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Thema: Was haltet ihr eigentlich von der Abtreibung?

Hybrid-Darstellung

  1. #1

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    Mich würde mal interessieren, was ihr von der Abtreibung haltet?
    Lässt es sich mit den menschen Rechten vereinbaren ein Kind abzutreiben und bis zu welchem Monat soll man das machen dürfen?

    Ich beführworte eine Abtreibung, aber nur ganz am Anfang, wenn das Kind noch ein Embryo ist.

  2. #2
    Oberforstrat und Realist Benutzerbild von Falkenau
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    Kommt drauf an. Wenn z. B. ein Neger eine deutsche Frau vergewaltigt und dann daraus ein Kind entsteht, bin ich natürlich schon für die Abtreibung.
    Wenn aber ein Paar zusammen einen "Unfall" hat bin ich dagegen. Ich als Betroffener z. B. würde in solch einem Falle gegen die Abtreibung sein.

  3. #3
    in memoriam Benutzerbild von Klaus E. Daniel
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    Was ist ein Embryo? Wie lange?

    Ich fürchte, das Thema wirft soviele Fragen auf, die fast alle in Glaubensfragen enden. Oder meinetwegen in Moralphilosophie. Ich denke in diesem Falle immer an die schrecklichen Monate nach dem Kriege, an Berlin, wo die Frauen in z.B. in Berlin schreckliches durchgemacht haben. Viele sprechen heute noch nicht darüber.

    Soll man als Mann werten (nur so ein Einfall).


    Gruß

    Klaus E. Daniel

    Da ist ein neues Buch erschienen, als Autorin ist Anonyma angegeben, Mir ist der Zettel verloren gegangen, sonst hätte ich es schon bestellt.

  4. #4
    Nagy
    Gast

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    Abtreibung als eine Art Verhütung "danach" finde ich scheisse.
    Trotzdem sollte man die Entscheidung darüber innerhalb einer gewissen Frist grundsätzlich der Frau überlassen.

  5. #5

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    Natürlich sollte man die Entscheidung der Frau überlassen ... wem sonst?!
    Aber die Frage, wann ist die Grenze des Embryos ist eine berechtigte Frage, die man nicht so leicht beantworten kann. Aber es muss doch eine 'Frist' möglich sein um das einzugrenzen, oder nicht?

  6. #6
    A.D. Benutzerbild von Siran
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    @Codemonkey

    Nicht wirklich. Niemand weiß, ab welchem Zeitpunkt der Embryo ein Bewußtsein hat, bzw. ob er das im Mutterleib überhaupt schon entwickelt. Ab wann ist denn ein Mensch ein Mensch und nicht nur ein Zellhaufen? (Tschuldigung, ist etwas krass ausgedrückt.)
    Demokratie ist ein Verfahren, das garantiert, daß wir nicht besser regiert werden, als wir es verdienen.
    (George Bernard Shaw)

    Die Demokratie setzt die Vernunft des Volkes voraus, die sie erst hervorbringen soll.
    (Karl Jaspers)

    Wenn es morgens um sechs Uhr an meiner Tür läutet und ich kann sicher sein, daß es der Milchmann ist, dann weiß ich, daß ich in einer Demokratie lebe.
    (Winston Churchill)

  7. #7
    Mitglied Benutzerbild von aphaean
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    Schade, das es keine geistige Entwicklung bezüglich dieses Themenkomplexes gegeben hat seit Gretchen und dem Kindsmord. Es ist leider immer die Mutter, die an gesellschaftlicher Achtung verliert und als "Mörderin" gebrandmarkt wird, ungeachtet der Tatsache, daß sie auch gleichzeitig diejenige ist, die bei einer ausgetragenen unerwünschten Geburt eine höhere Belastung erfährt.

    Ich möchte den Gegnern der Abtreibung eine Frage stellen: könnt ihr es verantworten ein Kind zu einer lieblosen, leidvollen vielleicht verhaßten Kindheit und einer noch unsicheren Zukunft zu verurteilen? Es ist einfach auf seinem hohen moralischen Ross zu sitzen, und pauschal etwas zu verurteilen, wenn die Folgeschäden verborgen sind in den Fundamenten unserer Gesellschaft.

