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Thema: Was haltet ihr eigentlich von der Abtreibung?

  1. #11
    Mitglied Benutzerbild von aphaean
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    Schade, das es keine geistige Entwicklung bezüglich dieses Themenkomplexes gegeben hat seit Gretchen und dem Kindsmord. Es ist leider immer die Mutter, die an gesellschaftlicher Achtung verliert und als "Mörderin" gebrandmarkt wird, ungeachtet der Tatsache, daß sie auch gleichzeitig diejenige ist, die bei einer ausgetragenen unerwünschten Geburt eine höhere Belastung erfährt.

    Ich möchte den Gegnern der Abtreibung eine Frage stellen: könnt ihr es verantworten ein Kind zu einer lieblosen, leidvollen vielleicht verhaßten Kindheit und einer noch unsicheren Zukunft zu verurteilen? Es ist einfach auf seinem hohen moralischen Ross zu sitzen, und pauschal etwas zu verurteilen, wenn die Folgeschäden verborgen sind in den Fundamenten unserer Gesellschaft.

    Jedes abgetriebene Kind hat eine Heerschar von emotional überspannten Befürwortern, Eiferer und Kreuzrittern. Es wäre schön, wenn dieselben Personen die gleiche Energie für Kinder aufwenden würden, die in gewalttätigen oder verwahrlosten Familien leben. Dort werden aber die Eltern verurteilt, denen man vorher die Mündigkeit genommen hat, zu entscheiden, ob sie fähig seien ein Kind zu lieben, achten und erziehen.

    Ich möchte hier betonen, daß ich mich in einer solchen Situation nicht für das Wohl der Eltern interessiere. Der Mensch hat Verantwortung für sein Handeln zu tragen (mit Ausnahme von gesundheitgefährdender Geburten, vorangegener Vergewaltigung etc).

    Abschliessend, möchte ich darauf hinweisen, daß meines Wissens keine Frau Abtreibung als Alternative zur Verhütung betrachtet, und deshalb der Schwangerschaftsabbruch nicht zu einer "ooops I did it again" Sofortlösung mißbraucht wird.

  2. #12
    Mitglied Benutzerbild von Odysseus
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    Original von Falkenau
    Kommt drauf an. Wenn z. B. ein Neger eine deutsche Frau vergewaltigt und dann daraus ein Kind entsteht, bin ich natürlich schon für die Abtreibung.
    Wenn aber ein Paar zusammen einen "Unfall" hat bin ich dagegen. Ich als Betroffener z. B. würde in solch einem Falle gegen die Abtreibung sein.
    Sagenhaft. Eine für eine gewisse Menschengruppe perfekte Logik, für normal denkende Leute primitive Doppelmoral.
    Ach, und damit es wirklich gut ankommt noch einen Schuss Rassismus? Kein Problem!

    Sagenhaft. Codemonkey, tu was gegen solche Äußerungen!
    Das ist weit entfernt von "freier politische Meinungsäußerung" (siehe Header-Grafik & Slogan).

  3. #13
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    Original von Odysseus
    Original von Falkenau
    Kommt drauf an. Wenn z. B. ein Neger eine deutsche Frau vergewaltigt und dann daraus ein Kind entsteht, bin ich natürlich schon für die Abtreibung.
    Wenn aber ein Paar zusammen einen "Unfall" hat bin ich dagegen. Ich als Betroffener z. B. würde in solch einem Falle gegen die Abtreibung sein.
    Sagenhaft. Eine für eine gewisse Menschengruppe perfekte Logik, für normal denkende Leute primitive Doppelmoral.
    Ach, und damit es wirklich gut ankommt noch einen Schuss Rassismus? Kein Problem!

    Sagenhaft. Codemonkey, tu was gegen solche Äußerungen!
    Das ist weit entfernt von "freier politische Meinungsäußerung" (siehe Header-Grafik & Slogan).
    quatsch ! das geschrei nach zensur wenn ich schon wieder höre. :gesetz:

    er hat seine meinung geäußert ! fertig. wir sind mündige menschen. jeder kann sich selbst sein urteil über jene beiträge bilden oder willst DU mir dieses recht absprechen ??

    ach ja, bevor ich's vergesse....ich bin gegen abtreibung. abtreibung eines gesunden kindes ist mord !
    ausnahmen: das kind ist behindert/krank/lebensunfähig oder es wird das leben der mutter gefährdet !

