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Thema: Langzeitstudie: Deutschland fällt dramatisch zurück

  1. #51
    Mitglied Benutzerbild von Don
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    Standard AW: Langzeitstudie: Deutschland fällt dramatisch zurück

    Zitat Zitat von Commodus Beitrag anzeigen

    Was Du Dir hier vorstellst wäre nur mit einem ausgeprägten Protektionismus möglich. Na damit geh mal zu den Politiker die allesamt von der Wirtschaft bezahlt werden, da bin ich mal gespannt.
    Wer soll sie denn sonst bezahlen außer der Wirtschaft?

    Geld ist nicht alles, aber ohne Geld ist alles Nichts. (Geld in MEINEM Sinne verstanden, selbstredend)

    Die Sache ist relativ simpel. Unter der vereinfachten Annahme daß die Fortpflanzungsrate bei 1,4 konstant bleibt und, ganz wesentlich, das erreichte Durchschnittsalter bei sagen wir mal 78 liegt und so bleibt, haben wir eine konstante Kohortenverminderung um 30%. Es ist eine Frage der Betrachtung wie man diese einteilt, nehmen wir mal 20 Jahres-Kohorten.

    Wir haben dann, wenn das Geburtenverhältnis voll durchgängig ist, irgendwann folgende Situation (die älteste Kohorte als 1000 gesetzt):

    0-20, 20-40, 40-60, 60-80(78),

    1: 60-80: 1 Kohorte 1 1000 ~ 39,5%
    2: 40-60: 70% von Kohorte 1 700 ~ 27.7%
    3: 20-40 70% von Kohorte 2 490 ~ 19,4%
    4: 0-20: 70% von Kohorte 3 343 ~ 13,4%

    Summe: 2533 = 100%

    Über die ~40% der Alten >60 können wir also mathematisch auch in einem verfestigten steady state Prozeß der Dauerbevölkerungsverminderung nicht kommen (der sich asymptotisch der Bevölkerungszahl Null nähern würde), es sei denn die Geburtenrate sinkt weiter dramatisch und/oder die Leute werden signifikant älter.

    Allerdings werden wir diesen Zustand in etwa erreichen wenn die starken Jahrgänge alle in Rente sind, danach wird sich die Situation langsam wieder entspannen. Das bedeutet daß ~36% produktive Kohorten 64% der Alten UND Jungen mit durchfüttern müssen.
    Wenn unter diesen ~47% auch noch 10% (also 4,7% eff.) faule Schmarotzer sind die glauben einen Anspruch auf free lunch, Appartment und Plasmaglotze zu haben ohne dafür einen Finger krummzumachen werden sie zu gegebener Zeit äußerst uinangenehm aus ihren Träumen geworfen werden.

    Sorry, da war ein Fehler, sie werden ja bloß 78, ich hatte versehentlich 88 in die Tabcalc eingetippt.
    Geändert von Don (04.07.2010 um 09:21 Uhr)
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  2. #52
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    Standard AW: Langzeitstudie: Deutschland fällt dramatisch zurück

    Zitat Zitat von Don Beitrag anzeigen

    Über die ~40% der Alten >60 können wir also mathematisch auch in einem verfestigten steady state Prozeß der Dauerbevölkerungsverminderung nicht kommen (der sich asymptotisch der Bevölkerungszahl Null nähern würde), es sei denn die Geburtenrate sinkt weiter dramatisch und/oder die Leute werden signifikant älter.

    Allerdings werden wir diesen Zustand in etwa erreichen wenn die starken Jahrgänge alle in Rente sind, danach wird sich die Situation langsam wieder entspannen. Das bedeutet daß ~36% produktive Kohorten 64% der Alten UND Jungen mit durchfüttern müssen.
    Das entspräche dann eine ca. 20-jährige Zeitspanne einer bestimmten Arbeitsgeneration die unter einer verstärkten Abgaben- u. Leistungslast zu leiden hätte, welche sich dann tendenziell (im weiterem Generationenverlauf) mindern würde.

  3. #53
    Mitglied Benutzerbild von Don
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    Standard AW: Langzeitstudie: Deutschland fällt dramatisch zurück

    Zitat Zitat von Commodus Beitrag anzeigen
    Das entspräche dann eine ca. 20-jährige Zeitspanne einer bestimmten Arbeitsgeneration die unter einer verstärkten Abgaben- u. Leistungslast zu leiden hätte, welche sich dann tendenziell (im weiterem Generationenverlauf) mindern würde.
    Ja. Ich habe die Zahlen inzwischen allerdings korrigiert, da ich keine über 78jährigen aufnehmen kann wenn ich statistische Mittelwerte zugrundelege.
    War ein Denkfehler der mir beim Eintippen in die tabcalc nicht auffiel.
    (Ah, ich sehe Du hattest schon die neue Version)

    Die Versicherungsmathematiker rechnen das wohl etwas genauer, aber ich denke für eine Grobabschätzung reichen diese Zahlen völlig aus.

    Sie dienten eigentlich auch nur dazu aufzuzeigen, daß diese in den Raum geworfenen Zahlen von 2/3 über 60jährigen völliger Schwachfug von Leuten sind die nicht über die Fähigkeit verfügen Größenordnungen auch nur abzuschätzen.
    Die Situation ist aber auch realistisch betrachtet dramatisch genug.
    Jeder ist für das verantwortlich, was er tut.

  4. #54
    HPF Server - Administrator Benutzerbild von Klopperhorst
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    Standard AW: Langzeitstudie: Deutschland fällt dramatisch zurück

    Zitat Zitat von Raczek Beitrag anzeigen
    ...
    @Klopperhorst

    Würde ich pauschal nicht sagen; die Durchschnittsfamilie mit 6 Kindern wird es so sicherlich nicht mehr geben, allerdings sind 2-3 Kinder pro Ehepaar und damit die nötige Grundreproduktionsrate von 2.1 mit Sicherheit kein unereichbares utopisches Ziel.

    Der größte Hemmschuh ist meiner Meinung nach weiter die grassierende Dekadenz innerhalb unserer Wohlstandsgesellschaft, maßgeblich in Form von Ich-Bezogenheit, Relativismus, Anspruchsdenken und Sittenverfall -vieles davon bewusst von staatlicher Seite forciert, nebenbei bemerkt.

    Dekadenz ist nur ein Ausdruck, den ich eher durch den Begriff der Nichtnotwendigkeit von Nachwuchs für das individuelle Überleben ersetzen würde. Kinder sind heute eine rein emotionale "Anschaffung", keine Haus- und Hoferbene mehr, kein Nachschub für Besiedlungsaktivitäten, Kolonialismus usw.

    Die grundlegende Mechanik der Gesellschaft hat sich verändert, und dadurch ist der natürliche Druck zur Regeneration verlorengegangen. Dieser Druck wird erst wieder einsetzen, wenn der Wohlstand massiv verfällt, also große Bevölkerungsgruppen wieder einem Überlebenskampf ausgesetzt werden.

    ---
    "Groß ist die Wahrheit, und sie behält den Sieg" (3. Esra)

  5. #55
    Quo vadis? Benutzerbild von heide
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    Kool AW: Langzeitstudie: Deutschland fällt dramatisch zurück

    ..."Schwaches Wachstum, alternde Gesellschaft,"...

    Sollen nun die alterndende Gesellschaft sofort in die Kiste springen, möglichst noch mit Siuzide?
    Ich denke, ich sollte nun wirklich in den Verein für aktive Sterbehilfe eintreten, damit meine Rente von der Rentenkasse gespart wird!
    Ironie aus!
    Ja, vergiss nur, dass es Menschen gibt...

    Hölderlin



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