich weiß, daß ich nichts weiß" nicht ein zweischneidiges Schwert in diesem Kontext? Er kann genausogut zur Untermauerung von bestehenden Strukturen und Denkweisen dienen, wie zu deren Kritik.

    cheerio
    anna

  3. #23
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    so ist das mit der ironie, man bemerkt sie oft nicht (vor allem nicht, wenn man schriftlich kommuniziert). also nix für ungut.

    ich kann mir nur schwerlich vorstellen, wie der satz "ich weiss, das ich nichts weiss" zur kritik verwendet werden soll. kritik macht sich doch meist an einem beschädigten interesse fest. ich vergleiche die realtität und mein interesse miteinander, stelle eine differenz fest und kritisiere.

    wie aber soll das mit dem argument gehen, man kann ja nichts wissen? dann hat sich ja auch die kritik erübrigt, weil sie ja immer unter dem generalverdacht der ahnungslosigkeit steht. heraus kommt natürlich eine apologie der realität. die gibt es im gegensatz zu der (wissenslosen) kritik wenigstens schon.

    die geisteshaltung "man kann nichts wissen" o.ä. dient ja gerade dazu, dem kritiker sein recht auf kritik streitig zu machen. früher haben das die philosophen mit dem umweg über das jenseits gemacht: kant hat festgestellt, dass man über das jenseits keine wissenschaftliche erkenntnis haben kann. descartes genauso. an der göttlichen ordnung war nicht zu rütteln. später wurden auf die art unbeliebte kritiker der bürgerlichen welt diffamiert. popper war so einer mit seiner idee, nichts ist gültig, weil es ja irgendwann mal widerlegt werden KÖNNTE.

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