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Thema: Kinderkrippe - Pro und Contra

  1. #1
    GESPERRT
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    Standard Kinderkrippe - Pro und Contra

    Hatte letztens mit meiner Freundin eine angeregte Diskussion über Kinderkrippen geführt.

    Meine Meinung dazu ist, daß Kinder bis zum 3.LJ am besten zu Hause bei der Mutter aufwachsen sollten. Kinderkrippen lehne ich ab. Denn es ist durch seriöse Studien bewiesen, daß Kinder, die zu früh von ihrer Mutter getrennt werden, später emotional instabil werden und Bindungsprobleme aufweisen.

    In der DDR gab es ja praktisch ausschließlich Kinderkrippen. Die Erfahrung zeigte aber, daß die Scheidungsrate sehr hoch war (wird heute gerne in der "Forschung" verschwiegen). Außerdem zeigten die Kinder oft emotionale Instabilität und andere Verhaltensstörungen auf.

    Meine Freundin meinte, daß man die Kinder bereits ab dem 1.LJ in die Krippe abgeben könnte. Ihre Argumentation war folgende: Dort hätten sie Kontakt zu Gleichaltrigen und müßten sich durchsetzen lernen. Dies würde ihnen fehlen, wenn sie bis zum 3.LJ bei ihrer Mutter bleiben würden.

    Dazu muß ich sagen, daß meine Freundin aus den neuen Bundesländern kommt, die DDR noch miterlebt hat und selber in einer Krippe aufgewachsen ist. Möglicherweise hat sie diese Erfahrung geprägt.

    Meine Schwester will ihre Kinder auch bis zum 3.LJ zuhause behalten. Die Kinder gehen - jetzt schon - in wöchentliche Turngruppen, wo sie ja den Kontakt zu Gleichaltrigen lernen können.

    Hier mal eine Seite mit "Studien" zum Thema:

    [Links nur für registrierte Nutzer]

    Die "Studien" stellen die Krippen alle ausnahmslos positiv dar.

    Die "Studien" sind alle vom Staat und der Wirtschaft bezahlte und bestellte Untersuchungen und damit wertlos.

    Denn es ist ja bekannt, daß die Wirtschaft Konsum-/ und Arbeitssklaven braucht und deswegen die Frauen als Arbeitskräfte braucht.

    Ebenso will der Staat ja bekanntlich die deutsche Familie ausrotten.

    Der Beruf der Mutter hat in unserer kranken und perversen Welt keinen Platz mehr.

    Jedenfalls dient die DDR-Praxis als abschreckendes Beispiel.

    Ich werde bei Gelegenheit mal seriöse Studien von Neurologen hier aufführen, die beweisen, daß Krippen zu einer emotionalen Instabilität, Beziehungsproblemen und anderen Verhaltensauffälligkeiten beim Kind führen.

    Was habt ihr für Erfahrungen mit Krippen gemacht?

    Wie denkt ihr darüber?

    Die Debatte ist eröffnet!

  2. #2
    Lilly mit drei L Benutzerbild von Lilly
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    Standard AW: Kinderkrippe - Pro und Contra

    Ich habe selber Kinder großgezogen und jetzt habe ich Enkelkiinder, ich brauche keine Studie, die mir sagt, dass Kleinkinder in erster Linie zur Mutter gehören. Im Idealfall hat ein Kind auch im häuslichen Rahmen Kontaktmöglichkeiten (Vater, Geschwister, Großeltern usw.). Ich finde das ein schreckliches Argument. Oft sind noch Dreijährige inmitten eines Haufens anderer Kinder völlig überfordert, aber man verlangt es schon von Säuglingen. So kleine Kinder brauchen individuelle Beschäftigung und keine Krippe.
    Man kann die Pfarrerstochter aus der DDR holen, aber nicht die DDR aus der Pfarrerstochter.

  3. #3
    Wie ein Wolf Benutzerbild von jak_22
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    Standard AW: Kinderkrippe - Pro und Contra

    Zitat Zitat von Lilly Beitrag anzeigen
    Ich habe selber Kinder großgezogen und jetzt habe ich Enkelkiinder, ich brauche keine Studie, die mir sagt, dass Kleinkinder in erster Linie zur Mutter gehören. Im Idealfall hat ein Kind auch im häuslichen Rahmen Kontaktmöglichkeiten (Vater, Geschwister, Großeltern usw.). Ich finde das ein schreckliches Argument. Oft sind noch Dreijährige inmitten eines Haufens anderer Kinder völlig überfordert, aber man verlangt es schon von Säuglingen. So kleine Kinder brauchen individuelle Beschäftigung und keine Krippe.
    Mehr ist dazu kaum zu sagen, ich kann das voll unterschreiben.