    Jedes abgetriebene Kind hat eine Heerschar von emotional überspannten Befürwortern, Eiferer und Kreuzrittern. Es wäre schön, wenn dieselben Personen die gleiche Energie für Kinder aufwenden würden, die in gewalttätigen oder verwahrlosten Familien leben. Dort werden aber die Eltern verurteilt, denen man vorher die Mündigkeit genommen hat, zu entscheiden, ob sie fähig seien ein Kind zu lieben, achten und erziehen.

    Ich möchte hier betonen, daß ich mich in einer solchen Situation nicht für das Wohl der Eltern interessiere. Der Mensch hat Verantwortung für sein Handeln zu tragen (mit Ausnahme von gesundheitgefährdender Geburten, vorangegener Vergewaltigung etc).

    Abschliessend, möchte ich darauf hinweisen, daß meines Wissens keine Frau Abtreibung als Alternative zur Verhütung betrachtet, und deshalb der Schwangerschaftsabbruch nicht zu einer "ooops I did it again" Sofortlösung mißbraucht wird.

  8. #8
    Mitglied Benutzerbild von Torkor
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    Original von aphaean
    Schade, das es keine geistige Entwicklung bezüglich dieses Themenkomplexes gegeben hat seit Gretchen und dem Kindsmord.
    Wir leben nicht mehr "zu Fausts Zeiten". Ich frage mich ferner, ob die Billigung von Kindsmord so eine große "geistige Entwicklung" ist.

    Es ist leider immer die Mutter, die an gesellschaftlicher Achtung verliert und als "Mörderin" gebrandmarkt wird, ungeachtet der Tatsache, daß sie auch gleichzeitig diejenige ist, die bei einer ausgetragenen unerwünschten Geburt eine höhere Belastung erfährt.
    Die arme Mutter, was wohl das Kind für eine höhere Belastung hat. Hier ein Beispiel für die am häufigsten verwendete Methode, die Vakuumaspiraton:


    Ich möchte den Gegnern der Abtreibung eine Frage stellen: könnt ihr es verantworten ein Kind zu einer lieblosen, leidvollen vielleicht verhaßten Kindheit und einer noch unsicheren Zukunft zu verurteilen? Es ist einfach auf seinem hohen moralischen Ross zu sitzen, und pauschal etwas zu verurteilen, wenn die Folgeschäden verborgen sind in den Fundamenten unserer Gesellschaft.
    Das entscheidende Wort ist vielleicht, welche Entwicklung sich im Umfeld des Kindes ereignet, kann niemand vorhersagen. Aber jede ist wohl besser, als im Mutterleib zerstückelt zu werden.

    Jedes abgetriebene Kind hat eine Heerschar von emotional überspannten Befürwortern, Eiferer und Kreuzrittern. Es wäre schön, wenn dieselben Personen die gleiche Energie für Kinder aufwenden würden, die in gewalttätigen oder verwahrlosten Familien leben. Dort werden aber die Eltern verurteilt, denen man vorher die Mündigkeit genommen hat, zu entscheiden, ob sie fähig seien ein Kind zu lieben, achten und erziehen.
    Befürwortest Du also die Ermordung der Kinder, welcher Deiner Ansicht nach in "gewalttätigen und verwahrlosten" Familie leben. Wer entscheidet eigentlich darüber, daß es besser ist, diese Kinder vorher zu töten? Woher weißt Du, daß Kinder die dann doch nicht abgetrieben werden, in solchen Verhältnissen aufwachsen?

    Ich möchte hier betonen, daß ich mich in einer solchen Situation nicht für das Wohl der Eltern interessiere. Der Mensch hat Verantwortung für sein Handeln zu tragen (mit Ausnahme von gesundheitgefährdender Geburten, vorangegener Vergewaltigung etc).
    Abschliessend, möchte ich darauf hinweisen, daß meines Wissens keine Frau Abtreibung als Alternative zur Verhütung betrachtet, und deshalb der Schwangerschaftsabbruch nicht zu einer "ooops I did it again" Sofortlösung mißbraucht wird.
    Ach nein, verhalten sich beide Parnter verantwortungsbewußt, so ist laut Pearlindex [Links nur für registrierte Nutzer] bei Verwendung von Pille und Kondom die Wahrscheinlichkeit Schwanger zu werden 1,225 *10^-4, bei ca. 30 Mio sexuell aktiven Frauen ergeben sich auf diesen Weise 3675 Schwangerschaften. Beziehen wir noch andere Verhütungsmethoden ein (manche vertragen die Pille nicht usw.) setzen wir mal 5000 an. Es gibt schätzungsweise 350.000 Schwangerschaftsabrüche ([Links nur für registrierte Nutzer]), wobei 97,3 % die Beratungslösung sind (soziale Indikation). Somit stehen 5000 ungewollten Schwangerschaften, wenn sich beide Partner verantwortungsbewußt verhalten, ca 340.000 Kinder, welche per soziale Indikation (Beratungslösung), zur Zerstückelung freigegeben sind, gegenüber. Wie war das mit "ooop I did it again"?

