+ Auf Thema antworten
Seite 3 von 8 ErsteErste 1 2 3 4 5 6 7 ... LetzteLetzte
Zeige Ergebnis 21 bis 30 von 75

Thema: Ungleichheit, Mindestlohn und Einwanderung: Der belgische Fall.

  1. #21
    Vater der Drachen Benutzerbild von Skorpion968
    Registriert seit
    29.03.2005
    Ort
    Münster
    Beiträge
    44.293

    Standard AW: Ungleichheit, Mindestlohn und Einwanderung: Der belgische Fall.

    Zitat Zitat von steffel Beitrag anzeigen
    Bist du unfähig zu verstehen, was Aldebaran geschrieben hat?
    Es ist doch ganz einfach: Je mehr Ausländer (ich meine damit vorwiegend Schwarze, Araber und Türken) einwandern, desto stärker nimmt die gesellschaftliche Ungleichheit zu (da diese Leute sowieso nur im unteren Lohnbereich arbeiten werden oder arbeitslos bleiben). Hinzu kommen erhöhte Kriminalität und stärkere Sozialausgaben des Staates.
    Das sind reine Vermutungen, die er da hinein interpretiert. Solche Schlussfolgerungen geben die Daten gar nicht her.
    Aus Korrelationen kannst du gar nicht auf gerichtete Ursache-Wirkungs-Ketten schließen. Korrelation ist nicht gleich Kausalität.
    Teilen ist das neue Haben.

  2. #22
    nicht ganz menschlich! Benutzerbild von Aldebaran
    Registriert seit
    19.02.2007
    Ort
    NRW
    Beiträge
    13.850

    Standard

    Zitat Zitat von Skorpion968 Beitrag anzeigen
    Welche Fakten denn? Dieses Sammelsurium an zusammengewürfelten Hypothesen und kausal interpretierten Korrelationen?
    Zunächst einmal sind es Fakten. Die Kausalität liegt auch auf der Hand, da gerade die Einwanderer in Belgien mit einer europaweit extrem niedrigen Erwerbsquote glänzen.

    Slecht een op drie niet-Europese vreemdelingen in ons land werkt. Dat is het laagste percentage van de EU . Volgens de Hoge Raad voor de Werkgelegenheid is de deelname aan de Belgische arbeidsmarkt van allochtonen 'dramatisch ondermaats'. Ook voor andere 'kansengroepen' zoals ouderen, vrouwen en gehandicapten doet ons land het niet goed, al is hier wel sprake van een verbetering. In ons land is slechts 35 procent van de niet-Europese vreemdelingen aan het werk. Dat is het laagste cijfer van de hele EU. Bovendien zit het 27 procent onder het percentage van de ingezetenen. Ook dat verschil is een van de grootste van Europa. Volgens de de ondervoorzitter van de Raad, Jan Smets, kan België het zich ook economisch niet langer veroorloven om die groepen aan de kant te laten.
    35% der nicht aus Europa stammenden Einwanderer waren (2007) erwerbstätig, d.h. um 27% weniger als die Einheimischen. Beides sind nach dieser Studie Extremwerte in der EU.

    [Links nur für registrierte Nutzer]

    Wenn wir nicht annehmen, dass diese Menschen von Kapitaleinkünften leben, dann wohl doch von staatlichen Zuwendungen, denn Belgien ist ein Sozialstaat und Hochsteuerland.

    Die Sozialausgaben pro Kopf werden hier für 2007 um 13% höher angegeben als für Deutschland:

    [Links nur für registrierte Nutzer]

    (9284 gegenüber 8168 €)

    Ebenfalls in % des BIP (29,5% gegenüber 27,7%)



    Natürlich muss das jemand bezahlen und dazu ist der Spießerdreck ja da:

    Obwohl Belgien den Ruf eines Steuerparadieses für reiche Müßiggänger genießt, leiden die gewöhnlichen Arbeiter in Belgien unter einer der höchsten Steuerraten der Welt.