    Ausgebrannt erkenn' ich meine tatenlose unerfüllte Leere,
    Wie ein Wolf - als wenn ich etwas suchte, das zu finden sich noch lohnte

  4. #4
    divers Benutzerbild von tabasco
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    Standard AW: Kinderkrippe - Pro und Contra

    Zitat Zitat von Blue Max Beitrag anzeigen
    Hatte letztens mit meiner Freundin eine angeregte Diskussion über Kinderkrippen geführt.(...)
    Hallo Blue Max

    meine Meinung dazu ist folgende, erst Vorgeschichte:

    Da sowohl ich als auch mein Mann selbständig und in der glücklichen Situation sind, unsere Zeit selbst planen zu können, standen wir nie unter dem Druck, unseren Sohn in eine Krippe angeben zu MÜSSEN. Wir ließen es auch von Anfang an offen und warteten, wie er sich entwickelt. Ich besuchte mit meinem Söhnchen, seit er 6 Wochen alt war, eine Mutter(Vater)-Kind-Spielgruppe, ein mal pro Woche und stellte bereits nach ca. 6-7 Monaten fest, dass die Anwesenheit anderer Gleichaltriger einen positiven Effekt auf ihn hatte. Er wendete sich den anderen Würmchen zu, betastete sie, interessierte sich für das Spielzeug anderer etc. Mit jedem Monat (und die Entwicklung läuft ja zu der Zeit in einem rasanten Tempo) zeigte sich immer deutlicher, dass er gerne die anderen Kinder um sich hat. So entschlossen wir, ihn bereits mit einem Jahr und zwei Monaten zu einer Tagesmuttervereingung (eine Art Krippe) gehen zu lassen, erst probeweise 3 Tage a 6 Stunden pro Woche, dann nach einem Halben Jahr - 4 Tage und mit 2 Jahren 3 Monaten dann fünf Tage pro Woche.

    Unser Fazit ist positiv bis zum letzten I-Pünktchen. Wir kennen gar nicht die Situation, wenn das Kind sich an das Bein der Eltern klammert, die weg und ihr Kind in der Betreuung lassen müssen. Die Eingewöhnung verlief problemlos, der Kleine hat immer schon sichtlich Spaß in der Gruppe, ist danach weder übermüdet noch aufgedreht, ist (soweit man das nun bei einem dreijährigen beurteilen kann) von anderen Kindern akzeptiert und gemocht.

    Natürlich ist jedes Kind anders und jede Familiensituation ebenfalls. Für uns steht aber nun fest - schon vom zartesten Alter her brauchten die Kinder die Gesellschaft anderer Kinder. Außerhalb einer Krippe hätten wir diese Gesellschaft nicht gewährleisten können - wir haben keine Freunde mit den Kindern um die Ecke, keine Großfamilie zwei Strassen weiter, die Großeltern leben 800 km weit weg, die restlichen Verwandten sind um en Globus verteilt, wie leben in einer Großstadt. In solchen Fällen ist eine Krippe unumgänglich.
    :]
    being home

  5. #5
    Foren-Veteran Benutzerbild von Schwarzer Rabe
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    Standard AW: Kinderkrippe - Pro und Contra

    Unsere Kleine wurde mit 10 Monaten zu einer Tagesmutter gegeben, mit 2 Jahren kam sie in den Kindergarten. Sie entwickelt sich prächtig und alle Seiten sind sehr froh darüber. Nebenbei haben wir uns dadurch mit den Familien der besten Freunde unserer Tochter befreundet und treffen uns oft mit diesen (Geburtstage, Dorffeste, Gartenparties, etc.).

    Hier gibt es keine Muschkoten, keine Neger und anderes Gesindel - hier ist Deutschland noch deutsch (sauber und rein) und somit lebenswert!

  6. #6
    divers Benutzerbild von tabasco
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    Standard AW: Kinderkrippe - Pro und Contra

    Zitat Zitat von Lilly Beitrag anzeigen
    Ich habe selber Kinder großgezogen und jetzt habe ich Enkelkiinder, ich brauche keine Studie, die mir sagt, dass Kleinkinder in erster Linie zur Mutter gehören.
    Bullsit. Kinder brauchen Bezugspersonen, ob es nun Mutter oder Vater ist, ist piepe.

    Zitat Zitat von Lilly Beitrag anzeigen
    Im Idealfall hat ein Kind auch im häuslichen Rahmen Kontaktmöglichkeiten (Vater, Geschwister, Großeltern usw.).
    Jaein. Im Idealfall - ja, vermutlich schon. Aber kaum jemand hat diese "Kontaktmöglichkeiten". Wenn die Kinder in einer Großfamilie auf einem Bauernhof mit Oma/Opa und drei befreundeten Großfamilien aufwachsen, brauchen sie keine Krippe. Ansonsten - schon.