  9. #9

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    Original von aphaean

    Ich möchte den Gegnern der Abtreibung eine Frage stellen: könnt ihr es verantworten ein Kind zu einer lieblosen, leidvollen vielleicht verhaßten Kindheit und einer noch unsicheren Zukunft zu verurteilen?
    Ja, kann ich, so etwas kann kein Grund sein. Wer hat das Recht hier über Leben und Tod zu entscheiden? Für Mord gibt es keine Rechtfertigung!
    Und diese "kranken" Symptome der Gesellschaft lassen sich ja wohl nicht durch Abtreibungen lösen.

    Gerade in einer Zeit in der man von demograhpischer Katastrophe redet könnte man durch ein Abtreibungsverbot bei jährlich 300 000 Abtreibungen (95% dabei durch soziale Indikation, also völlig gesunde Kinder) in 10 Jahren 3 Millionen Kinder mehr haben. Jedenfalls besser und billiger als Ausländer zu importieren.

  10. #10
    Beobachter Benutzerbild von Dampflok
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    Standard

    Original von Klaus E. Daniel
    Was ist ein Embryo? Wie lange?

    Ich fürchte, das Thema wirft soviele Fragen auf, die fast alle in Glaubensfragen enden. Oder meinetwegen in Moralphilosophie. Ich denke in diesem Falle immer an die schrecklichen Monate nach dem Kriege, an Berlin, wo die Frauen in z.B. in Berlin schreckliches durchgemacht haben. Viele sprechen heute noch nicht darüber.

    Soll man als Mann werten (nur so ein Einfall).


    Gruß

    Klaus E. Daniel

    Da ist ein neues Buch erschienen, als Autorin ist Anonyma angegeben, Mir ist der Zettel verloren gegangen, sonst hätte ich es schon bestellt.
    Herr Daniel,

    rufen Sie jedwede Buchhandlung an (außer online - "Shops") und es wird Ihnen geholfen. Ich habe auch davon gehört und gelesen. Kann sein, daß im Titel das Wort "Tagebuch" drin ist.

    Aber wieo sind Sie der irrigen Auffassung, daß Sie "als Mann" weniger zu "werten" hätten als Frauen?

    Abtreibung ist sicherlich eins der schwierigsten Themen, auch weil jeder rationale Ansatz mit hochemotionalen (Gegen-) Beispielen zerstört wird.

    Aber das heißt doch nicht, daß Männer weniger "Recht" hätten, mitzureden! Oder haben PolitikerInnen irgend etwas das sie befähigt über schwangere Frauen zu werten?

    Nein - sie sind genau so Außenstehende wie ihre männlichen Kollegen. Über männerspezifische Fragen wird heute selbstverständlich von Frauen entschieden (z.B. Wehrpflicht, Prostata - Vorsorge...), wie kommen WIR dazu, unser Licht unter den Scheffel zu stellen?

    Letztlich sind doch auch WIR MÄNNER immer mitbetroffen von einer Abtreibung: Sie kann GEGEN unseren Willen aber ohne Not getroffen werden und wir stehen - bisher - machtlos daneben - oder aber Frauen können sich immer noch (wie Boris' Nutte) bewußt schwängern und die Männer um Millionen auspressen (wetten bei einem Armen wäre die nicht schwanger geworden, schon weil das bei Oralsex äußerst unüblich ist??)

    Mein Fazit: Wer nicht persönlich betroffen ist, kann als Mann ebensowenig mitfühlen wie als Frau.


    .

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