    -
    .

    der gott der eisen wachsen ließ, der wollte keine knechte.
    Der Gott, der Eisen wachsen ließ,
    der wollte keine Knechte,
    drum gab er Säbel, Schwert und Spieß
    dem Mann in seine Rechte,
    drum gab er ihm den kühnen Mut,
    den Zorn der freien Rede,
    dass er bestände bis aufs Blut,
    bis in den Tod die Fehde.


    e.-m. arndt, deutscher national-dichter


  4. #14
    Mitglied Benutzerbild von aphaean
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    Warum sollte einem körperlich/geistig behinderten Kind das Recht auf Leben abgesprochen werden?

  5. #15
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    Original von aphaean
    Warum sollte einem körperlich/geistig behinderten Kind das Recht auf Leben abgesprochen werden?

    Inzwischen wurde rd. 10 Millionen abgetriebenen Kindern in Deutschland (BRD und DDR insgesamt) das Recht auf Leben abgesprochen. Und das auf Kosten der Allgemeinheit, da die Krankenkassen (wir Beitragszahler) zahlten, bei denen die Frage nach einer Behinderung nicht einmal eine Rolle spielte.

    Das sind übrigens die 10 Mio. Kinder, die jetzt durch Türken, Neger und sonstige Exoten ersetzt werden sollen.


    Und diese schändliche Praxis wird fortgesetzt: Erst Abtreibung auf Krankenschein, dann Fruchtbarkeitsbehandlung ebenfalls auf Krankenschein. (Aber die Alten ab 75 euthanasieren wollen!)

    Jede Frau, die ohne die von Kettenhund angegebenen Gründe abtreiben läßt, müßte nicht nur selbst zahlen, sondern auch erklären, daß sie jegliche spätere Fruchtbarkeitsbehandlung ebenfalls selbst bezahlt.

    Heute wissen nicht nur schon Kinder im Kindergarten, wie Kinder gemacht werden, es gibt Möglichkeiten der Verhütung ohne Ende, so daß niemand über Abtreibung die "Familienplanung" vornehmen muß!


    Germania

  6. #16
    l_osservatore_uno
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    Germania spricht mir aus der Seele!

    Freundlichen Gruß!

    Enzo

  7. #17
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    Original von aphaean
    Warum sollte einem körperlich/geistig behinderten Kind das Recht auf Leben abgesprochen werden?
    aphaean, du bist schon ein lustiger kauz.
    gesunde kinder würdest du aus sozialen gründen abtreiben. behinderte kinder aber sollte man "auf teufel komm' raus" großziehen.
    das ganze natürlich wieder unter dem deckmantel der humanität.
    LOL
    nee nee nee, das soll man nun verstehen...

    schon mal was von darwin gehört ??

    -
    .

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  8. #18
    A.D. Benutzerbild von Siran
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    Wusstet ihr, dass die meisten Abtreibungen gar nicht in den Industrieländern, sondern in Rumänen, Kuba und Vietnam mit 70 Abtreibungen pro 1000 Frauen? Gefolgt von Chile und Peru mit jeweils 50 Abtreibungen pro 1000 Frauen?
    In Deutschland sind es nach den Zahlen von 2000 gerade mal 8 pro 1000 Frauen zwischen 15 und 45, wobei man bei allen Zahlen wohl berücksichtigen muss, das bei weitem nicht alle Schwangerschaftsabbrüche gemeldet werden. Dennoch, auch bei einer Verdoppelung der Zahlen in Deutschland liegen wir weit unter den Spitzenwerten.
    Demokratie ist ein Verfahren, das garantiert, daß wir nicht besser regiert werden, als wir es verdienen.
    (George Bernard Shaw)

    Die Demokratie setzt die Vernunft des Volkes voraus, die sie erst hervorbringen soll.
    (Karl Jaspers)

    Wenn es morgens um sechs Uhr an meiner Tür läutet und ich kann sicher sein, daß es der Milchmann ist, dann weiß ich, daß ich in einer Demokratie lebe.
    (Winston Churchill)

  9. #19
    Rosenpflücker
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    hier noch ein link mit zahlen und fakten:

    [Links nur für registrierte Nutzer]

    wenn ich mir das so anschaue, dann geht mir wirklich der hut hoch !

    in einem der reichsten ländern der welt wird hauptsächlich aus sozialen gründen abgetrieben.
    in einem land, in dem es kindern und jugendlichen dermassen gut geht, dass sie vor lauter wohlstand schon gar nicht mehr wissen, was sie mit ihrem leben so anzufangen haben...
    wahnsinn.
    soziale indikation kann ich als grund für abtreibung einfach nicht gelten lassen ! lächerrrrlich !