    Die Einkommenssteuer und die Sozialversicherungsbeiträge einberechnet, kommen manche Belgier auf Abgaben, die 65% ihres monatlichen Bruttolohnes betragen. Der Einkommenssteuerhöchstsatz ist ein Riesenbetrag von 50%. Das Steuerjahr entspricht in Belgien dem Kalenderjahr und geht somit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember.
    [Links nur für registrierte Nutzer]


    Die Lohnnebenkosten sind nach dieser Aufstellung höher als in Deutschland:

    [Links nur für registrierte Nutzer]


    Also ein Paradies für Linke: Einwanderer, die nicht arbeiten müssen und immer mehr werden, ein ausufernder Sozialstaat und mit die höchsten Steuern und Abgaben der Welt.

    Natürlich ist der Mindestlohn nur ein Rädchen in dieser Maschinerie der wirtschaftlichen Selbstvernichtung, aber ein durchaus bedeutendes.


    Aber wer in seinem Leben nicht einmal begrffen hat, dass die Nachfrage nach einem Gut sinkt, wenn sein Preis steigt, kann damit natürlich nichts anfangen und bleibt bei seiner Kindergartenökonomie: Das is aba ungeräääächt!

    Das ist schlimmer als ein Verbrechen, das ist ein Fehler!

    (Talleyrand)

  3. #23
    Nationalkapitalist Benutzerbild von steffel
    Registriert seit
    01.07.2007
    Ort
    Berlin
    Beiträge
    3.562

    Standard AW: Ungleichheit, Mindestlohn und Einwanderung: Der belgische Fall.

    Zitat Zitat von Aldebaran Beitrag anzeigen
    Zunächst einmal sind es Fakten. Die Kausalität liegt auch auf der Hand, da gerade die Einwanderer in Belgien mit einer europaweit extrem niedrigen Erwerbsquote glänzen.



    35% der nicht aus Europa stammenden Einwanderer waren (2007) erwerbstätig, d.h. um 27% weniger als die Einheimischen. Beides sind nach dieser Studie Extremwerte in der EU.

    [Links nur für registrierte Nutzer]

    Wenn wir nicht annehmen, dass diese Menschen von Kapitaleinkünften leben, dann wohl doch von staatlichen Zuwendungen, denn Belgien ist ein Sozialstaat und Hochsteuerland.

    Die Sozialausgaben pro Kopf werden hier für 2007 um 13% höher angegeben als für Deutschland:

    [Links nur für registrierte Nutzer]

    (9284 gegenüber 8168 €)

    Ebenfalls in % des BIP (29,5% gegenüber 27,7%)




    Natürlich muss das jemand bezahlen und dazu ist der Spießerdreck ja da:



    [Links nur für registrierte Nutzer]


    Die Lohnnebenkosten sind nach dieser Aufstellung höher als in Deutschland:

    [Links nur für registrierte Nutzer]


    Also ein Paradies für Linke: Einwanderer, die nicht arbeiten müssen und immer mehr werden, ein ausufernder Sozialstaat und mit die höchsten Steuern und Abgaben der Welt.

    Natürlich ist der Mindestlohn nur ein Rädchen in dieser Maschinerie der wirtschaftlichen Selbstvernichtung, aber ein durchaus bedeutendes.


    Aber wer in seinem Leben nicht einmal begrffen hat, dass die Nachfrage nach einem Gut sinkt, wenn sein Preis steigt, kann damit natürlich nichts anfangen und bleibt bei seiner Kindergartenökonomie: Das is aba ungeräääächt!
    @Aldebaran:
    Das mit den Sozialausgaben ist ja noch schlimmer als in Deutschland, vor allem, wenn man bedenkt, dass die Belgier keine Einheit mit einem ehemals kommunistischen Staat finanzieren mussten.

  4. #24
    nicht ganz menschlich! Benutzerbild von Aldebaran
    Registriert seit
    19.02.2007
    Ort
    NRW
    Beiträge
    13.850

    Standard AW: Ungleichheit, Mindestlohn und Einwanderung: Der belgische Fall.

    Zitat Zitat von steffel Beitrag anzeigen
    @Aldebaran:
    Das mit den Sozialausgaben ist ja noch schlimmer als in Deutschland, vor allem, wenn man bedenkt, dass die Belgier keine Einheit mit einem ehemals kommunistischen Staat finanzieren mussten.

    Dass Deutschland den üppigsten Sozialstaat der Welt habe, war vielleicht früher mal richtig, aber heute sitzen wir mit den Skandinaviern, Franzosen, Östereichern und Beneluxlern in einem Boot - und das nicht einmal ganz vorn.