    Zitat Zitat von Lilly Beitrag anzeigen
    Ich finde das ein schreckliches Argument. Oft sind noch Dreijährige inmitten eines Haufens anderer Kinder völlig überfordert, aber man verlangt es schon von Säuglingen. So kleine Kinder brauchen individuelle Beschäftigung und keine Krippe.
    Hängt vermutlich mit der Persönlichkeit des Kindes zusammen. Mein Söhnchen konnte von Anfang sich selbst "regulieren". Wurde ihn zu viel, hat er sich mit einem Kuscheltier zurückgezogen. Wenn er wieder für den Trubel bereit war, kam er von sich aus an.
    being home

  7. #7
    Wir sind das Volk! Benutzerbild von ErhardWittek
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    Standard AW: Kinderkrippe - Pro und Contra

    Eigentlich bedarf es keiner Studien, um zu wissen, daß Kleinstkinder zuallererst den engen Kontakt zur Mutter benötigen und natürlich zum Vater und den Geschwistern. Nur so bildet sich ein gesundes Urvertrauen und damit ein stabiles Selbstwertgefühl heraus.

    Daß unsere bekannt unfähigen Politiker auf die Idee kommen, bereits Säuglinge in staatliche Verwahranstalten zu stecken, verwundert allerdings nicht. Ihnen fällt seit Jahren nichts anderes mehr ein, als unsere Gesellschaft zu zerstören.

    Es geht bei der Krippenaktion um nichts weniger als die Absicht, die Kinder beizeiten auf den "Staat" und seine Ideologie zu prägen und sie den Eltern möglichst zu entfremden.

    Unvergessen sollte der Satz von Olaf Scholz bleiben: "Wir wollen die Lufthoheit über den Kinderbetten!" Damit ist doch alles gesagt.

    Das diesem Ansinnen kein Aufschrei seitens der angeblich christlich-konservativen Union gefolgt ist, zeigt uns, wie gleichgeschaltet sämtliche Parteien in dieser Frage sind.

    Eines noch: Bei der Anschaffung von jungen Haustieren wie beispielsweise Hund oder Katze, wird von seriösen Züchtern darauf hingewiesen, daß das Jungtier ca. 12 Wochen nach der Geburt noch bei der Mutter zu bleiben hat, damit es artgemäßes Sozialverhalten lernen kann und keine Verhaltensstörungen entwickelt. Stellt man in Rechnung, daß eine Katze mit einem Jahr erwachsen ist, läßt sich leicht errechnen, daß die 12 Wochen auf Menschenjahre umgerechnet ca. 4-5 Jahren entsprechen.

    Und was für tierische Bedürfnisse als selbstverständlich erachtet wird, sollte auch für Menschen gelten.

  8. #8
    Foren-Veteran Benutzerbild von Schwarzer Rabe
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    Standard AW: Kinderkrippe - Pro und Contra

    Zitat Zitat von ErhardWittek Beitrag anzeigen
    Stellt man in Rechnung, daß eine Katze mit einem Jahr erwachsen ist, läßt sich leicht errechnen, daß die 12 Wochen auf Menschenjahre umgerechnet ca. 4-5 Jahren entsprechen.


    Eine Katze wird 20 Jahre alt, das hieße bei einem Menschen dann 300 Jahre...

  9. #9
    Hineinschauer Benutzerbild von martin54
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    Standard AW: Kinderkrippe - Pro und Contra

    Interessant ist ja, daß zu einer Zeit, in der die Ganztagsparkplätze für Kinder in der DDR als Errungenschaft des Sozialismus gefeiert wurden, in den damals im Bundestag etablierten Parteien Einigkeit darüber herrschte, daß es sich dabei familienpolitisch und damit menschlich um eine Riesensauerei handelte.

    Heute verfährt man - wie in so vielen Dingen - nach dem Adenauer - Spruch "Wat jeht mich mein Jeschwätz von jestern an."

  10. #10
    Hände weg von Syrien! Benutzerbild von cajadeahorros
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    Standard AW: Kinderkrippe - Pro und Contra

    Zitat Zitat von Kugelfisch Beitrag anzeigen
    Natürlich ist jedes Kind anders und jede Familiensituation ebenfalls. Für uns steht aber nun fest - schon vom zartesten Alter her brauchten die Kinder die Gesellschaft anderer Kinder. Außerhalb einer Krippe hätten wir diese Gesellschaft nicht gewährleisten können - wir haben keine Freunde mit den Kindern um die Ecke, keine Großfamilie zwei Strassen weiter, die Großeltern leben 800 km weit weg, die restlichen Verwandten sind um en Globus verteilt, wie leben in einer Großstadt. In solchen Fällen ist eine Krippe unumgänglich.
    :]
    Eine äußerst vernünftige Einstellung die viel zu selten umgesetzt wird und stattdessen durch sinnfreie "frühkindliche Förderung" ersetzt wird. Die eher gehobene Schicht der Bevölkerung wird zuversichtlich chinesischsprechende Sozialzombies züchten (die trotz allem eine Denkschwäche haben werden weil sie nie die Chance zu selbständigen, unbeobachteten "Experimenten" und "Forschungen" hatten).
    Auf geb' ich mein Werk; nur Eines will ich noch: das Ende - das Ende!

    (Wotan, Die Walküre)

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