    --
    .

    der gott der eisen wachsen ließ, der wollte keine knechte.
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  10. #20
    Mitglied Benutzerbild von Torkor
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    Original von aphaean
    Schade, das es keine geistige Entwicklung bezüglich dieses Themenkomplexes gegeben hat seit Gretchen und dem Kindsmord.
    Wir leben nicht mehr "zu Fausts Zeiten". Ich frage mich ferner, ob die Billigung von Kindsmord so eine große "geistige Entwicklung" ist.

    Es ist leider immer die Mutter, die an gesellschaftlicher Achtung verliert und als "Mörderin" gebrandmarkt wird, ungeachtet der Tatsache, daß sie auch gleichzeitig diejenige ist, die bei einer ausgetragenen unerwünschten Geburt eine höhere Belastung erfährt.
    Die arme Mutter, was wohl das Kind für eine höhere Belastung hat. Hier ein Beispiel für die am häufigsten verwendete Methode, die Vakuumaspiraton:


    Ich möchte den Gegnern der Abtreibung eine Frage stellen: könnt ihr es verantworten ein Kind zu einer lieblosen, leidvollen vielleicht verhaßten Kindheit und einer noch unsicheren Zukunft zu verurteilen? Es ist einfach auf seinem hohen moralischen Ross zu sitzen, und pauschal etwas zu verurteilen, wenn die Folgeschäden verborgen sind in den Fundamenten unserer Gesellschaft.
    Das entscheidende Wort ist vielleicht, welche Entwicklung sich im Umfeld des Kindes ereignet, kann niemand vorhersagen. Aber jede ist wohl besser, als im Mutterleib zerstückelt zu werden.

    Jedes abgetriebene Kind hat eine Heerschar von emotional überspannten Befürwortern, Eiferer und Kreuzrittern. Es wäre schön, wenn dieselben Personen die gleiche Energie für Kinder aufwenden würden, die in gewalttätigen oder verwahrlosten Familien leben. Dort werden aber die Eltern verurteilt, denen man vorher die Mündigkeit genommen hat, zu entscheiden, ob sie fähig seien ein Kind zu lieben, achten und erziehen.
    Befürwortest Du also die Ermordung der Kinder, welcher Deiner Ansicht nach in "gewalttätigen und verwahrlosten" Familie leben. Wer entscheidet eigentlich darüber, daß es besser ist, diese Kinder vorher zu töten? Woher weißt Du, daß Kinder die dann doch nicht abgetrieben werden, in solchen Verhältnissen aufwachsen?

    Ich möchte hier betonen, daß ich mich in einer solchen Situation nicht für das Wohl der Eltern interessiere. Der Mensch hat Verantwortung für sein Handeln zu tragen (mit Ausnahme von gesundheitgefährdender Geburten, vorangegener Vergewaltigung etc).
    Abschliessend, möchte ich darauf hinweisen, daß meines Wissens keine Frau Abtreibung als Alternative zur Verhütung betrachtet, und deshalb der Schwangerschaftsabbruch nicht zu einer "ooops I did it again" Sofortlösung mißbraucht wird.
    Ach nein, verhalten sich beide Parnter verantwortungsbewußt, so ist laut Pearlindex [Links nur für registrierte Nutzer] bei Verwendung von Pille und Kondom die Wahrscheinlichkeit Schwanger zu werden 1,225 *10^-4, bei ca. 30 Mio sexuell aktiven Frauen ergeben sich auf diesen Weise 3675 Schwangerschaften. Beziehen wir noch andere Verhütungsmethoden ein (manche vertragen die Pille nicht usw.) setzen wir mal 5000 an. Es gibt schätzungsweise 350.000 Schwangerschaftsabrüche ([Links nur für registrierte Nutzer]), wobei 97,3 % die Beratungslösung sind (soziale Indikation). Somit stehen 5000 ungewollten Schwangerschaften, wenn sich beide Partner verantwortungsbewußt verhalten, ca 340.000 Kinder, welche per soziale Indikation (Beratungslösung), zur Zerstückelung freigegeben sind, gegenüber. Wie war das mit "ooop I did it again"?

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