    Was den Deutschen der Osten, ist den Belgiern Wallonien, das in den letzten Jahren aber im Gegensatz zu unserem Osten überhaupt nicht aufholen konnte. Das Pro-Kopf-BIP war 2008 in Flandern um 39% höher als in Wallonien. Aus Flandern (58% der Einwohner) stammen 80% der belgischen Exporte.

    Aber es lief bis zur Krise dank des flämischen Wirtschaftswunders - Produktivität und Exportintensität haben dort süddeutsches Niveau - recht gut. Es konnte sogar die früher beängstigend hohe Staatschuld (bis zu 140% des BIP) kräftig abgebaut werden, die jetzt aber wieder kräftig steigt. (auch schneller als In D).

    Und jetzt kommt eben noch die neue Einwanderungswelle hinzu. Mit diesem Wahnsinn können m.E. nur noch Schweden und GB mithalten.

    Das ist schlimmer als ein Verbrechen, das ist ein Fehler!

    (Talleyrand)

  5. #25
    nicht ganz menschlich! Benutzerbild von Aldebaran
    Registriert seit
    19.02.2007
    Ort
    NRW
    Beiträge
    13.850

    Standard AW: Ungleichheit, Mindestlohn und Einwanderung: Der belgische Fall.

    Zitat Zitat von Haspelbein Beitrag anzeigen
    Stimmt. Denn zumindest in den USA hat der dort eingefuehrte Mindestlohn die sozialistische Utopie vollendet.

    Zur Einordnung sollte man aber hinzufügen, das der belgische Mindestlohn nach dem derzeitigen Kurs bei mehr als 11 $ liegt.

    Das ist schlimmer als ein Verbrechen, das ist ein Fehler!

    (Talleyrand)

  6. #26
    Vater der Drachen Benutzerbild von Skorpion968
    Registriert seit
    29.03.2005
    Ort
    Münster
    Beiträge
    44.293

    Standard AW: Ungleichheit, Mindestlohn und Einwanderung: Der belgische Fall.

    Zitat Zitat von Aldebaran Beitrag anzeigen
    Zunächst einmal sind es Fakten. Die Kausalität liegt auch auf der Hand...
    So so, die liegt also auf der Hand.
    Das ist eine sehr schöne Umschreibung für: Die habe ich da hinein interpretiert.

    Aber wer in seinem Leben nicht einmal begrffen hat, dass die Nachfrage nach einem Gut sinkt, wenn sein Preis steigt, kann damit natürlich nichts anfangen und bleibt bei seiner Kindergartenökonomie: Das is aba ungeräääächt!
    Aber wer in seinem Leben nicht einmal begriffen hat, dass die Nachfrage sinkt, wenn die Leute keine Kohle haben, der muss weiterhin solchen Marktideologen wie dir hinterher rennen.
    Teilen ist das neue Haben.

  7. #27
    No Loitering! Benutzerbild von Haspelbein
    Registriert seit
    09.08.2005
    Beiträge
    11.023

    Standard AW: Ungleichheit, Mindestlohn und Einwanderung: Der belgische Fall.

    Zitat Zitat von Aldebaran Beitrag anzeigen
    Zur Einordnung sollte man aber hinzufügen, das der belgische Mindestlohn nach dem derzeitigen Kurs bei mehr als 11 $ liegt.
    Nun, selbst beim US Mindestlohn, der je nach Bundesstaat deutlich unter dem von Belgien liegt, gibt es eine froehliche Schwarzarbeit. (egal ob Redneck oder illegaler Einwanderer)

    Oder wie es ein Studienkollege von mir macht: Er lebt in El Paso, und er faehrt jeden Tag ueber die Grenze, wo die Fertigungstaette seiner (deutschen) Firma liegt.
    Der einzige Weg, mit einer unfreien Welt umzugehen, ist, selbst so absolut frei zu werden, dass allein Deine Existenz ein Akt der Rebellion ist.

    Albert Camus

  8. #28
    No Loitering! Benutzerbild von Haspelbein
    Registriert seit
    09.08.2005
    Beiträge
    11.023

    Standard AW: Ungleichheit, Mindestlohn und Einwanderung: Der belgische Fall.

    Zitat Zitat von Skorpion968 Beitrag anzeigen
    [...]
    Aber wer in seinem Leben nicht einmal begriffen hat, dass die Nachfrage sinkt, wenn die Leute keine Kohle haben, der muss weiterhin solchen Marktideologen wie dir hinterher rennen.
    Mitnichten, man verkauft die gleichen Waren an ein etwas mehr Leute in einem Schwellenland, denen man etwas weniger zahlt. In einem Land wie Deutschland, dessen Wirtschaft eben nicht von der Binnennachfrage sondern vom Export abhaengt, gibt es in dieser Hinsicht jede Menge Luft nach unten.
    Geändert von Haspelbein (29.03.2010 um 16:27 Uhr)
    Der einzige Weg, mit einer unfreien Welt umzugehen, ist, selbst so absolut frei zu werden, dass allein Deine Existenz ein Akt der Rebellion ist.

    Albert Camus

  9. #29
    Mitglied
    Registriert seit
    15.08.2005
    Beiträge
    38.180

    Standard AW: Ungleichheit, Mindestlohn und Einwanderung: Der belgische Fall.

    Als Anbieter gehts um Nachfragerkaufkraft.
    Wer mit "Lohn" herumsaut, hat shice im Maul.
    "Die Erde ist ein Irrenhaus. Dabei könnte das bis heute erreichte Wissen der Menschheit aus ihr ein Paradies machen. Dafür müsste die weltweite Gesellschaft allerdings zur Vernunft kommen." Joseph Weizenbaum
    GmbHler sind RufmordGift, Arbeitsverträge sind Pest, Arbeitsrichter verhöhnen SozialstaatsOpfer.

  10. #30
    Vater der Drachen Benutzerbild von Skorpion968
    Registriert seit
    29.03.2005
    Ort
    Münster
    Beiträge
    44.293

    Standard AW: Ungleichheit, Mindestlohn und Einwanderung: Der belgische Fall.

    Zitat Zitat von Haspelbein Beitrag anzeigen
    Mitnichten, man verkauft die gleichen Waren an ein etwas mehr Leute in einem Schwellenland, denen man etwas weniger zahlt. In einem Land wie Deutschland, dessen Wirtschaft eben nicht von der Binnennachfrage sondern vom Export abhaengt, gibt es in dieser Hinsicht jede Menge Luft nach unten.
    Unsinn. Das gilt allenfalls für einige Industrieprodukte. Der Bäcker um die Ecke verkauft seine Brötchen nicht in ein Schwellenland. Und der Frisör schneidet den Leuten auch nicht aus einem Schwellenland die Haare. Der Postbote trägt die Briefe nicht ins Schwellenland, der Klempner montiert seine Rohre nicht im Schwellenland, der Restaurantbetreiber schickt seine Speisen nicht ins Schwellenland, usw...

    Deutschland ist auch nicht vom Export abhängig. Das ist lediglich das Gefasel von Leuten, die davon profitieren.
    Teilen ist das neue Haben.

+ Auf Thema antworten

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer in diesem Thema: 1 (Registrierte Benutzer: 0, Gäste: 1)

Ähnliche Themen

  1. Belgische Konsulat zahlt keine Miete
    Von Dayan im Forum Internationale Politik / Globalisierung
    Antworten: 12
    Letzter Beitrag: 20.12.2009, 19:44
  2. Wie die Bauwut der Europäischen Union die belgische Hauptstadt verschlingt
    Von roxelena im Forum Internationale Politik / Globalisierung
    Antworten: 4
    Letzter Beitrag: 27.03.2009, 18:36
  3. Soziale Ungleichheit: Mittelschicht schrumpft - Spitzenverdiener legen zu
    Von timoeyr im Forum Gesellschaft / Soziales / Arbeit / Bildung / Familie
    Antworten: 15
    Letzter Beitrag: 04.03.2008, 20:41
  4. Belgische Politikerin wird zur Hure für Stimmen
    Von Abseits im Forum Internationale Politik / Globalisierung
    Antworten: 48
    Letzter Beitrag: 18.05.2007, 13:04

Nutzer die den Thread gelesen haben : 0

Du hast keine Berechtigung, um die Liste der Namen zu sehen.

Forumregeln

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •  
nach oben